Sachverständige der Regierung: «Wirtschaftsweise» legen Jahresgutachten vor

Mitten in einer Phase der Abkühlung der deutschen Konjunktur legen die «Wirtschaftsweisen» heute in Berlin ihr Jahresgutachten vor. Schwerpunkte sollen Industrie- und Regionalpolitik sein, daneben das Steuersystem sowie Investitionen.

Medien berichteten vorab, dass die «Wirtschaftsweisen» die schwarze Null im Bundeshaushalt in Frage stellen werden. Ein Festhalten an einem ausgeglichenen Haushalt berge die Gefahr, den Abschwung noch zu verstärken - das schreibe der Sachverständigenrat in seinem Gutachten, das am Mittwoch an die Bundesregierung übergeben wird.

Es wird zudem erwartet, dass der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seine Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft für das laufende sowie das kommende Jahr senken wird. Vor allem die exportstarke deutsche Industrie ist wegen der schwächeren Weltwirtschaft und internationaler Handelskonflikte in einem Abwärtstrend.

Wie «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und «Süddeutsche Zeitung» am Dienstag online berichteten, rechnen die «Wirtschaftsweisen» für 2020 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent. Zieht man ab, dass es in dem Jahr mehr Arbeitstage gibt, bleibt ein Plus von 0,5 Prozent. Eine tiefergehende Rezession sehen die «Wirtschaftsweisen» demnach aber nicht.

Mit Spannung wird außerdem erwartet, wie sich die fünf «Wirtschaftsweisen» zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung äußern. Einzelne Mitglieder des Rats hatten es bereits als unzureichend kritisiert. Die «Wirtschaftsweisen» hatten im Juli ein Sondergutachten zum Klimaschutz vorgelegt.



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