Coronavirus: 13 weitere Infektionsfälle in Bayern – FDP-Chef Lindner fordert "Anti-Krisen-Paket
Das Coronavirus breitet sich aus. Auch in Europa und Deutschland steigt die Zahl der Infektionen. Die Epidemie hat mittlerweile gravierende Folgen für die Wirtschaft. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Ticker.
In fast allen Bundesländern gibt es seit Montagabend nachgewiesene Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus in Deutschland auf rund 170. Mit mehr als 90 Fällen verzeichnet Nordrhein-Westfalen bei Weitem die meisten registrierten Ansteckungen. Noch keine Meldungen gab es lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Erstmals wurden am Montag Fälle aus Brandenburg (1), Thüringen (1) und Sachsen (1) gemeldet. In Berlin, wo der erste Fall am Sonntagabend bekannt wurde, kamen zwei weitere Infektionen hinzu. Da eine Lehrkraft unter den Infizierten ist, bleibt nun auch in der Hauptstadt eine öffentliche Schule geschlossen.
Alle Nachrichten zum Coronavirus in unserem Ticker:
+++ FDP-Chef Lindner fordert "Anti-Krisen-Paket" +++
FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, ein "Anti-Krisen-Paket" gegen die wirtschaftlichen Folgen einer Coronavirus-Epidemie aufzulegen. "Die OECD warnt bereits vor einer Rezession", sagte der Parteivorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verkenne den Ernst der Lage, wenn er sage, er wolle zunächst einmal die Fakten sichten. "Es ist höchste Zeit, auch im Bundeswirtschaftsministerium einen Krisenstab einzurichten."
Zu einem Anti-Krisen-Paket gehöre es, den ohnehin verfassungswidrigen Solidaritätszuschlag komplett abzuschaffen. Mindestens sollte die ohnehin geplante Teilabschaffung des Soli rückwirkend auf den 1. Januar vorgezogen werden. "Das würde Unternehmen und Bürger entlasten sowie der Binnenkonjunktur Auftrieb geben", sagte Lindner. Um Investitionen vorzuziehen, sollte das Planungsrecht vorübergehend auf das Nötigste reduziert werden. Neue Investitionsimpulse könnten durch die Einführung von für Firmen vorteilhaften Abschreibungsarten entstehen. Zudem sollte die Stromsteuer gesenkt und betroffenen Unternehmen der Zugang zu Kurzarbeit erleichtert werden.
+++ Südkorea meldet 600 weitere Infektionsfälle +++
Die Zahl der Covid-19-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Dienstag 600 weitere Fälle, bei denen sich Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit ansteckten. Die Gesamtzahl erreichte damit 4812. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte im Vergleich zum Vortag um zwei auf 28. Wieder wurde die Mehrheit der neuen Ansteckungsfälle in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region erfasst. Allein auf Daegu entfallen fast drei Viertel aller bisher amtlich nachgewiesenen Infektionen im Land.
Mordanzeige Südkorea wegen Coronavirus 20.05
+++ Praxisärzte sehen Handlungsbedarf bei Schutzausrüstung +++
Die Praxisärzte sehen sich gewappnet für den Umgang mit dem neuen Coronavirus in Deutschland - aber Handlungsbedarf beim Nachschub an Schutzausrüstung. "Der Grundbestand, über den die niedergelassenen Kollegen in ihren Praxen verfügen, wird bundesweit nicht ausreichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle steigen wird", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. "Und darauf deutet ja alles hin." Man sei daher im Gespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium und allen Beteiligten, um rasch Abhilfe schaffen zu können und Schutzbekleidung dort vorzuhalten, wo sie gebraucht werde.
+++ Verband: Labore nicht wegen Corona überlastet +++
Etwa 200 bis 250 Labore sind bundesweit mit Coronavirus-Tests beschäftigt. "Das sind zwei Drittel aller Labore und es werden jeden Tag mehr, die diese Tests auch machen können", sagte der Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Thomas Postina, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit gehe es in den Laboren ruhig zu und es gebe keinen Grund zur Panik, betonte er mit Blick auf die Corona-Tests. "Die Labore sind nicht wegen des Coronavirus überlastet. Sie sind im Moment sehr stark durch Influenza-Tests belastet", so Postina. Die Grippe sei ein viel größeres Problem. Ein Coronavirus-Test nehme einige Stunden in Anspruch. "Vom Abstrich bis zur Übermittlung des Ergebnisses können sechs bis 24 Stunden vergehen", sagte Postina. Einen Rückstau gebe es aber nicht.
+++ Erneut 31 Tote in China +++
Die Zahl der Toten und amtlich neu nachgewiesenen Infektionen durch das neue Coronavirus in China steigt weiter an. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Dienstag von weiteren 31 Toten. Damit sind in Festlandchina bereits 2943 Todesfälle durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 zu beklagen. Mit einem neuerlichen Anstieg der offiziell bestätigten Infektionen um 125 kletterte die Zahl der Virusfälle auf 80 151. Alle neuen Todesfälle sowie die meisten Ansteckungen sind demnach in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina zu beklagen, wo das Sars-CoV-2 genannte Virus ursprünglich auch ausgebrochen war.
Das wahre Ausmaß der Epidemie in China scheint aber unklar, da die Zählweise der nachgewiesenen Infektionen mehrfach geändert wurde, was sich auch spürbar auf die amtliche Statistik auswirkt. Wie das chinesische Magazin "Caixin" berichtete, können beispielsweise Personen, die nachweislich infiziert sind, aber keine Symptome der Krankheit zeigen, seit Anfang Februar nicht mehr als neu bestätigte Ansteckungen mitgerechnet, sondern anderweitig aufgelistet werden. Dabei können solche Personen auch ansteckend sein. Die Änderung hat eine Diskussion unter Experten ausgelöst.
+++ Twitter-Mitarbeiter sollen von Zuhause arbeiten +++
Twitter hat seine Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Gefahr aufgerufen, weltweit von Zuhause aus zu arbeiten. Interne Besprechungen und wichtige Aufgaben sollen für den Internet-Zugang optimiert werden, kündigte der Kurznachrichtendienst am Montag an. Ziel sei, die Mitarbeiter zu schützen und die Ausbreitung der Krankheit zu bremsen. In Hongkong, Südkorea und Japan müssen die Twitter-Beschäftigten sogar zwingend zu Hause arbeiten. In anderen Ländern können sie auch ins Büro kommen, "wenn sie es vorziehen oder es erforderlich ist". Twitter hatte Ende vergangenen Jahres 4900 Mitarbeiter.
+++ 13 weitere Fälle in Bayern +++
In Bayern hat sich die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten erneut erhöht. In dem Freistaat wurden 13 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Bayern seit Donnerstag auf insgesamt 21. Das Virus erreichte inzwischen auch mehrere ostdeutsche Bundesländer: Brandenburg, Sachsen und Thüringen gaben die ersten Fälle bekannt. Wegen der Epidemie wurde die Internationale Handwerksmesse in München abgesagt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte zuvor mitgeteilt, der bayerische Coronavirus-Krisenstab habe empfohlen, "große internationale Messen bis auf Weiteres abzusagen oder zu verschieben". Dies gelte auch für die Internationale Handwerksmesse.
Meldungen von Montag, den 1. März 2020:
+++ Coronavirus: Künftig engere Zusammenarbeit auf EU-Ebene +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird auf EU-Ebene künftig enger zusammengearbeitet. Der Krisenreaktionsmechanismus der Staatengemeinschaft sei durch die kroatische EU-Ratspräsidentschaft nun vollständig ausgelöst worden, hieß es in einer Mitteilung vom Abend. Zuvor war am Freitag die zweite der drei Stufen – der Modus zum Austausch von Informationen – aktiviert worden.
Grundsätzlich soll der Mechanismus in schweren und komplexen Krisen schnelle und koordinierte politische Entscheidungen ermöglichen, etwa im Fall von Terroranschlägen. Dabei kommen die EU-Institutionen, die EU-Staaten und andere Betroffene zusammen.
Unter der neuen Stufe gibt es künftig unter anderem Krisensitzungen der EU-Kommission, des Europäischen Rats, des Auswärtigen Dienstes sowie von Vertretern betroffener EU-Staaten und von anderen wichtigen Parteien. Dabei sollen Vorschläge entwickelt werden, über die die EU-Staaten dann entscheiden können.
+++ Zwei weitere Infektionen mit neuem Coronavirus in Berlin +++
In Berlin sind zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um zwei neue Fälle, die nach bisherigen Erkenntnissen nicht in Verbindung mit dem ersten nachweislich erkrankten Berliner stehen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Abend mit.
+++ Erste Infektion mit neuem Coronavirus in Thüringen +++
In Thüringen ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums am Abend in Erfurt. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Mann aus dem Orlatal, wie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises in Schleiz mitteilte.
PAID Hamsterkäufe zu Corona 16.25
+++ Bayern: Sechs neue Coronavirus-Fälle bestätigt +++
In Bayern gibt es sechs neue bestätigte Fälle mit dem neuartigen Coronaviurs Sars-CoV-2. Betroffen seien fünf Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Freising und ein Mensch aus München, teilte das Gesundheitsministerium am Abend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München mit. Die Fälle im Landkreis Freising stünden im Zusammenhang mit dem Ehemann einer Erzieherin, der ebenfalls positiv auf den Erreger getestet wurde. Mit den sechs neuen Fällen gibt es seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 21 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.
+++ Zahl der Corona-Infektionen in Frankreich stark gestiegen +++
In Frankreich ist nach Behördenangaben ein weiterer mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch gestorben – außerdem stieg die Zahl der registrierten Infektionen stark an. Es gebe 61 neue registrierte Fälle in Frankreich, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon bei einer Pressekonferenz. Außerdem sei eine 89-Jährige nach ihrem Tod positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Die Frau war demnach in der nordfranzösischen Stadt Compiègne gestorben.
Die Zahl der in Frankreich seit Ende Januar bekannten Infektionen stieg damit auf 191. 107 der Fälle seien "Teil einer Übertragungskette", erklärte Salomon.
+++ Coronavirus breitet sich in den USA aus – sechs Tote +++
Das neuartige Coronavirus hat sich auch in den USA weiter ausgebreitet und bislang zu sechs Todesfällen geführt. Die Toten wurden aus Pflegeheimen im US-Bundesstaat Washington nahe der Metropole Seattle gemeldet, teilten die dortigen Behörden mit. Am Samstag war der erste Todesfall dort gemeldet worden, der erste seit Beginn des Ausbruchs in den USA.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC erhöhte die Zahl der bisher positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen in den USA auf 43. Medienberichten zufolge sollen es allerdings bereits deutlich mehr sein. Auch aus der Millionenmetropole New York wurde am Wochenende der erste Fall gemeldet.
+++ Erste Infektion mit neuem Coronavirus in Brandenburg +++
In Brandenburg ist erstmals ein Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen Mann, der von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt sei, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger, am Abend mit.
+++ Mehr als 50 Tote nach Coronavirus-Ausbruch in Italien +++
Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen ist in Italien auf mehr als 2000 gestiegen. Mittlerweile sind 52 Infizierte gestorben, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Am Vortag waren es noch 34 Tote. Insgesamt wurden bisher 2036 Menschen positiv getestet.
+++ Internationale Handwerksmesse wegen Coronavirus abgesagt +++
Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Abend in München mit. Die IHM ist mit 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100.000 Besuchern die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland.
+++ Ryanair streicht Italienflüge zusammen +++
Der irische Billigflieger Ryanair reduziert seine Flüge von und nach Italien wegen des Coronavirus. Bis zu jeder vierte Kurzstreckenflug "hauptsächlich von und nach Italien" falle zwischen dem 17. März und dem 8. April weg, teilte die Airline mit. Für die Zahlen des aktuellen Geschäftsjahres bis Ende März rechnet Ryanair nicht mit handfesten Folgen. Für die Periode darauf gibt Ryanair jedoch keine Entwarnung: Es sei "viel zu früh, um zu spekulieren", wie die Wirkung auf die Zahlen im Geschäftsjahr 2021 ausfalle.
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+++ Coronavirus: Schweiz sagt Fußballspiele bis Anfang April ab +++
In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den März abgesagt worden. Das entschieden die 20 Clubs der Swiss Football League in Bern. Zuvor waren bereits der 24. Spieltag am vergangenen Wochenende sowie die Pokal-Viertelfinals in dieser Woche verschoben worden. Wenn das derzeit bis zum 15. März geltende Veranstaltungsverbot des Schweizer Bundesrates nicht verlängert wird, soll am 4. und 5. April wieder gespielt werden. Ob das Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt am 19. März beim FC Basel stattfindet, blieb zunächst offen.
+++ Coronavirus-Test bei Tropical-Islands-Mitarbeitern 90 Mal negativ +++
Die Tests auf das neuartige Coronavirus sind bei 90 Mitarbeitern des Erlebnisbads Tropical Islands in Brandenburg negativ ausgefallen. Dem Landkreis Dahme-Spreewald lagen bis Nachmittag 90 von 104 Testergebnissen vor, wie das Landratsamt in Lübben mitteilte. "Es ist vor allem für die Mitarbeiter von Tropical Islands beruhigend, dass 90 von 104 Mitarbeiter negativ getestet werden konnten", sagte Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Die weiteren Ergebnisse würden demnächst erwartet.
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sich ein Coronavirus-Infizierter aus Nordrhein-Westfalen im Tropical Islands aufgehalten habe. Für Badegäste gab es Entwarnung: Der Mann habe demnach keinen engeren Kontakt zu anderen Gästen gehabt. Näheren Kontakt habe es indessen zu Mitarbeitern gegeben, etwa bei der Essensausgabe.
+++ WHO: In China nur wenige Neu-Infektionen mit Coronavirus +++
China bekommt die Coronavirus-Epidemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer besser in den Griff. Am Sonntag seien nur 206 neue Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Das sei die niedrigste Zahl seit dem 22. Januar. Am meisten Sorge bereite aktuell die Lage in Südkorea, Italien, dem Iran und Japan, wo es teils ein deutliches Plus bei den Fallzahlen gebe. Inzwischen sei ein WHO-Team im Iran eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Krankheit zu helfen, so Tedros.
Er wies erneut darauf hin, dass das Virus mit den richtigen und rigiden Maßnahmen im Vergleich zum Beispiel zu einer Grippe gut einzudämmen sei. Wäre Covid-19 eine Grippe-Epidemie, wäre eine weltweite Verbreitung zu erwarten. "Bemühungen, sie zu verlangsamen oder einzudämmen, wären nicht machbar", so Tedros. Dagegen seien im Fall von Sars-CoV-2 nach aktuellen Kenntnissen mehr als 130 Länder noch ohne einen einzigen nachgewiesenen Fall. In vielen anderen Staaten gebe es nur eine äußerst begrenzte Zahl von Infektionen mit dem Erreger der neuen Lungenkrankheit.
+++ Sozialverband sagt große Demonstration wegen Coronavirus ab +++
Der Sozialverband VdK hat eine geplante Großdemonstration am 28. März in München wegen des Coronavirus abgesagt. Die Kundgebung sollte unter dem Motto "Soziales Klima retten!" stattfinden. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte in Berlin: "An erster Stelle steht die Sicherheit aller Teilnehmer, daher haben wir uns schweren Herzens zu dieser Absage entschlossen." Unter den Demonstrationsteilnehmern hätten viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sein sollen. Aus ganz Bayern und aus vielen Teilen Deutschlands hatten sich laut dem Verband Tausende VdK-Mitglieder bereits angemeldet. Zu einem späteren Zeitpunkt solle die Kundgebung nachgeholt werden.
+++ Virologe fordert 14 Tage "Coronaferien" in Deutschland +++
Der Virologe Prof. Alexander S. Kekulé hält nur noch 14-tägige "Coronaferien" in Deutschland für hilfreich, um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. Gleichzeitig warnte er im "Deutschlandfunk" vor "Horrorszenarien". Alle Schulen und Kindergärten müssten für diese zwei Wochen geschlossen bleiben und sämtliche Großveranstaltungen abgesagt werden. Innerdeutsche Reisen müssten auf ein Minimum reduziert werden, so Kekulé. Die Hoffnung sei, dass man möglichst viele Herde ausfindig mache und Patienten isoliere beziehungsweise in Quarantäne schicke.
Zudem warnte der Virologe vor "Superhorrorszenarien". Äußerungen von Kollegen, dass ein Prozent der Erkrankten sterbe und 60 Prozent der Deutschen sich infizieren würden, könne er nicht unterschreiben. Man wisse noch nicht, wie sich das Virus verhalte. Er sei aber optimistisch, dass es nicht so verlaufe wie in China.
+++ Kein Recht auf Rückerstattung bei Verzicht auf Reise wegen Coronavirus +++
Wenn Verbraucher wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus Reisen nicht antreten, können sie nicht automatisch mit der Erstattung ihrer Kosten rechnen. "Die EU-Regeln für die Fahrgastrechte decken nicht Situationen ab, in denen Reisende entscheiden, freiwillig auf die Reise zu verzichten", sagte die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean in Brüssel. Sie verwies für diese Fälle auf die vertraglichen Bedingungen der Reiseanbieter.
Im Fall von wegen der Epidemie gestrichenen Flug-, Zug- und Busreisen hätten Verbraucher hingegen weitgehende Rechte: "Wir haben dafür ein sehr robustes Regelwerk", sagte die Rumänin. Die Anbieter müssten zunächst immer Umbuchung und Rückerstattungen des Ticketpreises ermöglichen. Unter anderem die Lufthansa hatte zuletzt Flugverbindungen in besonders von der Epidemie betroffene Gebiete wie etwa Norditalien gestrichen. Viele Flugverbindungen nach China und in den Iran sind bereits seit Längerem ausgesetzt.
Bei Flugausfällen etwa hätten Reisende zudem grundsätzlich ein Recht auf eine Entschädigung über den Ticketpreis hinaus, wenn die Airline ihre Kunden nicht mehr als 14 Tage vorher informiere, erinnerte Verkehrskommissarin Valean. Allerdings gebe es eine Ausnahmeregelungen für "Stornierung wegen außerordentlicher Umstände". Es müsse nun im Einzelfall geprüft werden, ob die Corona-Epidemie darunter falle.
+++ Mindestens drei Tote durch Coronavirus in Frankreich +++
In Frankreich ist die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus auf mindestens drei gestiegen: Eine rund 80 Jahre alte Frau aus dem Ort Crépy-en-Valois rund 70 Kilometer nordöstlich von Paris starb an den Folgen der Infektionskrankheit, wie die Nachrichtenagentur AFP aus übereinstimmenden Quellen erfuhr. In dem Ort hatte auch ein 60-jähriger Lehrer gearbeitet, der vergangene Woche gestorben war. Zuvor war bereits ein 80-jähriger chinesischer Tourist in Paris gestorben.
Andere französische Medien sprechen sogar von einem Anstieg auf vier Tote. Der Fernsehsender BFM-TV und die Zeitung "Le Parisien" berufen sich dabei auf den Bürgermeister des Nachbarortes Compiègne, Philippe Marini. Er sagte, die beiden neuen Opfer seien "betagte Personen, die unter mehreren anderen Krankheiten litten". Laut "Le Parisien" waren beide in einem Krankenhaus in Compiègne behandelt worden. Die Regierung in Paris hat die Angaben noch nicht bestätigt. Sie sprach zuletzt von 130 Infektionen, darunter zwei Todesfälle.
+++ Schwedens König sagt Dinner wegen Virusgefahr ab +++
Das schwedische Königshaus hat ein für Mittwoch geplantes Repräsentations-Dinner im Schloss wegen der Gefahr einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus abgesagt. Auf der Webseite des Königshauses hieß es, dies geschehe mit Rücksicht auf die rund 150 geladenen Gäste. Die schwedischen Gesundheitsbehörden schätzen die Gefahr weiterer Ansteckungen moderat ein. Allerdings bestünde eine hohe Gefahr, dass Einreisende den Erreger mitbrächten. Deshalb empfahlen die Behörden, Direktflüge zwischen Schweden und dem Iran, wo es besonders viele Fälle gibt, einzustellen. Die schwedischen Verkehrsbehörde entzog daraufhin der Fluggesellschaft Iran Air vorübergehend die Fluggenehmigung.
+++ Sitz der Vereinten Nationen in Genf schließt wegen Coronavirus seine Türen +++
Der Sitz der Vereinten Nationen in Genf schließt wegen der Coronavirus-Epidemie seine Türen für Besucher. Der Palais des Nations, der jedes Jahr von 100.000 Menschen besucht wird, bietet als "Vorsichtsmaßnahme" vorerst keine Führungen mehr an, wie eine UN-Sprecherin mitteilte. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 13. März. Die UNO prüft den Angaben zufolge auch, ob in den kommenden Tagen geplante Veranstaltungen in Genf stattfinden können. Grundlage sind demnach die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Möglicherweise müssten Veranstaltungen verschoben werden, "um die Gesundheit der Teilnehmer zu gewährleisten", sagte die UN-Sprecherin.
+++ Coronavirus-Panik: Leipzig-Ordner weisen Japaner aus dem Stadion +++
Aus Panik vor dem neuartigen Coronavirus hat der Sicherheitsdienst des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig eine Gruppe Japaner des Stadions verwiesen. Gut zehn Minuten nach Beginn des Spiels gegen Bayer Leverkusen am Sonntag sei die Gruppe von etwa zehn Ordnern des Stadions verwiesen worden. Dabei soll ihnen erklärt worden sein, dass dies aus Sorge vor dem Virus geschehe. Den Japanern wurde zugesagt, dass das Geld für die Tickets zu einem späteren Zeitpunkt erstattet werde. Das teilten Personen aus der Gruppe via Twitter mit.
Der Club bestätigte den Vorfall am Nachmittag und entschuldigte sich. Der Sicherheitsdienst sei angehalten gewesen, Personengruppen aus potenziellen Risikogebieten gemäß den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts verstärkt zu kontrollieren. "Leider ist hier im konkreten Fall im Zuge der großen Verunsicherung, die aktuell auch bei uns um dieses Thema besteht, in der Auslegung gegenüber unseren japanischen Gästen ein Fehler unterlaufen. Für diesen Fehler möchten und müssen wir uns an dieser Stelle entschuldigen", teilte RB mit. Man habe bereits versucht, die betroffenen Personen zu kontaktiere, um sie zum nächsten Heimspiel einzuladen.
+++ Dritter Coronavirus-Fall in Hamburg – Frau kam aus dem Iran +++
n Hamburg gibt es einen dritten bestätigten Coronavirus-Fall. Die infizierte Frau sei in der vergangenen Woche aus dem Iran über Frankfurt nach Hamburg gereist, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Nach positiver Testung auf das Sars-CoV-2-Virus habe das Gesundheitsamt umgehend eine häusliche Isolation der Frau angeordnet, auch für ihre Kontaktpersonen. Zum genauen Gesundheitszustand der Patientin wurde nichts mitgeteilt. Es gebe keine Verbindung zu den beiden bisherigen Fällen.
Am vergangenen Freitag hatte das Universitätsklinikum Eppendorf berichtet, dass ein Arzt der Kinderklinik nach einer Italienreise infiziert ist. In der Nacht zum Samstag hatte die Feuerwehr eine Frau in die Asklepios-Klinik St. Georg gebracht. Auch sie war aus dem Iran zurückgekommen und muss wie der Kinderarzt zwei Wochen in häuslicher Isolation bleiben.
+++ Spahn gegen Grenzschließung und generelle Absagen von Veranstaltungen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine Schließung von Grenzen wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland weiter nicht für nötig (siehe auch Video oben). Auch die Absage von Großveranstaltungen oder die Schließung von Unternehmen sei nicht generell ratsam, sagte Spahn in Berlin. Dies sei weiter nicht verhältnismäßig und angemessen.
Grenzschließungen hätten massive Auswirkungen. Auch gegen eine Einstellung von Direktflügen zwischen China und Deutschland wandte sich Spahn. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass bis zu rund 30.000 Deutsche aus China ausgeflogen werden müssten.
Bei Firmen und Veranstaltungen zähle immer der Einzelfall. "Jedes Unternehmen muss es bewerten", sagte Spahn. Es mache einen Unterschied, ob ein Betrieb lediglich regional tätig sei oder in einen internationalen Konzern regelmäßig Mitarbeiter aus dem Ausland kämen. Für Großveranstaltungen gelten laut Spahn unter anderem folgende Parameter: "Wie ist der Teilnehmerkreis? Sind Teilnehmer aus Risikogebieten dabei? (...) Oder sind keine dabei?" Auch die Frage, wie die Belüftung geplant sei, sei wichtig. Statt eine Veranstaltung abzusagen, könnten auch Auflagen gemacht werden. Nur die Gesundheitsbehörden vor Ort könnten dann entscheiden.
"An bestimmten Stellen in Deutschland wird der Alltag ein Stück eingeschränkt sein müssen", sagte Spahn etwa mit Blick auf Schulschließungen. Es gelte, die Virus-Ausbreitung zu verlangsamen, einzudämmen und damit für den einzelnen, aber auch für die gesamte Gesellschaft besser handelbar zu machen. Spahn verteidigte, dass beispielsweise nicht der Karneval in Deutschland pauschal abgesagt worden sei. Er verwies auf die damals geringe Zahl von Infektionen und nachvollziehbare Infektionsketten.
+++ Erster offizieller Fall in Moskau bestätigt +++
In der europäischen Millionenmetropole Moskau ist erstmals das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein junger Russe habe sich im Februar bei einem Italien-Urlaub mit Sars-CoV-2 infiziert und sei wieder in die russische Hauptstadt mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern zurückgekehrt, teilten die Behörden mit. Der Mann wohne im Umland von Moskau und habe sich erst nach einigen Tagen in einem Krankenhaus gemeldet. Er zeige nur leichte Symptome der Covid-19-Erkrankung und befinde sich nun auf einer Isolierstation eines Krankenhauses, hieß es der Agentur Interfax zufolge.
In Russland wurden bisher kaum bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Ende Januar waren zwei infizierte chinesische Staatsbürger in Sibirien isoliert worden; zudem wurde bei drei Russen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" das Virus nachgewiesen. Russland hatte zuvor seine mehr als 4000 Kilometer lange Grenze zu China geschlossen, um die Gefahr einer Einschleppung einzudämmen. Zudem wurden die Flüge und Zugverbindungen zum Nachbarland weitgehend eingestellt.
+++ Beiersdorfer und Merck stellen Bilanzen telefonisch vor +++
Das neuartige Coronavirus kommt dem Nivea-Hersteller Beiersdorf und dem Darmstädter Merck-Konzern bei der Präsentation ihrer Geschäftszahlen in die Quere. Die geplanten Bilanzpressekonferenzen von Beiersdorf am Dienstag und Merck am Donnerstag wurden als Präsenzveranstaltungen abgesagt.
Stattdessen wollen Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker und Finanzchefin Dessi Temperley die Geschäftszahlen nun in einer Telefonkonferenz präsentieren, wie das Unternehmen mitteilte. "In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen und zunehmenden globalen Verbreitung des Corona-Virus hat Beiersdorf beschlossen, internationale Geschäftsreisen, Konferenzen und Schulungen bis auf Weiteres vorsorglich auszusetzen, um die Beteiligten zu schützen und mögliche Gesundheitsrisiken auszuschließen".
+++ Gruner + Jahr verzichtet bis Ende Juni auf Krankschreibungen +++
Einer der größten Zeitschriftenverlage Europas, Gruner + Jahr, in dem auch der stern erscheint, verzichtet angesichts des neuartigen Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter. Für die nächsten vier Monate müssten die Mitarbeiter von G+J keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen, berichtete Personalleiter Stefan Waschatz in Hamburg auf Anfrage. Das Unternehmen reagiere auf die Empfehlung von Experten, Arztpraxen gegenwärtig nur bei echtem medizinischen Bedarf aufzusuchen.
+++ Handelsketten: Trotz Coronavirus keine Versorgungsprobleme +++
Die Angst vor dem neuartigen Coronavirus sorgt weiter für eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln. Dennoch sehen die großen deutschen Lebensmittelhändler derzeit keine Versorgungsprobleme. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur DPA bei den führenden Handelsketten.
Der Discounter Lidl berichtete, er verzeichne in einigen Regionen und Filialen weiter "deutlich erhöhte Abverkäufe". Besonders groß sei die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln wie Konserven und Nudeln, aber auch nach Hygieneartikeln wie Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln. Auch Rewe meldete eine "bundesweit verstärkte Nachfrage", betonte aber gleichzeitig: "Es gibt keine Engpässe in der Warenversorgung." Um dies sicherzustellen, habe der Konzern die Frequenz der Belieferungen in den Märkten erhöht. Ähnlich äußerten sich Real und Kaufland.
Eine Sprecherin von Aldi Süd berichtete von einer höheren Nachfrage "in einzelnen Filialen". Doch sei die Versorgungslage nicht beeinträchtigt. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels betonte ebenfalls, es gebe keinen Grund zur Sorge: "Obwohl wir in einigen Geschäften und einzelnen Regionen momentan eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten und Getränken sehen, ist die Versorgungslage bundesweit normal." Die Warenversorgung sei gesichert, Transport und Logistik funktionierten und auch der Import von Lebensmittelprodukten aus dem Ausland sei nicht gefährdet.
+++ Münchner BMW-Mitarbeiter mit Covid-19 im Krankenhaus +++
Ein BMW-Mitarbeiter in München ist positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin. Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien jetzt für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen weiter. Der betroffene Mitarbeiter sei am Sonntag zum Arzt gegangen und inzwischen im Krankenhaus. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte die Sprecherin.
+++ Trotz Coronavirus: 831. Hamburger Hafengeburtstag soll stattfinden +++
Zwei Monate vor dem 831. Hamburger Hafengeburtstag gehen die Organisatoren davon aus, dass das Volksfest vom 8. bis zum 10. Mai trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stattfinden kann. "Wir gehen jetzt davon aus, dass es möglicherweise Maßnahmen geben wird, die befolgt werden müssen, aber aktuell gehen wir nicht davon aus, dass der Hafengeburtstag abgesagt werden muss", sagte Franziska Hamann von der Hamburger Wirtschaftsbehörde bei der Auftakt-Pressekonferenz. Bei dem dreitägigen Fest im Hafen werden auch in diesem Jahr insgesamt mehr als eine Million Gäste in der Hansestadt erwartet.
"Kein Mensch weiß, was in zwei Monaten ist", sagte Hafenkapitän Jörg Pollmann. Eine Prognose sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. "Man muss jetzt nicht die Pferde Scheu machen, aber man muss schon genau hingucken", sagte er. Auf den Kreuzfahrtschiffen, die den Hamburger Hafen anlaufen, seien entsprechende Kontrollen intensiviert worden. Die Erstellung des Sicherheitskonzeptes erfolge in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Coronavirus Quarantäne so wichtig 12.45
+++ Nach Coronavirus-Fall: Unternehmensberatung öffnet Büros wieder +++
Die meisten der wegen eines Coronavirus-Falles unter den Mitarbeitern ausgesperrten rund 1500 Beschäftigten der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Düsseldorf und Essen können am Dienstag wieder zurück in ihre Büros. "Die Büros wurden großflächig desinfiziert", berichtete ein Unternehmenssprecher. Die zuständigen Behörden hätten der Wiederaufnahme der Arbeit zugestimmt. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.
Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die engen Kontakt mit dem am Coronavirus erkrankten EY-Angestellten gehabt hätten, stünden allerdings unter häuslicher Quarantäne, berichtete das Unternehmen weiter. Nachdem bei einem Mitarbeiter von Ernst & Young in Düsseldorf das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden war, hatte das Unternehmen am Donnerstagabend alle 1500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes in den Niederlassungen Düsseldorf und Essen aufgefordert, erst einmal zuhause bleiben.
+++ Offenbar erster Toter durch neuartiges Coronavirus in Thailand +++
Auch in Thailand gibt es offenbar einen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus. Wie die thailändischen Gesundheitsbehörden mitteilten, war am Samstag ein 35-jähriger Mann in einem Krankenhaus gestorben. Ob sein Tod auf das Coronavirus zurückzuführen ist, sei aber noch ungeklärt, hoben die Behörden hervor. Bei dem jungen Mann sei das Coronavirus zwar nachgewiesen worden, er habe aber auch an Denguefieber gelitten. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Bangkok, Thaweesin Wissanuyothin, sagte, es sei noch zu früh, um den Tod des jungen Mann als ersten Coronavirus-Toten in Thailand einzustufen.
In Thailand gibt es bislang 43 bestätigte Ansteckungsfälle. 31 Patienten sind bereits wieder gesund und konnten die Krankenhäuser verlassen. Die meisten Betroffenen waren chinesische Touristen oder Thailänder, die in der Tourismusbranche arbeiten.
+++ Pariser Louvre bleibt aus Furcht vor Coronavirus geschlossen +++
Der Pariser Louvre bleibt aus Angst der Mitarbeiter vor dem Coronavirus vorerst geschlossen: Die Angestellten des meistbesuchten Museums der Welt legten den zweiten Tag in Folge die Arbeit nieder, wie ein Mitglied der Gewerkschaft CGT mitteilte. Die Louvre-Leitung rief Touristen mit gebuchten Tickets auf, per E-Mail eine Erstattung zu beantragen. Vor dem Museum warteten dutzende Menschen im Regen vergeblich auf Eintritt. In Frankreich haben Angestellte ein sogenanntes Rückzugsrecht von ihrer Arbeit, wenn eine "schwere und unmittelbare Gefahr für ihr Leben oder ihre Gesundheit" besteht. Von diesem Recht machten die Louvre-Mitarbeiter wie schon am Sonntag Gebrauch.
Das französische Gesundheitsministerium erklärte dagegen, die Schließung des Louvre oder eines Freizeitparks wie Disneyland seien aus Sicht der Regierung "nicht erforderlich". Die französischen Behörden hatten am Wochenende alle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis auf Weiteres untersagt.
+++ Charité: Berliner Coronavirus-Patient zufällig entdeckt +++
Der erste bekannte Berliner Coronavirus-Patient wird auf einer Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in Berlin. Der Mann sei zunächst mit untypischen Symptomen in die inzwischen geschlossene Notaufnahme gekommen. Aber da die Charité Influenza- mit Coronavirus-Tests verbinde, sei die Infektion festgestellt worden.
"Ohne diese interne Regelung, einen Paralleltest durchzuführen, würde der Patient wahrscheinlich immer noch unerkannt zu Hause sein", sagte Charité-Vorstand Ulrich Frei. Der Fall sei zufällig entdeckt worden. Wie der Mann sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert habe, wisse man nicht. "Es gibt eine leise Spur nach Nordrhein-Westfalen", sagte Frei. Die Eltern des Mannes leben dort und hatten ihn besucht.
60 Kontaktpersonen sind laut Kalayci inzwischen identifiziert worden. Diese müssten noch untersucht werden.
+++ Corona-Infektionsrisiko in der EU "moderat bis hoch" +++
Die EU hat das Risiko für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus hochgestuft. Es werde nun als "moderat bis hoch" für Menschen in der EU eingestuft, teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit. Bisher hatte es bei "moderat" gelegen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in Brüssel, das Virus breite sich weiter aus.
In der EU gebe es nun 2100 bestätigte Ansteckungsfälle in 18 EU-Ländern, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. 38 EU-Bürger starben demnach an den Folgen der Infektion. "Italien sieht sich mit einer anderen Situation konfrontiert, als die anderen Mitgliedstaaten", sagte die zyprische EU-Kommissarin. Italien zählt mit fast 1700 Fällen bei weitem die meisten Ansteckungen.
+++ Portugal meldet ersten Coronavirus-Infizierten +++
Das neuartige Coronavirus hat nun auch Portugal erreicht. Ein 60 Jahre alter Arzt sei in Porto im Norden des Landes positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Gesundheitsministerin Marta Temido am in Lissabon mit. Der Mann habe sich mutmaßlich bei einem Aufenthalt im Norden Italiens infiziert. Der Mann liege seit Sonntagabend im Krankenhaus, sein Zustand sei stabil.
Bei einem zweiten Mann, einem 33-Jährigen aus Porto, werde ebenfalls eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger vermutet. Das müsse aber noch durch die Gegenprobe zweifelsfrei bestätigt werden, so die Ministerin. Dieser Mann war den Angaben zufolge jüngst in Spanien gewesen, wo die Zahl der Infizierten bereits bei 110 lag.
Die Gesundheitsministerin sagte vor Journalisten, es sei möglich, dass es in Portugal zu einer ähnlichen Situation wie in Italien komme. Das Land sei aber gut auf einen größeren Ausbruch des Coronavirus vorbereitet.
+++ Coronavirus: Seehofer will Merkels Hand nicht schütteln +++
Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu begrenzen, raten Ärzte zu häufigem Händewaschen und weniger körperlicher Nähe. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält sich an diesen Rat. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Treffen mit Vertretern von Migrantenverbänden in Berlin mit ausgestreckter Hand auf ihn zukam, hob der Innenminister die Hände, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Anschließend brachen Merkel und Seehofer beide in Lachen aus.
© Bernd von Jutrczenka
+++ Zahl der Covid-19 Toten im Iran steigt auf 66 +++
Die Zahl der Covid-19-Opfer im Iran ist innerhalb von 24 Stunden von 54 auf 66 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind nun insgesamt 1501 Menschen – 523 mehr als am Vortag – positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gleichzeitig seien 291 Corona-Patienten aus den Krankenhäusern entlassen worden.
+++ RKI setzt Risikoeinschätzung auf "mäßig" +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Bewertung des neuen Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leicht heraufgesetzt. Die Risikoeinschätzung sei auf "mäßig" gestellt worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Bisher wurde sie als "gering bis mäßig" eingestuft. Wieler bekräftigte, die Lage sei weiterhin sehr dynamisch und müsse wirklich jeden Tag neu bewertet werden. Bis zum Morgen registrierte das RKI bundesweit 150 nachgewiesene Fälle in zehn Bundesländern und 49 Landkreisen.
Insgesamt gebe es zu der von China ausgehenden Erkrankung nach wie vor nicht genügend Daten, um die Schwere einzuschätzen. Außerhalb Chinas seien inzwischen 64 Länder betroffen, und zwar mit 8898 Fällen, darunter mindestens 285 mit schweren Krankheitsverläufen.
+++ OECD: Coronavirus versetzt Weltwirtschaft 2020 starken Dämpfer +++
Das neuartige Coronavirus dürfte der Weltwirtschaft in diesem Jahr einen starken Dämpfer versetzen: Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) senkte ihre weltweite Wachstumsprognose für 2020 um einen halben Punkt auf 2,4 Prozent, wie sie nach ersten Berechnungen mitteilte. Besonders betroffen ist demnach China, aber auch in Deutschland und der Eurozone dürfte die Konjunktur laut OECD schrumpfen. Durch das Coronavirus würden "die Aussichten deutlich abgeschwächt", warnte die Organisation.
Für Deutschland rechnet die OECD im laufenden Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte zuvor im ARD-"Morgenmagazin" gesagt, Deutschland habe "eine sehr widerstandsfähige Wirtschaft". Deutlich stärker betroffen ist Italien, das in Europa die meisten Infektionen zählt: Dort erwartet die OECD nur noch ein Nullwachstum statt bislang 0,4 Prozent. Für die gesamte Eurozone sagte die Organisation eine Abschwächung um 0,3 Punkte auf 0,8 Prozent Wachstum voraus.
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+++ Neuartiges Coronavirus: Kaum Gefahr durch Haustiere +++
Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus droht nach Einschätzung eines Experten kaum eine Gefahr durch Haustiere. Der Fall in Südkorea, wo der Erreger Sars-CoV-2 bei einem Hund nachgewiesen worden sein soll, sei in der wissenschaftlichen Literatur nicht bestätigt, sagte Albert Osterhaus, Virologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Er betrachte den Fall "sehr zurückhaltend". Man könne es nicht ausschließen, aber es sei nicht wahrscheinlich, dass dies für die Übertragung auf den Menschen wichtig sei – wenn überhaupt, dann über die Haut und das Fell. Es gebe Coronaviren von Hunden und Katzen, dies seien aber andere Erreger als Sars-CoV-2.
+++ Indiens Hauptstadt bestätigt ersten Coronavirus-Patienten +++
In der indischen Hauptstadt Neu Delhi mit seinen mehr als 20 Millionen Einwohnern ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um eine Person, die zuvor in Italien war, wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte. Damit gibt es insgesamt fünf bestätigte Covid-19-Fälle in dem mit 1,3 Milliarden Einwohnern zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt. Der erste Patient in Neu Delhi sei stabil und werde genau überwacht, hieß es. Weitere Personen, die aus Wuhan und vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess evakuiert worden sind, sind zurzeit in Indien in Quarantäne.
+++ Lothar Wieler (RKI) berichtet von neuen Fällen weltweit – 150 Fälle in Deutschland bestätigt +++
Der Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), Prof. Dr. Lothar H. Wieler, sprach bei der Pressekonferenz in Berlin mit Jens Spahn von einem "dynamischen Geschehen". In Deutschland seien 150 Fälle mit dem Coronavirus bestätigt worden. Zehn Bundesländer seien betroffen. Besonders betroffen sei Nordrhein-Westfalen. Das bislang stärkste "Ausbruchsgeschehen" in Deutschland gäbe es demnach im Kreis Heinsberg."Weitere Übertragungen in Deutschland sind möglich", sagte Wieler. In Deutschland liegt das Alter der Infizierten nach Angaben von Wieler zwischen 2 und 68 Jahren. Neue betroffene Länder weltweit seien unter anderem Armenien und die Dominikanische Republik.
+++ Spahn: "Wir sind am Beginn einer Pandemie"
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte bei einer Pressekonferenz in Berlin, dass das Coronavirus in Deutschland angekommen sei. "Wir sind am Beginn einer Pandemie", erklärte der CDU-Politiker. Man wolle mit Sachinformationen Unsicherheiten in der Bevölkerung abbauen. Es sei ein gutes Zeichen, dass sich Bürgerinnen und Bürger informieren würden. Man habe daher mehrere Informationskampagnen über mehrere Kanäle gestartet. Spahn hatte gemeinsam mit Medizinern über den neusten Stand zum Coronavirus und Covid-19 in Deutschland informiert.
Der Minister betonte, dass Menschen bei verdächtigen Symptomen sich telefonisch mit dem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 in Verbindung setzen und nicht direkt zum Hausarzt gehen sollten.
+++ Ägypten und Algerien melden neue Corona-Fälle +++
Ägypten hat seinen zweiten Coronavirus-Fall bekanntgegeben. Es handele sich um einen Ausländer mit leichten Symptomen, der in einem Krankenhaus unter Quarantäne stehe, teilten das Gesundheitsministerium in Kairo und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Andere Menschen, die Kontakt zu dem Infizierten hatten, werden demnach noch untersucht. Ägypten hatte Mitte Februar eine erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vermeldet – es war der erste bestätigte Fall auf dem afrikanischen Kontinent. Der erste Infizierte in Ägypten war ein Chinese, der den Angaben zufolge mittlerweile wieder gesund ist und das Krankenhaus in der vergangenen Woche verlassen konnte.
In Algerien erkrankten eine 53-jährige Frau und ihre 24 Jahre alte Tochter an Covid-19. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hatten sie kürzlich einen Mann und dessen Tochter bei sich untergebracht, die nach ihrer Rückkehr aus Frankreich positiv auf das Virus getestet worden waren. Zuvor war nur ein Coronavirus-Fall in Algerien bekannt.
+++ Lufthansa streicht Flugangebot nach Italien und Asien zusammen +++
Die Lufthansa und ihre Töchter fahren ihr Flugangebot auf den Strecken nach Italien und Asien wegen der Coronavirus-Epidemie teils deutlich zurück. "Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert", teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit.
Nachdem die Konzerngesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines ihre Flüge auf das chinesische Festland bereits ausgesetzt hatten, reagiert das Management mit den zusätzlichen Kürzungen auf die verstärkte Ausbreitung des Virus. Die Konzern-Airlines, zu denen auch Eurowings und Brussels Airlines gehören, setzen im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April.
Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickle, könnte der Konzern sein Angebot an Kurz- und Mittelstreckenflügen um bis zu ein Viertel kürzen, hieß es. Zudem blieben rechnerisch bis zu 23 Langstreckenflugzeuge am Boden. Die Lufthansa hat bereits ein Sparprogramm angekündigt. Die Auswirkungen auf den Gewinn sei derzeit noch nicht abschätzbar, hieß es.
+++ Coronavirus: Stimmung chinesischer Firmen fällt auf Rekordtief +++
Der Coronavirus-Ausbruch hat in Chinas Industrie für die schlechteste Stimmung seit 16 Jahren gesorgt. Ein vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichter Einkaufsmanagerindex fiel im Februar im Vergleich zum Vormonat auf einen Wert von nur noch 40,3 Punkten. Es ist der niedrigste Stand seit Beginn der Index-Berechnung im Jahr 2004.
Bereits am Samstag hatte das Pekinger Statistikamt den offiziellen Einkaufsmanagerindex (PMI) des herstellenden Gewerbes für Februar vorgelegt, der mit einem Stand von 35,7 Punkten ebenfalls ein neues Rekordtief erreicht hatte. Der vorherige Tiefstwert war im November 2008 während der globalen Finanzkrise gemessen worden. Werte über der kritischen Grenze von 50 Punkten deuten auf eine positive Stimmung in der Wirtschaft hin, während darunter von einem Abschwung auszugehen ist.
Die strengen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 hatten die chinesische Wirtschaft seit Ende Januar praktisch zum Stillstand gebracht. Nur langsam nehmen Fabriken und Unternehmen die Arbeit wieder auf.
+++ Mit Coronavirus infizierter Mann in Berlin ist stabil +++
Der mit dem Coronavirus infizierte Berliner ist stabil. Dies teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mit. Demnach handle es sich um einen jungen Mann aus dem Stadtteil Berlin-Mitte. Er liegt den Angaben zufolge in der Charité isoliert und wird behandelt. Bisher konnten zehn Personen ausfindig gemacht werden, mit denen er in Kontakt war. Diese werden häuslich in Berlin sowie Nordrhein-Westfalen isoliert.
Die Berliner Kontaktpersonen sollen im Tagesverlauf auf den Coronavirus getestet werden. Die Suche nach weiteren möglichen Kontaktpersonen läuft. Der junge Mann wurde am Sonntag in die Charité eingeliefert. Auch Mitarbeitende der Rettungsstelle werden kontaktiert.
+++ Zweiter Coronavirus-Todesfall in USA – erste Infektion in New York +++
Die Zahl der Toten durch das neuartige Corona-Virus in den USA hat sich auf mindestens zwei erhöht. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington meldete am Sonntag (Ortszeit) einen weiteren Todesfall. Aus demselben Bundesstaat an der US-Westküste war am Samstag der erste Todesfall durch den Erreger Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten gemeldet worden.
Im Bundesstaat New York an der Ostküste wurde am Sonntag der erste Fall einer Infektion durch das neuartige Corona-Virus bestätigt. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, die Frau im Alter von Ende 30 habe sich bei einer Reise im Iran angesteckt. Sie sei in ihrem Zuhause unter Quarantäne. Laut "New York Times" lebt die Frau in Manhattan. Cuomo teilte mit, die Frage sei nicht gewesen, ob das Virus New York erfassen würde, sondern wann. Das generelle Risiko in New York bleibe aber gering.
In den USA gibt es nach örtlichen Medienberichten mehr als 70 nachgewiesene Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus.
+++ Indonesien bestätigt erste Coronavirus-Fälle +++
In Indonesien sind die zwei ersten Fälle des neuen Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um eine Mutter und eine Tochter, wie Präsident Joko Widodo vor Reportern sagte. Die zwei hätten Kontakt mit einem infizierten japanischen Touristen gehabt.
Bei dem südostasiatischen Land mit seinen 260 Millionen Einwohnern war in den vergangenen Wochen auffällig, dass dort bisher keine Sars-CoV-2-Fälle gemeldet wurden. Indonesien hatte hat zwar seit dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 Flüge von und nach China eingestellt
+++ Coronavirus fordert weltweit mehr als 3000 Opfer +++
Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist weltweit auf über 3000 gestiegen. Zu den bislang von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigten 2980 Opfern kamen 42 weitere Todesopfer aus China hinzu. Nach China am stärksten betroffen ist Südkorea. Dort stieg die Zahl der Infektionen auf mehr als 4000. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, stieg in Südkorea um vier auf 22. In Europa ist nach wie vor Italien mit 34 Toten das am stärksten betroffene Land.
+++ Erster Coronavirus-Fall in Berlin bestätigt +++
Auch in Berlin gibt es nun den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Der Patient werde stationär behandelt und sei isoliert untergebracht, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mit. Der zuständige Amtsarzt habe mit der Nachverfolgung der Kontaktpersonen des Patienten begonnen.
Zuvor am Wochenende waren auch die ersten Ansteckungsfälle in Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bekannt geworden. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in Deutschland liegt damit inzwischen bei mehr als 135. Der Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 hat inzwischen die meisten Bundesländer erreicht. Am stärken betroffen ist weiterhin Nordrhein-Westfalen. Dort wurden allein im Kreis Heinsberg 69 Fälle gezählt.
In Baden-Württemberg wurden am späten Sonntagabend vier weitere Infektionsfälle bestätigt. Damit stieg die Zahl der Fälle in diesem Bundesland auf 20, wie das Landessozialministerium mitteilte. Auch in Hessen wurden nach Angaben des dortigen Sozialministeriums zwei weitere Corona-Infektionsfälle diagnostiziert, womit die Zahl der dortigen Fälle auf zehn wuchs.
Alle vorhergehenden Entwicklungen der Coronavirus-Ausbreitung lesen Sie hier:
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