Kurz vor dem «Super Tuesday»: US-Medien: Buttigieg zieht Präsidentschaftskandidatur zurück
Knapp einen Monat ist es her, dass Buttigieg bei der ersten US-Vorwahl in Iowa für eine Sensation sorgte. Zuletzt hatte der moderate Kandidat jedoch schwache Ergebnisse erzielt. Nun scheint der 38-Jährige die Konsequenzen zu ziehen.
Kurz vor den Vorwahlen am «Super Tuesday» zieht der moderate Kandidat Pete Buttigieg seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zurück. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Ex-Bürgermeisters von South Bend (Indiana).
Am Samstag hatte der 38-Jährige bei der bislang letzten Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat South Carolina mit enttäuschenden 8,3 Prozent abgeschnitten.
Das Wahlkampfteam von Buttigieg kündigte an, der Kandidat werde sich um 20.30 Uhr (Ortszeit/2.30 Uhr MEZ) in South Bend äußern. Buttigieg war am Samstag in South Carolina nur auf den vierten Platz gekommen. Ex-Vizepräsident Joe Biden konnte dort einen fulminanten Sieg einfahren. Es war allerdings der erste Erfolg Bidens, der wie Buttigieg zum moderaten Flügel der Partei zählt, bei den bisher vier Vorwahlen der Demokraten. Vorne liegt bei den Vorwahlen und in landesweiten Umfragen Senator Bernie Sanders, der sich selber als einen «demokratischen Sozialisten» bezeichnet.
Buttigiegs angeblicher Rückzug käme kurz vor dem «Super Tuesday» an diesem Dienstag - dem wichtigsten Tag bei den Vorwahlen der Demokraten. Dann wird in mehr als einem Dutzend der 50 US-Bundesstaaten darüber abgestimmt, welcher Kandidat am 3. November den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump herausfordern soll. Bei den Demokraten werden dabei mehr als ein Drittel aller Delegierten vergeben, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen.
Am «Super Tuesday» werden bei den Demokraten 1344 Delegierte vergeben. Für die Nominierung beim Parteitag im Juli in Milwaukee (Wisconsin) werden 1991 von 3979 Delegierten benötigt. Bei den ersten vier Vorwahlen in Iowa, New Hampshire, Nevada und South Carolina gab es insgesamt nur 149 Delegierte zu gewinnen. Davon konnte Sanders 58, Biden 50 und Buttigieg 26 holen. Der Rest der Bewerber liegt im einstelligen Bereich oder bei Null. Bei der ersten Vorwahl in Iowa hatte Buttigieg überraschend die meisten Delegierten gewonnen.
«Großartiges Timing», kommentierte Trump die Berichte über den Ausstieg von Buttigieg. Nunmehr würden dessen Stimmen am Super Tuesday an «Sleepy Joe Biden» fallen, twitterte der Präsident. Damit würden die Demokraten beginnen, Sanders «aus dem Spiel zu nehmen».
Mit Spannung wird nun das Abschneiden des Multimilliardärs und früheren New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg am «Super Tuesday» erwartet - der moderate Kandidat wird dann erstmals auf den Wahlzetteln stehen. Bloomberg war erst spät ins Rennen eingestiegen und war bei den bisherigen Vorwahlen nicht angetreten. Nach US-Medienberichten hat er mehr als 400 Millionen Dollar alleine für TV-Wahlwerbespots ausgegeben, um am Dienstag punkten zu können.
Nach einem Rückzug Buttigiegs wären noch sechs Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Neben Sanders (78), Biden (77) und Bloomberg (78) wären das die Senatorin Amy Klobuchar (59), die Senatorin Elizabeth Warren (70) und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38).
Nach einem erneuten enttäuschenden Ergebnis bei der Vorwahl in South Carolina hatte am Samstagabend bereits der Milliardär und frühere Hedgefonds-Manager Tom Steyer (62) seine Bewerbung um die Kandidatur zurückgezogen. «Ich sehe keinen Weg, wie ich die Präsidentschaft gewinnen kann», sagte er. Steyer hatte in den bisher vier Vorwahlen keinen einzigen Delegierten gewonnen.
Am «Super Tuesday» wird in 14 Bundesstaaten gewählt: In Alabama, Arkansas, Kalifornien, Colorado, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Texas, Utah, Vermont und Virginia. Außerdem steht im Außengebiet Samoa eine Vorwahl an.
Präsident Trump hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Die Republikaner haben daher ihre Vorwahlen in mehreren Bundesstaaten abgesagt. Die Vorwahlen ziehen sich bis Juni hin. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner danach endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten - die Demokraten im Juli in Milwaukee (Wisconsin), die Republikaner im August in Charlotte (North Carolina).
Click here for more...
from #Bangladesh #News aka Bangladesh News Now!!!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen