Vorwahlen der Demokraten: Joe Biden legt am "Super Tuesday" unerwartete Siegesserie hin

14 Bundesstaaten, ein Drittel aller Delegierten und viel Spannung: Das Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten ist mit dem Superwahltag "Super Tuesday" in die heiße Phase gegangen. Verfolgen Sie alle Entwicklungen rund um  die Vorwahlen der Demokraten im stern-Ticker.

Wer wird US-Präsident Trump bei der Wahl im November herausfordern? In zahlreichen US-Bundesstaaten haben Wähler darüber abgestimmt, wer im November als Kandidat der Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll. Die Abstimmungen am "Super Tuesday" begannen am Dienstagmorgen (Ortszeit) im Bundesstaat Virginia an der Ostküste der USA. Die Wahlen in 14 US-Bundesstaaten, darunter auch in den Schwergewichten Texas und Kalifornien, sind der bislang wichtigste Tag im Rennen um die Kandidatur der Demokraten: Es geht um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen werden. Mit Ergebnissen wird nicht vor Mittwoch deutscher Zeit gerechnet.

Verfolgen Sie die Ereignisse rund um den "Super Tuesday" hier im stern-Ticker:

+++ 5.19 Uhr: Prognosen: Biden legt bei "Super Tuesday" unerwartete Siegesserie hin +++

Im US-Präsidentschaftsrennen der Demokraten hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" eine unerwartete Siegesserie hingelegt. Nach Prognosen von TV-Sendern über den Ausgang von zunächst elf Vorwahlen gewann der moderate Kandidat in den Bundesstaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee, Arkansas, Minnesota, Arkansas und Massachusetts. Dem linken Senator Bernie Sanders sagen Fernsehsender drei Siege voraus: In seinem Heimat-Bundesstaat Vermont, in Colorado und in Utah. Die Senatorin Elizabeth Warren steckte eine herbe Niederlage ein und verlor ihren Heimat-Bundesstaat Massachusetts.

Bei drei Bundesstaaten - darunter den beiden Schwergewichten Kalifornien und Texas - lagen in der Nacht zu Mittwoch zunächst keine Prognosen über einen Sieger vor.  

+++ 5.08 Uhr: Prognosen: Warren verliert in Heimat Massachusetts - Biden gewinnt +++

Die Senatorin Elizabeth Warren hat in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts eine Niederlage eingesteckt. Nach Prognosen hat dort der frühere US-Vizepräsident Joe Biden gewonnen, wie die US-Fernsehsender NBC und Fox News am Dienstagabend (Ortszeit) nach Schließung der Wahllokale in dem Staat im Nordosten der USA meldeten.

+++ 5.07 Uhr: Bloomberg schwächelt beim "Super Tuesday" +++

New Yorks früherer Bürgermeister, Michael Bloomberg, hat nach bisherigem Stand keine großen Siege vorzuweisen. Nach den ersten Prognosen aus zehn Bundesstaaten konnte Bloomberg bei dem großen Vorwahl-Marathon der Demokraten in 14 Bundesstaaten - dem "Super Tuesday" - keinen einzigen Staat für sich gewinnen. Er überschritt demnach zwar in mehreren Bundesstaaten die Schwelle von 15 Prozent der Stimmen, um sich einzelne Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern, bei denen die Partei ihren Präsidentschaftskandidaten kürt. Er schaffte es aber in keinem der Staaten auf den ersten Rang.PAID STERN 2020_10 Meine Werte

Die Prognosen aus vier weiteren Bundesstaaten standen am späten Dienstagabend (Ortszeit) noch aus. Bloomberg gewann eine Vorwahl - allerdings nur in einem US-Außengebiet. Die Fernsehsender CNN, ABC und NBC sahen den 78-Jährigen am Dienstagabend (Ortszeit) übereinstimmend in Amerikanisch-Samoa als Sieger. Dort werden allerdings nur sechs Delegiertenstimmen vergeben.

+++ 5 Uhr: Biden: "Wir sind sehr lebendig" - Sanders auch siegessicher +++

Beflügelt von seinem bisherigen Erfolgskurs am "Super Tuesday" hat sich US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden vor Anhängern siegessicher gezeigt. "Wir sind sehr lebendig", sagte der frühere US-Vizepräsident am Dienstagabend (Ortszeit) in Los Angeles. "Es ist ein guter Abend und er scheint sogar noch besser zu werden." Nicht umsonst werde die Abstimmung in 14 US-Bundesstaaten "Super Tuesday" genannt, sagte Biden.

Biden ging am Dienstag in mehreren Staaten - darunter in North Carolina und Virginia - als Sieger hervor. Damit lag er zunächst deutlich vor dem linken Senator Bernie Sanders. Allerdings standen Ergebnissen aus zahlreichen und teils gewichtigen Bundesstaaten noch aus.

+++ 4.43 Uhr: Prognosen: Vorwahlen in Minnesota und Arkansas gehen an Biden +++

Joe Biden setzt seine Siegesserie fort. Nach Prognosen der Sender CNN und Fox News vom Dienstagabend (Ortszeit) hat der 77-Jährige auch die Vorwahlen in den Bundesstaaten Minnesota und Arkansas gewonnen. Davor hatten TV-Sender den moderaten Kandidaten bereits als Sieger bei den Vorwahlen in North Carolina, Virginia, Alabama, Tennessee und Oklahoma gesehen. Dem linken Senator Bernie Sanders (78) sagen Fernsehsender bislang drei Siege voraus: in seinem Heimat-Bundesstaat Vermont, in Colorado und zuletzt auch in Utah.

+++ 4.34 Uhr: Prognosen: Biden gewinnt an "Super Tuesday" mindestens sieben Bundesstaaten +++

Ex-Vizepräsident Joe Biden hat laut Prognosen in mindestens sieben von 14 Bundesstaaten gewonnen. US-Medien sahen den 77-Jährigen am Dienstag (Ortszeit) in Alabama, Arkansas, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee und Virginia als Sieger. Sein linksgerichteter Konkurrent Bernie Sanders gewann demnach mindestens in Colorado und Vermont.

Ergebnisse aus den wichtigsten Bundesstaaten Kalifornien und Texas standen zunächst aus. In mehreren weiteren Staaten gab es so enge Rennen, dass US-Medien vorerst keinen Sieger ausriefen.

+++ 3.50 Uhr: Prognosen: Sanders gewinnt Demokraten-Vorwahl in Colorado +++

Der linke Senator Bernie Senders kann nach Prognosen seinen zweiten Sieg am "Super Tuesday" verbuchen. Die Sender ABC, NBC und Fox News sahen den 78-Jährigen als Gewinner bei der Vorwahl im Bundesstaat Colorado. Zuvor hatten Fernsehsender Sanders Sieg in dessen Heimat-Bundesstaat Vermont vorausgesagt. Sanders schrieb auf Twitter: "Danke, Colorado!"

+++ 3.32 Uhr: Prognosen: Biden gewinnt Demokraten-Vorwahl in Tennessee und Oklahoma +++

Joe Biden hat nach Prognosen auch die Vorwahlen der Demokraten in den Bundesstaaten Tennessee und Oklahoma gewonnen. Das meldeten die Fernsehsender NBC und ABC am Dienstagabend (Ortszeit). Zuvor hatten TV-Sender den 77-Jährigen bereits als Sieger in den drei Bundesstaaten North Carolina, Virginia und Alabama gesehen. Damit lag Biden am "Super Tuesday" zunächst deutlich vor dem linken Senator Bernie Sanders (78). Allerdings stehen die Ergebnissen aus zahlreichen und teils gewichtigen Bundesstaaten noch aus.

+++ 2.51 Uhr: Trump erklärt sich zum Sieger in sieben Republikaner-Vorwahlen +++

US-Präsident Donald Trump hat sich am "Super Tuesday" zum Sieger bei Vorwahlen seiner republikanischen Partei in sieben Bundesstaaten erklärt. Trump bedankte sich am Dienstagabend auf Twitter bei den Wählern in Tennessee, Massachusetts, Oklahoma, Alabama, North Carolina, Vermont und Maine. Während das Rennen um die Kandidatur der US-Demokraten noch völlig offen ist, hat Trump in den Reihen der Republikaner keine ernstzunehmende Konkurrenz.  Die Republikaner haben daher in mehreren Bundesstaaten ihre Vorwahlen abgesagt.  

+++ 2.13 Uhr: Prognosen: Biden gewinnt Demokraten-Vorwahl auch in Alabama +++

Joe Biden hat nach Prognosen auch die Vorwahl der Demokraten im südlichen Bundesstaat Alabama gewonnen. Das meldeten die Fernsehsender CNN, ABC, NBC und Fox News am Dienstagabend (Ortszeit) nach Schließung der Wahllokale in dem Bundesstaat. TV-Sender hatten den moderaten Kandidaten zuvor außerdem in den südlichen Bundesstaaten Virginia und North Carolina als Sieger gesehen. Nach Prognosen gewann der linke Senator Bernie Sanders seinen Heimat-Bundesstaat Vermont.

+++ 2.08 Uhr: Prognosen: Bloomberg gewinnt Vorwahlen in Amerikanisch-Samoa +++

Der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, eine erste Vorwahl gewonnen - allerdings nur in einem US-Außengebiet. Die Fernsehsender CNN, ABC und NBC sahen Bloomberg am Dienstagabend (Ortszeit) übereinstimmend in Amerikanisch-Samoa als Sieger. Dort werden allerdings nur sechs Delegiertenstimmen vergeben.

Bloomberg war spät ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten eingestiegen und stand am Dienstag erstmals auf den Wahlzetteln. Vor dem "Super Tuesday" hatte er US-Medienberichten zufolge Hunderte Millionen Dollar in TV-Werbung investiert.

+++ 1.36 Uhr: Prognosen: Biden gewinnt Demokraten-Vorwahl in North Carolina +++

Joe Biden hat die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat North Carolina nach Prognosen gewonnen. Das meldeten die US-Fernsehsender CNN, ABC, NBC und Fox News am Dienstagabend (Ortszeit) nach Schließung der Wahllokale in dem Staat im Osten der USA - am "Super Tuesday" wurde in insgesamt 14 Bundesstaaten gewählt.

+++ 1.13 Uhr: Prognosen: Biden gewinnt Vorwahl in Virgina, Sanders in Vermont +++

Joe Biden liegt in Virgina vor seinen Mitbewerbern. Das zeigen erste Prognosen nach Schließung der Wahllokale in dem Bundesstaat, meldet die Nachrichtenagentur DPA. Im Bundesstaat Vermont hat demnach dagegen Konkurrent Bernie Sanders die Nase vorn. Am Superwahltag wird in insgesamt 14 Bundesstaaten gewählt.FAQ Super Tuesday_11.50Uhr

+++1.07 Uhr: Erste Wahllokale am "Super Tuesday" geschlossen +++

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten am "Super Tuesday" haben die Bundesstaaten Virginia und Vermont über die Bewerber abgestimmt. Die ersten Wahllokale schlossen am Abend um 19 Uhr (Mittwoch, 1 Uhr MEZ) in diesen beiden Bundesstaaten im Osten der USA. In zahlreichen anderen Bundesstaaten laufen die Vorwahlen aber noch bis weit in die Nacht. Die letzten Wahllokale am "Super Tuesday" sollen in Kalifornien an der Westküste um 20 Uhr (Ortszeit/5 Uhr MEZ) schließen. Mit ersten Ergebnissen wird jeweils nach Schließung der Wahllokale gerechnet. 

+++ 0.30 Uhr: Wahllokale im US-Staat Tennessee bleiben länger geöffnet nach Tornado +++

Im US-Bundesstaat Tennessee bleiben Wahllokale bei den Präsidentschaftsvorwahlen angesichts schwerer Tornadoschäden in der Hauptstadt Nashville länger geöffnet. Die demokratische Partei in Tennessee teilte mit, ein Richter habe auf ihren Antrag hin angeordnet, dass alle Wahllokale in Nashville eine Stunde länger geöffnet blieben – bis 20 Uhr am Abend Ortszeit (3 Uhr Mittwoch MEZ). An fünf großen Wahl-Standorten könnten Stimmen noch länger – bis 22 Uhr Ortszeit (5 Uhr MEZ) –abgegeben werden. Die Abläufe in einigen Wahllokalen waren durch den Tornado gestört worden.

Der Sturm hatte in Tennessee schwere Schäden angerichtet und mindestens 25 Menschen das Leben gekostet. Rund 70.000 Menschen in Nashville und angrenzenden Gebieten hatten laut örtlichem Katastrophenschutz demnach keinen Strom mehr.

 Nachrichten von Dienstag, den 3. März

+++ Bloomberg will im Falle einer Niederlage bei "Super Tuesday" nicht aufgeben +++

Der New Yorker Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg will nach eigenen Angaben auch bei einer Niederlage am Superwahltag "Super Tuesday" im Rennen um die demokratische US-Präsidentschaftskandidatur bleiben. "Ich habe nicht vor, auszuscheiden", sagte Bloomberg vor Journalisten in Florida. Ziel seiner Kampagne sei es zu gewinnen, betonte er.

Der Medienmilliardär räumte aber ein, dass er nicht mit einem großen Sieg bei der Abstimmung in 14 Bundesstaaten an diesem Dienstag rechne. "Ich habe keine Erwartungen für heute", sagte er. "Wir werden aber eine ordentliche Zahl an Delegierten haben."

PAID STERN 2020:10 Die Milliarden-Dollar-Offensive 19.00

+++ Wichtige Etappe vor der US-Wahl: Abstimmungen am "Super Tuesday" +++

In zahlreichen US-Bundesstaaten haben Wähler darüber abgestimmt, wer im November als Kandidat der Demokraten gegen Präsident Donald Trump antreten soll. Die Abstimmungen am sogenannten "Super Tuesday" begannen am Morgen (Ortszeit) im Bundesstaat Virginia an der Ostküste der USA. Die Wahlen in 14 US-Bundesstaaten, darunter auch in den Schwergewichten Texas und Kalifornien, waren der bislang wichtigste Tag im Rennen um die Kandidatur der Demokraten: Es geht um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen werden. Bei den Demokraten liegt nach bislang vier Vorwahlen der linke Senator Bernie Sanders in Führung.



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