Neue Verhandlungen über umstrittene Rentenreform in Frankreich

Durch neue Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die umstrittene Rentenreform will die französische Regierung am Mittwoch drohende Streiks an Weihnachten abwenden. Premierminister Edouard Philippe hat die Sozialpartner in seinen Pariser Dienstsitz eingeladen (14.30 Uhr). Die Fronten sind verhärtet: Philippe zeigte sich vor der Gesprächsrunde entschlossen, die Reform umzusetzen. Gegen die Pläne waren am Dienstag nach Angaben des Innenministeriums landesweit etwa 615.000 Menschen auf die Straße gegangen, die Gewerkschaft CGT sprach von 1,8 Millionen Demonstranten.

Ein Kompromissangebot wies die Regierung zurück. Die größte Gewerkschaft CFDT hatte in Aussicht gestellt, höhere Rentenbeiträge mitzutragen, wenn die Regierung im Gegenzug die faktische Anhebung des Eintrittsalters von derzeit 62 auf 64 Jahre streicht. Andere Gewerkschaften fordern den vollständigen Verzicht auf die Reform. Sie ist eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron.



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