Covid-19: "Keine Symptome": US-Präsident Trump will sich nicht auf Corona testen lassen

Das Coronavirus breitet sich aus. Auch in Europa und Deutschland steigt die Zahl der Infektionen. Die Epidemie hat mittlerweile gravierende Folgen für die Wirtschaft. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Ticker.

Mehr als 110.000 Menschen in rund hundert Ländern haben sich bis Montag mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg auf mehr als 3800. Als fünftes Land auf dem Westbalkan meldete Albanien am Montag seine ersten Infektionsfälle. Die Regierung in Italien hat unterdessen das gesamte Land zu einer Sperrzone erklärt. Rund 60 Millionen Menschen können sich von (diesem) Dienstag an nicht mehr frei bewegen.

Auch in Deutschland breitet sich das Virus rasch aus. Mehr als 1139 Infektionen wurden erfasst. Die meisten Fälle deutschlandweit verzeichnen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Aus NRW wurden am Montag zwei Todesfälle gemeldet. Auch Sachsen-Anhalt meldete erste Fälle, womit alle Bundesländer in Deutschland betroffen sind.

Alle Nachrichten zum Coronavirus im stern-Ticker: 

+++ Zahl neuer Virus-Infektionen in China weiter auf niedrigem Niveau +++

Mit 24 neu nachgewiesenen Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China wieder leicht gestiegen. Wie aus am Mittwoch von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert, als die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden war.

Auch die Zahl der neuen Todesfälle legte im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 17 auf 22 zu. Insgesamt blieben die Fallzahlen laut der offiziellen Angaben jedoch auf einem niedrigen Niveau. Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 778 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 61 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3158 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

+++ Coachella-Festival in Kalifornien wegen Coronavirus verschoben +++

Das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht wie ursprünglich geplant Mitte April stattfinden. Die Konzerte an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden seien auf Oktober verschoben worden, teilten die Veranstalter am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Mit dem Aufschub würde man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde in dem Bezirk Riverside County folgen, hieß es. In der Region sind nach Angaben der Behörden mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.

Mehr als 125.000 Konzertgänger waren auf dem Festivalgelände in Indio im April erwartet worden. Als Hauptacts an sechs Tagen sollten Gruppen und Künstler wie Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.

+++ Türkei meldet ersten Coronavirus-Fall +++

Die Türkei hat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Der positiv auf den Erreger getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, bei der er sich mutmaßlich angesteckt habe, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zum Mittwoch in einer Fernsehansprache nicht. Dem Patienten gehe es gut. Angaben dazu, wohin in Europa der Mann gereist war und wo in der Türkei er behandelt wird, machte der Minister nicht. Koca rief die türkischen Bürger auf, Reisen ins Ausland derzeit möglichst zu meiden. 

 Meldungen von Dienstag, den 10. März 2020: 

+++ Coronavirus-Epidemie: Sanders und Biden sagen Wahlkampfauftritte ab +++

Die Coronavirus-Epidemie hat auch Konsequenzen für den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber, der linke Senator Bernie Sanders und Ex-US-Vizepräsident Joe Biden, sagten für diesen Dienstagabend (Ortszeit) geplante Wahlkampfauftritte im US-Bundesstaat Ohio ab. Damit würden Warnungen des Bundesstaates vor Großveranstaltung in geschlossenen Räumen beherzigt, teilte der Sprecher von Sanders' Wahlkampfteam, Mike Casca, mit. Bei allen künftigen Wahlkampfveranstaltungen werde von Fall zu Fall entschieden, teilte das Wahlkampfteam weiter mit. 

+++ Trump sieht bei sich derzeit keine Notwendigkeit für Coronavirus-Test +++

US-Präsident Donald Trump sieht derzeit keine Notwendigkeit, sich einem Coronavirus-Test zu unterziehen. Grundsätzlich würde er einen solchen Test machen, das sei schließlich "kein großes Ding", sagte Trump am Dienstag in Washington vor Journalisten. Das Coronavirus schafft, woran alle anderen scheitern: Donald Trump ist mit seinem Lügen-Latein am Ende 17.50

Sein Leibarzt habe ihm aber gesagt, dass derzeit kein Anlass bestehe. "Es gibt keine Symptome, nichts", sagte der 73-Jährige. Er fühle sich "äußerst gut". Trump hatte zuletzt Kontakt mit drei Abgeordneten seiner Republikanischen Partei, die wiederum Kontakt mit einem Coronavirus-Infizierten hatten. Einer von ihnen ist Trumps designierter neuer Stabschef Mark Meadows, der sich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben hat. Ein Coronavirus-Test bei Meadows fiel negativ aus.

+++ EU will Wirtschaft mit 25 Milliarden Euro gegen Virus-Folgen helfen +++

Mit 25 Milliarden Euro will die Europäische Union ihre Wirtschaft gegen die schlimmsten Folgen der Covis-19-Epidemie wappnen. Nach einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag einen entsprechenden Fonds an. Das Geld komme aus den Strukturfonds und solle rasch fließen, sagte von der Leyen.

+++ Guardiola: Partien lieber verschieben als Geisterspiele +++

Trainer Pep Guardiola vom englischen Fußballmeister Manchester City hat sich mit Blick auf die Coronavirus-Krise dafür ausgesprochen, Spiele zu verschieben anstatt vor leeren Rängen zu spielen. "Der Grund, warum wir unseren Job machen, sind die Leute", sagte Guardiola am Dienstag. "Wenn die Uefa sagt, wir müssen ohne Zuschauer spielen, machen wir das. Aber wenn das für lange Zeit so gehen soll, hat das keinen Sinn."

+++ Klopp zum Coronavirus: "Einige Dinge sind wichtiger als Fußball"

Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat Zweifel daran geäußert, ob Geisterspiele im Kampf gegen das neuartige Coronavirus das geeignete Mittel sind. "Ich weiß nicht genug darüber, wie sehr das bei Fußballspielen helfen würde", sagte Klopp am Dienstag. "Aber das Problem bei Fußballspielen ist: Wenn du nicht im Stadion bist, guckst du sie in geschlossenen Räumen, vielleicht mit mehreren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was in diesem Fall besser ist." In den kommenden Wochen finden mehrere Fußballspiele in der Bundesliga und der Champions League ohne Zuschauer statt. 

Liverpool soll sein Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid am Mittwoch vor Publikum austragen. Sollte es in den kommenden Wochen doch zu einem Ausschluss der Zuschauer kommen, hätte Klopp allerdings Verständnis. "Was immer entschieden wird, wir werden das respektieren, weil wir alle Familien, Eltern, Kinder, Freunde haben und wollen, dass es denen gut geht", sagte er. "Ich glaube, einige Dinge sind wichtiger als Fußball, und ich glaube, das wird uns in diesem Moment gerade bewusst. Alles, was wir jetzt brauchen, ist Zeit, um eine Lösung dafür zu finden."

Vor dem Spiel gegen Atlético rief der FC Liverpool Stadionbesucher auf seiner Website zu "gutem Hygiene-Verhalten" auf. In Anfield soll es Handdesinfektionsmittel und antibakterielle Seife geben, dazu werden Plakate mit medizinischen Anweisungen aufgehängt.

+++ Seehofer kehrt nach negativem Corona-Test nach Berlin zurück +++ 

Nach dem negativen Coronavirus-Test bei einer Kontaktperson von Bundesinnenminister Horst Seehofer kehrt der CSU-Politiker am Mittwoch nach Berlin zurück. "Alle Testergebnisse liegen vor. Seehofer ist morgen wieder in Berlin", erklärte sein Sprecher Steve Alter am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Seehofer war zu Wochenbeginn zu Hause in Ingolstadt geblieben, weil er vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Corona-Verdachtsfall hatte.

+++ Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus +++ 

Um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland zu bremsen, wird die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen verstärken. Der Krisenstab der Bundesregierung teilte am Dienstagabend in Berlin mit, die Polizei werde die Kontrollen "insbesondere an den Südgrenzen noch einmal intensivieren".

+++ DFB-Generalsekretär Curtius: Fußball darf nicht isoliert handeln +++

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius hat an den Verstand und die Dialogbereitschaft der Fußball-Funktionäre im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus appelliert. "Der Fußball kann und darf nicht isoliert handeln, sondern immer in Absprache mit den Gesundheitsbehörden. Wichtig sind klare, verbindliche Entscheidungen der zuständigen Behörden vor Ort. Sie sind hier die Fachleute", sagte Curtius in einer vom DFB veröffentlichten Mitteilung. Dies gelte sowohl für den Profi- als auch für den Amateurfußball.

+++ Merkel rechnet mit sehr hoher Zahl an Coronavirus-Infizierten +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anstecken könnten. 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren, sagte sie nach Teilnehmerangaben in der Fraktionssitzung am Dienstag. Zuvor hatte "Bild.de" darüber berichtet. Die Zahlen hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit genannt. Noch sei unbekannt, in welcher Zeit dieses Infektionsgeschehen verlaufe, betonte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger."

Problematisch werde es etwa für das Gesundheitssystem, wenn das Ganze in komprimierter, kurzer Zeit auftrete. "Darum sind die Behörden dabei, alles zu tun, um beginnende Ausbrüche zu erkennen und zu verlangsamen." Mediziner arbeiten zudem an Medikamenten und Impfstoffen. Mit einem Einsatz von Impfstoffen rechnen sie in ein bis eineinhalb Jahren.

+++ Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus +++

Um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland zu bremsen, wird die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen verstärken. Der Krisenstab der Bundesregierung teilte am Dienstagabend in Berlin mit, die Polizei werde die Kontrollen "insbesondere an den Südgrenzen noch einmal intensivieren".

+++ Air France streicht Verbindungen nach Italien +++

Die französische Fluggesellschaft Air France hat aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 alle Flüge nach Italien ab dem 14. März gestrichen. Die Maßnahme solle bis einschließlich 3. April gelten, teilte die Fluggesellschaft am Dienstagabend mit. Bis zum 14. März wird Air France einen Flug pro Tag zu jedem ihrer italienischen Reiseziele beibehalten, hieß es weiter. So könnten Reisende, die das wünschen, ihre Reise vorziehen. Das Unternehmen gab an, dass es seinen Flugplan an die Nachfrage anpasse, da die Covid-19-Epidemie in Italien zu einem Rückgang der Buchungen geführt habe. Italien hat die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten nach China.

+++ Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister +++

Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. "Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke. "Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus", betonte Tripcke.

+++ FC Bayern gegen Chelsea in der Champions League ohne Publikum +++

Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.

+++ Britischer Ferienpark-Betreiber befüllt Spielautomaten mit Klopapier +++

Der Betreiber eines britischen Ferienparks hat als Reaktion auf Hamsterkäufe wegen der Covid-19-Epidemie seine Spielautomaten mit Toilettenpapier und Desinfektionsmittel befüllt. Wo es sonst gilt, mit einem Greifarm Teddybären und andere Stofftiere aus dem Automaten zu angeln, sind jetzt die weißen Rollen und Flaschen mit Desinfektionsgel zu gewinnen. "Das ist einfach ein bisschen Spaß, weil die Leute mit den Hamsterkäufen gerade ein bisschen durchdrehen", sagte der Besitzer des Braddicks Holiday Centre in der Grafschaft Devon, Robert Braddick, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In Großbritannien sind wie in vielen anderen Ländern wegen des Coronavirus-Ausbruchs manche Regale mit Hygieneprodukten in Supermärkten und Drogeriemärkten des Öfteren leer. Die Zahl der nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in Großbritannien stieg am Dienstag auf mehr als 370, sechs Menschen sind bisher an Covid-19 gestorben.

+++ Geisterspiele im französischen Profifußball bis 15. April +++

Alle Fußballspiele der Ligue 1 und Ligue 2 in Frankreich werden wegen des Coronavirus bis 15. April ohne Zuschauer stattfinden. Die Einzelheiten für die betroffen Spiele sollen am Mittwoch festgelegt werden, teilte der französische Fußballverband Ligue de Football Professionnel am Dienstag mit. Man setze mit der Entscheidung die Vorgaben der Regierung im Kampf gegen das Coronavirus um. 

Zudem wird auch die Nationalmannschaft des Landes ihre beiden Test-Länderspiele ohne Zuschauer bestreiten. Das erklärte Verbandschef Noël Le Graët dem Sender BFMTV. Das Weltmeister-Team wird die Spiele am 27. März gegen die Ukraine und am 31. März gegen Finnland im Stade de France bei Paris bestreiten.

+++ Veranstaltungen in Berliner Theatern und Opernhäusern abgesagt +++

Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teilte am Dienstag mit, dieser Beschluss gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April.

+++ Spahn: Bei Intensiv-Medizin besser aufgestellt als andere EU-Länder +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn  sieht nach eigener Einschätzung Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus medizinisch besser aufgestellt als andere europäische Länder. In den deutschen Krankenhäusern gebe es 28 000 Intensivplätze, davon seien 25.000 mit Beatmungsmöglichkeiten ausgerüstet, sagte Spahn am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Dies sei mehr als in anderen EU-Ländern. 

+++ Wegen Coronavirus: Auch Hoffenheim gegen Hertha wird zum Geisterspiel +++

Auch das Heimspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC am Samstag wird wegen der Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. "Die Gesundheit der Zuschauer ist das höchste Gut, daran haben sich alle Gespräche und Entscheidungen der vergangenen Stunden bemessen", sagte TSG-Geschäftsführer Frank Briel. Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Regional-Behörden gefallen.

+++ Merkel: "60 Prozent der Menschen werden damit etwas zu tun haben" +++ 

Kanzlerin Angela Merkel hat einen konsequenten Kampf der Bundesregierung gegen das neue Coronavirus angekündigt. Man werde unerschrocken das Notwendige gegen die Ausbreitung tun, sagte Merkel am Dienstag während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Wie die "Welt" unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung berichtet, soll Merkel zudem gesagt haben, "60 Prozent der Menschen werden damit etwas zu tun haben". Die Angaben der Wissenschaftler seien plausibel.

+++ Fußball-Länderspiel gegen Italien in Nürnberg vor leeren Rängen +++

Das Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März in Nürnberg wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus vor leeren Rängen ausgetragen. Darüber hat die Stadt Nürnberg am Dienstag den Deutschen Fußball-Bund informiert, wie der DFB mitteilte.

+++ "Fridays for Future"-Bewegung sagt Klimastreik ab +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sagt die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" für Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen ab. Auf Twitter hieß es: "#FlattenTheCurve heißt, auch als Veranstalter*in Verantwortung zu übernehmen. Schweren Herzens sagen wir die für Freitag geplanten großen Klimastreiks ab. Statt auf den Straßen werden wir online beim #NetzstreikFürsKlima umso lauter." 

Eine Sprecherin sagte in einer live im Netz übertragenen Pressekonferenz in München, Proteste in den großen Städten fänden nicht statt, kleinere Proteste dagegen schon. Außerdem werde es am Freitag "verschiedene kreative Aktionen" geben. 

Genauere Zahlen könne man noch nicht nennen, sagte eine andere Vertreterin der Klimaschützer. Fridays for Future hatte für diesen Freitag vor allem in Bayern zu Demonstrationen aufgerufen, um vor den Kommunalwahlen am Sonntag das Thema Klimaschutz in den Fokus zu rücken. Die Aktivistin Luisa Neubauer sagte in München, auch in anderen Staaten werde erwogen, Demonstrationen abzusagen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für kommenden Freitag werde stattdessen zu "massiven Digitalstreiks" aufgerufen - das bedeute etwa, Bilder von Protestschildern im Internet zu posten.

+++ Bundestag gibt bis zu einer Milliarde für Corona-Abwehr +++

Der Bundestag stellt massive Finanzmittel zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung. "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro", kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

+++ Union Berlin spielt gegen Bayern München mit Publikum +++ 

Das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wird mit Publikum ausgetragen. Dies teilte der Berliner Fußball-Club am Dienstag nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden mit.

+++ Delta und American Airlines schränken Flugplan wegen Coronavirus ein +++

Die großen US-Fluggesellschaften Delta Air Lines und American Airlines streichen ihre Flugpläne wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weiter zusammen. American teilte am Dienstag mit, dass internationale Flüge im Sommer um 10 Prozent eingeschränkt werden sollen, auf Transpazifik-Routen sei sogar eine Reduzierung um 55 Prozent vorgesehen. Im US-Markt soll das Angebot im April wegen schwacher Nachfrage um 7,5 Prozent sinken.

Delta gab bekannt, internationale Flüge um 20 bis 25 Prozent zu drosseln und US-Flüge um 10 bis 15 Prozent. Zudem strich das Unternehmen die Prognose für das erste Quartal und das Geschäftsjahr 2020. Das Virus belaste die Erlöse erheblich, das Buchungsvolumen sinke und die Ticketstornierungen legten zu, warnte die Fluggesellschaft Investoren bei einer Konferenz in New York.

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+++ Coronavirus-Risiken: Vatikan sperrt den Petersplatz +++

Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am Dienstag den Petersplatz in Rom für die Öffentlichkeit gesperrt. Das teilte das Pressebüro des Kirchenstaates am Dienstag mit. Die Schließung gelte zunächst bis zum 3. April. Das ist auch das Datum, bis zu dem die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. 

Bereits vorher hatte der Vatikan seine Museen und damit die vielbesuchte Sixtinische Kapelle geschlossen, wie der Kirchenstaat am Sonntag mitteilte. Das traditionelle Angelus-Gebet von Papst Franziskus wurde nur per Video auf den Petersplatz übertragen - normalerweise steht der Papst dabei am Fenster des Apostolischen Palastes und spricht es direkt zu der Menschenmenge. 

+++ Wegen Coronavirus: Flensburg-Handewitt und THW Kiel ohne Zuschauer +++

Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt und Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel müssen ihre nächsten Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Grund ist eine Entscheidung von Schleswig-Holsteins Landesregierung vom Dienstag, wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis zum 10. April zu untersagen.

Bei den Kielern sind mit dem Heimspielen gegen den Bergischen HC am 22. März und den SC Magdeburg am 26. März zwei Partien betroffen, in denen es für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha um wichtige Punkte im Kampf um den nationalen Titel geht. Für die Flensburger stehen das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den französischen Vertreter Montpellier HB am 18. März, das Verfolgerduell in der Liga gegen die TSV Hannover-Burgdorf am 22. März sowie die Partie gegen den TBV Lemgo Lippe im Heimspielplan.

+++ Auswärtiges Amt: Mindestens 100 Deutsche auf Malediven gestrandet +++

Mindestens Hundert deutsche Urlauber sitzen zurzeit wegen der Covid-19-Epidemie in Luxushotels auf den Malediven fest. Nach Verdachtsfällen hatte die maledivische Regierung die zwei Touristeninseln Kuredu und Sandies Bathala Island vorübergehend abgeriegelt. Alle Touristen auf den Inseln dürften diese zurzeit nicht verlassen, hieß es. Die Hotels würden aber die Kosten für den unfreiwilligen Weiteraufenthalt auf den Inseln übernehmen, sagten Sprecher der betroffenen Hotels der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. 

Die Hotels der beiden Inseln hielten die Gäste an, sich in ihren Hütten oder möglichst fern von anderen Gästen aufzuhalten. Gesundheitsteam machten zurzeit Tests auf das Virus Sars-CoV-2. Auf der Internetseite des Kuredu Island Resort, wo zurzeit rund 700 Mitarbeiter und Gäste lebten, stand: "Das Resort ist mit dem notwendigen Bestand gut ausgestattet und wir sind zuversichtlich, dass alle die benötigte Betreuung erhalten." 

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, dass ein Konsularteam vor Ort eine niedrige dreistellige Zahl von deutschen Betroffenen unterstütze. Inzwischen sei auch eine Deutsche positiv auf das Coronavirus getestet worden, sie befinde sich in Quarantäne. Laut maledivischen Gesundheitsbehörden laufen zurzeit Abklärungen, auch weitere Inseln wegen Verdachtsfällen zeitweise abzuriegeln.

+++ Lit.Cologne wegen Coronavirus abgesagt +++

Das Literaturfestival Lit.Cologne ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Dies geschehe auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), teilte die Lit.Cologne am Dienstag mit. Man bemühe sich um eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt.

+++ Airline Norwegian streicht wegen Coronavirus 3000 Flüge +++

Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian will aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs Tausende Flüge streichen. Wegen der anhaltenden Situation um das neuartige Virus und der damit verbundenen gesunkenen Nachfrage werde der Konzern zwischen Mitte März und Mitte Juni schätzungsweise 3000 Flüge absagen, teilte die Airline am Dienstag mit. Das entspreche knapp 15 Prozent der Gesamtkapazität in der Zeit. 

Zugleich kündigte Norwegian vorübergehende Entlassungen für größere Teile seiner Belegschaft an, darunter Besatzungsmitglieder und andere Angestellte. Darüber stehe man mit den Gewerkschaften im Gespräch. Zahlen dazu nannte das Unternehmen nicht.

+++ EU-Ministerrat zu Coronavirus-Folgen fällt wegen Coronavirus aus +++

Wegen der Coronavirus-Krise hat der EU-Ministerrat seine nächste Sitzung zu Handelsfragen abgesagt. Das bestätigte eine Sprecherin des kroatischen EU-Vorsitzes am Dienstag in Brüssel der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem Treffen an diesem Donnerstag sollte es unter anderem um die Auswirkungen des Ausbruchs von Covid-19 auf die globalen Lieferketten und Handelsströme gehen. Ob es einen Ersatztermin geben wird, blieb zunächst offen.

+++ Schweiz: Zahl der Sars-CoV-2-Nachweise um gut 50 Prozent gestiegen +++

Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in der Schweiz um mehr als 50 Prozent gestiegen. Am Dienstag waren es 476 bestätigte Fälle, 164 mehr als am Tag davor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Mit Abstand am stärksten betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der von der italienischen Covid-19-Krisenregion Lombardei teils umschlossen ist. Dort gab es bis Dienstag mehr als 90 bestätigte Fälle, zudem den dritten Schweizer Todesfall.

+++ Bremen gegen Leverkusen wegen Coronavirus nur ohne Zuschauer +++

Das für Montagabend angesetzte Fußball-Bundesligaspiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen darf wegen des neuartigen Coronavirus nur vor leeren Rängen stattfinden. Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Dienstag mitteilte, könne das Spiel nur als Geisterspiel ausgetragen werden "oder gar nicht". Veranstaltungen mit über 1000 Personen werden verboten. "Sicher ist, dass am Montag keine Zuschauer im Weserstadion sein werden", sagte Mäurer. 

Zuvor waren in Nordrhein-Westfalen bereits das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch und das Revierderby Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04 am Samstag zu Geisterspielen erklärt worden.

+++ British Airways streicht alle Flüge von und nach Italien am Dienstag +++

Die Fluggesellschaft British Airways hat am Dienstag alle Flüge von und nach Italien gestrichen. Die Maßnahme gelte vorerst nur für einen Tag, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft mitteilte. Ob auch in den kommenden Tagen und Wochen Verbindungen gestrichen werden, konnte sie zunächst nicht sagen. Italien hatte zuvor wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgeweitet.

British Airways kündigte an, seine Regeln für Buchungsänderungen für Italienflüge zu lockern. Kunden, die einen Flug bis einschließlich 4. April von oder nach Italien gebucht hätten, könnten ihre Flüge entweder auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen, nach Zürich oder Genf fliegen oder den Flugpreis erstattet bekommen. 

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht wegen der Corona-Krise bis zum 8. April sämtliche Italien-Flüge. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sollen alle inneritalienischen Flüge der Airline ab Mittwoch ausgesetzt werden, internationale Flüge von und nach Italien ab Freitag.

+++ Schleswig-Holstein untersagt große Veranstaltungen +++

Schleswig-Holsteins Landesregierung wird Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen wegen des neuen Coronavirus untersagen. Das habe das Kabinett am Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der Erlass sollte noch am Dienstag auf den Weg gebracht werden.

+++ Bayern untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus untersagt Bayern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen empfiehlt die Staatsregierung die Absage, jeweils nach Rücksprache mit den Behörden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Rande einer Kabinettssitzung am Dienstag aus Regierungskreisen erfuhr. Angesichts zunehmender Infektionen in Deutschland hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen.

+++ Auch Fußball-Revierderby Dortmund gegen Schalke ohne Publikum +++

Auch das Revierderby in der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an diesem Samstag soll ohne Zuschauer stattfinden. Das entschied die Stadt Dortmund wegen der Auswirkungen durch das Coronavirus am Dienstag.

+++ Chinas Staatschef Xi: Coronavirus-Epidemie in Hubei "im Wesentlichen eingedämmt" +++

Die Coronavirus-Epidemie ist in ihrem bisherigen Epizentrum nach Einschätzung von Chinas Staatschef Xi Jinping "im Wesentlichen eingedämmt". Es gebe "Anfangserfolge" bei der Stabilisierung der Lage in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei und deren Hauptstadt Wuhan, sagte Xi am Dienstag nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Damit habe sich im Kampf gegen die Epidemie das "Blatt gewendet". Wegen der Epidemie hatten die Behörden Ende Januar ganz Hubei mit seinen rund 56 Millionen Einwohnern unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag verkündeten die Behörden eine Lockerung der Restriktionen: Gesunde Menschen dürfen demnach nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen. Etwa 70 Prozent der Infizierten in dem Land seien inzwischen wieder gesund, hieß es bereits am Montag. Xi besuchte am Dienstag erstmals seit dem Ausbruch der Epidemie Wuhan.

China - 70 Prozent der Patienten in China wieder gesund 18.30

+++ Iran: Zahl der Corona-Toten erneut drastisch gestiegen +++

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Dienstag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 - 881 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2100 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2731 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

+++ Dänemark stoppt Flugverkehr aus Coronavirus-Zentren +++

Flugzeuge aus besonders vom Coronavirus betroffenen Regionen dürfen bis auf Weiteres nicht mehr in Dänemark landen. Der Flugverkehr aus den sogenannten roten Zonen - dazu zählen der Iran, weite Teile Norditaliens sowie Gebiete in Österreich, China und Südkorea - werde eingestellt, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Von Reisen in diese Gebiete solle man dringend absehen. Nach Angaben des dänischen Verkehrsministeriums tritt die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Sie gilt zunächst für 14 Tage, kann jedoch bei Bedarf verlängert werden.

"Diese Situation kann sich ernsthaft, sehr ernsthaft entwickeln", sagte Frederiksen. Als sie am Freitag zu einer Pressekonferenz geladen habe, seien es 21 bestätigte Infektionsfälle in Dänemark sowie zwei auf den Färöer-Inseln gewesen. Nur vier Tage später seien es jetzt bereits 156. Im Gesundheitswesen drohe ein personeller Engpass, sollte sich das Virus weiter verbreiten, sagte sie. 

+++ Libanon meldet ersten Coronavirus-Toten +++

Mit dem Libanon hat ein weiteres Land der arabischen Welt seinen ersten Toten durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Dabei handele es sich um einen 56-Jährigen, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Dienstag, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete. Er sei im vergangenen Monat aus Ägypten in den Libanon gekommen. Im Libanon gibt es nach Angaben des Roten Kreuzes offiziell bislang 41 Coronavirus-Infektionen. Das Land pflegt enge Kontakte zum Iran, der von dem Sars-CoV-2 genannten Virus stark betroffen ist.

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+++ Österreich will Einreisen aus Italien weitgehend stoppen +++

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an. Die österreichische Bundesregierung untersagt außerdem bis Anfang April Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern. Outdoor-Veranstaltungen würden ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 untersagt, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in Wien.

+++ Deutsche Touristin erster Coronavirus-Fall im türkischen Nordzypern +++

Eine deutsche Touristin ist als erster Mensch im türkischen Teil Zyperns positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie der türkisch-zyprische Gesundheitsminister Ali Pilli am Dienstag sagte, gehörte die 65-jährige Deutsche einer etwa 30-köpfigen Touristengruppe aus dem baden-württembergischen Balingen an, die am Sonntag in Nordzypern eingetroffen sei. Die Frau wurde demnach mit Fieber in ein Krankenhaus in der Inselhauptstadt Nikosia eingeliefert und unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag habe das positive Coronavirus-Testergebnis vorgelegen, sagte Pilli. Das Hotel ihrer Reisegruppe in der Stadt Famagusta sei ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden. Am Montag hatte die griechische Republik Zypern ihre ersten zwei Infektionsfälle gemeldet. Damit gibt es mittlerweile in allen 27 EU-Staaten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. 

+++ Coronavirus: Kabinett beschließt Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren +++

Die Bundesregierung beschließt stark erweiterte Möglichkeiten für Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Epidemie im Schnellverfahren. Das entsprechende Gesetz soll bereits an diesem Dienstag vom Bundeskabinett im Umlaufverfahren auf den Weg gebracht werden, wie eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums in Berlin sagte. Damit soll sichergestellt werden, dass eine dreitägige Anhörungsfrist eingehalten werden kann. Bereits am Freitag soll das Gesetz parallel in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden.

Ab April sollen Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld dann gelten. Die Koalitionsspitzen hatten den Schritt am frühen Montagmorgen im Grundsatz beschlossen. Unternehmen, die in eine angespannte Lage geraten, sollen ihre Stammbelegschaften halten können. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen auch die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden.

+++ Touristen müssen Israel binnen weniger Tage verlassen +++

Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. "Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen", hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Eine Rückkehr nach Ausreise in Nachbarländer sei nicht möglich.

Am Montagabend hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu beschlossen, dass alle nach Israel Einreisenden wegen der Ausbreitung des Coronavirus für zwei Wochen in Heimquarantäne müssen. Der Beschluss gelte zunächst für zwei Wochen. Danach können demnach keine Ausländer mehr einreisen, außer wenn sie glaubhaft beweisen können, dass sie sich für 14 Tage in Quarantänebedingungen begeben können. Tausende Bürger befinden sich derzeit in Israel in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 50 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

+++ Madonna sagt wegen Coronavirus Konzerte in Paris ab +++

Popstar Madonna hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zwei Konzerte ihrer aktuellen "Madame X"-Tour in Paris abgesagt. Das habe der Konzertveranstalter Live Nation entschieden, nachdem in Frankreich Großverstantaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagt worden waren, hieß es auf der offiziellen Webseite der Künstlerin. Die Konzerte sollten am 10. und 11. März im Grand Rex stattfinden. Fans können sich den Ticketpreis zurückerstatten lassen. Beide Konzerte waren zuvor bereits wegen einer Verletzung verschoben worden.

+++ Rheinderby Gladbach gegen Köln ohne Zuschauer +++

Das Bundesliga-Nachholspiel Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln an diesem Mittwoch darf wegen des Coronavirus nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das teilte die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mit. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

+++ Air France streicht tausende Flüge wegen Coronavirus +++

Nach der Lufthansa will auch Air France-KLM tausende Flüge wegen des neuartigen Coronavirus streichen. Im März sollen 3600 Verbindungen wegfallen, wie die französisch-niederländische Gruppe am Dienstag in Paris mitteilte. Besonders betroffen sind Flüge nach China und Italien. Air France streicht demnach 25 Prozent ihrer europäischen Verbindungen, 13 Prozent auf der Langstrecke und 17 Prozent in Frankreich. KLM sehe ähnliche Ausfälle bei Langstreckenflügen vor.

Trump kündigt wegen Coronavirus "weitreichende wirtschaftliche Maßnahmen" an

+++ RKI erklärt ganz Italien zu Risikogebiet +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte ganz Italien zu einem Risikogebiet. Für Deutschland stuft es in der Risikobewertung die Gefahr als "mäßig" ein. Es gebe aber auch in Deutschland besonders gefährdete Gebiete, vor allem den nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat außerdem die Gemeinden und Krankenhäuser in Deutschland wegen der Ausbreitung des Coronavirus dazu aufgerufen, ihre Krisenpläne zu aktivieren. "Es ist eine ernste Situation", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin.

+++ Präsident des Europaparlaments bleibt 14 Tage in Quarantäne +++

Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang in Quarantäne. Die Entscheidung der italienischen Regierung, Sperrmaßnahmen über das ganze Land zu verhängen, hätten auch Auswirkungen auf das Verhalten der italienischen Abgeordneten. Der Vorsitzende war noch am Montag im Parlament aufgetreten, um über die Verkürzung der aktuellen Sitzungswoche auf einen Tag zu entscheiden.

+++ Seehofer bleibt wegen Kontakt zu möglichem Corona-Fall zunächst weiter zu Hause +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bleibt wegen eines Kontakts zu einem möglicherweise mit dem Coronavirus Infizierten vorerst weiter zu Hause in Ingolstadt. Es soll zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abgewartet werden, wie Seehofers Sprecher Steve Alter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. "Wir rechnen damit, dass wir heute Abend mehr Klarheit haben." Alter hatte am Montagabend auf Twitter mitgeteilt, dass der 70-jährige Seehofer und die Kontaktperson bei einer Besprechung in Brüssel im selben Raum waren. Deshalb war der Minister von seinem Wohnort Ingolstadt am Montag nicht nach Berlin zurückgekehrt. Zu der Begegnung war es bei einem Treffen der EU-Innenminister vergangene Woche in Brüssel gekommen.

+++ Papst fordert Priester zu Besuchen bei Coronavirus-Infizierten auf +++

Ungeachtet der Vorgaben der italienischen Regierung hat Papst Franziskus alle Priester aufgefordert, "den Mut zu haben" und die mit dem Coronavirus Infizierten zu besuchen. Bei seiner per Livestream übertragenen Frühmesse in seiner Residenz Santa Marta bat der 83-Jährige am Dienstag alle Geistlichen, den freiwilligen Helfern, Ärzten und Pflegekräften bei ihrer Arbeit zur Seite zu stehen sowie den "Erkrankten die Kraft des Wortes Gottes und die Eucharistie zu bringen".     Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte die italienische Regierung die Bevölkerung am Vorabend aufgefordert, auf alle nicht notwendigen Reisen zu verzichten und jeden Kontakt mit Infizierten zu vermeiden. Per Dekret erklärte sie das ganze Land zur "Schutzzone"; Versammlungen und Sportveranstaltungen wurden verboten, alle Schulen und Universitäten bleiben bis zum 3. April geschlossen. Auch öffentliche Messfeiern sind untersagt, deshalb hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag erstmals seine private Frühmesse in der Kapelle von Santa Marta per Livestream übertragen. Wie am Montag widmete er sie auch am Dienstag den Betroffenen des Coronavirus.

+++ Tschechien schließt Schulen und verbietet größere Veranstaltungen +++

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Tschechien alle Schulen und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag mit. Das Verbot gilt für kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ab Mittwoch wird der Lehrbetrieb an allen Schulen eingestellt. Die Maßnahme gilt vorerst unbefristet. Weiter geöffnet bleiben dürfen indes Kindergärten und Kitas.

In Tschechien wurden bis Dienstagvormittag 40 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Darunter ist auch der erste Fall, bei dem die Quelle für die Ansteckung unbekannt ist. Betroffen ist ein Taxifahrer aus Prag, der positiv getestet wurde. Bei allen anderen Infizierten handelte es sich um Menschen, die in Italien gewesen waren, und deren Kontaktpersonen und Familienangehörige.

+++ Slowakei verbietet Kultur- und Sportveranstaltungen wegen Coronavirus +++

Die Slowakei hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Kultur- und Sportveranstaltungen im Land ab Dienstag für 14 Tage untersagt. Wie die Regierung in einer offiziellen Mitteilung erklärte, tritt zugleich eine verpflichtende Quarantäne für alle Menschen in Kraft, die aus Italien, China, Südkorea oder dem Iran einreisen. In Bratislava und mehreren anderen Regionen des Landes wurden bereits zuvor alle öffentlichen Schulen geschlossen. Mit bisher sieben offiziell bestätigten Infektionsfällen (bis Montagabend) ist die Slowakei bislang noch weniger betroffen als einige Nachbarländer.

+++ Chinas Behörden lockern Corona-Restriktionen für Provinz Hubei +++

Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die gesamte chinesische Provinz Hubei lockern die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung am Dienstag mit. Das neuartige Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten, Ende Januar riegelten die Behörden die gesamte Provinz mit ihren rund 56 Millionen Einwohnern ab.

 Um sicherzustellen, dass nur gesunde Menschen in Hubei reisen, will die Provinzregierung nach eigenen Angaben eine App nutzen. Die Menschen bekommen dabei je nach ihrem Coronavirus-Risiko unterschiedliche Farbcodes. Menschen mit einem grünen Farbcode in Gebieten mit niedrigem Coronavirus-Risiko sollen innerhalb der Provinz reisen dürfen.

Die drastischen Abschottungsmaßnahmen scheinen mittlerweile Wirkung zu zeigen, denn die Zahl der Neuinfektionen in China geht schon seit einer Weile zurück. Am Dienstag besuchte erstmals seit dem Ausbruch der Epidemie Staatschef Xi Jinping Hubeis Hauptstadt Wuhan, von welcher der Erreger seinen Ausgang genommen hatte.

+++ Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt – nun alle Bundesländer betroffen +++ 

Mit ersten Nachweisen in Sachsen-Anhalt sind nun alle Bundesländer in Deutschland vom Coronavirus betroffen. Bei einem Mann Mitte 20 aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Zuvor hatten mehrere Medien über den ersten Nachweis in Sachsen-Anhalt berichtet. Zudem wurde das Virus bei drei weiteren Männern nachgewiesen. Alle vier Betroffenen seien zuvor in Norditalien gewesen.

Sachsen-Anhalt war bislang das einzige Bundesland, aus dem noch keine bestätigten Coronafälle gemeldet worden waren. Deutschlandweit wurden bis Montag mehr als 1100 bekannte Infektionen gemeldet. Dem Mitteldeutschen Rundfunk zufolge war das Coronavirus bereits am Sonntag bei einem Arzt am Helios-Krankenhaus in Zerbst, ebenfalls Sachsen-Anhalt, nachgewiesen worden. Weil der Mann in Sachsen lebt, wurde der Fall aber dort in die Statistik aufgenommen.

+++ Wegen Coronavirus: Polens Präsident sagt große Wahlkampftreffen ab +++

Zwei Monate vor der Präsidentenwahl in Polen will Staatsoberhaupt Andrzej Duda als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf große Wahlkampfveranstaltungen verzichten. Bei der Wahl am 10. Mai tritt Duda, der aus den Reihen der nationalkonservativen Regierungspartei PiS stammt, erneut an. Derzeit führt er in allen Umfragen.

Zuvor hatte bereits einer von Dudas Mitbewerbern um das Amt des Präsidenten, der unabhängige Kandidat Szymon Holownia, den Verzicht auf große Wahlkampftreffen bekanntgegeben. In Polen gab es laut Gesundheitsministerium am Montag 17 bestätigte Fälle einer Covid-19-Erkrankung. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat den Gebietsverwaltungen geraten, als Vorsorge vor einer weiteren Ausbreitung des Virus Massenveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern abzusagen.

+++ Österreich spricht Reisewarnung für ganz Italien aus +++

Österreich hat im Kampf gegen das neue Coronavirus eine Reisewarnung für das gesamte italienische Staatsgebiet ausgesprochen. Die Sicherheitsstufe wurde auf die höchste Stufe gesetzt. "Österreichischen Reisenden wird dringend nahegelegt, nach Österreich zurückzukehren. Vor Reisen wird gewarnt", hieß es am Dienstag auf der Homepage des österreichischen Außenministeriums. "Reisenden in den betroffenen Regionen wird empfohlen, größere Menschenansammlungen zu vermeiden, den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten und die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen strikt einzuhalten."

Bereits seit Montag sind sämtliche Direktflüge von Österreich nach Mailand und Bologna ausgesetzt. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zudem angekündigt, dass punktuell Gesundheitschecks an den österreichisch-italienischen Grenzübergängen vorgenommen werden. Die Vorsichtsmaßnahme sollte ab Dienstag umgesetzt werden.

+++ Lauterbach: Können Corona-Ausbreitung wie in Italien noch verhindern +++

Eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wie in Italien kann nach Einschätzung des Gesundheitsexperten Karl Lauterbach hierzulande noch verhindert werden. In Deutschland gebe es einen guten Überblick über die Zahl der infizierten Menschen. Das sei ein Vorteil, der in den kommenden Wochen zur Verlangsamung der Epidemie genutzt werden sollte, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen verhindern, dass so etwas vorkommt wie in Italien. Das können wir derzeit noch."

Die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen, hält Lauterbach für "sehr, sehr sinnvoll". Er habe allerdings kein Verständnis dafür, dass das auf lokaler Ebene oft nicht umgesetzt werde. "Der Föderalismus hat sehr viele Vorzüge oft, das ist gar keine Frage. Aber hier ist das ein Nachteil."

+++ US-Maschine wegen niesenden Passagiers umgeleitet +++

Panik wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat zur Umleitung einer US-Passagiermaschine geführt: Wie United Airlines am Montag mitteilte, musste die Maschine ihren Flug von Eagle (Colorado) nach Newark (New Jersey) am Sonntag abbrechen und in Denver zwischenlanden, weil sich Passagiere über einen niesenden und hustenden Mann aufregten. Einige Passagiere wurden aus Angst, der Mann könnte sich mit dem Virus angesteckt haben, derart rabiat, dass sie in Denver das Flugzeug verlassen mussten. Anschließend setzte die Maschine ihren Flug nach Newark fort. United Airlines erklärte gegenüber Lokalmedien, die Gesundheit der Passagiere sei keineswegs gefährdet gewesen: Der Mann habe lediglich unter Allergien gelitten und nach einer Untersuchung an Bord bleiben dürfen. 

+++ Nächtliche Hamsterkäufe in italienischen Großstädten wegen Coronavirus +++

Die drastischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Italien haben in Rom und Neapel zu nächtlichen Hamsterkäufen geführt. In Supermärkten, die auch nachts geöffnet haben, deckten sich Verbraucher mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein, wie italienische Medien in der Nacht zum Dienstag berichteten.    

Die Kunden warteten demnach in Schlangen vor den Märkten, Mitarbeiter regelten den Einlass. Ein Verkäufer sagte der Nachrichtenagentur Ansa, dass Äpfel, Zwieback, Milch, Zucker, Mehl, aber auch Seife und Desinfektionsmittel zuerst vergriffen gewesen seien.     

Die italienische Regierung hatte wegen der Ausbreitung des Coronavirus das ganze Land am späten Montagabend zur "Schutzzone" erklärt. Seit Dienstag sind nicht notwendige Reisen verboten, zudem gilt landesweit ein Versammlungsverbot. Schulen und Universitäten bleiben geschlossen.    

Die Regierung stellte aber noch am Montagabend klar, dass Supermärkte weiterhin geöffnet bleiben und "regelmäßig" beliefert werden sollen. Die Menschen sollten deshalb nicht in Panik verfallen und Lebensmittel einkaufen, "die auch in den nächsten Tagen noch gekauft werden können", hieß es.

+++ Coronavirus: Absatz von Smartphones in China halbiert +++

Der Ausbruch des neuen Coronavirus hat den Absatz von Smartphones in China seit Jahresanfang fast halbiert. Im Januar und Februar wurden 42,1 Prozent weniger verkauft, wie am Dienstag aus einem Bericht auf der Webseite der China Academy of Information and Communications Technology (CAICT) hervorging. In Februar, als viele Geschäfte wegen der Epidemie geschlossen waren, war der Rückgang mit 54,7 Prozent besonders stark. Es wurden 6,3 Millionen Stück verkauft.

+++ Bestätigter Coronavirus-Fall bei der EZB +++

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB am Montagabend in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. "Potenziell betroffene" Büros würden gründlich gereinigt. 

+++ Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Kanada +++

Kanada hat den ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Ein Bewohner eines Altenpflegeheims in der Stadt North Vancouver sei an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt gewesen und in der Nacht zum Montag gestorben, teilten die Behörden der westkanadischen Provinz British Columbia mit. Zwei weitere Bewohner und zwei Pflegekräfte der Einrichtung seien positiv auf den Erreger getestet worden. In Kanada gibt es bislang gut 70 Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus.

+++ Appell an Blutspender: Keine Angst vor Coronavirus – Spenden wichtig +++

Das Deutsche Rote Kreuz hat an Blutspender appelliert, nicht aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf das Spenden zu verzichten. Beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost komme es derzeit zu einem verstärkten Rückgang der Spenderzahlen, wie der medizinische Geschäftsführer, Prof. Torsten Tonn, erklärte. Hintergrund sei die Corona-Epidemie, aber auch die jahreszeitlich bedingte Zunahme von Erkältungs- und Influenzaerkrankungen. Die Versorgungslage im Bereich Hamburg und Schleswig-Holstein sei aber auf niedrigem Niveau stabil. 

"Blutspenden ist weiter wichtig", betonte auch der Leiter der Transfusionsmedizin am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf, Sven Peine, am Montag. In der vergangenen Woche sei die Zahl der Spender um etwa 30 Prozent zurückgegangen, am Donnerstag und Freitag sogar um 50 Prozent. Peine vermutet, dass der Rückgang nicht nur mit den Hamburger Märzferien zusammenhängt, sondern auch mit der subjektiven Angst vor einer Ansteckung. Das Infektionsrisiko für Blutspender sei aber sehr gering. 

Spenden könne nur jemand, der gesund sei und in den vier Wochen davor auch keine Erkältung oder andere Krankheit gehabt habe. Auch Rückkehrer aus Covid-19-Risikogebieten müssten vier Wochen bis zur nächsten Blutspende warten. Bei einer weiteren Ausbreitung des Virus könnte das die Zahl der potenziellen Spender verringern. Peine schloss nicht aus, dass es zu einer Mangelsituation kommt.

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+++ Coronavirus treibt Nahrungsmittelpreise in China in die Höhe +++

Die Epidemie mit dem neuartigen Coronavirus hat die Nahrungsmittelpreise in China im Februar um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen lassen. Damit kletterte der Index für die Verbraucherpreise (CPI) im Februar um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem er im Januar schon um 5,4 Prozent zugelegt hatte, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete.

Beschränkungen im Transportsystem sowie die Schließung von Geschäften hätten die Versorgung unterbrochen, während die Nachfrage durch Hamsterkäufe gestiegen sei, erklärte das Statistikamt nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua den starken Anstieg des Nahrungsmittelpreise.

+++ Spahn zu Corona-Krise: "Wir werden diese Situation bewältigen" +++

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Deutschen zu solidarischem Handeln aufgefordert. "Wir werden diese Situation bewältigen. Wenn wir alle mithelfen, zusammenhalten und einander auch unter Stress vertrauen", schrieb er in einem am späten Montagabend veröffentlichten Gastbeitrag in der "Bild" und fügte hinzu: "Es geht. Und am besten geht es gemeinsam." Der Höhepunkt der Epidemie sei noch nicht erreicht. "Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Infektionen", schrieb Spahn. "Es wird weitere Einschränkungen unseres Alltags geben."

In Deutschland waren am Montag die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt geworden - beide Menschen stammten aus Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Infizierten in Deutschland stieg bis Montagnachmittag auf 1139, knapp die Hälfte davon verzeichnete NRW. 

Spahn schrieb, das Coronavirus sei eine große Herausforderung "für uns als ganze Gesellschaft". Das Virus werde den Alltag verändern. "Je weniger Menschen sich gleichzeitig anstecken, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen", schrieb Spahn. Gerade Ältere und chronisch Kranke seien auf eine ausreichende Zahl verfügbarer Intensivbetten angewiesen. "Oberstes Ziel ist es daher, den Ausbruch zu verlangsamen." Klar sei: Die Sicherheit aller gehe vor - auch vor wirtschaftlichen Interessen. Doch das öffentliche Leben einzuschränken, sei keine einfache Entscheidung. Öffentlichkeit gehöre zur Demokratie. "Das soll so bleiben. Deshalb müssen wir behutsam und besonnen vorgehen."

Flächendeckende Schulschließungen sehe er skeptisch. "Weil Eltern dann ihre Kinder betreuen müssen und auch nicht mehr im Krankenhaus arbeiten können."

Verdachtsfälle und Selbstisolation - Coronavirus trifft Politiker in aller Welt_7.10Uhr

+++ Coronavirus: Miley Cyrus sagt Konzert in Australien ab +++

Die US-Sängerin Miley Cyrus (27) hat wegen des weltweit grassierenden Coronavirus ein Buschfeuer-Benefizkonzert in Australien abgesagt. Sie folge damit einer Empfehlung der Behörden, wie sie am Dienstag bei Twitter erklärte. "Ich bin so enttäuscht, nicht dort zu sein, aber ich muss das Richtige tun, um die Gesundheit und die Sicherheit meiner Band und meiner Crew zu schützen." Sie werde aber immer noch für die Opfer der Buschbrände spenden. "Es tut mir leid, dass ich in Australien alle verpasse, aber ich komme bald zurück." Das Konzert in Melbourne war an diesem Freitag geplant.

+++ Chinas Präsident besucht schwer vom Virus betroffene Metropole Wuhan +++

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Dienstag überraschend die schwer von dem neuen Coronavirus heimgesuchte Metropole Wuhan in Zentralchina besucht. Der Besuch diene der "Inspektion der Arbeit zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. 

In der Elf-Millionen-Stadt war das Sars-CoV-2 genannte Virus Anfang Dezember erstmals aufgetaucht und hat sich von dort in ganz China und schließlich weltweit ausgebreitet. In Wuhan und der umliegenden Provinz Hubei, wo mehr als 40 Millionen Menschen seit Ende Januar weitgehend von der Außenwelt abgeschottet sind, wurden allein 67.000 Infektionen und rund 3000 Todesfälle gezählt.

+++ Coronavirus: Kritik an Plänen für CDU-Parteitag +++

Der Brandenburger CDU-Chef Michael Stübgen sieht es kritisch, dass die Bundespartei trotz der Ausbreitung des Coronavirus an dem für Ende April geplanten Parteitag festhalten will. Es handele sich um eine Großveranstaltung, sagte Stübgen, der auch Innenminister in Brandenburg ist, der Deutschen Presse-Agentur. "Da sehe ich eine gewisse Gefährdungslage." Auf dem Parteitag am 25. April in Berlin soll ein neuer CDU-Vorsitzender gewählt werden. Erwartet werden 1001 Delegierte und zahlreiche Gäste. 

CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Er hatte erklärt, angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland geschehe die Absage solcher Veranstaltungen zu zaghaft. Zuletzt hatte es in der CDU geheißen, man halte an den Planungen für den Parteitag fest, alle Vorbereitungen liefen ganz normal weiter.

+++ Formel 1 will Quarantänestellen einrichten +++

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Formel 1 auch Quarantänestellen einrichten. Diese würden von den Veranstaltern der jeweiligen Rennen für Verdachtsfälle geschaffen. Dies teilte die Königsklasse des Motorsports am Montag mit. Zu dem vorgestellten Maßnahmenkatalog gehören auch Expertenteams, die an Flughäfen, Transitzonen und Rennstrecken eingesetzt werden. Sie sollen unter anderem bei der Diagnose von Verdachtsfällen mithelfen.

Die Formel 1 veranstaltet am 15. März in Melbourne ihren Auftakt-Grand-Prix. Das Wochenende soll trotz der Krise durch das Coronavirus wie geplant mit Zuschauern stattfinden. Der für den 19. April geplante Grand Prix von China wurde schon verschoben. 

+++ Zahl neuer Infektionen in Südkorea sinkt weiter +++

Die Zahl der täglich neu erfassten Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus ist in Südkorea weiter gesunken. Am Montag habe es 131 weitere Fälle gegeben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Das war die niedrigste Zunahme an einem Tag seit zwei Wochen. Die Gesamtzahl stieg auf mehr als 7500. Bisher gab es in Südkorea 54 Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden.

Schon seit einigen Tagen gibt es Anzeichen für eine rückläufige Entwicklung bei den Neuinfektionen. Sorge bereiten den Behörden neben dem sporadischen Auftreten von neuen Fällen auch die Zunahme kleinerer räumlicher Häufungen. 

Macht Homeoffice glücklich?_16.45

+++ Umfrage: Viele Arbeitnehmer hätten wegen Coronavirus gern Homeoffice +++

Viele Arbeitnehmer in Deutschland möchten einer Umfrage zufolge angesichts der Coronavirus-Epidemie lieber im Homeoffice arbeiten. 38 Prozent der von der Unternehmensberatung PwC Strategy& befragten Arbeitnehmer sagten, sie wünschten sich von ihrem Betrieb bessere Möglichkeiten, vorsichtshalber zu Hause zu arbeiten. Aktuell hatten demnach nur 14 Prozent der Befragten eine erweiterte Homeoffice-Möglichkeit.

Gut ein Drittel der Befragten verzichtet in den nächsten Wochen grundsätzlich auf die Teilnahme an externen Meetings, Kongressen und Veranstaltungen. Weitere 19 Prozent sagen, sie würden gern verzichten, wenn ihr Arbeitgeber dies zulasse. Auf der anderen Seite sagte jeder Vierte, er habe keine Angst vor einer Ansteckung.

Weit verbreitet in den Betrieben sind Informationen zur Hygiene und die Ausgabe von Desinfektionsmitteln. Aber nur 19 Prozent der befragten Arbeitnehmer sagten, die Vorschriften zur Reiseplanung seien geändert worden. Knapp die Hälfte erwartet, dass ihr Unternehmen die Schutzmaßnahmen in nächster Zeit ausweiten wird.

+++ China berichtet bislang niedrigsten Anstieg neuer Infektionen +++ 

Mit nur noch 19 neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden den niedrigsten Anstieg der Infektionen seit Beginn der täglichen Berichte über die Epidemie vor sieben Wochen gemeldet. An der neuartigen Lungenkrankheit sind in China 17 weitere Menschen gestorben, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking ferner berichtete. Der tägliche Zuwachs der Todesfälle war der niedrigste seit sechs Wochen. Damit sind in der Volksrepublik 3136 Tote zu beklagen.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80.754 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Fast 60.000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. Am schwersten sind die abgeschottete Millionenmetropole Wuhan und die umliegende Provinz Hubei in Zentralchina betroffen, wo allein 67 000 Infektionen und rund 3000 Todesfälle gezählt wurden. 

+++ Einsturz von Quarantäne-Hotel in China: Zahl der Toten steigt auf 18 +++

Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou ist die Zahl der Toten auf 18 gestiegen. Zwölf Menschen werden weiter unter den Trümmern vermisst, wie örtliche Behörden am Dienstag berichteten. Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein. 

Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten, wie Staatsmedien berichteten. 59 Menschen sind nach offiziellen Angaben lebend aus den Trümmern geborgen worden.

Corona - Italien immer dramatischer

+++ Abgeordnete aus Trumps Umfeld wegen Coronavirus unter Quarantäne +++

Zwei US-Abgeordnete, die kürzlich direkten Kontakt zu Präsident Donald Trump hatten, haben sich wegen des Coronavirus in Quarantäne begeben. Die republikanischen Parlamentarier Doug Collins und Matt Gaetz hatten Ende Februar bei der Jahresversammlung konservativer Aktivisten und Parlamentarier (CPAC) in engerem Kontakt zu einem Teilnehmer gestanden, der mit dem neuartigen Erreger infiziert war, wie beide Abgeordnete am Montag mitteilten. Beide Mitglieder des Repräsentantenhauses begaben sich daraufhin nun freiwillig in Quarantäne. Nach eigenen Angaben zeigten sie aber bislang keine Symptome des Virus. Collins hatte Trump am vergangenen Freitag am Sitz der Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta im Bundesstaat Georgia getroffen und die Hand des Präsidenten geschüttelt. Gaetz reiste am Montag mit Trump in der Präsidentenmaschine Air Force One. Vizepräsident Mike Pence sagte am Montag, er wisse nicht, ob Trump auf das Coronavirus getestet wurde. Er kündigte eine Information des Amtsarztes im Weißen Haus dazu an. Pence ist für die Koordination der Regierungsmaßnahmen gegen den Coronavirus-Ausbruch zuständig. In den USA sind mehr als 600 Menschen an dem Erreger erkrankt, es gab mindestens 26 Todesfälle.

+++ Die Kabine bleibt zu: US-Ligen reagieren auf Coronavirus-Ausbreitung +++ 

Die vier der fünf großen Sportligen in den USA haben auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus reagiert und den Zugang zu den Umkleidekabinen massiv eingeschränkt. Das teilten NBA, NHL, MLB und MLS am Montag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die NFL-Saison ist seit Anfang Februar beendet. 

Nur noch Spieler und elementar wichtige Betreuer haben von Dienstag an bis auf Weiteres Zugang zu den Räumlichkeiten der Profiligen im Basketball, Eishockey, Baseball und Fußball - Journalisten beispielsweise dürfen nicht mehr rein. In den USA ist es üblich, dass die Medien nach Spielen, teilweise sogar davor, für Interviews mit Spielern in die Umkleidekabinen können. Die Regel gilt auch für die Clubhäuser der Teams.

In der NHL hatten einige Mannschaften schon am Wochenende den Zugang zu ihren Umkleidekabinen eingeschränkt. Beim Heimspiel des FC Los Angeles gegen Philadelphia Union am Sonntag durften Journalisten ebenfalls nicht in die Umkleidekabine der Gäste, konnten sich davor aber ohne Einschränkungen oder großen Abstand mit Spielern unterhalten.

+++ Trump kündigt Maßnahmen gegen ökonomische Folgen von Corona-Krise an +++

US-Präsident Donald Trump hat ein Maßnahmenpaket in Aussicht gestellt, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des neuartigen Coronavirus entgegenzusteuern. Bei einem kurzfristig anberaumten Auftritt in Washington kündigte Trump am Montagabend (Ortszeit) an, die Regierung wolle mit dem Kongress unter anderem über Lohnsteuererleichterungen sowie über Kredite für Kleinunternehmen reden. Angedacht seien auch Hilfen für Menschen, die nach Stundenlohn bezahlt würden - für die also bei einem Arbeitsausfall wegen einer Erkrankung besondere Härten entstehen. Am Dienstag solle es dazu Gespräche mit Kongressvertretern geben. Auch Gespräche mit Fluggesellschaften, Kreuzfahrtveranstaltern und der Hotelindustrie seien geplant. Sie sind von der Krise besonders betroffen.

Konkreter wurde Trump zunächst nicht. Er kündigte für Dienstagnachmittag (Ortszeit) eine Pressekonferenz an, um nach diesen Gesprächen ausführlich die geplanten "großen" wirtschaftlichen Schritte vorzustellen.


 Meldungen von Montag, den 9. März 2020: 

+++ Israel verschärft erneut seine Einreisebestimmungen +++     

Israel hat wegen der Coronavirus-Epidemie seine Einreisebestimmungen noch einmal massiv verschärft. Alle Einreisenden müssen nun für zwei Wochen in Quarantäne, wie Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag ankündigte. Es handele sich um eine "schwierige Entscheidung", die aber nötig sei, "um die öffentliche Gesundheit zu gewährleisten". Dies sei wichtiger als alles andere. Die Quarantäne-Anordnung soll nach Angaben von Netanjahu zunächst zwei Wochen lang gelten.

+++ Frankreichs Kulturminister mit Coronavirus infiziert +++

Frankreichs Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause und habe kaum Symptome, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran im Fernsehen. Wie bei jedem anderen, der an Covid-19 erkrankt sei, untersuche man nun, mit wem der 46-jährige Riester engen Kontakt hatte.

+++ Italien weitet Sperr-Maßnahmen auf ganzes Land aus +++

Die italienische Regierung weitet Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montag. Es gebe keine Zeit zu verlieren. Am Wochenende hatte die Regierung die Lombardei und andere Gegenden in Norditalien zu Sperrzonen erklärt. Aus ihnen hinaus und in sie hinein darf man nur mit triftigen Gründen - zum Beispiel aus Arbeitsgründen. 

Das Land kämpft gegen eine rapide steigende Zahl von Infizierten und Toten durch die Covid-19-Lungenkrankheit. Mittlerweile haben sich fast 10.000 Menschen angesteckt, mehr als 460 sind gestorben. Die neue Regelung soll ab Dienstag gelten.

+++ Kreuzfahrtschiff mit Coronavirus-Fällen legt in Oakland an +++

Das wegen mehrerer Coronavirus-Infizierten an Bord vor der Küste Kaliforniens gestoppte Kreuzfahrtschiff hat im Hafen von Oakland angelegt. Nun sollen die rund 3500 Menschen von Bord der "Grand Princess" gebracht werden, wie US-Medien berichteten. Das könne allerdings mehrere Tage dauern. Unter anderem mit Bussen sollen die Passagiere in Krankenhäuser, auf Armee-Gelände oder in ihre Wohnungen und Häuser gebracht werden, wo sie mindestens 14 Tage lang unter Quarantäne bleiben müssen. Bei 21 Menschen an Bord - 19 Crewmitgliedern und 2 Passagieren - ist das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. US-Soldaten hatten per Hubschrauber Testkits an Bord gebracht.

+++ Nach Coronavirus-Verdacht bis zu 2250 Menschen isoliert +++

Nach dem Coronavirus-Verdacht in Neustadt/Dosse befinden sich nach aktuellen Schätzungen bis zu 2250 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Die isolierten Menschen sind demnach über mehrere Landkreise Brandenburgs und weitere Bundesländer verteilt. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse), der Hort sowie Reitinternate bleiben vorsorglich bis einschließlich 17. März geschlossen. Dann endet die mögliche Inkubationszeit.  Betroffen von der Quarantäne sind Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Angehörige.  

+++ Ryanair streicht wegen Coronavirus weitere Italien-Flüge +++

Die irische Billig-Airline Ryanair kürzt wegen des neuartigen Corona-Erregers weiter die Flugpläne von und nach Italien. Das stark reduzierte Angebot gelte vom späten Donnerstagabend an (Mitternacht) bis zum 8. April, teilte die Airline am Montag in Dublin mit. Betroffen seien internationale Flüge von und nach Bergamo, Malpensa, Venedig, Parma, Rimini und Treviso. Vom späten Dienstagabend an bis 8. April werden zudem alle Inlandsflüge von und nach Bergamo, Malpensa, Parma und Treviso eingestellt. 

+++ Coronavirus: FC Bayern drohen mindestens zwei Geisterspiele +++

Dem deutschen Fußball-Meister FC Bayern München drohen nach der Einigung der Regierungskoalition in Bayern mindestens zwei Geisterspiele. Der schwarz-orange Koalitionsausschuss hatte am Montag in München vereinbart, wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen bis zunächst Karfreitag zu untersagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen, zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden.

In diesen Zeitraum fallen das Champions-League-Heimspiel der Bayern gegen den FC Chelsea am 18. März und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt vier Tage später. Sollten die Münchner in einem möglichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen. Erst einen Tag nach Karfreitag könnte der Rekordmeister wieder mit den Fans im Rücken gegen Fortuna Düsseldorf (11. April) spielen.

Zuschauer vor der Alrlianz Arena: Dem FC Bayern drohen zwei Geisterspiele
Zuschauer vor der Allianz Arena: Dem FC Bayern drohen zwei Geisterspiele
© Sven Hoppe

+++ Iran: Neujahrsrede des obersten Führers wegen Corona-Krise abgesagt +++

Die Neujahrsrede des obersten iranischen Führers ist wegen der Coronavirus-Krise im Land abgesagt worden. Ajatollah Ali Chamenei werde seine ursprünglich am 21. März im Mausoleum des achten schiitischen Imam Resa in Maschad in Nordostiran geplante Rede wegen der eventuellen Ansteckungsgefahr an dem Virus nicht halten, twitterte die Nachrichtenagentur Fars am Montag. Chamenei werde daher dieses Jahr auch nicht nach Maschad reisen, berichtete Fars weiter. 

+++ Irland streicht alle Paraden zum St. Patrick's Day +++ 

Irland streicht wegen des neuartigen Coronavirus landesweit alle Paraden zum St. Patrick's Day. Das bestätigte Premierminister Leo Varadkar am Montag in Dublin. "Weitere Ratschläge zu öffentlichen Großveranstaltungen werden in den kommenden Tagen veröffentlicht", sagte Varadkar auf einer Pressekonferenz weiter. Die Republik Irland hat bislang etwas über 20 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert. Varadkar zufolge könnten sich aber leicht 50 oder 60 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus anstecken. 

+++ Essenerin war erstes Coronavirus-Todesopfer in Deutschland +++

Die am Montagmittag in der Essener Universitätsklinik gestorbene 89-jährige Frau war das erste Coronavirus-Todesopfer in Deutschland. Sie sei um 12.44 Uhr an einer Lungenentzündung in Folge der Infektion gestorben, wie eine Sprecherin der Stadt Essen mitteilte. Das zweite Opfer, ein 78-jähriger Mann aus Gangelt, war gut eine Stunde später am Montag gegen 14 Uhr an Herzversagen gestorben, wie der Heinsberger Landrat Stephan Pusch am Abend sagte. Der Mann habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet. Er habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten.

+++ Italienische Regierung schließt wegen Coronavirus alle Skiorte +++

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Norditalien hat die italienische Regierung die Schließung aller Skiorte des Landes beschlossen. Auf Anweisung des Zivilschutzes würden alle Skiorte ab Dienstagmorgen geschlossen, sagte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, am Montagabend. Nach Angaben des Zivilschutzes erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Italien binnen 24 Stunden um 97 auf insgesamt 463.

+++ Bayern will Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen untersagen +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen zunächst bis Karfreitag untersagen. Darauf habe sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss am Montag in München geeinigt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Zuvor hatte die "Augsburger Allgemeine" berichtet.

+++ Heinsberger Landrat: keine Kinder und Jugendlichen in Klinik +++

Wegen der Coronavirus-Infektion sind im besonders betroffenen Kreis Heinsberg 15 Menschen in stationärer Behandlung, darunter keine Kinder oder Jugendliche. Betroffen seien vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen, sagte der Heinsberger Landrat Stephan Pusch am Montagabend bei einer Pressekonferenz. Fünf der Patienten würde auf der Intensivstation behandelt. Der Frau eines schwer erkrankten Mannes aus Gangelt gehe es besser, er selbst sei noch in einem kritischen Zustand. Insgesamt seien im Kreis bis zum Abend 323 Infektionen nachgewiesen worden.

+++ Landrat von Heinsberg gibt Einzelheiten zum Corona-Toten bekannt +++

Der Landrat von Heinsberg, Stephan Pusch, hat auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu dem ersten Corona-Toten in seinem Landkreis bekannt gegeben: "Heute um 14 Uhr verstarb eine männliche Person, 78 Jahre alt, im Krankenhaus", teilte Pusch mit. Der Mann sei in dem Ort Gangelt gemeldet gewesen. Am Ende sei der Verstorbene an Herzversagen gestorben. Am Freitag habe "er sich mit Husten, Durchfall und Fieber" im Krankenhaus gemeldet. Der Verstorbene habe in den Tagen zuvor eine Karnevalsveranstaltung in dem Landkreis besucht. Welche sei noch unbekannt, sagte Pusch. Der Mann habe zudem mehrere Vorerkrankungen gehabt, unter anderem litt er an Diabetes.

 Landrat Stephan Pusch beklagt den ersten Toten in seinem Landkreis
Landrat Stephan Pusch beklagt den ersten Toten in seinem Landkreis
© Henning Kaiser

+++ Spahn: Die Bundesliga "findet jetzt so nicht weiter statt" +++  

Gesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Bundesliga "jetzt so nicht weiter stattfindet". Im Gespräch mit RTL Aktuell begrüßte er die Aussage der Deutschen Fußball Liga, Gesundheit sei das wichtigste und gehe vor. Die Einschränkungen beim Thema Großveranstaltungen, wie auch Fußballspielen, seien ein wichtiger Schritt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen: "Das sind Bereiche, wo wir im Alltag ein Stück verzichten müssen, um uns insgesamt und gerade die Schwächeren in der Gesellschaft zu schützen. Darum geht es." Vielen Bürgerinnen und Bürgern falle es im Alltag leichter auf solche Großveranstaltungen zu verzichten, als auf die tägliche Bahnfahrt zur Arbeit oder die Schließung von Schulen oder Kitas zu verkraften, so Spahn. "Wir müssen abstufen, auf was können wir leichter verzichten als Gesellschaft und als Einzelne und wo ist es sehr, sehr schwer zu verzichten", begründete er seine Empfehlung.

Insgesamt sei Deutschland auf allen Ebenen in allen Bereichen vorbereitet, betonte der Gesundheitsminister: "Deutschland hat mit 28.000 Intensiv-Betten bezogen auf unsere Bevölkerungsgröße mehr als viele andere Länder auf der Welt. Aber gleichzeitig bleibt eben auch wahr, wenn sich das in kurzer Zeit ergeben würde, dann würden das Gesundheitssystem und unsere Kapazitäten gerade in der Intensivmedizin sehr, sehr stark unter Stress kommen." Besonders wichtig sei, die Älteren und diejenigen mit Vorerkrankungen zu schützen. Deswegen müssten "wir jetzt alle ein Stück – im Einzelfall, jeder für sich, aber auch als Gesellschaft – im Alltag bestimmte Dinge einschränken, um den Ausbruch insgesamt zu verlangsamen."

+++ Quarantäne auf Malediven-Insel im Indischen Ozean +++ 

Urlauber auf der zu den Malediven gehörenden Insel Kuredu müssen wegen des neuartigen Coronavirus ihren Aufenthalt um 14 Tage verlängern. In dem Resort seien zwei italienische Gäste positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Betreiber der Anlage auf Facebook mit. Unter den Gestrandeten sind nach Angaben des österreichischen Außenministeriums in Wien 59 Österreicher. "Denen geht es an und für sich gut", sagte ein Sprecher. Die Regierung der Malediven habe signalisiert, die Kosten für den verlängerten Aufenthalt zu übernehmen. 

+++ Handball-Nationalmannschaft droht Spielabsage oder Geisterspiel in Magdeburg +++

Den deutschen Handballern droht die Absage des Länderspiels gegen die Niederlande am Freitag in Magdeburg oder ein Geisterspiel beim Debüt von Bundestrainer Alfred Gislason. Die Stadt Magdeburg und das zuständige Gesundheitsamt haben am Montag alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern untersagt. Die Regelung gelte bis auf Weiteres und solle den Ausbruch bzw. die Weiterverbreitung des Coronavirus einschränken, teilte die Stadt mit. Der Deutsche Handballbund wolle nun über mögliche Alternativen beraten, hieß es auf dpa-Anfrage. 

+++ WHO: Mehr als 70 Prozent der Coronavirus-Patienten in China wieder gesund +++

In China sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mehr als 70 Prozent der Coronavirus-Patienten bereits wieder gesund. Von den mehr als 80.000 Erkrankten in China hätten mehr als 70 Prozent die Krankenhäuser wieder verlassen können, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Die Volksrepublik sei auf dem Weg, "die Epidemie unter Kontrolle zu bringen".

+++ WHO-Chef: Risiko einer Coronavirus-Pandemie "sehr real" +++

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht angesichts der stark wachsenden Zahl an Coronavirusfällen jetzt die Gefahr einer Pandemie. "Da das Coronavirus in so vielen Ländern angekommen ist, ist die Gefahr einer Pandemie sehr real geworden", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Aber es wäre die erste Pandemie in der Geschichte, die kontrolliert werden kann", fügte er hinzu. Die Eindämmungsmaßnahmen zahlreicher Regierungen seien wichtig und richtig, um so viele Menschen wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen. "Es gibt viele Beispiele von Ländern, die gezeigt haben, dass die Maßnahmen helfen." 

+++ Patienten können sich bei Corona-Verdacht telefonisch krank schreiben lassen +++

Wegen der Corona-Epidemie können sich Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege ab sofort unkompliziert für sieben Tag krank schreiben lassen. Voraussetzung dafür ist eine telefonische Rücksprache mit dem Arzt, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband in Berlin mitteilten. Die Patienten müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen und bekommen eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) bis maximal sieben Tage ausgestellt. 

+++ Bundestag schränkt Besuche ein +++

Der Bundestag schränkt Besuche in den Parlamentsgebäuden ein. Die bei Touristen beliebte Reichstagskuppel bleibt bereits ab Dienstag für Besucher geschlossen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen erfuhr. Künftig sollen zudem die Abgeordneten keine Besuchergruppen mehr empfangen dürfen. 

+++ SC Freiburg setzt Verkauf von Karten aus +++

Der SC Freiburg hat auf die Ausbreitung des Coranavirus mit verschiedenen Maßnahmen reagiert. Der Fußball-Bundesligist setzte am Montag den Ticketverkauf für Heim- und Auswärtsspiele aus. Zudem schrieb der Club: "Sollte es zu Spielen kommen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, erstattet der Sport-Club jedem Fan den Preis seines jeweiligen Tickets." Das gelte für Auswärts- und Heimspiele. Bei Dauerkarten werde jeweils anteilig 1/17 des Preises erstattet. Der SC teilte außerdem mit, dass es bis auf weiteres keine öffentlichen Trainingseinheiten gibt.

Sehen Sie im Video: Twitter-User streiten über Vor- und Nachteile von Geisterspielen

+++ Zypern meldet erste Infektionen mit Coronavirus +++

Zypern hat seine ersten Coronavirus-Fälle gemeldet. Bei zwei Menschen habe sich eine Infektion mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt, teilte das zyprische Medien- und Informationsamt am Montag mit. Damit gibt es nun in allen Mitgliedstaaten der EU Infektionsfälle. Weltweit haben sich inzwischen mehr als 110.000 Menschen in rund hundert Ländern mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP stieg die Zahl der Todesopfer am Montag auf mehr als 3800. Mit Abstand die meisten Toten gab es China, dem Ursprungsland des Virus.

+++ Zwei Patienten in Deutschland an Infektion gestorben +++

Erstmals sind in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus gestorben. Beide Todesfälle wurden am Montag in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben. Das erste Todesopfer stammt aus dem Kreis Heinsberg. Einzelheiten wollte der Landrat erst am Montagabend mitteilen. 

Das zweite Todesopfer ist eine 89-jährige Frau aus Essen, die seit Anfang März in der dortigen Universitätsklinik behandelt wurde. Sie sei am Montagmittag an einer Lungenentzündung in Folge der Coronavirus-Infektion gestorben, wie die Stadt Essen am Montag mitteilte. Am Sonntag war bereits ein 60-jähriger Feuerwehrmann aus Hamburg in Ägypten am Coronavirus gestorben.

Die ersten beiden Todesfälle mit dem Coronavirus in Deutschland zeigen nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): "Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen". Mit Bestürzung habe er vom Tod der beiden Patienten erfahren. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Ich wünsche den Familien jetzt erst einmal viel Kraft in dieser schweren Zeit", erklärte Laumann.

+++ Bis zu 5000 Menschen in Brandenburg isoliert +++

Nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Brandenburger Schule befinden sich 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das sagte der Amtsdirektor der Kleinstadt Neustadt/Dosse, Dieter Fuchs, am Montag.

Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt/Dosse (Kreis Ostprignitz-Ruppin) hatten Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin. Daraufhin ordnete das Gesundheitsamt die häusliche Isolation an. Das betrifft laut Behörde die Schüler der Gesamtschule, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter und die Angehörigen. An der Schule lernen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region. Eine ganz konkrete Zahl von Menschen in häuslicher Isolation konnte Amtsdirektor Fuchs zunächst nicht nennen. 

Der Landkreis wollte die Zahl von bis zu 5000 Menschen nicht bestätigen. Derzeit seien noch keine zuverlässigen Erhebungen möglich, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Merkel: Wirksamstes Mittel gegen Coronavirus ist "Faktor Zeit"   +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die bisher ergriffenen Maßnahmen gegen das Coronavirus verteidigt. Keine Hygiene- oder Quarantänemaßnahme zur Unterbrechung der Infektionsketten sei vergebens, sagte Merkel beim deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin. In der aktuellen Lage sei "das wirksamste Mittel der Faktor Zeit", betonte sie.  

Es gehe gerade auch darum, eine Überlastung von Ärzten und Krankenhäusern zu vermeiden, "die entstehen würde, wenn innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen gleichzeitig wegen Corona zu behandeln wären", sagte die Kanzlerin. Das wirksamste Mittel gegen das Virus sei, seine Ausbreitung zu verlangsamen, sie also über einen längeren Zeitraum zu strecken.

+++ Spahn: Auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Menschen überdenken +++

Zum Eindämmen der Coronavirus-Epidemie hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch das Absagen von Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern für sinnvoll - wenn das Infektionsrisiko hoch ist. "Die Zahl 1000 heißt ja nicht: Alles da drunter ist per se ok und alles da drüber ist per se nur problematisch", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. 

Alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern sollten aus Sicht seines Ministeriums in den kommenden Wochen und Monaten grundsätzlich nicht stattfinden. Das gebiete die Corona-Lage und das Ziel, die Ausbreitung zu verlangsamen. Kleinere Veranstaltungen müssten individuell auf das Infektionsrisiko hin betrachtet werden.  

Die Größenordnung 1000 Teilnehmer begründete Spahn damit, dass sie ein stückweit europäischer Standard geworden sei. "Es gab ein Bedürfnis danach, das habe ich gespürt in vielen Gesprächen, mal ein Parameter zu haben", fügte er hinzu. Spahn kritisierte zudem, dass es in den vergangenen Tagen aus seiner Sicht in bestimmten Regionen Deutschlands und bei bestimmten Ereignissen zu zaghaft zu Absagen gekommen sei. Mit dem Festlegen der Zahl habe er auch denjenigen den Rücken stärken wollen, die solche Entscheidungen zu treffen haben. 

Aldi Nord und Süd verkaufen desinfektionsmittel

+++ Merkel sieht Land gut gerüstet für Wirtschaftsfolgen der Coronakrise +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Deutschland mit den angekündigten Maßnahmen der Koalition gut gerüstet für die wirtschaftlichen Folgen des neuartigen Coronavirus. Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld seien bereits in der Finanzkrise erfolgreich gewesen, sagte Merkel am Montag bei einem deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin. Die Änderungen sollten schnell wirken, sie sollten bereits am Mittwoch ins Kabinett und am 3. April im Bundesrat beraten werden.

Außerdem sollten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) noch in dieser Woche Maßnahmen vorlegen, wie die Liquidität von Firmen verbessert werden könne. Die Bundesregierung wolle außerdem Investitionen weiter steigern.

Merkel sagte, das Coronavirus werde sich weiter ausbreiten. Bisherige Maßnahmen seien aber nicht vergebens gewesen. Das wirksamste Mittel sei nun der "Faktor Zeit", um eine Überlastung etwa von Ärzten und Krankenhäusern zu verhindern. Die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden - auch damit die Wissenschaft forschen könne für einen Impfstoff. Außerdem müsse der zusätzliche Bedarf an Schutzausrüstung gedeckt werden sowie an Intensiv-Betten.

+++ Robert Koch-Institut dringt auf schnelle Krisenvorbereitung +++ 

Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt auf schnelle Vorkehrungen gegen eine starke Zunahme von Infizierten mit dem neuen Coronavirus. "Das ist eine ernste Lage, und diese Lage könnte sich weiter zuspitzen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Es sei sicher, dass die Fallzahlen zunehmen werden. "Auch in Deutschland selbst wird es Todesfälle durch Covid-19 geben." Um eine schnelle Ausbreitung zu verhindern, müssten die zuständigen Behörden vor Ort auch über den Umgang mit Großveranstaltungen und mögliche zeitweise Schließungen öffentlicher Einrichtungen entscheiden - "und zwar schon, bevor es massenhaft Fälle in einer Gegend gibt."

Wieler betonte, Arztpraxen, Kliniken oder Altenheime müssten jetzt mit Covid-19-Patienten umgehen können. "Die Vorbereitungen müssen jetzt abgeschlossen sein." Alle müssten sich auf eine große Zahl an Patienten einstellen, und auch auf Patienten, die intensivmedizinisch betreut und beatmet werden müssten.

Nach Daten des RKI mit Stand von Montagfrüh sind in Deutschland inzwischen 1112 Infektionen in 198 Landkreisen und 15 Bundesländern bestätigt. Am stärksten betroffen sind demnach neben dem nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg die Städteregion Aachen sowie die Landkreise München, Köln und Freising.

Bundesliga Geisterspiele drohen 14.25

+++ Bachwoche Stuttgart wegen Coronavirus abgesagt +++

Wegen der steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen hat die Internationale Bachakademie Stuttgart ihre diesjährige Bachwoche kurzfristig abgesagt. Insgesamt waren zwischen dem 13. und 21. März rund ein Dutzend Meisterkurse, Seminare und Gesprächskonzerte zum Werk Johann Sebastian Bachs (1685-1750) geplant. "Die Konzerte waren komplett oder so gut wie ausverkauft", sagte eine Sprecherin der Akademie am Montag. Ein Sonderkonzert im Rahmen der "Stunde der Kirchenmusik" am 20. März soll dagegen stattfinden.

+++ Spahn: Alle müssen an Verlangsamung der Corona-Epidemie mitwirken +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat alle Bürger dazu aufgerufen, daran mitzuwirken, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Ziel müsse es sein, "die Dynamik zu verlangsamen", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. "Wir müssen den Ausbruch verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem weiter funktionieren kann", betonte er. "Dazu brauchen wir die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin." 

Es gehe um die gleichen Verhaltensweisen wie bei einer Erkältung oder Grippe. "Alles genauso machen, als würde man sich im Alltag vor Erkältung oder Grippe schützen wollen", sagte Spahn. Jeder solle jetzt zudem abschätzen und entscheiden, worauf er leichter und worauf er schwerer verzichten könne. 

Der Berliner Virologe Prof. Dr. Christian Drosten
Der Berliner Virologe Prof. Dr. Christian Drosten
© John MACDOUGALL

+++ Drosten: Temperaturen in Frühjahr und Sommer bei Corona-Eindämmung ein "Rückenwind", aber kein "absoluter Gewinn" 

Der Virologe Prof. Dr. Drosten sagte bei der Bundespressekonferenz in Berlin, dass Frühjahr und Sommer mit ihrer Temperatur bei der Eindämmung des Virus zwar helfen könnten, dies sei aber wahrscheinlich kein "absoluter Gewinn". Es sei ein Rückenwind, aber man dürfe nicht erwarten, dass die Epidemie des Coronavirus dadurch zum Stillstand komme. Es würde eher zu einer Erhöhung der Fallzahlen kommen. 

Corona Karten 12.00 aktualisiert_13.50

+++ DFL-Chef: Bundesliga-Spieltag mit Zuschauern "nicht realistisch" +++

Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein. "Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei "Bild live", schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

+++ Virologe Drosten: "Absolut ernste Situation" +++ 

Der Berliner Virologe Prof. Dr. Christian Drosten hat bei der Berliner Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass man damit rechnen müsse, dass man "direkt in eine Epidemie-Welle hineinlaufen" werde. Ein saisonaler Effekt auf die Viren sei nicht so groß. Die Frühjahrswärme werde nicht viel nutzen. Er betonte, dass die Situation "absolut ernst" sei. Er wies aber darauf hin, dass man in Deutschland bei der Bekämpfung des Coronavirus "früh dran" sei.

+++ Wieler: Ausgang und Verlauf der Epidemie offen +++

Prof. Dr. Lothar Wieler vom Robert-Koch-Institut (RKI) informierte bei der Pressekonferenz mit Jens Spahn über den Krankheitsverlauf in Deutschland. Man könne allerdings nicht vorhersagen, wie schwer die Corona-Epidemie verlaufen könne. "Es könnte sein, dass sie deutlich schwerer wird als eine Grippe, sie könnte aber auch milder verlaufen", so Wieler in Berlin. Jeder fünfte Betroffene müsse in eine Klinik. Infizierte müssten isoliert werden, so Wieler weiter. Insgesamt seien bislang 198 Landkreise betroffen. 

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+++ Spahn empfiehlt: Ältere sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen +++

In einer Pressekonferenz in Berlin riet Gesundheitsminister Spahn (CDU) Menschen über 60 Jahren sich als Vorsichtsmaßnahme gegen das neuartige Coronavirus sich gegen Pneomokokken impfen zu lassen. Somit solle eine zusätzliche Infektion der Lungen vermieden werden.

+++ Spahn: Oberstes Ziel bleibt Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte bei einer Pressekonferenz in Berlin, oberstes Ziel in der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus sei die Ausbreitung zu verlangsamen. 80 Prozent hätten milde Symptome oder seien symptomfrei, so Spahn. Die Symptome würden vielfach im Gesundheitswesen behandelt. Menschen über 65 und chronisch Kranke seien dabei besonders gefährdet. Schwere Erkrankungen seien aber selten. Spahn betonte erneut, dass die Coronavirus-Epidemie eine Herausforderung für das Gesundheitssystem sei. Spahn sagte weiter, dass jeder Bürger mithelfen müsse. Jeder müsse abwägen, worauf man im Alltag zum Schutz für andere verzichten könne, zum Beispiel Besuche von Fußballspielen, weniger Reisen oder nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus sei noch in weiter Ferne. Das Virus sei noch nicht abschließend bekannt, so Spahn. 

+++ Mehr als 110.000 Menschen in hundert Ländern mit Coronavirus infiziert +++

Mehr als 110.000 Menschen in rund hundert Ländern haben sich bis Montag mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP stieg die Zahl der Todesopfer auf mehr als 3800. Als fünftes Land auf dem Westbalkan meldete Albanien am Montag seine ersten Infektionsfälle. Die Regierung schloss daraufhin für zwei Wochen alle Schulen des Landes und untersagte alle größeren Veranstaltungen. Zahlreiche Albaner leben und arbeiten in Italien.

+++  Deutsche Botschaft in Nordkorea vorerst geschlossen +++

Die deutsche Botschaft in Nordkorea ist angesichts von dortigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus vorerst geschlossen worden. Das Personal sei am Montagmorgen aus der Hauptstadt Pjöngjang über Wladiwostok ausgeflogen worden, teilte das Auswärtige Amt am Montag in Berlin mit. Ein Sprecher verwies darauf, dass Nordkorea seit Wochen alle Zug- und Flugverbindungen ins Ausland eingestellt und alle Ausländer unter Zwangsquarantäne gestellt habe.

+++ Falsche Polizisten zocken Chinesen mit Atemmasken in Paris ab +++

Falsche Polizisten in Paris haben von Chinesen mit Atemmasken "Bußgelder" kassiert und dies mit dem Burka-Verbot begründet. Die chinesische Botschaft in Paris warnte am Montag vor einer Masche, auf der mehrere Studenten aus der Volksrepublik hereingefallen seien. Die Kriminellen hätten sich als Polizeibeamte ausgegeben und auf das geltende Verbot der Gesichtsverschleierung verwiesen, das unter anderem Burkas umfasst. Die Studenten hätten jeweils 150 Euro gezahlt.

+++ Trotz Coronavirus: AfD hält an Bundesparteitag fest +++

Die AfD will ihren für Ende April geplanten Bundesparteitag trotz der Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland nicht absagen. Nach derzeitiger Planung werde der für den 25. und 26. April geplante Parteitag im baden-württembergischen Offenburg wie vorgesehen stattfinden, sagte ein Sprecher der Partei am Montag auf Anfrage. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Wochenende empfohlen, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Zu dem Parteitag sind 600 Delegierte eingeladen, hinzu kommen Gäste und Journalisten.  

+++ Iran: Zahl der Coronavirus-Toten steigt weiter +++

Im Iran steigt die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten weiter. Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 194 auf 237 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Montag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land kletterte auf 7161 - 595 mehr als am Vortag. Am schlimmsten ist die Krise weiterhin in der Hauptstadt Teheran, wo sich nachweislich über 1900 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2394 Patienten als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

+++ In Moscheen soll verstärkt über Coronavirus aufgeklärt werden +++

Auch in Deutschlands Moscheen soll verstärkt über das neuartige Coronavirus aufgeklärt werden. In den Freitagspredigten, durch Aushänge oder in Vorträgen solle das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit der Epidemie geschärft werden, erklärte der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) am Montag in Köln. Sofern eine örtliche Moschee aus Vorsorgegründen oder wegen eines Verdachtsfalls das Freitagsgebet und andere Gebete aussetzt, sei dies "islamisch statthaft". Eine flächendeckende Aussetzung der Gebete empfiehlt der Zentralrat nicht. Es werde aber ausdrücklich dazu geraten, Großveranstaltungen in der Moschee ohne gottesdienstlichen Hintergrund in der nächsten Zeit zu vermeiden. Für den Fall, dass die örtlichen Behörden Anweisungen zur Unterbindung von Versammlungen und zur Schließung von Schulen erteilen, sollten Moscheen geschlossen und solle vorübergehend zu Hause gebetet werden.

+++ Dortmunder Champions-League-Spiel in Paris ohne Zuschauer +++

Borussia Dortmunds Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwoch (21.00 Uhr) bei Paris Saint-Germain findet aufgrund des Coronavirus vor leeren Rängen statt. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit.

+++ Erster deutscher Coronavirus-Toter ist Hamburger Feuerwehrmann +++ 

Der in Ägypten am Coronavirus gestorbene Deutsche ist ein in Hamburg arbeitender Feuerwehrmann mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Das sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Der 60-Jährige ist der erste Deutsche, der nachgewiesenermaßen an der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 gestorben ist.

Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" und der "Hamburger Morgenpost" hieß es anfangs, der Mann sei mit seiner Frau auf einer Nilkreuzfahrt gewesen. Später war nur noch von einer "Urlausreise" die Rede, und zwar ohne seine Frau.

Noch ist unklar, ob der Mann sich in Hamburg, in Ägypten, oder gar auf dem Weg dorthin angesteckt hat. Vergangenen Freitag war er mit Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo er nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums am Sonntag starb. Nach Angaben des Sprechers werden nun wie üblich Kontaktpersonen des Erkrankten recherchiert, die Gesundheitsämter seien informiert worden und entsprechend tätig.

+++ London bekämpft Fake News über das Coronavirus +++

Großbritannien hat Fake News in sozialen Netzwerken über das neuartige Coronavirus den Kampf angesagt. Hierfür wird nach Regierungsangaben vom Montag ein Expertenteam eingesetzt, das mit Unternehmen in dem Bereich zusammenarbeiten soll. In sozialen Medien zirkulieren demnach Berichte, in denen beispielsweise behauptet wird, dass eine Impfung gegen den Erreger schon existiere. Auch angebliche Schutzmaßnahmen wie bestimmte Kochsalzlösungen zum Ausspülen des Mundes würden in betrügerischer Absicht angepriesen. 

Der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) wollte am Montag in London über weitere Schutzmaßnahmen beraten. Bis Sonntagabend waren drei Briten an der Lungenerkrankung gestorben. Bei fast 300 Personen war der Erreger nachgewiesen worden. Die Angst vor dem Virus führte zu vielen leeren Regalen in Supermärkten. Etliche Geschäfte begrenzen daher inzwischen den Kauf etwa von Desinfektionsmitteln und Nudeln: Jeder Kunde darf nur eine bestimmte Anzahl der Artikel kaufen.

+++ Kölner Lüttich-Kaserne wegen Coronafall geschlossen +++

Wegen eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Soldaten ist die Kölner Lüttich-Kaserne am Montag geschlossen worden. Vorsorglich wurden zudem etwa 100 Kontaktpersonen unter häusliche Quarantäne gestellt, wie ein Sprecher am Montag sagte. In der Kaserne ist das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Für zunächst zwei Tage soll der Dienstbetrieb in der Kaserne eingestellt werden. Nach letzten Zahlen sind bundesweit bisher vier Soldaten mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Ein Mann wurde nach einer Behandlung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz wieder entlassen.

+++ Gesundheitsexperten rufen wegen Coronavirus zum Medienfasten auf +++

Erste Gesundheitsexperten rufen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zu einem zurückhaltenden Medienkonsum auf: Der Biologieprofessor Carl Bergstrom von der Universität Washington riet auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, die Nachrichten zum Virus nur "zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag" nachzulesen. "Es kann sonst erschreckende Züge annehmen, und Nutzer können sich von der Flut der Informationen leicht überschwemmt fühlen", betonte er.    

Übertriebener Medienkonsum könne eine regelrechte "Obsession" werden, warnte Bergstrom. "Derzeit kann niemand mehr das Radio oder Fernsehen anschalten, ohne auf das Coronavirus zu stoßen", sagt auch der französische Arzt und Schriftsteller Michel Cymes, der für den französischen Fernsehsender France 2 selbst mehrere Sondersendungen geleitet hat. Besonders Online-Netzwerke sollten wegen der großen Zahl falscher Angaben gemieden werden, betonte er. Sie hätten sich zu einem echten "Krebsgeschwür für die Gesellschaft" entwickelt.

+++ Coronavirus: Nada setzt unter Verhaltensregeln Dopingkontrollen fort +++

Ungeachtet der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus setzt die Nationale Anti Doping Agentur ihre Dopingkontrollen fort. Alle deutschen Testpool-Athletinnen und -Athleten können weiterhin jederzeit kontrolliert werden, teilte die Nada am Montag mit. Das betreffe auch das Vor-Olympia-Test- und Aufklärungsprogramm. Bei den Kontrollen sollen aber entsprechende Verhaltensregeln zur Verbreitungsprävention des Coronavirus umgesetzt werden. Die Nada werde die Lage auf Basis der Informationen der zuständigen Behörden täglich neu bewerten und wenn nötig die bisher getroffenen Maßnahmen anpassen, hieß es weiter.

+++ Mehrere US-Universitäten unterrichten wegen Coronavirus online +++

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet der Unterricht an mehreren US-Universitäten ab dem heutigen Montag nur noch online statt. Unter anderem teilten die University of Washington, Stanford University und Seattle University an der Westküste der Vereinigten Staaten am Wochenende auf ihren Webseiten mit, dass der persönliche Unterricht auf dem Universitätsgelände als Vorsichtsmaßnahme vorerst eingestellt werde. 

Die Rice University in der texanischen Metropole Houston sowie die Columbia University in New York bereiten nach eigenen Angaben ebenfalls eine Umstellung auf Online-Unterricht vor. An der Rice University war demnach in der vergangenen Woche ein Forscher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Mitglied der Columbia University, der dem Virus ausgesetzt gewesen sei, befinde sich derzeit in Quarantäne, hieß es. 

Unter anderem in den Bundesstaaten New York sowie in Kalifornien und Washington an der Westküste der USA wurde bereits der Notstand verhängt. In den USA gibt es nach Angaben der "New York Times" derzeit mehr als 500 bestätigte Infektionen.

+++ Zahl der Coronavirusfälle in Deutschland steigt auf mehr als tausend +++

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Coronavirusansteckungen bis Montagmorgen auf 1112 gestiegen. Allein in Nordrhein-Westfalen gab es bereits 484 Infektionen, wie aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorging. In Bayern wurden demnach inzwischen 256 Fälle bestätigt, in Baden-Württemberg steckten sich den offiziellen Zahlen zufolge bereits 199 Menschen an. In mehreren anderen Bundesländern gibt es weiterhin nur wenige Fälle. Einzig in Sachsen-Anhalt verzeichnete das RKI bis Montag keinen Fall. Am Sonntag hatte das Institut bundesweit 902 Fälle gemeldet.

+++ Indien lässt Kreuzfahrtschiffe wegen Coronavirus nicht mehr anlegen +++

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus lässt Indien Kreuzfahrtschiffe vorübergehend nicht mehr in seinen Häfen anlegen. Am Montag wies der Hafen von Mangalore das Kreuzfahrtschiff "MSC Lirica" mit der Begründung ab, die Zentralregierung in Neu Delhi habe entschieden, dass Kreuzfahrtschiffen mit ausländischem Startziel ab sofort keine Anlandegenehmigung mehr erteilt werden dürfe. Die Regelung gilt demnach bis Ende März. Unklar war zunächst, ob sich an Bord der "MSC Lirica" mit dem Coronavirus infizierte Menschen befanden. In Indien gibt es 40 nachgewiesene Coronavirus-Fälle. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Virus gibt die Regierung in Neu Delhi derzeit tägliche Gesundheitswarnungen aus. Mehrere Veranstaltungen anlässlich des am Dienstag beginnenden Holi-Festivals wurden abgesagt. 

+++ "Marsch der Lebenden" wegen Coronavirus verschoben +++

Der internationale "Marsch der Lebenden" in Auschwitz ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Rund 10.000 junge Juden aus aller Welt nehmen alljährlich an dem rund drei Kilometer langen Gedenkmarsch von Auschwitz nach Birkenau teil, dem größten der deutschen Vernichtungslager in der Nazi-Zeit. Die Veranstaltung in Polen war für den 21. April geplant. Für den eigentlichen Termin sei der Marsch abgesagt, es gebe aber Pläne, ihn später im Jahr nachzuholen, teilten die Veranstalter mit.

Shmuel Rosenman, Vorsitzender der Organisation Marsch der Lebenden, sagte, man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen. Weil es sich um eine internationale Veranstaltung mit 110 Delegationen aus aller Welt handele, "tragen wir eine Verantwortung, Vorsichtsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den Regeln der Behörden in verschiedenen Ländern zu treffen".

Israel hat in diesem Jahr auch geplante Gedenkreisen tausender Schüler nach Polen abgesagt. Aus Sorge vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat der jüdische Staat strenge Einreisebestimmungen verhängt. Tausende Bürger befinden sich zudem in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 39 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

+++ Dax fällt zur Eröffnung um mehr als sieben Prozent +++

Die Coronavirus-Krise und der Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland lösen Panikverkäufe an der Börse aus. Der deutsche Aktienindex Dax ist zum Handelsauftakt am Montag um 7,36 Prozent eingebrochen. Das Börsenbarometer sackte auf 10 692,29 Punkte.Zuvor waren die Börsen in Asien eingebrochen. Der japanische Leitindex Nikkei verlor gut 5 Prozent.

Der MDax der 60 nachfolgenden Unternehmen öffnete mit 23.404,15 Punkten, ein Minus von 5,4 Prozent. Die Ausbreitung des Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen halten die Börsen weltweit seit Tagen in Atem. Dem Erreger werden bislang mehr als 110.000 Infizierte und 3800 Todesfälle in über 100 Ländern zugeordnet.

+++ Aldi-Aktion mit Desinfektionsmitteln lockt etliche Verbraucher +++

Verbraucher in Deutschland haben am Montagmorgen eine Sonderaktion von Aldi genutzt, um Desinfektionsmittel zu kaufen. Die Verkaufsaktion des Discounters stehe nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Sie sei bereits vor Monaten geplant worden, sagte eine Sprecherin von Aldi-Süd der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben seit Jahren im März, wenn die Reisezeit beginnt, immer wieder ein Aktionssortiment mit Desinfektionsmittel", betonte sie.

Weil die Aktionsartikel nur in begrenzter Menge vorhanden waren, konnten die Kunden pro Person nur drei Produkte - Desinfektionsspray, -gels oder Hygienetücher - kaufen. Eine Verkäuferin in Düsseldorf sagte mit Blick auf die angebotenen, vom Inhalt her eher kleinen Produkte: "Es ist nur Reisebedarf." Vor mehreren Aldi-Läden in Düsseldorf, Köln, München und Bremen hielt sich der Andrang in Grenzen.

+++ CDU-Chefin: Müssen in Corona-Krise Veranstaltungen "anders in den Blick nehmen" +++

Nach der Einigung der großen Koalition auf Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft wegen der Coronavirus-Krise hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer den Blick auf Großveranstaltungen gelenkt. Sie halte die Forderung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen mit mehr als tausend Gästen abzusagen, für "wichtig", sagte Kramp-Karrenbauer am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".     

Mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus in Europa und vor allem in Italien müssten Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern "anders in den Blick" genommen werden. Auf die Frage, ob sie bei der Bekämpfung der Epidemie auf "Freiwilligkeit oder Zwangsmaßnahmen" setze, verwies Kramp-Karrenbauer auf die Äußerung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann, wonach es im Fußball angesichts der Corona-Krise sogenannte Geisterspiele geben werde. "Dies ist aus meiner Sicht, wenn es um die Gesundheit geht, auch vertretbar", betonte Kramp-Karrenbauer. 

+++ Debatte um Schulschließungen wegen Coronavirus +++

Experten bewerten Schulschließungen als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 unterschiedlich. Aus Sicht des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) können geschlossene Schulen durchaus zur Eindämmung der Epidemie beitragen. Kinder erkrankten zwar deutlich seltener mit auffälligen Symptomen, sie steckten sich aber nach aktuellem Kenntnisstand wohl genauso leicht mit dem Virus an wie Erwachsene, teilte das LGL auf Anfrage mit. 

Der Sprecher des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Peter Walger, sieht Schulschließungen hingegen nicht als sinnvoll an. Allein die Probleme, die sich aus der damit nötigen Kinderbetreuung ergäben, stünden nicht im Verhältnis zum Nutzen, sagte der auf Infektiologie spezialisierte Facharzt. Eltern müssten dann eventuell ebenfalls zu Hause bleiben - mit Folgen für deren Arbeitsstellen und das öffentliche Leben. "Es lohnt nicht, Schulen zu schließen."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Freitag mitgeteilt, dass erste Auswertungen für den Covid-19-Erreger zeigten, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten deutliche Symptome entwickeln. Vorläufige Daten lassen demnach zudem annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.

+++ GroKo beschließt umfangreiche Coronavirus-Hilfen für Unternehmen +++

Union und SPD haben sich auf ein umfangreiches Paket zur Abfederung von wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise geeinigt. Dazu sollen unter anderem die Hürden für den Bezug von Kurzarbeitergeld deutlich gesenkt werden. Arbeitgeber sollen anders als bisher die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden voll erstattet bekommen, beschloss der Koalitionsausschuss in der Nacht zu Montag in Berlin bei seiner Sitzung im Kanzleramt.

Die große Koalition will zudem ein milliardenschweres zusätzliches Investitionspaket schnüren. "Wir werden die Investitionen des Bundes in den Jahren 2021 bis 2024 um jeweils 3,1 Milliarden Euro verstärken und so vereinbarte Investitionspfade ausbauen und neue Prioritäten in Höhe von insgesamt 12,4 Milliarden Euro ermöglichen", heißt es dem 14-seitigen Beschluss von Union und SPD.

Erstmals Deutscher nachweislich an Covid-19 gestorben 21.00

+++ Hamsterkäufe wegen Coronavirus bereiten Tafeln Probleme +++

Die Hamsterkäufe wegen des Coronavirus haben bei den Tafeln in Deutschland eine schlechtere Versorgung mit Lebensmitteln zur Folge. Mehrere Tafeln hätten zuletzt deutlich weniger Lebensmittel für die Weiterverteilung an Bedürftige erhalten, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe). Wegen der Vorratskäufe durch viele Kunden bleibe den Supermärkten am Ende weniger Ware, die sie den Tafeln spenden könnten.    

Laut Brühl mussten die Tafeln daher in den vergangenen Tagen "stark improvisieren" und konnten weniger Lebensmittel ausgeben. Der Verbandschef appellierte an all jene, die Hamsterkäufe getätigt haben: "Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an die Tafel in seiner Stadt wenden." Die mehr als 940 Tafeln in Deutschland versorgen nach eigenen Angaben regelmäßig 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmitteln. Dazu sammeln sie übrig gebliebene Lebensmittel aus Handel und Gastronomie ein.

+++ Disney-Freizeitanlage in Shanghai öffnet teilweise wieder +++

Die wegen des neuartigen Coronavirus seit Ende Januar geschlossene Disney-Freizeitanlage in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai öffnet teilweise wieder. Das Disney-Einkaufszentrum, ein als "Disneytown" bezeichnetes Unterhaltungszentrum sowie ein Hotel innerhalb der Anlage nähmen am Montag den Betrieb wieder auf, teilte der Konzern mit. Es handele sich um den "ersten Schritt" einer stufenweisen Wiedereröffnung des gesamten Komplexes. Vorerst geschlossen bleibt den Angaben zufolge jedoch noch der zu der Anlage gehörende Hauptvergnügungspark mit seinen zahlreichen Attraktionen. Die partielle Wiederöffnung des Komplexes ist gleichwohl ein Zeichen der langsamen Rückkehr zur Normalität im öffentlichen Leben in China.

Mordanzeige Südkorea wegen Coronavirus 20.05

+++ Coronavirus: Zahl neuer Infektionen in Südkorea weiter rückläufig +++

Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea mehren sich die Anzeichen für einen langsameren Anstieg bei den Infizierungsfällen. Am Sonntag seien 248 neue Infektionsfälle mit dem Virus Sars-CoV-19 erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg auf 7382. Die Zahl der bisherigen Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, wurde mit 51 angegeben.

Die Fallzahlen vom Sonntag und Samstag lagen deutlich unter den nachgewiesenen Fällen in den Tagen davor. Am Samstag hatten die Behörden 367 Infizierungen gemeldet. Es war das erste Mal seit dem 26. Februar, dass weniger als 400 neue Fälle an einem Tag diagnostiziert wurden.

Als ein Grund für die Verlangsamung werden in Südkorea die Virustests unter den mehr als 200.000 Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu angenommen. Die Sekte steht im Mittelpunkt des Ausbruchs. Etwa 60 Prozent der Infektionsfälle werden mit Anhängern der Sekte in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu in Verbindung gebracht. Die Mehrzahl der neu erfassten Fälle vom Wochenende konzentrierte sich erneut auf Daegu und die umliegende Region.

+++ Weitere französische Parlamentarier mit Coronavirus infiziert +++

Unter den Abgeordneten der französischen Nationalversammlung gibt es zwei weitere Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus. Das teilte am Sonntag die regionale Gesundheitsbehörde ARS Île-de-France mit. Die Zahl der infizierten Abgeordneten der Parlamentskammer stieg damit auf mindestens vier. Die Namen der zwei weiteren infizierten Abgeordneten gab die Behörde nicht bekannt. Nach ihren Angaben steckten sich zudem zwei Bedienstete der Nationalversammlung mit dem Coronavirus an. Frankreich ist mit Italien und Deutschland das am stärksten von dem Coronavirus betroffene Land der EU. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle in Frankreich bis Sonntag auf 1126, die Zahl der Todesopfer wuchs auf 19.

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+++ China: Weitere 22 Todesfälle durch Lungenkrankheit Covid-19 +++

In China sind weitere 22 Menschen an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurde seit Sonntag 21 Opfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Ein weiterer Patient starb in der südchinesischen Provinz Guangdong. Die Zahl neu Infizierter sank laut der offiziellen Angaben weiter auf landesweit 40 Fälle. Es wird jedoch eine hohe Dunkelziffer vermutet. An der Lungenkrankheit Covid-19 sind in China bislang mehr als 3000 Menschen gestorben. Über 80.735 Infektionen wurden nachgewiesen, jedoch gelten mehr als 58.000 Patienten mittlerweile als geheilt. 

+++ Revolten in italienischen Gefängnissen nach Restriktionen wegen Coronavirus +++

Wegen Restriktionen aufgrund des Coronavirus sind in mehreren italienischen Haftanstalten Revolten von Insassen ausgebrochen. Zu den Aufständen am Sonntag kam es, nachdem Einschränkungen für den Besuch von Angehörigen verhängt worden waren, wie die Gewerkschaft für Gefängnispersonal (Osapp) mitteilte. In einem Gefängnis in Modena sei während der Revolte ein Insasse zu Tode gekommen, erklärte die Nichtregierungsorganisation Antigone, die sich für die Rechte von Häftlingen einsetzt. Die Umstände dieses Todesfalls blieben zunächst aber unklar. Im selben Gefängnis wurden bei den Konfrontationen zwei Wärter verletzt, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Polizei wurde gerufen, um die Ruhe in der Haftanstalt wiederherzustellen.    

Zu Revolten kam es auch in Haftanstalten in Alessandria, Pavia, Frosinone und Neapel. In dem Gefängnis in Pavia südlich von Mailand nahmen Häftlinge laut italienischen Medien zeitweise zwei Wärter als Geiseln. In Frosinone südlich von Rom verbarrikadierten sich rund hundert Häftlinge in einem Teil der Anstalt, wie die Nachrichtenagentur Agi berichtete.

+++ Coronavirus: Augsburgs Trainer plädiert für Absage der Länderspiele +++

Trainer Martin Schmidt vom FC Augsburg plädiert wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus für einen Verzicht auf die Fußball-Länderspiele Ende des Monats. "Ich mache mir Sorgen um die Länderspielpause. Da finde ich es sinnhaft, wenn man die aussetzen würde. Weil da verteilen sich alle Nationalspieler in der ganzen Welt", sagte der Schweizer dem Bayerischen Rundfunk nach dem Bundesligaspiel der Augsburger am Sonntag beim FC Bayern München. 

Die Bundesligavereine haben zahlreiche Profis, die in zwei Wochen zu ihren Nationalteams reisen würden. Die deutsche Nationalmannschaft soll in Madrid gegen Spanien und in Nürnberg gegen Italien antreten.

"Da habe ich Angst", sagte Schmidt für den Fall, dass Spieler von ihren Nationalteams erkrankt zurückkommen könnten. "Dann haben wir ein Riesenproblem. Ich weiß nicht, ob man da nicht besser sagt, bleiben wir in den zwei Wochen daheim und trainieren und konzentrieren uns auf die inländischen Ligen", sagte Schmidt. 

+++ Hilfsorganisationen warnen vor Ausbreitung von Coronavirus in Syrien +++

Hilfsorganisation warnen vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Syrien - vor allen in den umkämpften Gebieten im Norden des Landes. Das syrische Gesundheitssystem sei womöglich nicht darauf vorbereitet, "eine Epidemie festzustellen und zu bekämpfen", sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag. Vor allem in der Provinz Idlib, wo die medizinische Infrastruktur weitgehend zerstört ist und rund drei Millionen Flüchtlinge in immer kleinere Gebiete gedrängt werden, ist das Risiko demnach groß.    

Bisher wurden aus Syrien keine Coronavirus-Fälle gemeldet. Die WHO, die über die Grenze zur Türkei Hilfslieferungen nach Idlib bringt, schult nach Angaben des Sprechers aber bereits medizinisches Personal und bereitet Labore in Idlib und Ankara vor, um Coronavirus-Tests vornehmen zu können.     Auch die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) befürchtet eine Ausbreitung des Virus in Idlib. Ein Ausbruch wäre "verheerend" für die tausenden Menschen, deren Gesundheitszustand schon jetzt durch Nahrungs- und Wassermangel sowie die Kälte geschwächt sei, sagte Sprecherin Misty Buswell. Die Hilfsorganisation arbeitet demnach mit örtlichen Stellen zusammen, um einen Virus-Ausbruch zu verhindern.

+++ Wegen Coronavirus: Tschechien führt Kontrollen an Grenze ein +++

Tschechien führt zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Stichproben-Kontrollen für Einreisende an der Landesgrenze ein. Ab Montagmorgen werde die Polizei an zehn Grenzübergängen mit Deutschland, Österreich und der Slowakei Informationsbroschüren verteilen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Sonntagabend laut Nachrichtenagentur CTK. Außerdem würden Feuerwehrleute nach dem Zufallsprinzip die Temperatur von Reisenden messen, die mit dem Auto nach Tschechien zurückkehren. 

Reisende, bei denen eine Körpertemperatur von mehr als 38 Grad gemessen werde, sollen nach Rücksprache in Hausquarantäne oder in Krankenhäuser gebracht werden. Ausländer werde man bitten, in ihre Heimat zurückzukehren, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Anna Schillerova. Tschechien verzeichnete nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag 28 nachgewiesene Covid-19-Erkrankungen.

Zuvor hatte bereits Polen angekündigt, dass es ab Montag Stichproben-Kontrollen bei aus Deutschland kommenden Busreisenden am Grenzübergang an der A4 in Jedrzychowice in der Nähe von Görlitz einführen werde. 

+++ Portugals Präsident begibt sich nach Coronavirus-Kontakt selbst in Quarantäne +++

Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat sich wegen einer möglichen Coronavirus-Infektion selbst in Quarantäne begeben. Er werde zwei Wochen lang keine öffentlichen Termine im In- und Ausland wahrnehmen, kündigte der Präsident am Sonntag an. Er hatte nach eigenen Angaben vergangene Woche Schüler einer Schule aus dem Norden Portugals getroffen, die anschließend wegen eines Coronavirus-Falls geschlossen wurde. Zwar habe weder der erkrankte Schüler noch dessen Klasse an dem Treffen teilgenommen, hieß es in einer Erklärung auf der Internetseite des Präsidenten. Der Staatschef zeige auch keinerlei Symptome und werde im Präsidentenpalast weiter seiner Arbeit nachgehen. Er habe sich aber entschieden, sich an die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu halten, um "ein Beispiel zu geben". In Portugal war die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle am Wochenende stark angestiegen, vor allem im Norden des Landes. Sie liegt nun bei mehr als 20, nachdem sie am Freitag noch bei 13 gelegen hatte.



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