Covid-19: Saarland schließt ab Montag alle Schulen und Kitas
Das Coronavirus breitet sich aus. Auch in Europa und Deutschland steigt die Zahl der Infektionen. Die Epidemie hat mittlerweile gravierende Folgen für die Wirtschaft. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im stern-Ticker.
Die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben steigt von Tag zu Tag. Die Bundeskanzlerin Merkel hat an die Bundesbürger appelliert, wegen des Coronavirus auf Sozialkontakte zu verzichten. Auch sprach sie sich dafür aus, dass in Deutschland alle nicht notwendigen Veranstaltungen abgesagt werden. Die Zahl der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland stieg auf sechs. In Heinsberg starb eine 78-jährige Frau im Krankenhaus an der Infektion.
Als Schutzmaßnahme gegen das Coronavirus werden in mehreren europäischen Ländern die Schulen geschlossen. Frankreichs Präsident Macron teilte mit, dass ab Montag alle Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Auch die belgische Ministerpräsidentin Wilmes kündigte die Schließung aller Schulen im Land an. Zudem werden in Belgien die Restaurants und Cafés dicht gemacht. Ebenso werden in Portugal die Schulen geschlossen. Auch in Deutschland werden flächendeckende Schulschließungen wahrscheinlicher.
Alle Nachrichten zum Coronavirus im stern-Ticker:
+++ Auch Portugal schließt wegen Coronavirus alle Schulen +++
Auch Portugal schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle seine Schulen. Wie Ministerpräsident António Costa am Donnerstagabend mitteilte, beginnen die Schulschließungen am Montag und dauern bis zum Osterwochenende. Der eigentlich für 30. März geplante Beginn der Osterferien wird damit um zwei Wochen vorgezogen. In Portugal gibt es bislang 78 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Virus. Alle Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern in geschlossenen Räumen und mehr als 5000 Teilnehmern in offenen Räumen wurden dort bereits untersagt.
+++ Saarland schließt ab Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen +++
Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus werden im Saarland ab kommendem Montag alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Die Einrichtungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.
+++ Lateinamerika schottet sich wegen Coronavirus zunehmend gegen Europa ab +++
Nach den USA schottet sich auch Lateinamerika wegen des Coronavirus zunehmend gegen Europa ab. Die Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und Venezuela kündigten am Donnerstag vorübergehende Verbote von Flügen aus Europa an.
+++ NBA macht "mindestens 30 Tage" Pause nach positivem Covid-19-Test +++
Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie will die NBA mindestens einen Monat pausieren. Diesen Zeitraum nannte der Chef der stärksten Basketball-Liga der Welt, Adam Silver. Die Pause werde "wahrscheinlich mindestens 30 Tage dauern", kündigte er am Freitag in einem Brief an die Fans an. Dies entspricht in etwa dem Rest der regulären Saison, die bis zum 15. April angesetzt ist. Ab dem 18. April stünden normalerweise die Playoffs an, die Finalspiele sollten am 4. Juni beginnen.
+++ Merkel: Wegen Coronavirus auf Sozialkontakte weitgehend verzichten +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Abend nach überlangen Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin zur Coronavirus-Krise geäußert, weitere Schritte angekündigt und die Bevölkerung aufgerufen, an der Eindämmung des Virus mitzuwirken. Sie äußerte sich gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).
Gesellschaft/Kultur: Merkel rief die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus aufgefordert, "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte zu verzichten". Das sagte Merkel am Abend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Bund und Länder dringen nach Aussage der Kanzlerin zudem darauf, auch "nicht notwendige" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern abzusagen. "Das ist ein Aufruf an alle", betonte Merkel.
Merkel: Wegen Coronavirus Menschen meiden und Events absagen 6.30
Wirtschaft: Noch an diesem Freitag wollen Bundestag und Bundesrat die Regeln für ein erleichtertes Kurzarbeitergeld beschließen, so Merkel. Weitere "weitreichende Maßnahmen" zur Stärkung der Wirtschaft sollen Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag vorstellen.
Schulen: Deutschlandweite Schließung von Schulen und Kitas wird es laut Merkel zunächst nicht geben, sie brachte aber eine Verlängerung der Osterferien als denkbare Option bei einer Verschlechterung der Situation ins Gespräch. Nicht alle Regionen seien gleich stark betroffen, es sei aber damit zu rechnen, dass das Virus sich sukzessive im ganzen Land zeige. Dann werde es auch bei Schulschließungen "zu einem Gleichklang kommen", so Merkel.
Krankenhäuser: In den Krankenhäusern sollen die Bereiche Intensiv- und Atemschutz gestärkt werden, "das werden wir nach vorne bringen", sagte Söder. Die Beschaffung medizinischer Ausrüstung werde vom Bund unterstützt. Um die Krankenhäuser für Coronapatienten freizuhalten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Dies solle soweit medizinisch vertretbar ab Montag für unbestimmte Zeit gelten.
Die Krise: Merkel betonte, die aktuelle Krisensituation sei "außergewöhnlicher als die Bankenkrise, weil Wissenschaft und Medizin noch keine Antwort haben." Das Coronavirus bringe einen "Einschnitt, der uns sehr viel abverlangt." Die nächsten vier bis fünf Wochen seien entscheidend für die Eindämmung des Virus'. Merkel: "Wir sollten alles tun, um den Zusammenhalt in unserem Land deutlich zu machen."
+++ Belgien schließt Schulen, Cafés und Restaurants +++
Belgien schließt wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Die Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am späten Abend in Brüssel sagte. Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Großeltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören. Die Maßnahmen sollten die Ausbreitung von Covid-19 bremsen und träten am Freitag um Mitternacht in Kraft, sagte Wilmès. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben der Entscheidung zufolge normal geöffnet. Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben.
+++ Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete +++
Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine "geordnete Rückreise der Gäste" aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg.
+++ Vier Gemeinden in Katalonien wegen Coronavirus abgeriegelt +++
Die katalanischen Behörden haben wegen der Coronavirus-Pandemie vier Gemeinden in Nordspanien abgeriegelt. Die insgesamt 66.000 Einwohner der Städte Igualada, Òdena, Santa Margarida de Montbui und Vilanova del Camí dürften den "städtischen Kern" nicht verlassen, teilte der Zivilschutz unter Berufung auf Anweisungen der katalanischen Regionalregierung im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ihre Häuser dürfen die Menschen demnach aber verlassen.
+++ Trumps Einreisestopp für Europäer beschert Dow Jones die größten Verluste seit 33 Jahren +++
Die Aktienkurse an der Wall Street haben am Donnerstag den freien Fall nochmals beschleunigt. Das wegen des Coronavirus von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Europäer verschärfte die Talfahrt vom Vortag. Der Dow Jones Industrial büßte zehn Prozent auf 21.200,62 Zähler ein. Damit geht dieser Donnerstag als einer der schwärzesten Tage in die US-Börsengeschichte ein. Der US-Aktienindex verlor knapp zehn Prozent und erlitt damit den schwersten Verlust seit 33 Jahren. Es war der stärkste Verlust seit dem Börsencrash vom Oktober 1987.
+++ New York untersagt Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen +++
Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat Gouverneur Andrew Cuomo Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen im Bundesstaat New York ab Freitag vorübergehend untersagt. Für die Theaterveranstaltungen am Broadway in der Millionenmetropole New York gelte das bereits ab dem Abend, sagte Cuomo bei einer Pressekonferenz. Veranstaltungsorte mit weniger als 500 Sitzplätzen dürften nur noch die Hälfte davon vergeben. Schulen und der öffentliche Nahverkehr blieben allerdings zunächst weiter geöffnet.
+++ 78-jährige Frau aus Heinsberg erliegt Coronavirus-Infektion +++
In Krankenhaus Heinsberg ist am Abend eine 78-jährige Frau an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Kreis Heinsberg auf seiner Facebook-Seite mit. Die Frau erlag einer infolge der Infektion ausgelösten Lungenentzündung, so die Mitteilung. Die Patientin ist somit die sechste Coronavirus-Tote in Deutschland.
HSbestrong: Unterstützung für Heinsberg 20.13h
+++ Frankreich schließt ab Montag alle Schulen, Hochschulen und Kitas +++
Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. "Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache.
+++ AfD verschiebt wegen Corona-Krise Bundesparteitag +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschiebt die AfD ihren für Ende April geplanten Bundesparteitag in Offenburg. Dies habe der Bundesvorstand am Abend einstimmig in einer "außerordentlichen Telefonkonferenz" beschlossen, sagte ein AfD-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Ein neues Datum für den Parteitag stehe noch nicht fest.
+++ Coronavirus: Netanjahu ruft zu Notstandsregierung in Israel auf +++
Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag zur Bildung einer Notstandsregierung aufgerufen. Eine solche Regierung solle "noch heute Abend" für eine begrenzte Zeit eingerichtet werden, "um das Leben Zehntausender zu retten", sagte der 70-Jährige vor Journalisten. "Was wir brauchen, ist nationale Verantwortung", sagte Netanjahu. Man dürfe gegenwärtig nur an das Wohl des Staates Israel denken und die Gesundheit seiner Bürger.
+++ Norwegisches Königspaar wegen Coronavirus in Quarantäne +++
Norwegens König Harald V. (83) und seine Frau, Königin Sonja (82), befinden sich wegen neuer Regelungen zum Umgang mit dem Coronavirus zu Hause in Quarantäne. Beide seien symptomfrei, teilte das norwegische Königshaus am Donnerstagabend mit, nachdem die Regierung festgelegt hatte, dass sich alle Bürger, die nach dem 27. Februar außerhalb Skandinaviens gewesen sind, nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in Heimquarantäne begeben müssen. Harald und Sonja waren Anfang März zu Besuch in Jordanien. Wie der norwegische Rundfunksender NRK berichtete, sind von der Maßnahme auch mehrere Minister betroffen, darunter Außenministerin Ine Eriksen Søreide.
+++ Gespräche über Beziehung nach Brexit wegen Coronavirus abgesagt +++
Großbritannien und die Europäische Union haben die geplante zweite Verhandlungsrunde über ihre künftigen Beziehungen in der kommenden Woche in London abgesagt. Das teilten beide Seiten am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. "Angesichts der jüngsten Covid-19-Entwicklungen haben die Unterhändler der EU und Großbritanniens heute gemeinsam entschieden, die Verhandlungsrunde in der nächsten Woche nicht wie ursprünglich geplant durchzuführen", hieß es darin. Stattdessen werde derzeit geprüft, inwiefern beispielsweise per Videokonferenz weiterverhandelt werden könnte.
+++ Hessen stellt Abiturienten vorerst vom Unterricht frei +++
Hessen stellt seine Abiturienten wegen der Coronapandemie vom Unterricht frei. Die als Vorsichtsmaßnahme gedachte Regelung gilt vom kommenden Montag (16. März) an bis zum Beginn der Osterferien (6. April), wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag sagte. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM-Gruppe darüber berichtet. Am kommenden Donnerstag (19. März) beginnen in Hessen die schriftlichen Abiturprüfungen. Die Abiturienten sollen die Schule nur noch dazu betreten.
+++ Nach Verschiebung des CDU-Parteitags: Röttgen für Mitgliederbefragung +++
Nach der Verschiebung des CDU-Parteitages hat sich der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen als einer der drei aussichtsreichen Bewerber um den Parteivorsitz für eine Mitgliederbefragung ausgesprochen. Röttgen sagte der "Bild"-Zeitung (Donnerstag): "Mein Vorschlag ist, dass wir trotz der folgerichtigen Absage des Parteitags jetzt schnell entscheiden sollten, damit es keine Hängepartie in der Führungsfrage der CDU über einen ungewiss langen Zeitraum gibt. Deshalb sollten wir die Frage des Vorsitzes in die Hände der Mitglieder geben."
+++ Stiftung Preußischer Kulturbesitz schließt vorerst sämtliche Häuser +++
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz schließt angesichts der Entwicklung um das neue Coronavirus Sars-CoV-2 bis auf weiteres sämtliche Häuser. Dies gelte von Samstag an für den Publikumsverkehr, sagte Sprecherin Stefanie Heinlein der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Die von Bund und Ländern getragene Stiftung ist mit fast zwei Dutzend Sammlungen, Museen, Instituten eine der international größten und wichtigsten Kulturinstitutionen. Dazu gehört auch die als Weltkulturerbe eingestufte Museumsinsel. Im vergangenen Jahr besuchten fast 4,2 Millionen Menschen die Museumsinsel mit dem berühmten Pergamonmuseum und die anderen Häuser der Stiftung.
+++ BVB-Sportdirektor Zorc für Absage des Bundesliga-Spieltags +++
Borussia Dortmund Sportdirektor Michael Zorc hat sich für eine Absage des Bundesliga-Spieltages an diesem Wochenende ausgesprochen. "Es gibt ja keine Blaupause, wie man mit so einer Lage umgeht. Das ist für alle und jeden neu, und die Situation hat eine unglaubliche Dynamik", sagte Zorc der "Süddeutschen Zeitung" und fügte an: "Aber wenn ich sehe, dass die spanische und die italienische Liga ab sofort pausieren, obwohl die mit ihren 20 Erstliga-Vereinen ja noch mehr Spieltage und deshalb größere Terminprobleme haben, frage ich: Warum sollten wir es nicht genauso machen können?"
+++ Niederländische Liga setzt Spielbetrieb aus +++
Auch der niederländische Fußballverband KNVB hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Spielbetrieb ausgesetzt. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 1. April, teilte der Verband am Donnerstag mit. Betroffen seien alle Partien im Profi- sowie im Amateurfußball. Auch geplante Spiele des Oranje-Teams gegen die Nationalmannschaften der USA und Spaniens könnten nicht wie geplant stattfinden. Zuvor hatte die Regierung in Den Haag alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt.
+++ Britische Regierung verstärkt Maßnahmen gegen Coronavirus-Ausbreitung +++
Die britische Regierung hat stärkere Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das teilte Premierminister Boris Johnson am Donnerstag nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats (Cobra) mit. "Das ist die schlimmste Gesundheitskrise in einer Generation", sagte Johnson. Es gehe nun darum, den Ausbruch der Krankheit zu verzögern. Trotzdem seien weitgehende Maßnahmen wie Schulschließungen noch nicht angezeigt. "Die gefährlichste Situation ist nicht jetzt, sondern in einigen Wochen", sagte der Premier. Empfohlen wird jedoch Menschen mit Husten und Erkältung, sich für eine Woche häuslich zu isolieren.
+++ Trump traf in Mar-a-Lago infizierten brasilianischen Regierungsvertreter +++
US-Präsident Donald Trump hatte nachweislich Kontakt mit einem Mann, der mit dem Coronavirus infiziert ist. Es handelt sich um einen brasilianischen Regierungsvertreter, mit dem Trump und Vizepräsident Mike Pence am vergangenen Samstag in Mar-a-Lago zusammentrafen. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf brasilianische Quellen. Bei dem Mann soll es sich demnach um Fabio Wajngarten handeln, den Pressereferenten des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, schreibt die Zeitung.
Trump, Pence und Wajngarten posierten für ein gemeinsames Foto anlässlich eines Staatsdinners in dem Golfresort. Nach seiner Rückkehr habe Wajngarten Krankheitssymptome entwickelt und sich testen lassen.
Trump ist in den vergangenen Tagen auf mehrere Personen getroffen, in deren unmittelbarer Nähe es Corona-Infizierte gab, wie sich später herausstellte. Wajngarten war als Mitglied einer Regierungsdelegation in den USA, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder zu intensivieren. Er hatte ebenfalls engen Kontakt zu Bolsonaro, der laut brasilianischen Medien unter strenger Beobachtung steht, ob auch er Krankheitssymptome entwickelt.
Dieses Bild postete Wajngarten (links) auf seinem Instagram-Account.
Quelle: "Washington Post"
+++ Mehr als 1000 Covid-19-Tote in Italien gemeldet +++
In Italien ist die Zahl der Toten im Zuge der Coronavirus-Krise auf mehr als 1000 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz am Donnerstag in Rom mit. Am Vortag waren es noch 827 Tote. Die Zahl der Infizierten stieg derweil auf mehr als 15000.
+++ Türkei beschließt weitreichende Maßnahmen wegen Coronavirus +++
Trotz nur eines bestätigten Coronavirus-Falls hat die Türkei weitreichende Vorbeugungsmaßnahmen getroffen. Ab Montag seien die Schulen eine Woche lang geschlossen, danach werde eine Woche lang Fernunterricht abgehalten, teilte der Präsidentensprecher Ibrahim Kalin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag mit. Man habe zudem ab Montag für drei Wochen Universitätsferien angeordnet. Sportveranstaltungen finden demnach bis Ende April ohne Zuschauer statt. Beamte dürften nur mit einer speziellen Erlaubnis ins Ausland reisen.
+++ Kanadas Regierungschef vorsorglich in Quarantäne +++
Kanadas Regierungschef Justin Trudeau hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben, während sich seine Frau auf das neuartige Coronavirus testen lässt. Sophie Gregoire-Trudeau sei mit "leichten grippe-ähnlichen Symptomen" von einer Vortragsreise aus London zurückgekommen und habe sich einem Virus-Test unterzogen, teilte Trudeaus Büro am Donnerstag mit. Deshalb habe sich auch Trudeau entschlossen, von zu Hause zu arbeiten, bis das Testergebnis bekannt sei. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte am Mittwoch die Verbreitung des neuartigen Coronavirus als Pandemie eingestuft. Weltweit wurden bereits mehr als 125.000 Coronavirus-Infektionen registriert, 4600 Menschen starben.
+++ Bundesjustizministerin Lambrecht blieb wegen Erkältungssymptomen zu Hause +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) ist am Donnerstag wegen den Symptomen einer Erkältung vorsorglich zu Hause geblieben. Ein bei der Ministerin vorgenommener Test auf das Coronavirus verlief aber negativ, wie ein Sprecher der Ministerin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte.
+++ Champions-League-Spiele von Real Madrid und Juve vertagt +++
Die für Dienstag angesetzten Champions-League-Partien Manchester City gegen Real Madrid und Juventus Turin gegen Olympique Lyon sind vorerst abgesagt worden. Das teilte die Europäische Fußball-Union am Donnerstag mit. Zuvor hatte der spanische Rekordmeister Real um den deutschen Nationalspieler Toni Kroos seine Spieler unter Quarantäne gesetzt, weil ein Basketballer des Vereins positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet wurde.
Bei Juventus war Abwehrspieler Daniele Rugani positiv auf das Virus getestet worden. Italien ist besonders betroffen von der Pandemie. Die Regierung hat sämtliche Sportveranstaltungen im Land bis zum 3. April ausgesetzt.
+++ Trump wegen Coronavirus-Krise für Verschiebung der Olympischen Sommerspiele +++
Donald Trump hat sich wegen der Coronavirus-Krise für eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio ausgesprochen. Die Sommerspiele sollten "vielleicht" um ein Jahr verschoben werden, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Das wäre zwar ein "Jammer". Aber er ziehe eine Verschiebung der Sommerspiele "leeren Stadien" vor. Wegen der Coronavirus-Pandemie sind weltweit Großveranstaltungen abgesagt worden. Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Tokio, die Ende Juli beginnen sollen, haben eine Absage bislang ausgeschlossen.
+++ NBA: Zweiter Spieler der Utah Jazz positiv auf Coronavirus getestet +++
In der NBA ist in Donovan Mitchell von den Utah Jazz ein zweiter Spieler positiv auf den Coronavirus getestet worden. Das berichteten am Donnerstag mehrere US-Medien übereinstimmend. Zuvor war Mitchells Teamkollege Rudy Gobert als erster Profi in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga positiv auf das Virus getestet worden. Die Saison in der besten Basketball-Liga der Welt wurde daraufhin bis auf weiteres ausgesetzt.
+++ Kurzarbeitergeld-Erleichterungen sollen schneller kommen +++
Wegen der Corona-Pandemie soll der Bundestag schon an diesem Freitag Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld beschließen. Das verlautete am Donnerstag aus den Koalitionsfraktionen. Unter anderem ist vorgesehen, dass Betriebe bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen können, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Das Kabinett hatte die Neuregelung erst am Dienstag auf den Weg gebracht. Ursprünglich war vorgesehen, dass der Gesetzentwurf an diesem Freitag lediglich in den Bundestag eingebracht und erst Ende des Monats verabschiedet wird.
+++ Trump verteidigt Entscheidung zu Einreisestopp für Reisende aus Europa +++
US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung verteidigt, wegen der Coronakrise ohne Absprache mit der EU ein Einreiseverbot aus Europa zu verhängen. Absprachen mit EU-Regierungen hätten zu viel Zeit in Anspruch genommen, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Wir mussten schnell handeln." Den europäischen Staaten warf er vor, sie würden schließlich auch ohne Absprache mit der US-Regierung Steuern auf US-Unternehmen erheben.
+++ Coronavirus: Bolsonaro unter besonderer Beobachtung +++
Nachdem der Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, steht nun auch der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro unter spezieller Beobachtung. Das bestätigte Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta am Donnerstag. Bolsonaro war im gleichen Flugzeug wie Wajngarten, der Teil der Mannschaft war, die den Präsidenten auf seine Reise in die Vereinigten Staaten vor einigen Tagen begleitete. Wajngarten hatte an dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in dessen Resort in Florida am Samstag teilgenommen.
+++ Erster Corona-Fall beim VfB Stuttgart +++
Ein Mitarbeiter des Stadionbetreibers des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Nach der Meldung durch den Mitarbeiter selbst wurde sein direktes berufliches Umfeld umgehend in häusliche Quarantäne geschickt, die zuständige Behörde informiert und alle Maßnahmen sowie Empfehlungen des Robert Koch-Instituts umgesetzt", sagte VfB-Vorstandsmitglied Stefan Heim laut einer Club-Mitteilung vom Donnerstag. "Ebenso haben wir direkt die DFL über den Vorgang informiert." Der Mitarbeiter der VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH soll keinen Kontakt zur Mannschaft gehabt haben.
+++ Italien empört über Lkw-Megastaus am Brenner +++
Die italienische Regierung ist empört über die Lastwagen-Behinderungen am Brenner. Weil Österreich wegen der Ausbreitung des Coronavirus strikte Grenzkontrollen eingeführt hat, stauten sich die Lkw zeitweise auf bis zu 90 Kilometer. "Wir erwarten, dass Österreich bis heute Abend zur Normalität zurückkehrt, erklärte Verkehrsministerin Paola De Micheli am Donnerstag. Die meisten Ladungen seien für Deutschland und Nordeuropa bestimmt und nur für den Transit durch Österreich. Daher müsse so schnell wie möglich wieder Normalität im Schienen- und Straßenverkehr hergestellt werden. Rom habe die EU-Kommission zum Eingreifen aufgefordert.
+++ BBC: Formel-1-Auftakt in Melbourne wird verschoben +++
Der Formel-1-Auftakt in Melbourne wird der BBC zufolge wegen des Coronavirus verschoben. Das berichtete der britische Fernsehsender am Donnerstag unter Berufung auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie. Demnach findet der erste Grand Prix des Jahres in Australien am Sonntag (6.10 Uhr/RTL und Sky) nun doch nicht wie geplant statt und soll kurzfristig verlegt werden. Kurz zuvor hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben und das betroffene McLaren-Team seinen Rückzug für das Rennen bekanntgegeben.
+++ Bundesarbeitsminister Heil arbeitet wegen Kontakt zu Corona-Fall zu Hause +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bleibt wegen des Kontakts mit einem Corona-Fall derzeit seinem Arbeitsplatz in Berlin fern. Er habe "in der vergangenen Woche Kontakt zu einer vom Coronavirus infizierten Person" gehabt, erklärte eine Sprecherin Heils am Donnerstag. Heil wurde demnach auf das Virus getestet, das Ergebnis steht noch aus. "Als Vorsichtsmaßnahme hat der Minister entschieden, vorerst von zu Hause aus zu arbeiten."
+++ Coronavirus: Handball-Bundesliga pausiert bis Ende April +++
Die Handball-Bundesliga setzt den Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus nach dpa-Informationen bis zum 22. April aus. Auch das für den 4. und 5. April in Hamburg geplante Finalturnier um den DHB-Pokal soll auf einen späteren Termin im Sommer verschoben werden. Geplant ist nach derzeitigem Stand, dass die Bundesliga den Spielbetrieb ab dem 23. April wieder aufnimmt. Ob das für diesen Montag geplante außerordentliche Treffen der Clubs der ersten und zweiten Liga in Köln stattfindet, gilt als unwahrscheinlich. Zuvor hatte die "Bild" über eine bevorstehende Pause des Bundesliga-Spielbetriebs berichtet
+++ Toter in Baden-Württemberg womöglich erster Fall in Deutschland +++
Die Zahl der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland ist auf fünf gestiegen. Am Donnerstag meldeten nach Nordrhein-Westfalen nun auch Baden-Württemberg und Bayern erste Todesfälle. Derweil stieg die Zahl der bestätigten Erkrankten in Deutschland auf etwa 2100 Fälle.
Bei dem 67 Jahre alten Toten in Baden-Württemberg könnte es sich nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" um den ersten Deutschen handeln, der durch das Coronavirus starb. Laut baden-württembergischem Sozialministerium starb der Mann bereits vor wenigen Tagen, der Zeitung zufolge war sein Todesdatum in der ersten Märzwoche und damit vor den Todesfällen in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Montag.
Die Leiche des Manns aus dem Rems-Murr-Kreis wurde untersucht, weil bei seiner 70 Jahre alten Frau das Virus nachgewiesen worden war. Sie liegt stationär im Krankenhaus. Ihr Mann war im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrt. Laut "Stuttgarter Nachrichten" hält es das Stuttgarter Sozialministerium für wahrscheinlich, dass sich der zu Hause verstorbene Mann wie seine Frau in Frankreich infizierten. Vorerkrankungen seien nicht bekannt gewesen.
+++ Medien: Auch Major League Soccer stellt Spielbetrieb ein +++
Nach der amerikanischen Basketball-Profilliga NBA unterbricht auch die Fußballliga MLS wegen der Coronavirus-Krise ihre Saison. Das berichten US-Medien übereinstimmend. Die verschobenen Spiele sollen demnach nach dem ursprünglichen Saisonende im Herbst nachgeholt werden. Am kommenden Wochenende sind zwölf Partien betroffen, darunter die Partie des Beckham-Clubs Inter Miami gegen LA Galaxy.
+++ Mehr als 2400 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - fünf Tote +++
In Deutschland sind bislang mehr als 2400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit mehr als 900, Bayern mit mindestens 500 und Baden-Württemberg mit mehr als 330 Fällen. Fünf mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, ein weiterer Deutscher während einer Reise in Ägypten.
Die Zahlen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) waren bis zum Donnerstagnachmittag zum Teil deutlich niedriger als die von den Bundesländern veröffentlichten Angaben. Das RKI listet nach eigenen Angaben ausschließlich Fälle auf, die ihm über den Meldeweg oder über offizielle Quellen mitgeteilt werden.
+++ Erster Todesfall durch Coronavirus auch in Bayern +++
Nach vier Todesfällen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ist erstmals auch in Bayern ein Mensch am Coronavirus gestorben. Der 80 Jahre alte Mann sei im Klinikum Würzburg gestorben, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag in München mit. Es handelt sich um den fünften nachgewiesenen Todesfall in Deutschland.
Laut Ministerium handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit. Am Donnerstag hatte Baden-Württemberg mitgeteilt, dass ein vor mehreren Tagen verstorbener 67-Jähriger am Coronavirus erkrankt war. Die drei weiteren Toten stammten aus Nordrhein-Westfalen.
+++ Zweiter Corona-Fall bei Hannover 96 - Club beantragt Spielabsetzungen +++
Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 gibt es einen zweiten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Spielers. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, wurde nach Timo Hübers auch Jannes Horn positiv getestet. Als Reaktion darauf stehen alle Spieler der Profimannschaft von Hannover 96 "ab dem heutigen Donnerstag für die nächsten 14 Tage aus Vorsichtsgründen unter häuslicher Quarantäne", hieß es in einer Erklärung der Niedersachsen. Der Club beantragt bei der Deutschen Fußball Liga zudem die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und eine Woche später beim VfL Osnabrück.Stoppt die Bundelsiga jetzt_16.30Uhr
+++ Semperoper und Staatsschauspiel Dresden machen dicht +++
Die Semperoper und das Staatsschauspiel Dresden stellen wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis 19. April den Spielbetrieb ein. Dies teilte das sächsische Kulturministerium am Donnerstag mit. Die Museen sollen vorerst grundsätzlich geöffnet bleiben, aber besondere Hygienemaßnahmen ergreifen. Größere Veranstaltungen in den Museen soll es nicht mehr geben.
+++ US-Kapitol schließt wegen Coronavirus für Besucher +++
Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus schließt das US-Kapitol in Washington bis Ende März seine Pforten für Besucher. Die Maßnahme trete an diesem Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Kraft, hieß es in einer Mitteilung. Beide Parlamentskammern - das Repräsentantenhaus und der Senat - haben ihren Sitz im Kapitol in der Hauptstadt. Auch Bürogebäude der Kammern bleiben für Besucher vorübergehend geschlossen. Ausgenommen von der Regelung sind Abgeordnete und Senatoren, Mitarbeiter, Journalisten und offizielle Besucher. Am 1. April soll das Kapitol wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
+++ Tschechien schließt die Grenzen für Deutsche und andere Europäer +++
Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ein. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.
+++ Immer mehr Schulen in Europa schließen wegen Coronavirus +++
Immer mehr Schulen in Europa schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Das schaffe Probleme für Eltern, die die Betreuung organisieren müssten, sagte die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak für den EU-Ratsvorsitz am Donnerstag in Brüssel. Die Sicherheit und Gesundheit der Schüler gehe jedoch vor. Divjak hatte mit zahlreichen europäischen Amtskollegen in einer Videokonferenz über die Lage beraten.
Die EU-Staaten hätten je nach Ausbreitung des Virus unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Etwa ein Drittel der Länder habe sämtliche Schulen geschlossen, sagte Divjak nach der Konferenz, an der nach ihren Angaben etwa 20 Ministerinnen und Minister teilnahmen. Ein Drittel habe Schulen und Hochschulen in bestimmten Regionen geschlossen. Ein weiteres Drittel der Mitgliedstaaten führe bislang den normalen Schulbetrieb fort.
+++ Tesla-Mitarbeiter verlassen offenbar Deutschland +++
US-Elektroautobauer Tesla hat laut Bericht der "Automobilwoche" wegen der Corona-Krise sein deutsches Team in die USA zurückbeordert. Rund 30 US-Bürger, die aktuell in Berlin arbeiteten, seien zurzeit auf dem Rückweg, berichtete die Branchenzeitung am Donnerstag. Das sei ein Großteil aller Mitarbeiter. Das Tesla-Team bereitet den Bau der Elektroautofabrik im brandenburgischen Grünheide bei Berlin vor. Über mögliche Auswirkungen auf den Baubeginn wurde zunächst nichts bekannt, schrieb die "Automobilwoche". Tesla war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. US-Präsident Donald Trump hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ein 30-tägiges Einreiseverbot für die 26 Länder des europäischen Schengenraums verhängt. Zu ihm gehören 22 der 27 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot tritt ab Freitag um Mitternacht in Kraft.
+++ Kinder- und Jugendarztpräsident gegen "Großelternverbot" wegen Corona +++
Der Kinder- und Jugendarztpräsident Thomas Fischbach sieht derzeit keine Notwendigkeit für ein Besuchsverbot bei Großeltern. "Es gibt so wenige Kinder, die an Corona erkrankt sind, dass ich so eine pauschale Forderung für übertrieben halte", sagte Fischbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag. Der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, hatte vor einigen Tagen in einem NDR-Podcast gesagt, man könne ältere Menschen schützen, indem Kinder für eine Zeit nicht zu Oma und Opa zur Betreuung kämen.
+++ Söder schließt für Bayern Schulschließungen nicht mehr aus +++
Bayern wird womöglich als erstes Bundesland vollständige Schulschließungen wegen des Coronavirus verfügen. Für Bayern schließe er nicht aus, dass es generelle Schulschließungen geben werde, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. Auch könne es sein, dass für Kitas Schließungen beschlossen werden müssten. Eine Entscheidung solle am Donnerstagabend oder Freitagmorgen getroffen werden.
+++ Norwegen schließt wegen Corona-Krise Schulen, Unis und Kindergärten +++
Als zweites skandinavisches Land nach Dänemark schließt Norwegen wegen der Corona-Krise seine Bildungseinrichtungen. Alle Schulen, Universitäten und Kindergärten im Land blieben ab Donnerstagabend geschlossen, sagte die norwegische Regierungschefin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz in Oslo. Mit dieser und weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 werde zwar der Alltag der Bevölkerung auf den Kopf gestellt, doch seien diese Schritte nötig, um Leben und Gesundheit zu schützen. Es handele sich um eine schwierige Zeit für Norwegen und die Welt. Die Maßnahmen seien die umfassendsten, die das Land in Friedenszeiten erlebt habe.
+++ Uefa beruft Krisensitzung für 17. März ein - auch Fußball-EM Thema +++
Die Europäische Fußball-Union beruft wegen des Coronavirus eine Krisensitzung ein, in der es auch um die Fußball-EM gehen soll. Am kommenden Dienstag (17. März) sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten, wie die UEFA am Donnerstag mitteilte. Thematisiert werden dabei neben der paneuropäischen EM, die von 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern stattfinden soll, auch "alle nationalen und europäischen Wettbewerbe".
+++ DSDS reduziert wegen Corona Zuschauerzahl deutlich +++
Die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) reduziert wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Zuschauer im Studio. Statt wie normalerweise vor 1700 Leuten sollen die kommenden vier Live-Shows vor 800 Zuschauern stattfinden, wie eine RTL-Sprecherin am Donnerstag sagte. Man beobachte die Lage auch weiterhin. Sollte sie sich nochmals verändern, seien "zur Not" auch Shows ohne Publikum denkbar. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.
Die Live-Shows von DSDS werden in Köln produziert. Die erste ist am Samstag (14. März) geplant. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Erlass beschlossen, wonach Veranstaltungen mit mehr 1000 Teilnehmern grundsätzlich abgesagt werden sollen.
+++ Princess Cruises setzt Kreuzfahrtbetrieb wegen Coronavirus aus +++
Der Kreuzfahrtanbieter Princess Cruises zieht seine 18 Schiffe zählende Flotte wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für 60 Tage aus dem Verkehr. Es handele sich um eine freiwillige Vorsichtsmaßnahme, teilte Unternehmenschefin Jan Schwartz am Donnerstag in einer Videobotschaft mit. Der zum Tourismus-Riesen Carnival gehörende Anbieter war zuvor durch Coronavirus-Ausbrüche auf zwei seiner Kreuzfahrtschiffe in die Schlagzeilen geraten. Anleger reagierten am Donnerstag schockiert auf die Ankündigung von Princess Cruises und ließen die Aktien von Carnival im vorbörslichen US-Handel um mehr als 22 Prozess abstürzen.
+++ Spanien meldet fast 3000 Coronavirus-Fälle - Region Madrid besonders betroffen +++
In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle rasant an: Die Regierung in Madrid meldete am Donnerstag fast 3000 Infektionsfälle. Nach 2140 Fällen am Mittwochabend seien es am Donnerstag 2968 Fälle gewesen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Fast die Hälfte der Fälle betrafen die Hauptstadtregion Madrid. Die Zahl der Toten verdoppelte sich binnen 24 Stunden fast von 48 auf 84. In der Region Madrid, in der seit Mittwoch alle Schulen geschlossen sind, wurden 1388 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt. Die Region Katalonien will ab Freitag die Schulen schließen.
+++ 82 Coronavirus-Fälle in Slowenien - Schulen und Kitas schließen +++
In Slowenien bleiben als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Montag an alle Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen. Dies teilte die Regierung in Ljubljana mit. "Es ist eine Maßnahme mit weitreichenden Folgen, aber sie musste getroffen werden", erklärte Ministerpräsident Marjan Sarec über Twitter. Bis zum Donnerstag gab es 82 Nachweise des Virus Sars-CoV-2 in Slowenien. Das kleine EU-Land hat etwas mehr als zwei Millionen Einwohner.
+++ FDP im Bundestag ergreift weitere Corona-Vorsichtsmaßnahmen +++
Berlin (dpa) - Die FDP-Fraktion im Bundestag hat nach dem bestätigten Coronavirus-Fall in ihren Reihen weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Die ermittelten Kontaktpersonen des erkrankten Abgeordneten Hagen Reinhold aus Rostock seien vorsorglich in Quarantäne geschickt worden, teilte ein Fraktionssprecher am Donnerstag mit. Es handele sich um Abgeordnete und Mitarbeiter in einem niedrigen zweistelligen Bereich. Auch seien Coronavirus-Tests veranlasst worden. "Zudem arbeitet der Großteil der Mitarbeiter der FDP-Fraktion seit heute mobil. Gleiches wurde den Abgeordneten für ihre Mitarbeiter empfohlen", hieß es weiter.
Die FDP-Fraktion befinde sich weiterhin in enger Abstimmung mit der Parlamentsärztin, der Bundestagsverwaltung und den zuständigen Behörden. "Ziel ist, das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren und den Parlamentsbetrieb sicherzustellen", erklärte der Fraktionssprecher weiter.
+++ EZB pumpt bis zu 120 Milliarden in Anleihenkäufe +++
Europas Währungshüter stemmen sich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise. Die Europäische Zentralbank (EZB) steckt bis zum Jahresende 120 Milliarden Euro zusätzlich in Anleihenkäufe. Zudem sollen besonders günstige Kredite Banken dazu bewegen, mehr Kredite zu vergeben und so besonders betroffene Branchen und Unternehmen unterstützen. Das soll vor allem kleinen und mittelgroßen Firmen helfen.
Bei den Zinsen beließen die Währungshüter bei ihrer Sitzung am Donnerstag in Frankfurt vorerst alles beim Alten: Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, Geschäftsbanken müssen weiterhin 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken.
Mit steigenden Zinsen sollten Sparer und Banken in naher Zukunft nicht rechnen, denn auch die seit November amtierende EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte wiederholt bekräftigt, sie halte eine sehr lockere Geldpolitik auf absehbare Zeit für nötig.
+++ Brüssel stellt Altenheim mit 34 Infizierten unter Quarantäne +++
Ein Altenheim mit bisher 34 Coronavirus-Infizierten hat die belgische Hauptstadt Brüssel unter Quarantäne gestellt. Elf Covid-19-Erkrankte seien in Krankenhäuser überwiesen worden, teilte der regionale Gesundheitsminister Alain Maron am Donnerstag mit. Patienten mit Symptomen würden in ihren Zimmern isoliert. Zuvor hatten die Behörden bereits jegliche Besuche in belgischen Altenheimen verboten, um die Senioren vor Ansteckungen zu schützen. Landesweit stieg die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben vom Donnerstag um 85 auf 399. Am Mittwoch waren die ersten drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus in Belgien bekannt geworden.
+++ Saudi-Arabien verhängt Einreisestopp aus Deutschland und weiteren Ländern +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Saudi-Arabien einen Einreisestopp aus allen 27 Ländern der Europäischen Union sowie aus weiteren Staaten in Asien und Afrika verhängt. Betroffen seien neben den EU-Ländern unter anderem die Schweiz, Indien, Pakistan, der Sudan und Äthiopien, berichtete der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal "Al-Arabija" am Donnerstag. Auch Reisende, die diese Länder bis zu 14 Tage vor ihrer Ankunft in Saudi-Arabien besuchten, dürften vorerst nicht mehr einreisen.
+++ 429 Tote und über 10.000 Infizierte im Iran +++
Acht Tage vor dem persischen Neujahr am 20. März ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten und der Todesfälle im Iran erneut deutlich gestiegen. Mit weiteren 75 Opfern habe sich die Zahl der Toten auf 429 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Donnerstag in Teheran. Die Zahl erfasster Infektionen stieg binnen eines Tages um gut 1000 auf nun mehr als 10.000.
+++ Formel 1: McLaren zieht nach positivem Corona-Test zurück +++
Formel-1-Rennstall McLaren zieht sein Team für den Auftakt in Australien nach einem Coronavirus-Fall im Rennstall zurück. Das teilte der britische Rennstall am Donnerstag mit, der für Sonntag geplante Grand Prix in Melbourne steht damit wohl vor der Absage.
+++ Real Madrid setzt Fußballer um Kroos und Basketballer in Quarantäne +++
Der spanische Club Real Madrid setzt die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams mit dem deutschen Fußball-Nationalspieler Toni Kroos in Quarantäne. Der Notfallplan werde aktiviert, weil ein Basketballer positiv auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden sei, teilte der Verein am Mittwoch mit.
+++ CDU verschiebt Parteitag +++
Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr.
+++ Heinsberg-Landrat: Ausgrenzung wegen Corona schlimmer als Krankheit +++
Noch schlimmer als medizinische Probleme durch das Coronavirus ist nach Einschätzung des Heinsberger Landrates Stephan Pusch (CDU) die drohende Vertrauenskrise in der Bevölkerung. "Das Coronavirus ist aus meiner Sicht ein medizinisches Problem, klar - aber viel schlimmer ist das Vertrauensproblem, was das in den Köpfen verursacht", sagte Pusch in einer Videobotschaft am Donnerstag.
Aufruf Corona-Geschichten_11.10Uhr
Ausgrenzung, Misstrauen und Angst führten am Ende auch zu wirtschaftlichen Problemen. Die besten Mittel dagegen seien aus seiner Erfahrung Solidarität, Mitgefühl und gemeinsames Anpacken.
+++ Erster Todesfall auf Mallorca +++
Auf Mallorca ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Die 59 Jahre alte Frau sei in der Nacht zum Donnerstag im Universitätskrankenhaus Son Espases in Palma ums Leben gekommen, teilten die zuständigen Behörden der spanischen Urlaubsinsel mit. Die Patientin hatte den Angaben zufolge Vorerkrankungen.
+++ Erster Todesfall wegen Coronavirus in Baden-Württemberg +++
In Baden-Württemberg gibt es den ersten bestätigten Todesfall wegen des Coronavirus. Der Leichnam eines vor wenigen Tagen verstorbenen 67 Jahre alten Manns aus dem Rems-Murr-Kreis sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Donnerstag mit. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten durch das Virus in Deutschland auf vier, die drei anderen Fälle stammten aus Nordrhein-Westfalen.
+++ Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas +++
Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle.
+++ Erster Todesfall in Österreich +++
In Österreich ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Infizierter am neuen Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war. Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus.
+++ Coronavirus: RKI ruft junge Menschen zu Solidarität auf +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat angesichts der Coronavirus-Pandemie auch jüngere Menschen zu Selbstschutz und Solidarität aufgerufen. Im Moment sei von einigen aus dieser Gruppe zu hören, dass sie sich von Covid-19 nicht betroffen sähen und die Erkrankung für sich als harmlos einstuften, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Donnerstag. Zwar seien tatsächlich Ältere und Menschen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet. "Aber auch wenn es selten vorkommt: Auch bei jüngeren und gesunden Menschen kann es schwere Verläufe geben, darunter sogar Todesfälle", betonte Schaade.
+++ Berlusconi aus Corona-Krisenland Italien nach Frankreich gereist +++
In der Coronavirus-Krise hat der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi seinem Land den Rücken zugekehrt und ist nach Südfrankreich ausgereist: Der 83-jährige Milliardär halte sich bereits seit rund zwei Wochen "privat" auf seinem Landsitz in Châteauneuf-Grasse in der Provence auf, teilte die Gemeinde am Mittwochabend mit. Berlusconi komme "mehrmals im Jahr zum Urlaub auf das Landgut, wo er seinen Wein und sein Öl macht", sagte Bürgermeister Emmanuel Delmotte.
+++ Twitter schickt alle Beschäftigten in Heimarbeit +++
Twitter geht bei der Reaktion auf die Coronavirus-Gefahren weiter als andere Unternehmen der Tech-Branche und hat für alle seine Beschäftigten weltweit Heimarbeit angeordnet. Bisher hatte der Kurznachrichtendienst das seinen rund 5000 Mitarbeiter nur nachdrücklich empfohlen, aber auch die Büros offengelassen.
"Wir verstehen, dass das ein beispielloser Schritt ist, aber es sind auch beispiellose Zeiten", betonte Twitter in einem Blogeintrag in der Nacht zum Donnerstag. Das Unternehmen will die Beschäftigten auch für Kosten der nötigen Technik entschädigen. Mitarbeiter, die ihre Aufgaben nicht von zuhause aus erledigen können, sollen in der Zwischenzeit weiterbezahlt werden. Twitter machte keine Angaben dazu, wie lange die Regelung gelten soll.
+++ Zwei Ärzte in Uniklinik Rostock mit Coronovirus infiziert +++
In der Universitätsmedizin Rostock sind zwei Ärzte positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag entsprechende Informationen. Weitere Details zu den Arbeitsplätzen oder dem Umfeld der Ärzte wollte Reisinger zunächst nicht nennen. Kontaktpersonen werden jetzt auf das Virus getestet. Die Arbeit an der Klinik sei nicht beeinträchtigt, hieß es.
+++ Berliner Straßenfeste Karneval der Kulturen und Myfest abgesagt +++
Wegen der Coronakrise fallen dieses Jahr die Berliner Straßenfeste Myfest und Karneval der Kulturen aus. Das sagte ein Sprecher des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Zuvor hatte der "rbb" berichtet. Zu Hintergründen machte der Sprecher noch keine Angaben. Der "rbb" nannte den hohen Aufwand der Vorbereitungen als Grund.
Der Kampf gegen das Coronavirus hat drastische Folgen für Kultur und Sport 8.50Rund eine Million Besucher feierten vergangenes Jahr nach Angaben der Organisatoren in Kreuzberg den Karneval der Kulturen. Er findet seit 1996 jeweils am Pfingstwochenende statt. Zum Myfest strömen jedes Jahr gewöhnlich Zehntausende überwiegend junge Menschen ebenfalls nach Kreuzberg, um den 1. Mai zu feiern. Die Party gibt es seit 2003.
+++ Gesundheitsbehörde: Notstandsmaßnahmen kommen schweizweit +++
Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben landesweit weiter einschränken. Das sagte der Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten, Daniel Koch, im Rundfunk.
Aus Deutschland einreisen? In manchen Ländern nicht möglich 6.40"Der Rest der Schweiz wird sicher auch das machen, was jetzt im Tessin geschieht", sagt Koch. In dem schwer betroffenen Kanton an der Grenze zu Italien war am Mittwoch der Notstand ausgerufen worden. Sämtliche Kinos, Theater, Schwimmbäder, Clubs und Sporteinrichtungen wurden geschlossen, nur noch 50 Menschen dürfen sich gemeinsam in Hotels oder Sälen aufhalten. Zwar blieben Grundschulen geöffnet, um kleinere Kinder zu betreuen, aber die meisten Bildungseinrichtungen für ältere wurden geschlossen. Ebenso mehrere Grenzübergänge nach Italien. Die Bestimmungen sollen dort vorerst bis Ende März gelten.
+++ Kultusministerkonferenz will über generelle Schulschließungen reden +++
Die Kultusminister der Länder wollen bei ihrem beginnenden Treffen nach Angaben der Konferenzpräsidentin Stefanie Hubig auch über generelle Schulschließungen diskutieren. "Wir werden heute insgesamt auch über die Situation auch allgemeiner Schulschließungen beraten", sagte die rheinland-pfälzische SPD-Ministerin im ZDF-"Morgenmagazin". Zuvor hieß es aus Kreisen der Kultusministerkonferenz, dass generelle Schulschließungen mit der Sitzung nicht näher rücken sollen.
Zwar gehe Gesundheit im Vergleich zum Bildungsauftrag vor, erklärte Hubig. Allerdings gebe es kein Zeichen dafür, dass generelle Schulschließungen für den Moment sinnvoll seien. Da sich die Situation mit der Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 aber ständig ändere, könne diese Maßnahme zu einem späteren Zeitpunkt ergriffen werden.
+++ New York verschiebt berühmte St.-Patrick's-Day-Parade +++
Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist erstmals in mehr als 250 Jahren die traditionelle Parade zum St. Patrick's Day in New York ausgesetzt worden. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, teilte Bundesstaats-Gouverneur Andrew Cuomo nach Medienberichten mit. Gesundheitsexperten seien sich aber einig, dass große Veranstaltungen und enge Kontakte eingeschränkt werden müssten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.
Die für den 17. März geplante Parade zu Ehren des irischen Schutzpatrons Sankt Patrick solle später stattfinden, hieß es. "Dies ist eine Verschiebung, keine Absage", versprach Bürgermeister Bill de Blasio auf Twitter. Sean Lane, der Vorsitzende des Organisationskomitees, sagte, er freue sich darauf, "den 259. Umzug mit der ganzen Stadt New York an einem späteren Zeitpunkt zu feiern".
+++ Indien verhängt Einreisesperre für alle Touristen +++
Indien hat alle Touristenvisa wegen des Coronavirus für einen Monat lang für ungültig erklärt. Nur Reisende, die bereits im Land sind, dürften weiter bleiben, hieß es am aus dem indischen Gesundheitsministerium. Die Einreisesperre solle ab Freitag vorerst bis zum 15. April dauern. Neben Touristenvisa betreffe die Sperre auch alle weiteren Visumskategorien mit Ausnahme von Visa für Diplomaten, Beamte und Mitarbeiter von internationalen Organisationen sowie Arbeits- und Projektvisa. Für Menschen, die noch ins Land dürfen und aus bestimmten, vom Coronavirus stark betroffenen Staaten einreisen, gelten besondere Regeln: Sie müssen mindestens 14 Tage in Quarantäne.
+++ Weniger Passagiere an Frankfurter Flughafen wegen Coronavirus-Krise +++
Die Angst vor dem neuartigen Coronavirus hat dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im Februar weitere Rückgänge eingebrockt. Insgesamt zählte das Unternehmen an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz rund 4,4 Millionen Fluggäste und damit vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Fraport in Frankfurt mitteilte. Besonders gegen Monatsende habe die Virus-Epidemie stark auf die Nachfrage gedrückt. Zudem hatten Airlines wie die Lufthansa schon den ganzen Monat über Flüge nach China gestoppt. Anfang Februar hatte auch Orkan "Sabine" für Flugausfälle gesorgt.
Noch stärker als das Passagieraufkommen ging die Menge an Luftfracht zurück. Mit gut 146 100 Tonnen lag das Cargo-Volumen acht Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Der zusätzliche Tag im Schaltjahr habe die Virus-Folgen bei Weitem nicht ausgleichen können, hieß es.
+++ Greta Thunberg ruft wegen Coronavirus zu digitalen Klimastreiks auf +++
Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung zu Klimaschutzaktionen im Internet aufgerufen. Die 17-Jährige forderte im Kurzbotschaftendienst Twitter, den Empfehlungen von Gesundheitsexperten zu folgen und große Menschenansammlungen zu meiden. "Wir jungen Leute sind am wenigsten betroffen von diesem Virus, aber es ist wichtig, dass wir uns solidarisch mit den gefährdetsten Menschen verhalten und im besten Interesse für unsere Gesellschaft handeln."
+++ Passagiere bei Flusskreuzfahrt in Kambodscha unter Quarantäne +++
Wegen eines Coronafalls sind in Kambodscha nach örtlichen Medienberichten fast 60 Menschen an Bord eines Flusskreuzfahrtschiffs unter Quarantäne. Die Passagiere und die Besatzung würden auf die Lungenkrankheit Covid-19 getestet, berichtete die Zeitung "Khmer Times". Das Boot liegt demnach auf dem Mekong, einem großen Fluss in Südostasien.
Eine positiv getestete Britin ist laut der Zeitung im Krankenhaus, ihr Zustand sei stabil. Nach Angaben des Gesundheitsministers stammten die Menschen auf dem Boot aus den USA, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Myanmar und China. Die Reederei Viking Cruises kündigte in einer Mitteilung an, angesichts der weltweiten Folgen des Virus bis zum 30. April den Betrieb der Fluss- und Ozeantouren einzustellen.
+++ Fraktionslose Abgeordnete fordern zwei Wochen "Corona-Ferien" +++
Drei fraktionslose Bundestagsabgeordnete haben vorgeschlagen, wegen der Verbreitung des Coronavirus alle Schulkinder schon jetzt bundesweit für zwei Wochen in die Ferien zu schicken. Bis zu den Osterferien Ende März abzuwarten oder auf die ersten positiv getesteten Kinder zu warten, um dann nur punktuell Schulen zu schließen, sei "mindestens leichtfertig" und werde der aktuellen Situation in keiner Weise gerecht, erklärten die ehemaligen AfD-Politiker Frauke Petry, Uwe Kamann und Mario Mieruch. Schließlich seien Schulen und Kindergärten grundsätzlich Orte, an denen sich Infektionskrankheiten rasch verbreiteten.
Die Bundesregierung hält flächendeckende Schulschließungen bislang nicht für sinnvoll - auch weil ein Teil der Ärzte und Polizisten sowie andere dringend benötigte Kräfte dann wegen der Kinderbetreuung womöglich nicht zur Arbeit erscheinen könnte.
+++ NBA unterbricht die Saison +++
Die NBA hat auf die Coronavirus-Pandemie und einen positiv auf Covid-19 getesteten Basketballer mit einer Unterbrechung der Saison reagiert. Das teilte die nordamerikanische Liga am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Die Mittwochabendspiele sollten noch gespielt werden.
PAID STERN 2020_12 Was Corona uns lehrt: Veränderung ist eine Frage von Furcht 22.29hNach der italienischen Fußball-Liga Serie A ist die NBA die zweite ganz große Sportliga, die ihre Saison wegen der Pandemie unterbricht. Die Entscheidung gilt nach Angaben der NBA auf unbestimmte Zeit.
Unmittelbar zuvor war die NBA-Partie zwischen den Oklahoma City Thunder um den deutschen Nationalspieler Dennis Schröder und den Utah Jazz kurzfristig abgesagt worden. Nach Angaben von US-Medien war der Grund für die Entscheidung das Unwohlsein von Jazz-Spieler Rudy Gobert und die Sorge um einen Covid-19-Fall. Ohne einen Namen zu nennen, bestätigte die NBA einen positiv getesteten Spieler der Utah Jazz.
Wie auf TV-Bildern zu sehen war, standen die Spieler auf dem Platz, als die Schiedsrichter sich versammelten und die Mannschaften wenig später vom Feld schickten. Nach einer Zeit mit diversen Unterhaltungsaktionen auf dem Spielfeld wurden Zuschauer etwa eine halbe Stunde nach dem geplanten Spielbeginn über die Absage wegen "unvorhersehbarer Umstände" per Durchsage informiert und dazu aufgefordert, die Halle zu verlassen.
+++ CSU stellt öffentlichen Kommunalwahlkampf wegen Coronavirus ein +++
Die CSU stellt wegen des Coronavirus ihren öffentlichen Wahlkampf für die bayerischen Kommunalwahlen am Sonntag vorzeitig ein. Der Endspurt im Wahlkampf werde "digital" ablaufen, kündigte CSU-Generalsekretär Markus Blume in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" an. Der Schutz aller Mitbürger müsse auch in Wahlkampfzeiten immer an erster Stelle stehen. Deswegen verzichte die CSU bis auf Weiteres auf alle öffentlichen Veranstaltungen.
+++ USA schließen ihre Grenzen für Reisende aus Europa +++
Die USA verhängen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für 30 Tage ein allgemeines Einreiseverbot für Menschen aus Europa. Das Einreiseverbot soll am Freitag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, wie Präsident Donald Trump in einer Fernsehansprache ankündigte. Es gilt nach seinen Angaben nicht für US-Bürger mit Europa-Aufenthalt, die negativ auf den Erreger getestet würden. Auch sei Großbritannien von dem Einreiseverbot ausgenommen.
USA erlassen wegen Coronavirus 30-tägigen Einreisestopp aus Europa 6.10Die Maßnahmen seien nötig, um "die Gesundheit und das Wohlergehen" der US-Bürger zu schützen, sagte Trump. Er warf der EU vor, nicht ausreichend auf die Ausbreitung des Erregers reagiert zu haben. Die Europäische Union habe es versäumt, nach Ausbruch des Virus ein allgemeines Einreiseverbot für Reisende aus China zu verhängen. Von China hatte die Pandemie ihren Ausgang genommen.
+++ Von der Leyen sagt Griechenland-Reise wegen Coronavirus ab +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat wegen des Coronavirus eine für Donnerstag geplante Reise nach Griechenland abgesagt. Diese Entscheidung habe sie angesichts der sich ständig fortenwickelnden Lage in der Corona-Krise in Absprache mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis getroffen, teilte von der Leyen über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit.
Sie wolle sich nun auf die Umsetzung der innerhalb der EU vereinbarten Koordinierungsmaßnahmen im Kampf gegen das Virus konzentrieren, kündigte die Kommissionspräsidentin an. Bei ihrer Griechenland-Reise hatte es um Lösungen für 5500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gehen sollen.
Die Meldungen von Mittwoch, den 11. März
+++ Spanien schließt den Prado und viele andere Museen +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Spanien das weltberühmte Madrider Museo del Prado. Der Prado, das Museo Reina Sofía, das Thyssen-Bornemisza sowie zahlreiche andere Kunst- und Ausstellungshäuser und Staatsarchive der spanischen Hauptstadt werden ab Donnerstag und "bis auf weiteres" nicht mehr besucht werden können, wie das Kulturministerium in Madrid am späten Mittwochabend mitteilte. Betroffen sind alle Einrichtungen in Madrid, die dem spanischen Kulturministerium unterstehen. Die Region um die spanische Hauptstadt ist von der Epidemie besonders stark betroffen. Mit mehr als eintausend nachgewiesen Infektionen und 31 Toten hat Madrid knapp die Hälfte aller Fälle in Spanien.
+++ Fußballprofi Rugani von Juventus Turin positiv getestet +++
Der Italiener Daniele Rugani von Juventus Turin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der italienische Fußball-Meister und Tabellenführer am Abend bekannt. Der 25-Jährige zeigt demnach momentan keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Juventus "setzt derzeit alle gesetzlich vorgeschriebenen" Vorgaben zur Quarantäne um, teilte der Rekordmeister mit. Das betreffe auch die Personen, die mit Rugani Kontakt hatten. Bei dem Serie-A-Verein steht auch Ex-Nationalspieler Sami Khedira unter Vertrag.
+++ Italien schließt alle Geschäfte und Restaurants wegen Covid-19 +++
Italien ordnet weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus an und schließt Bars und Restaurants sowie fast alle Geschäfte. Nur Supermärkte und Apotheken seien weiter geöffnet, erklärte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwochabend. Alle nicht notwendigen Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden. Außer-Haus-Lieferungen blieben aber erlaubt. In zwei Wochen dürfte ein Effekt der zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu sehen sein, sagte Conte.
Italien kämpft mit immer drastischeren Mitteln gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das ganze Land gilt als Sperrzone, frei bewegen dürfen sich die 60 Millionen Menschen nicht mehr. Insgesamt haben sich in Italien mehr als 12.400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 820 sind gestorben. Am meisten betroffen ist die Region Lombardei.
+++ Quarantäne für Schiff mit 2300 Reisenden vor Karibikinsel Martinique geplant +++
Wegen mehrerer Coronavirus-Verdachtsfälle soll ein Kreuzfahrtschiff mit rund 2300 Menschen an Bord vor der französischen Karibikinsel Martinique unter Quarantäne gestellt werden. "Wegen seines geplanten Zwischenstopps auf Martinique am Donnerstag meldete das Kreuzfahrtschiff 'Costa Magica' mehrere Fälle erkrankter Menschen an Bord, die möglicherweise an Covid-19 erkrankt sind", teilten die örtlichen Behörden mit. Das Schiff solle ab Donnerstag "vorläufig" rund sechs Kilometer vor der Küste unter Quarantäne gestellt werden. Von den erkrankten Menschen würden "Proben genommen" und in ein Labor der örtlichen Universitätsklinik geschickt, teilten die Behörden weiter mit. "Während wir auf die Ergebnisse warten, werden alle Passagiere, auch die aus Martinique, an Bord bleiben", hieß es weiter.
+++ Dow Jones rutscht wegen Coronavirus deutlich ab +++
Nach einem Tag der Erholung hat sich zur Wochenmitte an den US-Börsen erneut Panik breit gemacht. Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus trennten sich Anleger in großem Stil von Aktien. Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete im Tagesverlauf die Verluste immer mehr aus und schloss 5,86 Prozent niedriger bei 23 553,22 Punkten. In den vergangenen drei Wochen wurden somit die Kursgewinne mehr als eines Jahres zunichte gemacht.
+++ Erstes Geisterspiel in der US-Basketball-Profiliga NBA +++
San Francisco (dpa) - In der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA wird nun auch das erste Spiel ohne Zuschauer ausgetragen. Bei der Partie der Golden State Warriors gegen die Brooklyn Nets dürfen am Donnerstag keine Fans in die Arena in San Francisco. Das teilten die Warriors am Mittwoch mit. Zuvor hatte die Liga die Vorkehrungen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus intensiviert. So hatten die NBA-Verantwortlichen den Spielern empfohlen, auf Abklatschen zu verzichten, Autogramme nur noch mit eigenen Stiften zu schreiben oder mitgebrachte Gegenstände nicht mehr anzunehmen.
+++ RKI stuft Elsass und Lothringen als Risikogebiete ein +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen als Coronavirus-Risikogebiet ein. Auch die Region Champagne-Ardenne, die eine Grenze mit Belgien teilt, gelte als Risikogebiet, gab das RKI auf seiner Homepage bekannt. Die drei Gebiete bilden zusammen die Region Grand Est. Sie grenzt an Baden-Württemberg, an das Saarland und an Rheinland-Pfalz.
Risikogebiete sind nach RKI-Angaben Gegenden, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Das Institut hatte am Dienstag ganz Italien zum Risiko-Gebiet erklärt. Schon länger gilt diese RKI-Einstufung für Provinzen in China und Südkorea sowie den Iran.
Eine Sprecherin der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe sagte, es gebe Anfragen besorgter Unternehmen wegen der Situation im Elsass, ohne das konkret auszuführen. Die höchste Pendlerzahl im Bereich Mittlerer Oberrhein hat der Kreis Rastatt mit 5100. In Karlsruhe sind es knapp 2500, im ganzen Bereich knapp 10 000.
Besonders betroffen von der Epidemie ist das südelsässische Département Haut-Rhin. Das baden-württembergische Gesundheitsministerium in Stuttgart empfahl bereits am Montag all denen, die von dort aus zur Schule oder zur Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, nach Möglichkeit zunächst für zwei Wochen zu Hause zu bleiben. Rund 46 000 Berufstätige pendeln täglich aus dem gesamten Elsass ins Badische zur Arbeit, in der Gegenrichtung sind es 2000.
+++ Spanisches Pokal-Finale verschoben +++
Das ursprünglich für den 18. April in Sevilla angesetzte Finale des spanischen Fußball-Pokals ist wegen der Coronavirus-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Das teilte der spanische Verband RFEF am Mittwoch mit. Einen neuen Termin für die Begegnung zwischen den baskischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastián und Athletic Bilbao gebe es noch nicht, hieß es. Als wahrscheinlichster Termin werde der 30. Mai gehandelt, schrieben die Fachzeitung "Marca" und andere Medien.
+++ Israel verbietet Versammlungen von mehr als 100 Menschen +++
Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus hat Israel Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten. "Wir befinden uns in einer weltweiten Epidemie", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Mittwochabend. Man habe deshalb keine andere Wahl, als drastische Schritte zu unternehmen. "Wir müssen die alten Menschen schützen", erklärte er. Das Versammlungsverbot wird nach Medienberichten unter anderem Einrichtungen wie Kinos, Synagogen und Theater betreffen.
+++ Deutsche Handballer gegen die Niederlande vor leeren Rängen +++
Das Geisterspiel zum Debüt von Handball-Bundestrainer Alfred Gislason ist perfekt. Die DHB-Auswahl wird das Länderspiel gegen die Niederlande am Freitag (18.00 Uhr/ARD) in Magdeburg vor leeren Rängen bestreiten. Dies teilte der Verband am Mittwochabend mit. "Die Situation ist für alle herausfordernd, aber wir müssen, um der ernsten Lage und unser aller Verantwortung für die Gesundheit gerecht zu werden, eine klare Linie ziehen. Das Spiel muss ohne Publikum stattfinden", sagte Vorstandschef Mark Schober.
+++ Benetton schließt wegen Corona-Welle Läden in Italien +++
Die Bekleidungsgruppe Benetton schließt in Italien wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus die Geschäfte in Italien. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Venedig am Mittwoch mit. Die Maßnahme gelte ab Donnerstag für alle Läden von Benetton, Undercolors und Sisley. Der Verkaufsstopp in den Geschäften solle zunächst zwei Wochen dauern. Auf diese Weise wolle der Textilriese, der auch in Deutschland breit vertreten ist, Personal und Kunden schützen. Außerdem solle die weitere Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 in Italien gebremst werden. Eine Ausweitung der Schließungen auf Deutschland sei aktuell nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage. Italien ist das in Europa am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Trotz Ausgangssperren im ganzen Land haben dort derzeit viele Läden weiter geöffnet.
+++ Einige TV-Sendungen wegen Coronavirus ab sofort ohne Studiopublikum +++
"Anne Will", "das aktuelle sportstudio", die "NDR Talk Show" und eine Reihe von anderen Sendungen im deutschen Fernsehen finden ab sofort vorübergehend ohne Zuschauer im Studio statt. Grund ist die Sorge vor dem Coronavirus, wie das ZDF und der Norddeutsche Rundfunk am Mittwochabend mitteilten. So wird am Samstag zum ersten Mal "das aktuelle sportstudio" aus Mainz ohne Publikum gesendet. "Im ZDF-Hauptstudio in Berlin wird die Talkshow "maybrit illner" und das "ZDF-Morgenmagazin" bis auf Weiteres ohne Publikum produziert."
Auch der NDR reagiert "auf die fortschreitende Ausbreitung des neuartigen Coronavirus", wie der Sender am Mittwochabend mitteilte. Die Maßnahme gelte sowohl für Sendungen, die auf dem NDR-Gelände produziert werden, etwa die "NDR Talk Show" und "extra 3", als auch für Auftragsproduktionen wie "Anne Will" und "Gefragt, Gejagt".
+++ Bund kann 800 Millionen zusätzlich für Kampf gegen Corona ausgeben +++
Die Bundesregierung kann rund 800 Millionen Euro zusätzlich im Kampf gegen die Corona-Epidemie ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligte dem Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin weitere 650 Millionen Euro für die Beschaffung von Schutzkleidung sowie Material für die Intensivpflege. 145 Millionen Euro bekommt das Forschungsministerium für die Impfstoffentwicklung und die Erprobung von Behandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen des Ausschusses erfuhr.
+++ Bund kann 800 Millionen zusätzlich für Kampf gegen Corona ausgeben +++
Die Bundesregierung kann rund 800 Millionen Euro zusätzlich im Kampf gegen die Corona-Epidemie ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligte dem Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin weitere 650 Millionen Euro für die Beschaffung von Schutzkleidung sowie Material für die Intensivpflege. 145 Millionen Euro bekommt das Forschungsministerium für die Impfstoffentwicklung und die Erprobung von Behandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen des Ausschusses erfuhr.
+++ Covid-19: Bundestag verzichtet auf namentliche Abstimmungen +++
Wegen der Coronavirus-Epidemie wird der Bundestag in dieser Sitzungswoche auf namentliche Abstimmungen verzichten. Das haben Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und die Parlamentarischen Geschäftsführer der Fraktionen am Mittwoch vereinbart, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen erfuhr. Bei namentlichen Abstimmungen werden Stimmkarten in eine Art Urne geworfen, was regelmäßig zu großen Menschentrauben an diesen Boxen führt. Dabei sei das Infektionsrisiko zu groß, hieß es zur Begründung des Verzichts.
+++ Österreich schließt Schulen bis zu den Osterferien +++
Zur Eindämmung des Coronavirus werden in Österreich die Schulen eine Zeit lang geschlossen. Betroffen seien zunächst ab kommendem Montag alle Oberstufenschüler, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit. Ab nächstem Mittwoch werde auch der Unterricht für alle anderen Schüler eingestellt. Es werde aber für diese die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. Die Schulschließungen dauern laut Kanzler zunächst bis zum 3. April, dem Beginn der Osterferien. Die Bundesregierung appellierte auch an Eltern, Kindergartenkinder möglichst zu Hause zu lassen. Im Tagesverlauf stieg die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in Österreich laut Gesundheitsministerium auf 245 Fälle. Am frühen Morgen lag sie noch bei 206 Infektionen.
+++ Erster Bundestagsabgeordneter positiv auf Corona getestet +++
Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen hat die Corona-Epidemie jetzt den Bundestag erreicht. Das Virus wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einem FDP-Abgeordneten festgestellt. Nach Informationen des stern handelt es sich um Hagen Reinhold aus Barth in Mecklenburg-Vorpommern. Wie es Reinhold geht und wo er sich infiziert hat, ist unklar.
Reinhold habe sich bei der Bundestagsärztin gemeldet und gebeten, ihn zu testen. Der Test sei positiv ausgefallen, hieß es aus Fraktionskreisen. Nun würden die zuständigen Behörden informiert.
Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Dazu zählen der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, die SPD-Fraktionsvizechefin Eva Högl und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner, wie ein Fraktionssprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte.
+++ Neue Maßnahmen im schwer betroffenen Schweizer Kanton Tessin +++
Der an Italien grenzende Schweizer Kanton Tessin hat neue scharfe Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Neben der Schließung von neun kleineren Grenzübergängen werden Schulen und Ausbildungsstätten geschlossen, die über die obligatorische Schulzeit hinaus gehen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Grundschulen bleiben geöffnet. Auch Kinos, Clubs und Skigebiete werden bis mindestens Ende März geschlossen. Zahlreiche Schweizer Politiker haben die völlige Schließung der Grenzen gefordert. Nur noch dringend benötigtes Personal soll aus Italien einreisen können. Das lehnen die Behörden bislang ab.
+++ Coronavirus: Kuwait verordnet Zwangsurlaub, 238 neue Fälle in Katar +++
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat Kuwait eine zweiwöchige Urlaubszeit für alle Angestellten angeordnet. Nach Angaben eines Regierungssprechers vom Mittwoch gilt die Anordnung für alle Staatsbediensteten und Angestellten im privaten Sektor. Auch der Besuch von Märkten, Cafés und Fitnessclubs sei verboten. Zudem teilte das Land mit, alle regulären Passagierflüge bis auf weiteres zu streichen. In Katar stieg die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen stark an. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass 238 neue Fälle registriert worden seien. Damit stieg die Zahl der Nachweise auf 262.
+++ Coronavirus - Macron wählt "Namaste" statt Händeschütteln +++
In Zeiten der Coronakrise schüttelt auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron offenbar nicht mehr so gern Hände. Stattdessen hat er sich bei der Begrüßung von Spaniens König Felipe am Mittwoch für die indische "Namaste"-Grußformel entschieden. Macron verbeugte sich im Hof des Élyséepalasts kurz vor König Felipe und legte - wie bei dem bei Hindus verbreiteten Gruß üblich - die Hände zusammen. Der spanische König nickte einfach nur freundlich. Für dessen Frau Königin Letizia gab es hingegen einen Luftkuss von Macron - dafür entschied sich auch Macrons Ehefrau Brigitte.
+++ Doch keine Zuschauer bei Eintracht Frankfurts Europa League-Heimspiel +++
Eintracht Frankfurt muss im Europa League-Achtelfinale am Donnerstag gegen den FC Basel nun doch auf Unterstützung von den Rängen verzichten. Wie auch das Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Sonntag wird die Partie (18.55 Uhr) ohne Zuschauer ausgetragen. Dies gab die Stadt Frankfurt am späten Mittwochnachmittag bekannt und änderte damit eine frühere Entscheidung. Grund dafür sei eine "Neubewertung der infektiologischen Lage", hieß es. Die Stadt wollte bei einer Pressekonferenz am Abend (18.00) über die Entscheidung informieren.
+++ Entspannte Lage vor dem Geisterderby am Stadion in Mönchengladbach +++
Rund anderthalb Stunden vor dem ersten Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte sind nur wenige hundert Fans von Borussia Mönchengladbach am Stadion. Die Lage vor dem 90. Bundesligaderby gegen den 1. FC Köln war vor dem Borussia-Park entspannt. Auch viele Familien mit ihren Kindern waren zum Stadion gekommen, um die Borussia beim Eintreffen von außen anzufeuern. Kölner Fans waren am späten Nachmittag nicht zu sehen.
+++ WHO bezeichnet Verbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie +++
Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Tedros kritisierte dabei fehlendes Handeln durch die Staaten weltweit. "Wir haben die Alarmglocken laut und deutlich geläutet", erklärte der WHO-Chef.
Nach Angaben der WHO hat sich das Virus inzwischen in 115 Länder ausgebreitet, fast 4300 Menschen sind gestorben. "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen und Wochen die Zahlen weiter ansteigen werden", sagte Tedros. In den letzten beiden Wochen hätten sich die Fallzahlen außerhalb Chinas verdreizehnfacht, die Zahl der betroffenen Staaten verdreifacht. "Alle Länder können den Verlauf dieser Pandemie noch ändern", betonte der 55-Jährige. "Findet, isoliert, testet und behandelt jeden Fall und geht jeder Spur nach."
+++ Pokalfinale der Handballer vor leeren Rängen +++
Nach der am Mittwoch angekündigten Verfügung der Stadt Hamburg, wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zunächst bis zum 30. April Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern zu untersagen, drohen auch dem Finalturnier um den deutschen Handball-Pokal leere Zuschauerränge. Das traditionsreiche Vierer-Turnier, für das sich Rekordmeister und -pokalsieger THW Kiel, die TSV Hannover-Burgdorf, die MT Melsungen und der TBV Lemgo qualifiziert haben, soll am 4. und 5. April in der Hansestadt ausgetragen werden.
+++ Mehr als 1700 Coronavirus-Nachweise in Deutschland +++
In Deutschland sind bislang mindestens 1750 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils weit mehr als hundert Fällen. Bislang sind bundesweit drei mit Sars-CoV-2-Infizierte gestorben, alle in Nordrhein-Westfalen.
+++ Rechtspolitiker der SPD-Fraktion in freiwilliger Isolation wegen Coronavirus +++
Mehrere Rechtspolitiker der SPD-Fraktion haben sich wegen räumlicher Nähe zu einem Coronavirus-Fall freiwillig in häusliche Isolation begeben. Bei einer Sitzung der Arbeitsgruppe Recht am 2. März sei Mensch aus dem Bundesjustizministerium dabei gewesen, der später positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, sagte ein Fraktionssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte. Mehrere Teilnehmer der Sitzung blieben deswegen ab sofort zuhause.
Zu den Betroffenen gehört der Sprecher der Arbeitsgruppe Recht, Johannes Fechner. "Ich arbeite bis zum Wochenende vorsorglich im Homeoffice", sagte der Abgeordnete AFP. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben hier als Politiker auch eine Vorbildfunktion." Nach AFP-Informationen bleibt auch SPD-Fraktionsvize Eva Högl freiwillig zuhause. Das Gleiche gilt für den Rechts- und Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich mich selbst infiziert habe, gehe aber dennoch bis Sonntag in häusliche Quarantäne."
+++ Kampf gegen Covid-19: WEF startet Plattform für Unternehmen +++
Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will das Weltwirtschaftsforum (WEF) mit einer Aktionsplattform Hilfe aus der Privatwirtschaft kanalisieren. Über die "Covid Action Platform" sollen weltweit Unternehmen ihre Unterstützung anbieten und sich austauschen können, etwa bei Lieferkettenlösungen, wie das WEF in Cologny bei Genf mitteilte. Mehr als 200 Konzerne hätten bereits ihre Beteiligung zugesagt, darunter mehrere Dax-Unternehmen, internationale Banken sowie Großkonzerne wie die Google-Mutter Alphabet.
+++ Schleswig-Holsteins FDP sagt Parteitag wegen Coronavirus ab +++
Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat Schleswig-Holsteins FDP ihren für den 28. März geplanten Landesparteitag abgesagt. "Auf Veranstaltungen wie dem geplanten Landesparteitag kann es wegen der hohen Anzahl und der Intensitäten der Kontaktmöglichkeiten unter ungünstigen Bedingungen zu einer Übertragung auf sehr viele Personen kommen", teilten die Landespartei am Mittwoch mit. "Das wollen wir vermeiden." Der Parteitag sollte in Büdelsdorf stattfinden. Er soll voraussichtlich im Frühsommer nachgeholt werden.
+++ Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Skandinavien +++
Erstmals ist in Skandinavien eine mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Person gestorben. Ein älterer Patient sei am Mittwoch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Gemeinde Huddinge südlich von Stockholm verstorben, teilte die Hauptstadtregion mit. Die Person habe neben der Covid-19-Erkrankung weitere gesundheitliche Probleme gehabt. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte, war zunächst unklar.
In Schweden ist Sars-CoV-2 bislang bei mehr als 480 Menschen nachgewiesen worden. In den weiteren skandinavischen Ländern gibt es ebenfalls zahlreiche Infektionsfälle, bis Mittwochnachmittag waren es in Dänemark 340, in Norwegen 277, in Finnland 59 und auf Island 90.
+++ Niedersächsische Grüne und bayerische FDP sagen Landesparteitage ab +++
Die Ausbreitung des Coronavirus hat zunehmend auch Auswirkungen auf die Politik. Die Grünen in Niedersachsen sowie die bayerische FDP sagten am Mittwoch ihre für das übernächste Wochenende geplanten Landesparteitage ab. Die Grünen erklärten in Hannover, sie wollten damit einen Betrag leisten, die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen und das Gesundheitssystem zu entlasten. Die FDP teilte in München mit, sie folge entsprechenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Trotz des derzeit laufenden Kommunalwahlkampfs in Bayern sagten die bayerischen Liberalen wie auch andere Parteien neben dem Parteitag alle weiteren öffentlichen Veranstaltungen ab. "Auch in Wahlkampfzeiten muss der Schutz der Gesundheit unserer Mitmenschen im Vordergrund stehen", erklärte die Partei. Für sie habe der Kampf gegen das Virus "oberste Priorität".
+++ Terminabsagen in Prozess um Gruppenvergewaltigung in Freiburg +++
Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat auch Auswirkungen auf Gerichtsprozesse. Im Prozess um eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Freiburg kündigte das Landgericht am Mittwoch Änderungen bei den Verhandlungsterminen an, weil sich ein Verfahrensbeteiligter in häuslicher Quarantäne befinde. Ein Verhandlungstag am Donnerstag wird demnach lediglich als Kurztermin stattfinden, zwei in der kommenden Woche angesetzte Termine wurden gestrichen. In dem Prozess wird mehreren Angeklagten vorgeworfen, im Oktober 2018 eine junge Frau vergewaltigt zu haben.
+++ Virologe: Jetzt gezielt gegen "Naturkatastrophe in Zeitlupe" vorgehen +++
Deutschland hat den Beginn der Coronavirus-Epidemie nach Einschätzung des Berliner Virologen Christian Drosten früher als Italien erkannt, darf diesen Vorsprung nun aber nicht verspielen. "Wenn wir nichts machen, dann machen wir es nicht besser als die Italiener. Dann machen wir es schlechter als die Italiener", sagte der Charité-Professor am Mittwoch in einem NDR-Podcast. Er mahnte eine konsequente Umsetzung guter, gezielter Maßnahmen an. Unnötige Veranstaltungen müsse man absagen und den finanziellen Schaden dabei "irgendwie auffangen" sowie anfällige Gruppen schützen.
Deutschland habe ungefähr einen Vorsprung von vier bis sechs Wochen, so Drosten. "Wir haben hier eine Naturkatastrophe, die in Zeitlupe abläuft." Wenn man diese Zeichen nicht erkennen, weiter Kompromisse schließen wolle und gravierende Entscheidungen einzelnen Personen wie einem Amtsarzt überlasse, "dann laufen wir vielleicht in die gleiche Situation rein in wie in Italien", so Drosten.
+++ Fifa-Kongress in Addis Abeba verschoben +++
Der Fußball-Weltverband Fifa verschiebt aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus die Ausrichtung seines Kongresses in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba in den Spätsommer. Statt am 5. Juni soll die Generalversammlung der 211 Fifa-Mitgliedsverbände nun am 18. September stattfinden. Die nächste Sitzung des FIFA-Rats, die eigentlich am 20. März stattfinden sollte, wird zudem in den Juni/Juli verschoben, wie der Weltverband mitteilte. Das Council werde sich in Zürich treffen oder die Sitzung per Videokonferenz abhalten.
+++ Niedersachsens Grüne sagen Landesparteitag wegen Corona-Epidemie ab +++
HanDie Grünen in Niedersachsen haben ihren anstehenden Landesparteitag wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gefährdete Personengruppen zu schützen, sagte die Landesvorsitzende Anne Kura am Mittwoch. Bei dem Parteitag am 21. und 22. März in Wolfenbüttel wären rund 350 Delegierte und Gäste zusammengekommen.
Bestimmte Anträge sollten nun parteiintern auf digitalem Weg weiter diskutiert werden, um für den nächsten Parteitag im September Beschlussfassungen vorzubereiten. Der Landesverband stand in engem Austausch mit der Stadt Wolfenbüttel, die eigene Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen bis Ende März abgesagt hat.
+++ BKA-Mitarbeiter am Standort Berlin mit Coronavirus infiziert +++
Bei einem Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) am Standort Berlin ist eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Der Beamte sei zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche nicht mehr im Dienst gewesen, teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit. Die Kontaktpersonen seien identifiziert worden. Sie verrichten derzeit vorsorglich ihren Dienst vom Heimarbeitsplatz. Weitere Infektionen seien durch unverzüglich veranlasste Tests mittlerweile ausgeschlossen worden.
+++ Schweizer Experte warnt vor Coronavirus-Übertragung über Geldscheine +++
Ein führender Seuchenschützer der Schweiz warnt vor mit Coronaviren belasteten Banknoten. "Viren auf Banknoten können eine Gefahr darstellen, wenn man sich nach dem Anfassen nicht die Hände wäscht und ins Gesicht greift", sagte der Leiter der Sektion Impfempfehlung und Bekämpfungsmaßnahmen im Berner Bundesamt für Gesundheit, Mark Witschi, dem Magazin "WirtschaftsWoche" laut Vorabmeldung. Grippeviren könnten beispielsweise "bis zu 17 Tage auf Banknoten überleben". Witschi hatte dem Bericht zufolge 2008 an einer großen Studie mitgewirkt, die die Überlebensfähigkeit von Viren auf Schweizer Geldscheinen untersucht hat. "Ich habe nun überprüft, ob etwas an der Oberflächenbeschaffenheit der Noten verändert wurde", sagte er der "Wirtschaftswoche". "Da hat sich nichts getan. Die Erkenntnisse von damals gelten also nach wie vor."
+++ Kreis Heinsberg gibt Details zum Toten bekannt +++
Im Kreis Heinsberg ist ein zweiter Mensch nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es ist der dritte Corona-Tote in NRW und ganz Deutschland. Den Angaben des Landkreises zufolge handelt es sich bei dem Opfer um einen 73-jährigen Patienten aus Übach-Palenberg, der in der Nacht zu Mittwoch im Krankenhaus Heinsberg verstarb. Die Todesursache sei bei dem Dialysepatienten mit schweren Vorerkrankungen eine Lungenproblematik gewesen. Die Infektion mit dem Coronavirus habe seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt. Wo der Patient sich mit dem Virus angesteckt haben könnte, sei nicht bekannt, heißt es. "Auch an dieser Stelle möchte ich mein ausdrückliches Mitgefühl aussprechen", sagte Landrat Stephan Pusch laut der Mitteilung.
Stand 15 Uhr gibt es laut der Mitteilung im Kreis Heinsberg 443 bestätigte Infektionen. In den drei Krankenhäusern in Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen befinden sich demnach derzeit sieben bestätigte Corona-Patienten auf einer Isolierstation. Zwei Patienten befinden sich auf einer Intensivstation.
+++ DFB verlegt zwei Drittliga-Spieltage +++
Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus werden die kommenden beiden Spieltage der 3. Fußball-Liga verlegt. Das teilte der DFB am Mittwoch mit. Die Spiele sollen nach Ostern nachgeholt werden.
+++ Fortuna Düsseldorf testet Geräuschkulisse vor Geisterspiel +++
Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf denkt über Alternativen bei der Fan-Unterstützung im Geisterspiel gegen den SC Paderborn nach. So könnte die Lautsprecheranlage das Stadion mit Anfeuerungsrufen und Fangesängen beschallen. "Das ist eine Überlegung. Wir werden das vorher ausprobieren", verriet Trainer Uwe Rösler am Mittwoch. Beim wichtigen Duell mit dem Abstiegskonkurrenten (20.30 Uhr/DAZN) sind am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) erstmals in der Düsseldorfer Arena wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Zuschauer zugelassen.
+++ Macron will sich in TV-Ansprache an Franzosen wenden +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will sich am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache zur Coronavirus-Krise äußern. "Ich kenne die Einzelheiten nicht", sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye nach der Regierungssitzung unter Vorsitz Macrons am Mittwoch. Es sei allerdings nicht das Ziel, das Land zum Stillstand zu bringen. Frankreich befindet sich aktuell in der Phase Zwei der Epidemie. Die Phase Drei, die höchste Stufe, wird in den kommenden Tagen erwartet. "Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie die Maßnahmen der Phase 3 aussehen werden", sagte Ndiaye.
+++ Lauterbach: Corona-Infizierte nur in geeigneten Kliniken behandeln +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält künftig zentrale Behandlungen schwerkranker Covid-19-Patienten für angemessen. Die Fälle würden in wenigen Tagen deutlich steigen, sagte Lauterbach im Radioprogramm SWR Aktuell. "Ich muss dann die Fälle in den Krankenhäusern bündeln, die dafür am besten geeignet sind." Damit solle anderen Kliniken eine Rückkehr zum Routinebetrieb ermöglicht werden.
+++ Weltcupfinale der Skispringerinnen verlegt +++
Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ist das Weltcupfinale der Skispringerinnen um zwei Tage vorgezogen worden. Die Springen im russischen Tschaikowskij finden nun am 19. und 20. März statt. Das gab der Ski-Weltverband FIS am Mittwoch bekannt. Zuschauer sind nicht zugelassen. Im Weltcup, wo vor dem Finale noch Springen in Nischni Tagil (Russland) angesetzt sind, führt die Norwegerin Maren Lundby. Katharina Althaus ist als beste Deutsche Fünfte.
+++ London legt Rettungsplan für Unternehmen vor +++
Die britische Regierung will kleine und mittlere Unternehmen, die wegen des Coronavirus-Ausbruchs in Schieflage geraten, unter die Arme greifen. Das teilte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Mittwoch im Parlament in London mit. Neben Steuervergünstigungen will die Regierung auch für Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern für die Lohnfortzahlung einspringen, sollten Mitarbeiter vorsorglich in häusliche Isolation gehen. Zudem bürge der Staat für Unternehmenskredite, so Sunak bei der Vorstellung seines Haushaltsplans. Insgesamt will die Regierung in London 30 Milliarden Pfund (rund 34 Milliarden Euro) in die Hand nehmen, um die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf die Wirtschaft abzuschwächen. Diese schätzt Sunak kurzfristig als "erheblich" ein.
+++ Treffen der EU-Justizminister abgesagt +++
Als Vorsichtsmaßnahme ist ein für Freitag geplantes Treffen der EU-Justizminister wegen des neuartigen Coronavirus in Brüssel abgesagt worden. Das Treffen der Innenminister am gleichen Tag soll wegen drängender Entscheidungen aber stattfinden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr. Die Minister wollen unter anderem strategische Leitlinien der kommenden Jahre für Justiz und Inneres verabschieden. Außerdem soll über den Stand der Dinge an der griechischen EU-Außengrenze beraten werden. Nachdem die Türkei am 29. Februar die Grenzen zur EU für offen erklärt hatte und Tausende Migranten Richtung Griechenland drängten, hatte die Staatengemeinschaft in großem Umfang Hilfe zugesagt - unter anderem 350 Millionen Euro sowie mehr Unterstützung der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Zudem wollen die Innenminister über die Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus beraten.
+++ Geisterspiele und Spielabsagen in Tschechien +++
Das Coronavirus hat nun auch gravierende Auswirkungen auf den Profisport in Tschechien. Die Spiele der ersten und zweiten Fußball-Liga der Männer müssen ohne Zuschauer stattfinden, werden aber vorerst nicht verschoben oder abgesagt. Das sei "die beste aller schlechten Lösungen", teilte der Liga-Vorsitzende Dusan Svoboda nach einer Krisensitzung am Mittwoch mit. Nach zwei Runden soll diese Entscheidung überprüft werden.
+++ Lombardei fordert noch drastischere Maßnahmen: Alle Geschäfte zu+++
Der Regionalpräsident der Lombardei hat eine komplette Schließung aller Geschäfte und Aktivitäten in der norditalienischen Region gefordert. "Halbherzige Maßnahmen helfen nicht, diese Notsituation unter Kontrolle zu bekommen, das haben wir in diesen Wochen gesehen", sagte Attilio Fontana am Mittwoch. Alle Geschäfte außer Apotheken und Supermärkte sollten schließen, alle "nicht essenziellen" Aktivitäten müssten ausgesetzt werden. Einen entsprechender Brief habe er an die Regierung in Rom geschickt. Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte sich bereits offen für restriktivere Maßnahmen gezeigt. Die tschechische Regierung hat offiziell alle Sportveranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Gesundheitsbehörden können in Einzelfällen härtere Maßnahmen ergreifen.
+++ Google lässt in Deutschland von Zuhause aus arbeiten +++
Google empfiehlt seinen Mitarbeitern in Deutschland, angesichts der Coronavirus-Ansteckungsgefahr von zuhause aus zu arbeiten. Zugleich bleiben die Büros geöffnet, wie der Internet-Konzern am Mittwoch mitteilte. Google hat in Deutschland größere Standorte in Berlin, Hamburg und München. In Nordamerika wurden die Google-Beschäftigten aufgerufen, zunächst bis zum 10. April auf Heimarbeit umzusteigen. Das Santa Clara County in Kalifornien, in dem sich auch die Google-Zentrale in Mountain View befindet, zählt zu den bisher besonders stark betroffenen Gebieten in den USA.
+++ Ungarn ruft nationale Krise aus +++
Ungarn ruft eine nationalen Krisenstand aus. Einreisen aus Italien, Südkorea, dem Iran und China seien bis auf weiteres untersagt, kündigt der Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban, Gergely Gulyas, an. Universitäten würden geschlossen und öffentliche Versammlungen verboten. Die Auswirkungen der Epidemie würden sich eher über Monate hinziehen als über Wochen.
+++ Corona-Verdacht im Bundestag: SPD-Gesundheitsexperte in häuslicher Quarantäne +++
Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion sind wegen Kontakts zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Dazu zählen der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, die SPD-Fraktionsvizechefin Eva Högl und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner, wie ein Fraktionssprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Der Grund sei eine Sitzung der Fraktionsarbeitsgruppe Recht am 2. März, an der eine inzwischen auf das Coronavirus positiv getestete Person aus dem Bundesjustizministerium teilgenommen habe. Die Teilnehmer der Sitzung, Abgeordnete und Mitarbeiter, seien informiert. Die direkten Sitznachbarn der infizierten Person seien ebenso zu Hause wie die weiteren Personen, die sich im Raum aufgehalten haben. Betroffen seien rund 15 Menschen.
Lauterbach sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich mich selbst infiziert habe, gehe aber dennoch bis Sonntag in häusliche Quarantäne." Es werde zur Normalität, dass sich Menschen infizieren. "Der Bundestag ist ein Hochrisiko-Gebiet, weil viele Menschen zusammenkommen und vorher mit vielen Menschen Kontakt hatten." Er habe sich aber bereits in den Tagen zuvor aus dem sozialen Leben komplett zurückgezogen, um ein Vorbild zu sein.
+++ AS Rom fliegt nicht zu Europa-League-Spiel nach Sevilla +++
Der AS Rom wird wegen der Coronavirus-Sperren in Italien nicht nach Sevilla zum Europa League-Spiel reisen. Das Flugzeug aus Italien habe keine Erlaubnis bekommen, in Spanien zu landen, teilte der italienische Erstligist auf Twitter mit. Das Achtelfinal-Hinspiel hätte am Donnerstag stattfinden sollen.
+++ Norwegen beendet große Militärübung wegen Corona-Krise vorzeitig +++
Norwegen hat den zentralen Teil der großen internationalen Militärübung "Cold Response" mit Tausenden beteiligten Soldaten wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Das teilte das norwegische Militär am Mittwoch mit. Die Vorbereitungen des Nato-Manövers im Norden des skandinavischen Landes liefen bereits seit längerem, der Kern der Übung sollte aber vom Donnerstag bis kommenden Mittwoch stattfinden.
+++ Profi von Hannover 96 positiv auf das Coronavirus getestet +++
Fußballprofi Timo Hübers ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte sein Verein Hannover 96 via Twitter mit. Demnach habe Hübers seit der Ansteckung bei einer Veranstaltung in Hildesheim keinen Kontakt zu seinen Teamkollegen gehabt. Es sei nicht davon auszugehen, dass sich Mitspieler bei ihm infiziert haben.
Hübers habe sich laut Gerhard Zuber, sportlicher Leiter von 96, vorbildlich verhalten und zeige bis jetzt keinerlei Symptome: "Als er davon erfuhr, dass eine Person, die mit ihm auf der Veranstaltung gewesen war, positiv getestet wurde, meldete er sich direkt beim Arzt und begab sich provisorisch in häusliche Quarantäne."
+++ Zahl der Corona-Toten im Iran steigt weiter +++
Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut gestiegen. Innerhalb der letzten 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 291 auf 354 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 9000 – 958 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran, wo sich fast 2700 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2959 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher im Staatsfernsehen.
+++ "Fernsehgarten on Tour" wegen Coronavirus gestrichen +++
Drei Aufzeichnungen der ZDF-Sendung "Fernsehgarten on Tour" werden "mit Blick auf die momentanen Einschränkungen durch das Coronavirus und die dadurch entstehenden logistischen Schwierigkeiten bei der Realisierung einer solchen Auslandsproduktion" wegen des Coronavirus abgesagt. Dies bestätigte ein ZDF-Sprecher dem stern. Zuvor hatte die "Bild" berichtet.
Fernsehgarten Corona - 14.00Die Aufzeichnungen hätten zwischen dem 24. und dem 26. März auf der Kanareninsel Fuerteventura aufgezeichnet und ab dem 19. April ausgestrahlt werden sollen. Die drei Ausgaben seien als eine "Einstimmung" auf den richtigen "ZDF-Fernsehgarten" geplant gewesen, so der Sprecher. Wann die Aufzeichnungen nachgeholt werden sollen, sei unklar. Aktuelle Entwicklungen bezüglich Covid-19 würden täglich evaluiert, sämtliche Produktionen im Einzelfall geprüft.
+++ Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Heinsberg +++
Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfahlen ist ein zweiter Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Dies bestätigte ein Sprecher des Kreises dem stern. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, ist bislang nicht bekannt. Am Nachmittag solle es weitere Informationen geben. Laut dem Sprecher ist der Patient im Heinsberger Krankenhaus gestorben.
LIVEBLOG: Merkel äußert sich zum Coronavirus in der Bundespressekonferenz -11.20Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in Deutschland auf insgesamt drei. Ein weiterer Deutscher ist während einer Urlaubsreise in Ägypten verstorben. Am Montag waren erstmals in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg.
Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen in NRW stieg auch am Mittwoch an, allerdings eher leicht: Es gab am Vormittag 687 Infektionen nach 642 Fällen am späten Dienstagnachmittag, wie das NRW-Gesundheitsministerium berichtete. Besonders betroffen von dem Virus ist der Kreis Heinsberg ganz im Westen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes mit 365 Fällen. Deutschlandweit verzeichnet das Robert Koch-Institut knapp 1300 Fälle.
+++ Keine Fans in Leipzig: Alle Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer +++
Alle Spiele des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga finden aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer statt. Als letzte Partie wurde am Mittwoch das Aufeinandertreffen von RB Leipzig und SC Freiburg als Geisterspiel bestätigt. Das teilte Leipzig mit.
+++ RKI rechnet mit einer weiterhin starken Corona-Ausbreitung +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer weiterhin starken Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. "Wir werden auch viele schwere Krankheitsverläufe sehen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. "Natürlich werden bei uns auch mehr Menschen sterben." Es handele sich um ein "pandemisches Virus", mit dem sich 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung infizieren werde. "Was wir nicht wissen, ist, in welcher Geschwindigkeit dies geschieht", sagte Wieler weiter. Wenn die Ausbreitung langsamer vor sich gehe, stiegen die Chance auf einen Impfstoff oder Therapeutika. Zudem bleibe Zahl der Betroffenen niedriger. "Das Virus verbreitet sich nicht wie eine Welle, sondern in bestimmten Regionen."
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+++ Senatorin: Veranstaltungen ab 1000 Personen in Berlin untersagt +++
Die Berliner Gesundheitsverwaltung hat Veranstaltungen ab 1000 Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwoch mit.
+++ Hamburg untersagt große Veranstaltungen +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Hamburger Gesundheitsbehörde Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch. Damit werden die nächsten Heimspiele der Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli ohne Zuschauer ausgetragen. Zuvor hatte "bild.de" darüber berichtet.
+++ Coronavirus: Schweiz schließt kleinere Grenzübergänge nach Italien +++
Im an Italien grenzenden Schweizer Kanton Tessin werden neun kleinere Grenzübergänge wegen des Coronavirus geschlossen. Der Grenzverkehr soll nur noch über die größeren Übergänge möglich sein, teilte die zuständige Zollverwaltung am Mittwoch mit. Es handelt sich um eine Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Zahlreiche Schweizer Politiker haben die Schließung aller Grenzübergänge für alle - außer dringend benötigtes Personal - verlangt. Das lehnen die Behörden bislang ab.
+++ Fiat schließt seine Werke in Italien zur Desinfektion +++
Der italienische Autobauer Fiat schließt seine Werke, um die Produktionsstätten gründlich desinfizieren zu können. Die Produktion sei "deutlich eingeschränkt", weil viele Beschäftigte nicht arbeiten könnten, teilte Fiat am Mittwoch mit. Die meisten Fabriken müssen demnach aber nur zeitweise schließen. Ansonsten habe der Autobauer bereits vor Wochen auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert. So sei die Arbeit von Zuhause aus erleichtert worden; fürs Personal gebe es "strikte Regeln" vor allem in den Kantinen und beim Betreten der Werksgelände.
+++ Polen schließt wegen Coronavirus alle Schulen und Universitäten +++
Als Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Polen für zwei Wochen alle Kindergärten, Schulen und Universitäten. Auch Museen, Kinos und Theater bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. "Für unserer Kinder ist es am besten, nicht aus dem Haus zu gehen, denn Kinder können die Krankheit leicht auf ältere Familienmitglieder übertragen."
In Grundschulen und Kindergärten sollen die Kinder am Donnerstag und Freitag bei Bedarf noch betreut werden, damit die Eltern Zeit bekommen, das Familienleben entsprechend zu organisieren. Gesundheitsminister Lukasz Szumowski appellierte an die Eltern, die Kinder während der schulfreien Zeit in Quarantäne zu halten. Nach Angaben der Regierung gibt es in Polen derzeit 25 bestätigte Coronavirus-Fälle.
+++ Peking stellt alle Ankömmlinge aus dem Ausland 14 Tage unter Quarantäne +++
Aus Furcht vor dem neuartigen Coronavirus stellt Chinas Hauptstadt Peking alle aus dem Ausland einreisende Menschen für 14 Tage unter Quarantäne. Nachdem für Ankömmlinge aus besonders schwer von der Epidemie betroffenen Ländern wie Italien eine Quarantäne bereits verpflichtend war, werde die Maßnahme auf alle Ankömmlinge aus dem Ausland ausgeweitet, teilte die Pekinger Stadtverwaltung am Mittwoch mit.
Die Betroffenen würden zuhause unter Beobachtung gestellt oder müssten sich in Quarantäne-Unterkünfte begeben, sagte Zhang Quiang von der Stadtverwaltung bei einer Pressekonferenz. Bei Ankömmlingen aus den Hoch-Risiko-Ländern Italien, Iran, Südkorea und Japan werden zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Sie landen in einem separaten Bereich des Internationalen Flughafens von Peking, sagte ein Flughafenmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP.
+++ Niedersachsen sagt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern ab +++
Das Land Niedersachsen hat wegen des Coronavirus erlassen, alle Veranstaltungen im Land mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Das hat Gesundheitsministerin Carola Reimann am Mittwoch in Hannover bekanntgegeben. "Wir haben es mit einem Infektionsgeschehen zu tun, das eine sehr hohe Dynamik hat, und wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht", sagte die SPD-Politikerin. "In Niedersachsen gilt: Sicherheit und Gesundheit gehen vor." Es dürfe auch nicht der Eindruck entstehen, dass Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern per se bedenkenlos seien. "Jede Veranstaltung in Niedersachsen steht auf dem Prüfstand", sagte Reimann.
+++ Borussia Mönchengladbach verschiebt Jahreshauptversammlung +++
Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach wird seine am 21. April geplante Jahreshauptversammlung wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Dies teilte der Club mit. Bislang gab es für die Mitglieder noch keine fristgerechte Einladung, aber einen Hinweis auf den Termin.
+++ Union Berlin spielt gegen Bayern München nun doch ohne Zuschauer +++
Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Bezirksamt gab eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.
+++ Österreich stellt Personen-Zugverkehr von und nach Italien ein +++
Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nicht betroffen sei der Güterverkehr. Als vorläufig letzter Zug habe am Vormittag ein Eurocity aus Italien in Richtung Innsbruck und München die Grenze passiert.
Die im Kampf gegen das Coronavirus angekündigten Kontrollen des Autoverkehrs an der Grenze zu Italien sollten am Mittwoch beginnen. Am Vormittag liefen die "aufwendigen Vorbereitungen", sagte Polizeisprecher Stefan Eder der Deutschen Presse-Agentur. Für die Kontrollen seien "bauliche Maßnahmen" erforderlich, unter anderem müssten Leitplanken abmontiert werden. Zudem sei zu klären, wohin die Fahrzeuge jeweils geleitet werden und wie genau mit zu erwartenden Staus umgegangen wird. Eine genaue Startzeit für die Kontrollen nannte er nicht.
Die österreichische Regierung hatte am Dienstag weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Kontrollen an der Grenze zum südlichen Nachbarland Italien werden dadurch in nächster Zeit wieder zur Normalität. Fast niemand aus Italien darf mehr aus beruflichen oder privaten Gründen zu Zielen in Österreich fahren.
+++ Vier Corona-Infektionen in der EU-Kommission registriert +++
Die EU-Kommission hat die ersten vier Fälle von Coronavirus-Infektionen unter ihren rund 32.000 Beschäftigten registriert. Drei weitere Mitarbeiter warteten noch auf Testergebnisse, hieß es in einer internen Email, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.
Die Brüsseler Behörde beschrieb darin ihre Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Virus. Rückkehrer von Dienstreisen aus Italien sollen zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Interne Fortbildungen und Kurse werden bis 3. April ausgesetzt. Mitarbeiter mit Dienstlaptop sollen diesen jeden Abend mit nach Hause nehmen, um notfalls von dort aus arbeiten zu können.
+++ Betrieb in Kölner Lüttich-Kaserne nach Coronafall wieder aufgenommen +++
Der wegen eines Coronavirus-Falls unterbrochene Betrieb in der Kölner Lüttich-Kaserne ist wieder aufgenommen worden. Es seien 102 Kontaktpersonen eines infizierten Mitarbeiters des Bundesamtes für Personalmanagement der Bundeswehr identifiziert worden und nun in häuslicher Isolation, schrieb Präsidentin Sabine Grohmann an ihre Mitarbeiter. Derzeit zeige niemand Symptome einer Infektion. Das Personalamt hat in der Anlage seinen Hauptsitz. Insgesamt arbeiten in der Kaserne, die am Montag geschlossen worden war, etwa 1300 Menschen. Der Infizierte wird im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt.
+++ Erster Todesfall nach Ansteckung mit neuartigem Coronavirus in Belgien +++
In Belgien hat es den ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus gegeben. "Ein Patient im Alter von 90 Jahren" sei in einer Brüsseler Klinik gestorben, erklärte Gesundheitsministerin Maggie de Block . Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, führte sie nicht aus. Die Ministerin sprach der Familie ihr Beileid aus und dankte dem medizinischen Personal im ganzen Land für seine "Professionalität und Verfügbarkeit".
Belgien verzeichnet bislang knapp 300 Ansteckungsfälle. Weltweit sind durch die Epidemie bereits mehr als 4000 Menschen gestorben, in mehr als hundert Ländern wurden mehr als 117.000 Infektionen nachgewiesen. In Europa steigt die Zahl der Ansteckungen weiter rasant.
+++ Tiroler Polizei bereitet Kontrollen an Grenze zu Italien vor +++
Die von Österreich im Kampf gegen das Coronavirus angekündigten Kontrollen an der Grenze zu Italien sollen am Mittwoch beginnen. Derzeit liefen die "aufwendigen Vorbereitungen", sagte Polizeisprecher Stefan Eder der Deutschen Presse-Agentur. Für die Kontrollen seien "bauliche Maßnahmen" erforderlich, unter anderem müssten Leitplanken abmontiert werden. Zudem sei zu klären, wohin die Fahrzeuge jeweils geleitet werden und wie genau mit zu erwartenden Staus umgegangen wird. Eine genaue Startzeit für die Kontrollen nannte er nicht.
Die österreichische Regierung hatte am Dienstag weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Kontrollen an der Grenze zum südlichen Nachbarland Italien werden dadurch in nächster Zeit wieder zur Normalität. Fast niemand aus Italien darf mehr aus beruflichen oder privaten Gründen zu Zielen in Österreich fahren. Für Touristen, die jetzt noch in Italien sind, gilt: Die Durchreise durch Österreich ist möglich - aber ohne Stopp.
+++ Wütende Twitterkommentare nach Corona-Tweet von Kabarettist Nuhr +++
Kabarettist Dieter Nuhr, 59, möchte trotz Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen auftreten - ein Tweet dazu hat bei Twitter überwiegend wütende Reaktionen ausgelöst. "Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...", schrieb der 59-Jährige am Dienstag.
Er reagierte damit auf die Ankündigung mehrerer deutscher Bundesländer, Großveranstaltungen abzusagen. Nuhr absolviert derzeit eine Tour in Deutschland und Österreich. Für Donnerstag ist im ausverkauften Säälchen in Berlin eine TV-Aufzeichnung vor Publikum geplant. Am Tag darauf sollte eigentlich eine Nuhr-Show in Hagen stattfinden. Wegen des Coronavirus wurde diese jedoch abgesagt - genauso wie seine Auftritte in Wien am 15. und 16. März.
Bei Twitter bekam Nuhr überwiegend negative Reaktionen. "Das ist richtig dumm soetwas zu schreiben. Man darf 1x im Leben auch an Andere denken", lautet ein Kommentar. "Schlag nach, was eine Exponentialkurve ist", schrieb ein anderer Twitternutzer. In Berlin ist das Kulturleben wie in vielen anderen Städten bereits drastisch eingeschränkt: Die Aufführungen in den großen Sälen der staatlichen Häuser in der Hauptstadt sind zunächst bis zum 19. April abgesagt.
+++ Führende Ökonomen: Notfalls Rettungsfonds für Firmen in Corona-Krise +++
Führende deutsche Ökonomen sprechen sich bei einer Verschärfung der Corona-Krise dafür aus, dass sich der Staat notfalls an Unternehmen beteiligt. Das geht aus einem in Berlin vorgelegten Papier mehrerer Wirtschaftsforscher hervor. Wenn es nicht gelingen sollte, die Ausbreitung der wirtschaftlichen "Schockwellen" einzudämmen, so dass es in größerem Stil zu Unternehmensinsolvenzen käme, wäre als letzte Möglichkeit an Firmenbeteiligungen des Staates mit Eigenkapital zu denken. Dies wäre analog zur Rettung von Banken in der Finanzkrise 2008/2009. Das Papier stammt von Ökonomen wie Ifo-Präsident Clemens Fuest, dem früheren "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger sowie dem Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr.
+++ Spahn: Deutschland bei Intensivmedizin vergleichsweise gut aufgestellt +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland im Kampf gegen die Corona-Epidemie bei der Intensivmedizin vergleichsweise gut aufgestellt. Es gebe 28.000 Betten auf Intensivstationen, davon etwa 25.000 mit Beatmungsmöglichkeit, sagte Spahn im Deutschlandfunk. Das sei bezogen auf die Bevölkerungsgröße "die beste Ausstattung in ganz Europa". Trotzdem könne es auch hier zu Engpässen kommen, wenn gleichzeitig viele Infizierte zu behandeln seien.
+++ Türkei meldet ersten bestätigten Coronavirus-Fall +++
In der Türkei ist der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden. Der positiv auf das Virus getestete Mann sei erst kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht in Ankara mit. Es handele sich um einen Türken, sein Zustand sei gut. Der Patient sei isoliert worden, seine Familie stünde unter Beobachtung.
Koca machte keine Angaben dazu, wohin der Mann gereist war und wo er behandelt wird. Als Grund nannte er den Schutz der Privatsphäre des Patienten. Der Minister rief türkische Staatsbürger dazu auf, Auslandsreisen möglichst zu vermeiden. Wer aus dem Ausland zurückkehre, solle sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.
+++ Merkel tritt erstmals zur Corona-Krise vor die Medien +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich heute erstmals in einer Pressekonferenz nur zur Corona-Krise äußern. Zusammen mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, will sie sich um 11.30 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin den Fragen der Medien stellen. Laut der Einladung will sie dabei auf die Ergebnisse der Video-Konferenz des Europäischen Rats vom Vorabend eingehen.
+++ Keine Selfies mit Fans: Formel 1 schränkt Kontakt für Fahrer ein +++
Angesichts der Coronavirus-Krise schränkt die Formel 1 den Kontakt zwischen Fahrern und Fans ein. Wie der Veranstalter des Saisonauftakts in Melbourne mitteilte, werden die obligatorischen Autogrammstunden durch Interviews mit den Piloten ersetzt. Zudem sollen die Fahrer auf dem sogenannten Melbourne Walk auf Selfies und Autogramme verzichten. Durch mehr Distanz soll das Risiko einer möglichen Ansteckung mit Sars-CoV-2 minimiert werden. Das Virus kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen.
Der Melbourne Walk ist die Zufahrt zum Fahrerlager auf dem Albert Park Circuit, wo Fans ihre Idole vor dem Eintritt in einen abgesperrten Bereich noch um Fotos oder Autogramme bitten können.
+++ Gesundheitssenatorin: Union Berlin gegen Bayern ohne Zuschauer +++
Die Bundesligapartie zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem deutschen Fußballmeister FC Bayern München am Samstagabend wird nach Angaben der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nun doch zum Geisterspiel. "Nach meinem Kenntnisstand wird das Spiel ohne Zuschauer stattfinden", sagte sie dem Berliner Radiosender 105'5 Spreeradio. Dem Berliner Fußball-Bundesligisten liegen dazu bislang keine Informationen vor, sagte Pressesprecher Christian Arbeit auf Anfrage.
Tags zuvor hatte der 1. FC Union mitgeteilt, die örtlichen Behörden im Stadtbezirk Treptow-Köpenick hätten den Berliner Verein informiert, "dass sie nach umfangreicher Prüfung der aktuellen Risikobewertung in Bezug auf die Ausbreitung des Corona-Virus entschieden haben, keine Anordnung über einen Ausschluss von Zuschauern für das Heimspiel zu erlassen."
+++ Merkel will mit Sozialpartnern Maßnahmen gegen Corona-Krise erörtern +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Freitagabend mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über weitere Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen, zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet. An dem Treffen sollen auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD) teilnehmen. Das Bundeskabinett hatte am Dienstag ein Gesetz auf den Weg gebracht, das eine massive Ausweitung der Kurzarbeit vorsieht.
+++ Spahn: Kein Verständnis für Bundesliga-Partie von Union vor Publikum +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat kein Verständnis dafür, dass das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstag vor Publikum ausgetragen werden soll. "Ich bin etwas verwundert, das will ich sagen, über das, was hier in Berlin mit diesem Fußballspiel passiert", sagte er im Deutschlandfunk. Die Verantwortlichen hätten mit ihren Kommentaren dazu gezeigt, dass sie noch nicht abschließend verstanden hätten, worum es hier geht.
Mehrere Bundesligaspiele werden am Wochenende ohne Zuschauer stattfinden, um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Spahn hatte zuvor empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen.
+++ Erste Coronavirus-Verdachtsfälle im Formel-1-Fahrerlager +++
Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens drei Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, zwei bei Haas. Sie befinden sich derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Die Formel 1 plant am Sonntag den ersten Grand Prix des Jahres auszutragen.
+++ Auch Formel-E-Rennen in Jakarta wegen Coronavirus-Epidemie abgesagt +++
Die Formel E hat ein weiteres Rennen wegen des Coronavirus abgesagt. Wie die erste vollelektrische Motorsport-Rennserie am Mittwochmorgen bekanntgab, findet der für den 6. Juni geplante ePrix im indonesischen Jakarta nicht statt. Darüber habe der Gouverneur von Jakarta nach Rücksprache mit der Formel E, dem Automobil-Weltverband, dem indonesischen Verband und dem Organisationskomitee informiert. In Indonesien sind bislang knapp 30 Fälle bestätigt.
Es ist bereits das dritte Rennen, dass die Serie nicht wie geplant durchführt. Der für den 21. März vorgesehene ePrix im chinesischen Sanya wurde verschoben. Das Rennen in Rom, das am 4. April hätte stattfinden sollen, wurde aufgrund der Infektionswelle durch den Erreger Sars-CoV-2 abgesagt.
+++ Einige Unternehmen in chinesischer Metropole Wuhan dürfen Betrieb wiederaufnehmen +++
In der schwer von der Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan dürfen einige Unternehmen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dies gelte unter anderem für Unternehmen, die wichtig seien für "globale Industrieketten", teilte die Regierung der Provinz Hubei am Mittwoch mit, in der Wuhan liegt. Ihnen müsse aber eine behördliche Genehmigung vorliegen. Auch Betriebe, die Güter des täglichen Bedarfs herstellen, dürfen demnach ihre Produktion wiederaufnehmen. In der Elf-Millionen-Einwohner-Metropole Wuhan war das neuartige Coronavirus im Dezember erstmals bei Menschen aufgetreten. Seitdem wurden in Festlandchina knapp 81.000 Infektionen sowie mehr als 3100 Todesfälle registriert, die meisten in Hubei.
+++ Washington fordert wegen Coronavirus Freilassung aller US-Gefangenen im Iran +++
Die USA haben angesichts der Ausbreitung des Coronavirus im Iran die dortige Regierung zur "unverzüglichen" Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Die US-Regierung werde die Führung in Teheran für alle möglicherweise an dem Virus sterbenden US-Häftlinge "direkt verantwortlich machen", erklärte Außenminister Mike Pompeo am Dienstag. In einem solchen Fall würden die USA "entschlossen" reagieren, warnte er.
Pompeo verwies auf "tief beunruhigende" Berichte, wonach sich der neuartige Erreger in iranische Haftanstalten ausgebreitet haben soll. Dass dennoch weiterhin US-Bürger in Haft seien, verstoße gegen den "grundlegenden menschlichen Anstand". Die iranischen Behörden hatten kürzlich wegen der Ausbreitung des Virus 70.000 Häftlinge vorübergehend auf freien Fuß gesetzt. Der Iran gehört zu den am stärksten von der Epidemie betroffenen Ländern. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen starben dort 291 Menschen an dem Virus, mehr als 8000 Menschen wurden infiziert.
+++ Seit Ausbreitung des Coronavirus sehen Deutsche mehr fern +++
Seit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ist die TV-Nutzung in Deutschland messbar gewachsen - das zeigen Daten von Fernsehforschern. "Insbesondere die Sehdauern in der Primetime entwickeln sich im Februar und März im Vergleich zu den Vorjahresmonaten leicht überdurchschnittlich", sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung, Kerstin Niederauer-Kopf, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anstieg ist umso auffälliger, weil der Konsum klassischen Fernsehens seit Jahren sinkt.
"Dies kann darauf hindeuten, dass sich die Menschen abends aufgrund der aktuellen Situation derzeit mehr Zuhause aufhalten." Dies könne in der Tat eine Auswirkung der Maßnahmen gegen das neue Virus sein, erläuterte Niederauer-Kopf. "Davon profitieren derzeit insbesondere die privaten Sender mit starken Unterhaltungssendungen." Es sei allerdings nicht nur Ablenkung gefragt, schilderte die Expertin. Die Fernsehforscher beobachteten auch steigendes Interesse an Informations-, Nachrichtensendungen und Talkshows.
+++ FDP-Fraktion: Wegen Coronavirus Erhöhung der Ticketsteuer stoppen +++
Um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Epidemie für Fluggesellschaften einzudämmen, fordert die FDP einen Aufschub der geplanten Steuererhöhung für Flugtickets - und damit eine Änderung des Klimapakets. Der Antrag, den die Fraktion in dieser Woche in den Bundestag einbringen will, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. "Es ist davon auszugehen, dass eine derartige Erhöhung den Luftverkehr, als eine am stärksten vom Coronavirus betroffenen Branchen, weiter wirtschaftlich schwächen wird und Arbeitsplatzverluste bevorstehen", heißt es darin. Die Bundesregierung solle die bereits beschlossene Erhöhung der Luftverkehrsteuer ab April aussetzen.
Die Steuererhöhung soll Flüge verteuern. Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr wurde im Gegenzug bereits gesenkt. So sollen mehr Menschen dazu bewegt werden, vom Flugzeug auf die klimafreundlichere Bahn umzusteigen.
+++ Grünen-Politiker Nouripour: USA müssen wegen Coronavirus Iran-Sanktionen lockern +++
Der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour fordert wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine Lockerung der US-Sanktionen gegen den Iran. Dass das Land besonders stark von der Epidemie betroffen ist, liege zwar zum Teil an der "Disfunktionalität des Gesundheitssystems", sagte Nouripour der Nachrichtenagentur AFP. "Nicht zuletzt haben aber auch die amerikanischen Sanktionen das Gesundheitssystem unter Druck gesetzt." Es sei höchste Zeit, "dass die USA ihre Sanktionen gegen Finanztransaktionen in den Iran lockern, um den Notstand im Gesundheitssystem zu verringern", sagte der in Teheran geborene Bundestagsabgeordnete. "Angesichts einer Pandemie gibt es keine Entschuldigung dafür, das Volk für die falsche Politik der Führung des Landes büßen zu lassen." Den Iranern fehle es seit Monaten schon "an der einfachsten medizinischen Versorgung".
Die USA hatten im Mai 2018 das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt und danach wieder massive Sanktionen gegen Teheran verhängt. Humanitäre Hilfsgüter wie Medikamente und medizinische Ausrüstung sind von diesen Strafmaßnahmen zwar ausgenommen. Jedoch kann der Iran praktisch keine medizinischen Güter auf dem internationalen Markt kaufen, weil die Banken aus Furcht vor den US-Sanktionen keine Geschäfte mit Teheran absichern wollen.
+++ Coronavirus-Angst überschattet Japans Gedenken an Tsunami-Opfer +++
Die Furcht vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat das Gedenken in Japan an die Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vor neun Jahren überschattet. Anders als in den Vorjahren fanden am Mittwoch viele Gedenkzeremonien nicht statt oder nur in deutlich kleinerem Rahmen als sonst. Auch die Zentralregierung in Tokio sagte ihre jährliche Gedenkzeremonie ab. Stattdessen wollte der rechtskonservative Ministerpräsident Shinzo Abe an seinem Amtssitz eine Schweigeminute für die Opfer einlegen. Onepager Fukushima
Am 11. März 2011 hatte ein schweres Erdbeben die Region Tohoku im Nordosten erschüttert. Eine gigantische Flutwelle bäumte sich damals an der Pazifikküste auf und walzte alles nieder: Häuser, Häfen, Schulen, Friedhöfe. Dörfer, Städte und riesige Anbauflächen versanken in den Wasser- und Schlammmassen. Rund 18 500 Menschen starben. In Fukushima kam es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu Kernschmelzen. Inzwischen ist die Lage in der Atomruine nach Angaben des Staates unter Kontrolle, Lebensmittel aus Fukushima seien sicher, heißt es.
+++ Bremens Frank Baumann: "Spieltagsabsagen sinnvoller und fairer" +++
Werder Bremens Geschäftsführer Frank Baumann hat kritisiert, dass die Fußball-Bundesliga angesichts der sich ausbreitenden Corona-Epidemie keine Pause einlegt. "Wenn die Gesundheit wirklich das Wichtigste ist, hätten wir konsequenterweise die nächsten beiden Spieltage absagen müssen. Das wäre am sinnvollsten und fairsten gewesen", sagte Baumann dem Online-Portal "deichstube.de". Die DFL hat eine komplette Spieltagsabsage bislang aber abgelehnt.
Das Bremer Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Montag darf nicht mit Zuschauern im Weserstadion ausgetragen werde. Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Dienstag mitteilte, könne die Partie nur als Geisterspiel ausgetragen werden "oder gar nicht". Veranstaltungen mit über 1000 Personen werden in Bremen bis zum 26. März verboten.
+++ Söder: Länder-Alleingänge gefährden Gesundheitsvorsorge +++
Im Kampf gegen das neue Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein einheitliches Handeln aller Bundesländer verlangt – und scharfe Kritik am Land Berlin geübt. Vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag in Berlin mahnte Söder, der derzeit den Vorsitz der Runde hat, nötig sei ein einheitliches Krisenmanagement in ganz Deutschland, das in allen Bundesländern einheitlich angewandt werden müsse. "Sonst entsteht Verunsicherung in der Bevölkerung", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. Er kritisierte: "Solche Fälle wie in Berlin, wo Fußballspiele mit Zuschauern im Alleingang zugelassen werden sollen, schwächen die Gesundheitsvorsorge in Deutschland."
Söder forderte auch ein gemeinsames Vorgehen der Länder, um eine ausreichende Ausrüstung mit Schutzmasken und anderem sicherzustellen. "Wir müssen uns eng abstimmen und zusammen mit dem Bund vernetzen, was die Versorgung mit medizinischem Material angeht. Bei Engpässen, etwa bei Schutzmasken, muss es hier einen Austausch geben zugunsten derjenigen, die Unterstützung am dringendsten brauchen", betonte er.
+++ Coronavirus-Krise: Rettig für Ausgleichszahlungen durch Ligaverband +++
Vor dem Hintergrund von Geisterspielen im deutschen Fußball wegen der Coronavirus-Krise hat der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (56) Ausgleichszahlungen durch den Ligaverband angeregt. "Die DFL/DFB könnten die errechneten Zuschauerausfälle (hier liegen alle Zahlen vor) im Mai ausgleichen, wenn der neue Medienvertrag verabschiedet wird", schrieb Rettig in einem Gastbeitrag für Sport1. "Im Vorgriff auf die zukünftigen Erlöse hier den Mitgliedern, im Prinzip eigenen Gesellschaftern des Ligaverbandes unter die Arme zu greifen, wäre eine pragmatische und faire Lösung, stärkt sie auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit in der im Sommer anstehenden Transferperiode durch Planungssicherheit." Manche Amateurclubs fürchten angesichts drohender Geisterspiele sogar um ihre Existenz.
Rettig sprach sich zudem dafür aus, alle Spiele "der obersten und zuschauerträchtigsten Ligen" in Deutschland ohne Zuschauer auszutragen. "Auch mein Lieblingsverein Rot-Weiss Essen in der 4. Liga wäre betroffen - und ich weiß um die finanziellen Auswirkungen bei einem Traditionsverein, der auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist." Rettig war von 2013 bis 2015 Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL).
+++ Röttgen erwartet Verschiebung von CDU-Parteitag wegen Coronavirus +++
Der CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen geht davon aus, dass der bislang für den 25. April geplante Sonderparteitag zur Neuwahl des Parteichefs wegen des Coronavirus verschoben werden muss. Der Verlauf der Ansteckung in anderen Staaten spreche dafür, dass "wir in einigen Wochen eine ganz ähnliche Situation auch in Deutschland haben werden", sagte der Ex-Bundesumweltminister der "Augsburger Allgemeinen". Größere Veranstaltungen würden dann nicht mehr stattfinden, "Ausnahmen wird es nicht geben". Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits vor einigen Tagen für die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als tausend Menschen plädiert, was auch den CDU-Parteitag betreffen würde.
+++ Wegen Coronavirus: Premier-League-Spiel von Man City verschoben +++
Das für Mittwochabend geplante Nachholspiel in der Premier League zwischen Pep Guardiolas Manchester City und dem FC Arsenal ist wegen des neuartigen Coronavirus verschoben worden. Wie die englische erste Fußball-Liga in der Nacht mitteilte, handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Es ist die erste Verschiebung eines Premier-League-Spiels nach Ausbruch des Virus. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.Bisherige Geisterspiele in der Bundesliga - 13.30
Die Verschiebung ist eine Reaktion auf den Nachweis des Virus Sars-CoV-2 beim Besitzer des griechischen Traditionsvereins Olympiakos Piräus, Evangelos Marinakis. Arsenal hatte zuletzt in der Europa League gegen die Griechen gespielt, Marinakis hat sich mit dem Virus infiziert. Es kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen.
+++ Coronavirus: Zahl neuer Infektionen in Südkorea steigt wieder +++
Die Zahl der neu erfassten Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist nach der rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen. Am Dienstag seien 242 weitere Fälle diagnostiziert worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 7755. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 60.
Zwar konzentriert sich die Mehrheit der neuen Infektionsfälle wieder in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region. Doch wurden allein in Seoul 52 zusätzliche Ansteckungen festgestellt. Es war der bisher größte Tagesanstieg in der Hauptstadt, wo es eine Häufung von Infektionen unter Mitarbeitern eines Call-Centers im Südwesten gibt. Das löste die Befürchtung einer weiteren Ausbreitung in der Stadt mit einer Bevölkerung von etwa 9,8 Millionen aus. Bisher wurden in Seoul mehr als 190 Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet.PAID STERN 2020_12 Abstand Halten...22.30
+++ Britische Gesundheits-Staatssekretärin mit Coronavirus infiziert +++
Eine Staatssekretärin im britischen Gesundheitsministerium hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv auf den Erreger getestet worden und befinde sich in Quarantäne zuhause, teilte die parlamentarische Staatssekretärin Nadine Dorries am Dienstagabend mit. Gesundheitsbeamte verfolgen nach ihren Angaben derzeit nach, wo sie sich ansteckte und mit wem sie seither in Kontakt stand. Die Zeitung "Times" berichtete, Dorries habe zuletzt direkten Kontakt zu hunderten Menschen gehabt, darunter auch zu Premierminister Boris Johnson.
Die Staatssekretärin ist das erste Mitglied des britischen Regierungsteams, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Da sie auch Abgeordnete ist, könnte ihre Infektion die Rufe nach einer Schließung des britischen Parlaments lauter werden lassen. Insgesamt gab es in Großbritannien bis Dienstag 373 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Sechs Menschen starben dort an der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.
+++ Einsturz von Quarantäne-Hotel in China: Zahl der Toten steigt auf 26 +++
Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der ostchinesischen Stadt Quanzhou ist die Zahl der Todesopfer auf 26 gestiegen. Drei Menschen wurden weiterhin unter den Trümmern vermisst, wie chinesische Staatsmedien am Mittwoch berichteten. Das Xinjia Hotel in der Metropole der südostchinesischen Provinz Fujian war am Samstag eingestürzt. Nach ersten Ermittlungen könnten Renovierungsarbeiten der Auslöser gewesen sein. Das siebengeschossige Hotel mit rund 80 Zimmern war genutzt worden, um Menschen, die aus anderen Provinzen kommen, wegen des neuartigen Coronavirus unter Quarantäne zu stellen und zu beobachten.
+++ Bericht: Bundesländer wollen wegen Coronavirus Notfallplan für Abitur erarbeiten +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen sich die Kultusminister der Bundesländer auf eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen verständigen. Bei ihrer Sitzung am Donnerstag und Freitag in Berlin werde die Kultusministerkonferenz (KMK) darüber beraten, wie das Abitur "unter diesen Bedingungen stattfinden kann", sagte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Von den Notfallplanungen betroffen seien sowohl die schriftlichen Prüfungen als auch das mündliche Abitur.
In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik.
+++ Zahl neuer Virus-Infektionen in China weiter auf niedrigem Niveau +++
Mit 24 neu nachgewiesenen Fällen ist die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in China wieder leicht gestiegen. Wie aus am Mittwoch von der Pekinger Gesundheitskommission vorgelegten Zahlen hervorging, wurden damit landesweit fünf Fälle mehr als am Dienstag registriert, als die bisher niedrigste Zahl neuer Covid-19-Erkrankungen seit Ausbruch der Epidemie verkündet worden war.
Auch die Zahl der neuen Todesfälle legte im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 17 auf 22 zu. Insgesamt blieben die Fallzahlen laut der offiziellen Angaben jedoch auf einem niedrigen Niveau. Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80 778 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 61 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3158 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.
+++ Coachella-Festival in Kalifornien wegen Coronavirus verschoben +++
Das legendäre Coachella-Festival in Kalifornien wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht wie ursprünglich geplant Mitte April stattfinden. Die Konzerte an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden seien auf Oktober verschoben worden, teilten die Veranstalter am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Mit dem Aufschub würde man den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde in dem Bezirk Riverside County folgen, hieß es. In der Region sind nach Angaben der Behörden mehrere Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.
Mehr als 125.000 Konzertgänger waren auf dem Festivalgelände in Indio im April erwartet worden. Als Hauptacts an sechs Tagen sollten Gruppen und Künstler wie Rage Against the Machine, Travis Scott, Frank Ocean, Lana Del Rey, Big Sean und Calvin Harris auftreten.
+++ Türkei meldet ersten Coronavirus-Fall +++
Die Türkei hat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Der positiv auf den Erreger getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, bei der er sich mutmaßlich angesteckt habe, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zum Mittwoch in einer Fernsehansprache nicht. Dem Patienten gehe es gut. Angaben dazu, wohin in Europa der Mann gereist war und wo in der Türkei er behandelt wird, machte der Minister nicht. Koca rief die türkischen Bürger auf, Reisen ins Ausland derzeit möglichst zu meiden.
Meldungen von Dienstag, den 10. März 2020:
+++ Coronavirus-Epidemie: Sanders und Biden sagen Wahlkampfauftritte ab +++
Die Coronavirus-Epidemie hat auch Konsequenzen für den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber, der linke Senator Bernie Sanders und Ex-US-Vizepräsident Joe Biden, sagten für diesen Dienstagabend (Ortszeit) geplante Wahlkampfauftritte im US-Bundesstaat Ohio ab. Damit würden Warnungen des Bundesstaates vor Großveranstaltung in geschlossenen Räumen beherzigt, teilte der Sprecher von Sanders' Wahlkampfteam, Mike Casca, mit. Bei allen künftigen Wahlkampfveranstaltungen werde von Fall zu Fall entschieden, teilte das Wahlkampfteam weiter mit.
+++ Trump sieht bei sich derzeit keine Notwendigkeit für Coronavirus-Test +++
US-Präsident Donald Trump sieht derzeit keine Notwendigkeit, sich einem Coronavirus-Test zu unterziehen. Grundsätzlich würde er einen solchen Test machen, das sei schließlich "kein großes Ding", sagte Trump am Dienstag in Washington vor Journalisten. Das Coronavirus schafft, woran alle anderen scheitern: Donald Trump ist mit seinem Lügen-Latein am Ende 17.50
Sein Leibarzt habe ihm aber gesagt, dass derzeit kein Anlass bestehe. "Es gibt keine Symptome, nichts", sagte der 73-Jährige. Er fühle sich "äußerst gut". Trump hatte zuletzt Kontakt mit drei Abgeordneten seiner Republikanischen Partei, die wiederum Kontakt mit einem Coronavirus-Infizierten hatten. Einer von ihnen ist Trumps designierter neuer Stabschef Mark Meadows, der sich selbst in eine freiwillige Quarantäne begeben hat. Ein Coronavirus-Test bei Meadows fiel negativ aus.
+++ EU will Wirtschaft mit 25 Milliarden Euro gegen Virus-Folgen helfen +++
Mit 25 Milliarden Euro will die Europäische Union ihre Wirtschaft gegen die schlimmsten Folgen der Covis-19-Epidemie wappnen. Nach einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag einen entsprechenden Fonds an. Das Geld komme aus den Strukturfonds und solle rasch fließen, sagte von der Leyen.
+++ Guardiola: Partien lieber verschieben als Geisterspiele +++
Trainer Pep Guardiola vom englischen Fußballmeister Manchester City hat sich mit Blick auf die Coronavirus-Krise dafür ausgesprochen, Spiele zu verschieben anstatt vor leeren Rängen zu spielen. "Der Grund, warum wir unseren Job machen, sind die Leute", sagte Guardiola am Dienstag. "Wenn die Uefa sagt, wir müssen ohne Zuschauer spielen, machen wir das. Aber wenn das für lange Zeit so gehen soll, hat das keinen Sinn."
+++ Klopp zum Coronavirus: "Einige Dinge sind wichtiger als Fußball"
Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat Zweifel daran geäußert, ob Geisterspiele im Kampf gegen das neuartige Coronavirus das geeignete Mittel sind. "Ich weiß nicht genug darüber, wie sehr das bei Fußballspielen helfen würde", sagte Klopp am Dienstag. "Aber das Problem bei Fußballspielen ist: Wenn du nicht im Stadion bist, guckst du sie in geschlossenen Räumen, vielleicht mit mehreren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was in diesem Fall besser ist." In den kommenden Wochen finden mehrere Fußballspiele in der Bundesliga und der Champions League ohne Zuschauer statt.
Liverpool soll sein Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid am Mittwoch vor Publikum austragen. Sollte es in den kommenden Wochen doch zu einem Ausschluss der Zuschauer kommen, hätte Klopp allerdings Verständnis. "Was immer entschieden wird, wir werden das respektieren, weil wir alle Familien, Eltern, Kinder, Freunde haben und wollen, dass es denen gut geht", sagte er. "Ich glaube, einige Dinge sind wichtiger als Fußball, und ich glaube, das wird uns in diesem Moment gerade bewusst. Alles, was wir jetzt brauchen, ist Zeit, um eine Lösung dafür zu finden."
Vor dem Spiel gegen Atlético rief der FC Liverpool Stadionbesucher auf seiner Website zu "gutem Hygiene-Verhalten" auf. In Anfield soll es Handdesinfektionsmittel und antibakterielle Seife geben, dazu werden Plakate mit medizinischen Anweisungen aufgehängt.
+++ Seehofer kehrt nach negativem Corona-Test nach Berlin zurück +++
Nach dem negativen Coronavirus-Test bei einer Kontaktperson von Bundesinnenminister Horst Seehofer kehrt der CSU-Politiker am Mittwoch nach Berlin zurück. "Alle Testergebnisse liegen vor. Seehofer ist morgen wieder in Berlin", erklärte sein Sprecher Steve Alter am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Seehofer war zu Wochenbeginn zu Hause in Ingolstadt geblieben, weil er vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Corona-Verdachtsfall hatte.
+++ Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus +++
Um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland zu bremsen, wird die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen verstärken. Der Krisenstab der Bundesregierung teilte am Dienstagabend in Berlin mit, die Polizei werde die Kontrollen "insbesondere an den Südgrenzen noch einmal intensivieren".
+++ DFB-Generalsekretär Curtius: Fußball darf nicht isoliert handeln +++
DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius hat an den Verstand und die Dialogbereitschaft der Fußball-Funktionäre im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus appelliert. "Der Fußball kann und darf nicht isoliert handeln, sondern immer in Absprache mit den Gesundheitsbehörden. Wichtig sind klare, verbindliche Entscheidungen der zuständigen Behörden vor Ort. Sie sind hier die Fachleute", sagte Curtius in einer vom DFB veröffentlichten Mitteilung. Dies gelte sowohl für den Profi- als auch für den Amateurfußball.
+++ Merkel rechnet mit sehr hoher Zahl an Coronavirus-Infizierten +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anstecken könnten. 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren, sagte sie nach Teilnehmerangaben in der Fraktionssitzung am Dienstag. Zuvor hatte "Bild.de" darüber berichtet. Die Zahlen hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit genannt. Noch sei unbekannt, in welcher Zeit dieses Infektionsgeschehen verlaufe, betonte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger."
Problematisch werde es etwa für das Gesundheitssystem, wenn das Ganze in komprimierter, kurzer Zeit auftrete. "Darum sind die Behörden dabei, alles zu tun, um beginnende Ausbrüche zu erkennen und zu verlangsamen." Mediziner arbeiten zudem an Medikamenten und Impfstoffen. Mit einem Einsatz von Impfstoffen rechnen sie in ein bis eineinhalb Jahren.
+++ Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus +++
Um die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland zu bremsen, wird die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen verstärken. Der Krisenstab der Bundesregierung teilte am Dienstagabend in Berlin mit, die Polizei werde die Kontrollen "insbesondere an den Südgrenzen noch einmal intensivieren".
+++ Air France streicht Verbindungen nach Italien +++
Die französische Fluggesellschaft Air France hat aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 alle Flüge nach Italien ab dem 14. März gestrichen. Die Maßnahme solle bis einschließlich 3. April gelten, teilte die Fluggesellschaft am Dienstagabend mit. Bis zum 14. März wird Air France einen Flug pro Tag zu jedem ihrer italienischen Reiseziele beibehalten, hieß es weiter. So könnten Reisende, die das wünschen, ihre Reise vorziehen. Das Unternehmen gab an, dass es seinen Flugplan an die Nachfrage anpasse, da die Covid-19-Epidemie in Italien zu einem Rückgang der Buchungen geführt habe. Italien hat die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten nach China.
+++ Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister +++
Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. "Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke. "Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus", betonte Tripcke.
+++ FC Bayern gegen Chelsea in der Champions League ohne Publikum +++
Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.
+++ Britischer Ferienpark-Betreiber befüllt Spielautomaten mit Klopapier +++
Der Betreiber eines britischen Ferienparks hat als Reaktion auf Hamsterkäufe wegen der Covid-19-Epidemie seine Spielautomaten mit Toilettenpapier und Desinfektionsmittel befüllt. Wo es sonst gilt, mit einem Greifarm Teddybären und andere Stofftiere aus dem Automaten zu angeln, sind jetzt die weißen Rollen und Flaschen mit Desinfektionsgel zu gewinnen. "Das ist einfach ein bisschen Spaß, weil die Leute mit den Hamsterkäufen gerade ein bisschen durchdrehen", sagte der Besitzer des Braddicks Holiday Centre in der Grafschaft Devon, Robert Braddick, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In Großbritannien sind wie in vielen anderen Ländern wegen des Coronavirus-Ausbruchs manche Regale mit Hygieneprodukten in Supermärkten und Drogeriemärkten des Öfteren leer. Die Zahl der nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten in Großbritannien stieg am Dienstag auf mehr als 370, sechs Menschen sind bisher an Covid-19 gestorben.
+++ Geisterspiele im französischen Profifußball bis 15. April +++
Alle Fußballspiele der Ligue 1 und Ligue 2 in Frankreich werden wegen des Coronavirus bis 15. April ohne Zuschauer stattfinden. Die Einzelheiten für die betroffen Spiele sollen am Mittwoch festgelegt werden, teilte der französische Fußballverband Ligue de Football Professionnel am Dienstag mit. Man setze mit der Entscheidung die Vorgaben der Regierung im Kampf gegen das Coronavirus um.
Zudem wird auch die Nationalmannschaft des Landes ihre beiden Test-Länderspiele ohne Zuschauer bestreiten. Das erklärte Verbandschef Noël Le Graët dem Sender BFMTV. Das Weltmeister-Team wird die Spiele am 27. März gegen die Ukraine und am 31. März gegen Finnland im Stade de France bei Paris bestreiten.
+++ Veranstaltungen in Berliner Theatern und Opernhäusern abgesagt +++
Zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden alle geplanten Veranstaltungen in den großen Sälen der staatlichen Theater, Opern- und Konzerthäuser in Berlin abgesagt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teilte am Dienstag mit, dieser Beschluss gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien, also bis zum 19. April.
+++ Spahn: Bei Intensiv-Medizin besser aufgestellt als andere EU-Länder +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht nach eigener Einschätzung Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus medizinisch besser aufgestellt als andere europäische Länder. In den deutschen Krankenhäusern gebe es 28 000 Intensivplätze, davon seien 25.000 mit Beatmungsmöglichkeiten ausgerüstet, sagte Spahn am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Dies sei mehr als in anderen EU-Ländern.
+++ Wegen Coronavirus: Auch Hoffenheim gegen Hertha wird zum Geisterspiel +++
Auch das Heimspiel der TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC am Samstag wird wegen der Auswirkungen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. "Die Gesundheit der Zuschauer ist das höchste Gut, daran haben sich alle Gespräche und Entscheidungen der vergangenen Stunden bemessen", sagte TSG-Geschäftsführer Frank Briel. Die Entscheidung sei nach intensivem Austausch mit den zuständigen Bundes-, Landes- und Regional-Behörden gefallen.
+++ Merkel: "60 Prozent der Menschen werden damit etwas zu tun haben" +++
Kanzlerin Angela Merkel hat einen konsequenten Kampf der Bundesregierung gegen das neue Coronavirus angekündigt. Man werde unerschrocken das Notwendige gegen die Ausbreitung tun, sagte Merkel am Dienstag während der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Wie die "Welt" unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung berichtet, soll Merkel zudem gesagt haben, "60 Prozent der Menschen werden damit etwas zu tun haben". Die Angaben der Wissenschaftler seien plausibel.
+++ Fußball-Länderspiel gegen Italien in Nürnberg vor leeren Rängen +++
Das Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Italien am 31. März in Nürnberg wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus vor leeren Rängen ausgetragen. Darüber hat die Stadt Nürnberg am Dienstag den Deutschen Fußball-Bund informiert, wie der DFB mitteilte.
+++ "Fridays for Future"-Bewegung sagt Klimastreik ab +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sagt die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" für Freitag geplante große Demonstrationen vor den bayerischen Kommunalwahlen ab. Auf Twitter hieß es: "#FlattenTheCurve heißt, auch als Veranstalter*in Verantwortung zu übernehmen. Schweren Herzens sagen wir die für Freitag geplanten großen Klimastreiks ab. Statt auf den Straßen werden wir online beim #NetzstreikFürsKlima umso lauter."
Eine Sprecherin sagte in einer live im Netz übertragenen Pressekonferenz in München, Proteste in den großen Städten fänden nicht statt, kleinere Proteste dagegen schon. Außerdem werde es am Freitag "verschiedene kreative Aktionen" geben.
Genauere Zahlen könne man noch nicht nennen, sagte eine andere Vertreterin der Klimaschützer. Fridays for Future hatte für diesen Freitag vor allem in Bayern zu Demonstrationen aufgerufen, um vor den Kommunalwahlen am Sonntag das Thema Klimaschutz in den Fokus zu rücken. Die Aktivistin Luisa Neubauer sagte in München, auch in anderen Staaten werde erwogen, Demonstrationen abzusagen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für kommenden Freitag werde stattdessen zu "massiven Digitalstreiks" aufgerufen - das bedeute etwa, Bilder von Protestschildern im Internet zu posten.
+++ Bundestag gibt bis zu einer Milliarde für Corona-Abwehr +++
Der Bundestag stellt massive Finanzmittel zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung. "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro", kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.
+++ Union Berlin spielt gegen Bayern München mit Publikum +++
Das Bundesligaspiel zwischen Union Berlin und dem FC Bayern München am Samstagabend wird mit Publikum ausgetragen. Dies teilte der Berliner Fußball-Club am Dienstag nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden mit.
+++ Delta und American Airlines schränken Flugplan wegen Coronavirus ein +++
Die großen US-Fluggesellschaften Delta Air Lines und American Airlines streichen ihre Flugpläne wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus weiter zusammen. American teilte am Dienstag mit, dass internationale Flüge im Sommer um 10 Prozent eingeschränkt werden sollen, auf Transpazifik-Routen sei sogar eine Reduzierung um 55 Prozent vorgesehen. Im US-Markt soll das Angebot im April wegen schwacher Nachfrage um 7,5 Prozent sinken.
Delta gab bekannt, internationale Flüge um 20 bis 25 Prozent zu drosseln und US-Flüge um 10 bis 15 Prozent. Zudem strich das Unternehmen die Prognose für das erste Quartal und das Geschäftsjahr 2020. Das Virus belaste die Erlöse erheblich, das Buchungsvolumen sinke und die Ticketstornierungen legten zu, warnte die Fluggesellschaft Investoren bei einer Konferenz in New York.
PAID Leserfragen zu Corona Sammelstück - 13.20
+++ Coronavirus-Risiken: Vatikan sperrt den Petersplatz +++
Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am Dienstag den Petersplatz in Rom für die Öffentlichkeit gesperrt. Das teilte das Pressebüro des Kirchenstaates am Dienstag mit. Die Schließung gelte zunächst bis zum 3. April. Das ist auch das Datum, bis zu dem die italienische Regierung die Bewegungsfreiheit im ganzen Land eingeschränkt hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Bereits vorher hatte der Vatikan seine Museen und damit die vielbesuchte Sixtinische Kapelle geschlossen, wie der Kirchenstaat am Sonntag mitteilte. Das traditionelle Angelus-Gebet von Papst Franziskus wurde nur per Video auf den Petersplatz übertragen - normalerweise steht der Papst dabei am Fenster des Apostolischen Palastes und spricht es direkt zu der Menschenmenge.
+++ Wegen Coronavirus: Flensburg-Handewitt und THW Kiel ohne Zuschauer +++
Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt und Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel müssen ihre nächsten Heimspiele vor leeren Rängen austragen. Grund ist eine Entscheidung von Schleswig-Holsteins Landesregierung vom Dienstag, wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis zum 10. April zu untersagen.
Bei den Kielern sind mit dem Heimspielen gegen den Bergischen HC am 22. März und den SC Magdeburg am 26. März zwei Partien betroffen, in denen es für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha um wichtige Punkte im Kampf um den nationalen Titel geht. Für die Flensburger stehen das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den französischen Vertreter Montpellier HB am 18. März, das Verfolgerduell in der Liga gegen die TSV Hannover-Burgdorf am 22. März sowie die Partie gegen den TBV Lemgo Lippe im Heimspielplan.
+++ Auswärtiges Amt: Mindestens 100 Deutsche auf Malediven gestrandet +++
Mindestens Hundert deutsche Urlauber sitzen zurzeit wegen der Covid-19-Epidemie in Luxushotels auf den Malediven fest. Nach Verdachtsfällen hatte die maledivische Regierung die zwei Touristeninseln Kuredu und Sandies Bathala Island vorübergehend abgeriegelt. Alle Touristen auf den Inseln dürften diese zurzeit nicht verlassen, hieß es. Die Hotels würden aber die Kosten für den unfreiwilligen Weiteraufenthalt auf den Inseln übernehmen, sagten Sprecher der betroffenen Hotels der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.
Die Hotels der beiden Inseln hielten die Gäste an, sich in ihren Hütten oder möglichst fern von anderen Gästen aufzuhalten. Gesundheitsteam machten zurzeit Tests auf das Virus Sars-CoV-2. Auf der Internetseite des Kuredu Island Resort, wo zurzeit rund 700 Mitarbeiter und Gäste lebten, stand: "Das Resort ist mit dem notwendigen Bestand gut ausgestattet und wir sind zuversichtlich, dass alle die benötigte Betreuung erhalten."
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, dass ein Konsularteam vor Ort eine niedrige dreistellige Zahl von deutschen Betroffenen unterstütze. Inzwischen sei auch eine Deutsche positiv auf das Coronavirus getestet worden, sie befinde sich in Quarantäne. Laut maledivischen Gesundheitsbehörden laufen zurzeit Abklärungen, auch weitere Inseln wegen Verdachtsfällen zeitweise abzuriegeln.
+++ Lit.Cologne wegen Coronavirus abgesagt +++
Das Literaturfestival Lit.Cologne ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt worden. Dies geschehe auf Empfehlung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), teilte die Lit.Cologne am Dienstag mit. Man bemühe sich um eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt.
+++ Airline Norwegian streicht wegen Coronavirus 3000 Flüge +++
Die norwegische Billigfluggesellschaft Norwegian will aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs Tausende Flüge streichen. Wegen der anhaltenden Situation um das neuartige Virus und der damit verbundenen gesunkenen Nachfrage werde der Konzern zwischen Mitte März und Mitte Juni schätzungsweise 3000 Flüge absagen, teilte die Airline am Dienstag mit. Das entspreche knapp 15 Prozent der Gesamtkapazität in der Zeit.
Zugleich kündigte Norwegian vorübergehende Entlassungen für größere Teile seiner Belegschaft an, darunter Besatzungsmitglieder und andere Angestellte. Darüber stehe man mit den Gewerkschaften im Gespräch. Zahlen dazu nannte das Unternehmen nicht.
+++ EU-Ministerrat zu Coronavirus-Folgen fällt wegen Coronavirus aus +++
Wegen der Coronavirus-Krise hat der EU-Ministerrat seine nächste Sitzung zu Handelsfragen abgesagt. Das bestätigte eine Sprecherin des kroatischen EU-Vorsitzes am Dienstag in Brüssel der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem Treffen an diesem Donnerstag sollte es unter anderem um die Auswirkungen des Ausbruchs von Covid-19 auf die globalen Lieferketten und Handelsströme gehen. Ob es einen Ersatztermin geben wird, blieb zunächst offen.
+++ Schweiz: Zahl der Sars-CoV-2-Nachweise um gut 50 Prozent gestiegen +++
Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in der Schweiz um mehr als 50 Prozent gestiegen. Am Dienstag waren es 476 bestätigte Fälle, 164 mehr als am Tag davor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Mit Abstand am stärksten betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der von der italienischen Covid-19-Krisenregion Lombardei teils umschlossen ist. Dort gab es bis Dienstag mehr als 90 bestätigte Fälle, zudem den dritten Schweizer Todesfall.
+++ Bremen gegen Leverkusen wegen Coronavirus nur ohne Zuschauer +++
Das für Montagabend angesetzte Fußball-Bundesligaspiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen darf wegen des neuartigen Coronavirus nur vor leeren Rängen stattfinden. Wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer am Dienstag mitteilte, könne das Spiel nur als Geisterspiel ausgetragen werden "oder gar nicht". Veranstaltungen mit über 1000 Personen werden verboten. "Sicher ist, dass am Montag keine Zuschauer im Weserstadion sein werden", sagte Mäurer.
Zuvor waren in Nordrhein-Westfalen bereits das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch und das Revierderby Borussia Dortmund gegen FC Schalke 04 am Samstag zu Geisterspielen erklärt worden.
+++ British Airways streicht alle Flüge von und nach Italien am Dienstag +++
Die Fluggesellschaft British Airways hat am Dienstag alle Flüge von und nach Italien gestrichen. Die Maßnahme gelte vorerst nur für einen Tag, wie eine Sprecherin der Fluggesellschaft mitteilte. Ob auch in den kommenden Tagen und Wochen Verbindungen gestrichen werden, konnte sie zunächst nicht sagen. Italien hatte zuvor wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgeweitet.
British Airways kündigte an, seine Regeln für Buchungsänderungen für Italienflüge zu lockern. Kunden, die einen Flug bis einschließlich 4. April von oder nach Italien gebucht hätten, könnten ihre Flüge entweder auf einen späteren Zeitpunkt umbuchen, nach Zürich oder Genf fliegen oder den Flugpreis erstattet bekommen.
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair streicht wegen der Corona-Krise bis zum 8. April sämtliche Italien-Flüge. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sollen alle inneritalienischen Flüge der Airline ab Mittwoch ausgesetzt werden, internationale Flüge von und nach Italien ab Freitag.
+++ Schleswig-Holstein untersagt große Veranstaltungen +++
Schleswig-Holsteins Landesregierung wird Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen wegen des neuen Coronavirus untersagen. Das habe das Kabinett am Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der Erlass sollte noch am Dienstag auf den Weg gebracht werden.
+++ Bayern untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen +++
Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus untersagt Bayern Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen empfiehlt die Staatsregierung die Absage, jeweils nach Rücksprache mit den Behörden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Rande einer Kabinettssitzung am Dienstag aus Regierungskreisen erfuhr. Angesichts zunehmender Infektionen in Deutschland hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen.
+++ Auch Fußball-Revierderby Dortmund gegen Schalke ohne Publikum +++
Auch das Revierderby in der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an diesem Samstag soll ohne Zuschauer stattfinden. Das entschied die Stadt Dortmund wegen der Auswirkungen durch das Coronavirus am Dienstag.
+++ Chinas Staatschef Xi: Coronavirus-Epidemie in Hubei "im Wesentlichen eingedämmt" +++
Die Coronavirus-Epidemie ist in ihrem bisherigen Epizentrum nach Einschätzung von Chinas Staatschef Xi Jinping "im Wesentlichen eingedämmt". Es gebe "Anfangserfolge" bei der Stabilisierung der Lage in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei und deren Hauptstadt Wuhan, sagte Xi am Dienstag nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Damit habe sich im Kampf gegen die Epidemie das "Blatt gewendet". Wegen der Epidemie hatten die Behörden Ende Januar ganz Hubei mit seinen rund 56 Millionen Einwohnern unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag verkündeten die Behörden eine Lockerung der Restriktionen: Gesunde Menschen dürfen demnach nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen. Etwa 70 Prozent der Infizierten in dem Land seien inzwischen wieder gesund, hieß es bereits am Montag. Xi besuchte am Dienstag erstmals seit dem Ausbruch der Epidemie Wuhan.
China - 70 Prozent der Patienten in China wieder gesund 18.30
+++ Iran: Zahl der Corona-Toten erneut drastisch gestiegen +++
Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Dienstag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 - 881 mehr als am Vortag. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2100 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2731 Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.
+++ Dänemark stoppt Flugverkehr aus Coronavirus-Zentren +++
Flugzeuge aus besonders vom Coronavirus betroffenen Regionen dürfen bis auf Weiteres nicht mehr in Dänemark landen. Der Flugverkehr aus den sogenannten roten Zonen - dazu zählen der Iran, weite Teile Norditaliens sowie Gebiete in Österreich, China und Südkorea - werde eingestellt, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Von Reisen in diese Gebiete solle man dringend absehen. Nach Angaben des dänischen Verkehrsministeriums tritt die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Sie gilt zunächst für 14 Tage, kann jedoch bei Bedarf verlängert werden.
"Diese Situation kann sich ernsthaft, sehr ernsthaft entwickeln", sagte Frederiksen. Als sie am Freitag zu einer Pressekonferenz geladen habe, seien es 21 bestätigte Infektionsfälle in Dänemark sowie zwei auf den Färöer-Inseln gewesen. Nur vier Tage später seien es jetzt bereits 156. Im Gesundheitswesen drohe ein personeller Engpass, sollte sich das Virus weiter verbreiten, sagte sie.
+++ Libanon meldet ersten Coronavirus-Toten +++
Mit dem Libanon hat ein weiteres Land der arabischen Welt seinen ersten Toten durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Dabei handele es sich um einen 56-Jährigen, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Dienstag, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete. Er sei im vergangenen Monat aus Ägypten in den Libanon gekommen. Im Libanon gibt es nach Angaben des Roten Kreuzes offiziell bislang 41 Coronavirus-Infektionen. Das Land pflegt enge Kontakte zum Iran, der von dem Sars-CoV-2 genannten Virus stark betroffen ist.
PAID STERN 2020_05 Virus sucht Wir 08.30
+++ Österreich will Einreisen aus Italien weitgehend stoppen +++
Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an. Die österreichische Bundesregierung untersagt außerdem bis Anfang April Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern. Outdoor-Veranstaltungen würden ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 untersagt, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in Wien.
+++ Deutsche Touristin erster Coronavirus-Fall im türkischen Nordzypern +++
Eine deutsche Touristin ist als erster Mensch im türkischen Teil Zyperns positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie der türkisch-zyprische Gesundheitsminister Ali Pilli am Dienstag sagte, gehörte die 65-jährige Deutsche einer etwa 30-köpfigen Touristengruppe aus dem baden-württembergischen Balingen an, die am Sonntag in Nordzypern eingetroffen sei. Die Frau wurde demnach mit Fieber in ein Krankenhaus in der Inselhauptstadt Nikosia eingeliefert und unter Quarantäne gestellt. Am Dienstag habe das positive Coronavirus-Testergebnis vorgelegen, sagte Pilli. Das Hotel ihrer Reisegruppe in der Stadt Famagusta sei ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden. Am Montag hatte die griechische Republik Zypern ihre ersten zwei Infektionsfälle gemeldet. Damit gibt es mittlerweile in allen 27 EU-Staaten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus.
+++ Coronavirus: Kabinett beschließt Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren +++
Die Bundesregierung beschließt stark erweiterte Möglichkeiten für Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Epidemie im Schnellverfahren. Das entsprechende Gesetz soll bereits an diesem Dienstag vom Bundeskabinett im Umlaufverfahren auf den Weg gebracht werden, wie eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums in Berlin sagte. Damit soll sichergestellt werden, dass eine dreitägige Anhörungsfrist eingehalten werden kann. Bereits am Freitag soll das Gesetz parallel in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden.
Ab April sollen Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld dann gelten. Die Koalitionsspitzen hatten den Schritt am frühen Montagmorgen im Grundsatz beschlossen. Unternehmen, die in eine angespannte Lage geraten, sollen ihre Stammbelegschaften halten können. Beim Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgebern sollen auch die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden.
+++ Touristen müssen Israel binnen weniger Tage verlassen +++
Nach Verschärfungen der Einreisebestimmungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus müssen Touristen Israel nun binnen weniger Tage verlassen. "Touristen, die sich in Israel aufhalten, wird Zeit gegeben, in den nächsten Tagen auf geordnete Weise auszureisen", hieß es in einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.
Sollten Touristen vorher Krankheitssymptome aufweisen, müssten sie sich sofort beim Rettungsdienst melden, hieß es weiter. Eine Rückkehr nach Ausreise in Nachbarländer sei nicht möglich.
Am Montagabend hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu beschlossen, dass alle nach Israel Einreisenden wegen der Ausbreitung des Coronavirus für zwei Wochen in Heimquarantäne müssen. Der Beschluss gelte zunächst für zwei Wochen. Danach können demnach keine Ausländer mehr einreisen, außer wenn sie glaubhaft beweisen können, dass sie sich für 14 Tage in Quarantänebedingungen begeben können. Tausende Bürger befinden sich derzeit in Israel in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 50 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.
+++ Madonna sagt wegen Coronavirus Konzerte in Paris ab +++
Popstar Madonna hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zwei Konzerte ihrer aktuellen "Madame X"-Tour in Paris abgesagt. Das habe der Konzertveranstalter Live Nation entschieden, nachdem in Frankreich Großverstantaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagt worden waren, hieß es auf der offiziellen Webseite der Künstlerin. Die Konzerte sollten am 10. und 11. März im Grand Rex stattfinden. Fans können sich den Ticketpreis zurückerstatten lassen. Beide Konzerte waren zuvor bereits wegen einer Verletzung verschoben worden.
+++ Rheinderby Gladbach gegen Köln ohne Zuschauer +++
Das Bundesliga-Nachholspiel Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln an diesem Mittwoch darf wegen des Coronavirus nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das teilte die Stadt Mönchengladbach am Dienstag mit. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.
+++ Air France streicht tausende Flüge wegen Coronavirus +++
Nach der Lufthansa will auch Air France-KLM tausende Flüge wegen des neuartigen Coronavirus streichen. Im März sollen 3600 Verbindungen wegfallen, wie die französisch-niederländische Gruppe am Dienstag in Paris mitteilte. Besonders betroffen sind Flüge nach China und Italien. Air France streicht demnach 25 Prozent ihrer europäischen Verbindungen, 13 Prozent auf der Langstrecke und 17 Prozent in Frankreich. KLM sehe ähnliche Ausfälle bei Langstreckenflügen vor.
Trump kündigt wegen Coronavirus "weitreichende wirtschaftliche Maßnahmen" an
+++ RKI erklärt ganz Italien zu Risikogebiet +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte ganz Italien zu einem Risikogebiet. Für Deutschland stuft es in der Risikobewertung die Gefahr als "mäßig" ein. Es gebe aber auch in Deutschland besonders gefährdete Gebiete, vor allem den nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat außerdem die Gemeinden und Krankenhäuser in Deutschland wegen der Ausbreitung des Coronavirus dazu aufgerufen, ihre Krisenpläne zu aktivieren. "Es ist eine ernste Situation", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin.
+++ Präsident des Europaparlaments bleibt 14 Tage in Quarantäne +++
Der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, bleibt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang in Quarantäne. Die Entscheidung der italienischen Regierung, Sperrmaßnahmen über das ganze Land zu verhängen, hätten auch Auswirkungen auf das Verhalten der italienischen Abgeordneten. Der Vorsitzende war noch am Montag im Parlament aufgetreten, um über die Verkürzung der aktuellen Sitzungswoche auf einen Tag zu entscheiden.
+++ Seehofer bleibt wegen Kontakt zu möglichem Corona-Fall zunächst weiter zu Hause +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bleibt wegen eines Kontakts zu einem möglicherweise mit dem Coronavirus Infizierten vorerst weiter zu Hause in Ingolstadt. Es soll zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abgewartet werden, wie Seehofers Sprecher Steve Alter der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag sagte. "Wir rechnen damit, dass wir heute Abend mehr Klarheit haben." Alter hatte am Montagabend auf Twitter mitgeteilt, dass der 70-jährige Seehofer und die Kontaktperson bei einer Besprechung in Brüssel im selben Raum waren. Deshalb war der Minister von seinem Wohnort Ingolstadt am Montag nicht nach Berlin zurückgekehrt. Zu der Begegnung war es bei einem Treffen der EU-Innenminister vergangene Woche in Brüssel gekommen.
+++ Papst fordert Priester zu Besuchen bei Coronavirus-Infizierten auf +++
Ungeachtet der Vorgaben der italienischen Regierung hat Papst Franziskus alle Priester aufgefordert, "den Mut zu haben" und die mit dem Coronavirus Infizierten zu besuchen. Bei seiner per Livestream übertragenen Frühmesse in seiner Residenz Santa Marta bat der 83-Jährige am Dienstag alle Geistlichen, den freiwilligen Helfern, Ärzten und Pflegekräften bei ihrer Arbeit zur Seite zu stehen sowie den "Erkrankten die Kraft des Wortes Gottes und die Eucharistie zu bringen". Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte die italienische Regierung die Bevölkerung am Vorabend aufgefordert, auf alle nicht notwendigen Reisen zu verzichten und jeden Kontakt mit Infizierten zu vermeiden. Per Dekret erklärte sie das ganze Land zur "Schutzzone"; Versammlungen und Sportveranstaltungen wurden verboten, alle Schulen und Universitäten bleiben bis zum 3. April geschlossen. Auch öffentliche Messfeiern sind untersagt, deshalb hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag erstmals seine private Frühmesse in der Kapelle von Santa Marta per Livestream übertragen. Wie am Montag widmete er sie auch am Dienstag den Betroffenen des Coronavirus.
+++ Tschechien schließt Schulen und verbietet größere Veranstaltungen +++
Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Tschechien alle Schulen und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag mit. Das Verbot gilt für kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ab Mittwoch wird der Lehrbetrieb an allen Schulen eingestellt. Die Maßnahme gilt vorerst unbefristet. Weiter geöffnet bleiben dürfen indes Kindergärten und Kitas.
In Tschechien wurden bis Dienstagvormittag 40 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Darunter ist auch der erste Fall, bei dem die Quelle für die Ansteckung unbekannt ist. Betroffen ist ein Taxifahrer aus Prag, der positiv getestet wurde. Bei allen anderen Infizierten handelte es sich um Menschen, die in Italien gewesen waren, und deren Kontaktpersonen und Familienangehörige.
+++ Slowakei verbietet Kultur- und Sportveranstaltungen wegen Coronavirus +++
Die Slowakei hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Kultur- und Sportveranstaltungen im Land ab Dienstag für 14 Tage untersagt. Wie die Regierung in einer offiziellen Mitteilung erklärte, tritt zugleich eine verpflichtende Quarantäne für alle Menschen in Kraft, die aus Italien, China, Südkorea oder dem Iran einreisen. In Bratislava und mehreren anderen Regionen des Landes wurden bereits zuvor alle öffentlichen Schulen geschlossen. Mit bisher sieben offiziell bestätigten Infektionsfällen (bis Montagabend) ist die Slowakei bislang noch weniger betroffen als einige Nachbarländer.
+++ Chinas Behörden lockern Corona-Restriktionen für Provinz Hubei +++
Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die gesamte chinesische Provinz Hubei lockern die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung am Dienstag mit. Das neuartige Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten, Ende Januar riegelten die Behörden die gesamte Provinz mit ihren rund 56 Millionen Einwohnern ab.
Um sicherzustellen, dass nur gesunde Menschen in Hubei reisen, will die Provinzregierung nach eigenen Angaben eine App nutzen. Die Menschen bekommen dabei je nach ihrem Coronavirus-Risiko unterschiedliche Farbcodes. Menschen mit einem grünen Farbcode in Gebieten mit niedrigem Coronavirus-Risiko sollen innerhalb der Provinz reisen dürfen.
Die drastischen Abschottungsmaßnahmen scheinen mittlerweile Wirkung zu zeigen, denn die Zahl der Neuinfektionen in China geht schon seit einer Weile zurück. Am Dienstag besuchte erstmals seit dem Ausbruch der Epidemie Staatschef Xi Jinping Hubeis Hauptstadt Wuhan, von welcher der Erreger seinen Ausgang genommen hatte.
+++ Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt – nun alle Bundesländer betroffen +++
Mit ersten Nachweisen in Sachsen-Anhalt sind nun alle Bundesländer in Deutschland vom Coronavirus betroffen. Bei einem Mann Mitte 20 aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Zuvor hatten mehrere Medien über den ersten Nachweis in Sachsen-Anhalt berichtet. Zudem wurde das Virus bei drei weiteren Männern nachgewiesen. Alle vier Betroffenen seien zuvor in Norditalien gewesen.
Sachsen-Anhalt war bislang das einzige Bundesland, aus dem noch keine bestätigten Coronafälle gemeldet worden waren. Deutschlandweit wurden bis Montag mehr als 1100 bekannte Infektionen gemeldet. Dem Mitteldeutschen Rundfunk zufolge war das Coronavirus bereits am Sonntag bei einem Arzt am Helios-Krankenhaus in Zerbst, ebenfalls Sachsen-Anhalt, nachgewiesen worden. Weil der Mann in Sachsen lebt, wurde der Fall aber dort in die Statistik aufgenommen.
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