Nach der Hamburg-Wahl: Stimmen vertauscht? FDP könnte in Hamburg doch noch aus der Bürgerschaft fliegen

Die SPD bleibt die stärkste Kraft, die Grünen gewinnen kräftig hinzu – nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg kann Bürgermeister Peter Tschentscher das rot-grüne Bündnis in der Hansestadt fortsetzen. Allerdings will der SPD-Politiker auch Gespräche mit der CDU führen.

Ob FDP und AfD den Einzug in das neugewählte Parlament wirklich schaffen, wird sich voraussichtlich erst am Montagabend zeigen. Bis dahin werden in Berlin und Hamburg die Vertreter der Parteien den Wahlausgang analysieren. Besonders im Fokus dabei: das desaströse Abschneiden der CDU.

Das Ergebnis der Wahl, die Sitzverteilung in der Bürgerschaft und einen Koalitionsrechner finden Sie hier.

Die wichtigsten Meldungen zur Hamburg-Wahl im Überblick:

  • CDU nach Hamburg: Führungsleute drängen auf Entscheidungen (4.03 Uhr
  • Mögliche Verwechslung bei Hamburg-Wahl stellt FDP-Ergebnis infrage (0.21 Uhr)
  • Ergebnis der vereinfachten Auszählung: FDP und AfD ziehen in Hamburger Bürgerschaft ein (0.00 Uhr)

Alle aktuellen Entwicklungen am Tag nach der Hamburg-Wahl im stern-Ticker:

+++ 4.03 Uhr: CDU nach Hamburg: Führungsleute drängen auf Entscheidungen +++

Nach dem CDU-Debakel bei der Hamburger Bürgerschaftswahl drängen führende Christdemokraten auf eine schnelle Klärung des Kurses und einen Fahrplan für die Kanzlerkandidatur. "Das Ergebnis muss uns alle ein Stück wachrütteln, dass es gerade um viel geht", sagte einer der potenziellen Anwärter, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Nachrichtenagentur DPA. Er zählte auf: "Das ist Hamburg, das ist Thüringen, das sind die Umfragewerte, das ist die Lage der Bundespartei." Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther mahnte im ZDF, die Bundes-CDU müsse jetzt so schnell wie möglich die offenen Fragen klären. Dabei nannte er die Führungsfrage, aber auch den Kurs für Thüringen, wo das Verhältnis zur Linkspartei ungeklärt ist. Ähnlich äußerte sich sein Saar-Kollege Tobias Hans.

Das Präsidium und der Bundesvorstand der CDU kommen um 11 Uhr in Berlin zusammen, um 13.30 Uhr stellen sich Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und der Hamburger Soitzenkandidat Marcus Weinberg den Fragen der Journalisten.

+++ 0.21 Uhr: Mögliche Verwechslung bei Hamburg-Wahl stellt FDP-Ergebnis infrage +++

Eine mögliche Verwechslung bei der Stimmerfassung im Wahlbezirk Hamburg-Langenhorn stellt den knappen Wiedereinzug der FDP in die Bürgerschaft infrage. In einem Wahllokal kamen die Liberalen nach der vereinfachten Auszählung am Sonntagabend auf 22,4 Prozent, die Grünen hingegen nur auf 5,1 Prozent. Landesweit war das Ergebnis umgekehrt ausgefallen. "Auffällig ist das auf jeden Fall", sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf der Nachrichtenagentur DPA. "Den Hinweis, dass es eine Auffälligkeit gibt, habe ich auch schon weitergegeben." 

Sollte es eine Verwechslung der Zuordnung gegeben haben, würden auf die FDP 423 Stimmen weniger entfallen als bisher angenommen. Da die Partei insgesamt nach den vorläufigen Zahlen nur um 121 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde liegt, könnte dies dazu führen, dass sie den Einzug ins Stadtparlament doch noch verpasst. "Das kann durchaus ausschlaggebend sein", sagte Rudolf. Alle Stimmen würden am Montag aber ohnehin erneut ausgezählt, sodass ein Irrtum dann auch festgestellt würde.

Kritik Anne Will 6.28

+++ 0.07 Uhr: FDP erleichtert über Wiedereinzug in Hamburger Bürgerschaft +++

Große Erleichterung bei der FDP nach dem möglicherweise knappen Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft: "Das war eine Zitterpartie, natürlich. Aber wir können einiges ab. Wir sind Optimisten. Es liegt in unserer DNA. Wir haben es geschafft", sagte FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein am späten Abend. Nach einem Wahlkrimi hatten die Liberalen nach vereinfachter Auszählung der für die Parteien auf den Landeslisten abgegebenen Stimmen genau 5,0 Prozent erreicht.

+++ 0.03 Uhr: AfD-Spitzenkandidat erleichtert über Wiedereinzug in Bürgerschaft +++

Hamburgs AfD-Spitzenkandidat Dirk Nockemann hat sich erleichtert über den knappen Wiedereinzug seiner Partei in die Hamburgische Bürgerschaft gezeigt. "Knapp drin ist in diesem Fall ein großer Erfolg, weil wir uns den Kampagnen des gesamten politischen Establishments dieser Stadt Hamburg ausgesetzt gesehen haben", sagte Nockemann

+++ 0.00 Uhr: Ergebnis der vereinfachten Auszählung: FDP und AfD ziehen in Hamburger Bürgerschaft ein +++

Die SPD hat die Bürgerschaftswahl in Hamburg klar gewonnen. Wie die Landeswahlleitung am mitteilte, kommen die Sozialdemokraten nach vereinfachter Auszählung der für die Parteien auf den Landeslisten abgegebenen Stimmen auf 39,0 Prozent. AfD und FDP würden demnach mit 5,3 beziehungsweise 5,0 Prozent in der Bürgerschaft bleiben. Die Grünen kämen als zweitstärkste Kraft auf 24,2, die CDU auf 11,2 und die Linke auf 9,1 Prozent. 

Die voraussichtliche Verteilung der 121 Bürgerschaftssitze würde laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf folgendes Ergebnis bringen: SPD 51, Grüne 31, CDU 14, Linke 12, AfD 7 und FDP 6 Sitze.

Da zunächst nur die auf die Parteien entfallenen Stimmen der Landeslisten ausgezählt wurden, kann sich an der Sitzverteilung noch etwas ändern. Erst nach der am Montagmorgen beginnenden Auszählung der Wahlkreislisten wird klar, ob es Überhang- und Ausgleichsmandate geben wird.



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