Peru setzt in Corona-Krise auf Geschlechtertrennung

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt Peru auf die Geschlechtertrennung im öffentlichem Raum.

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt Peru auf die Geschlechtertrennung im öffentlichem Raum. Präsident Martín Vizcarra gab am Donnerstag bekannt, dass an bestimmten Wochentagen nur Männer ihre Häuser und Wohnungen verlassen dürfen, an anderen Tagen Frauen. Die gleiche Maßnahme war zuvor bereits in Panama verhängt worden.

In Peru dürfen bis 12. April die Männer nur am Montag, Mittwoch und Freitag außer Haus, die Frauen am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Am Sonntag gilt ein Ausgangsverbot für beide Geschlechter. Vizcarra kündigte an, dass Polizisten und Soldaten besondere Instruktionen erhalten sollten, um die Rechte von Transsexuellen und Homosexuellen zu respektieren.

In Panama hat die Aufteilung der Ausgangstage zwischen Männern und Frauen Sorgen unter Transsexuellen ausgelöst. Sie befürchten, sie könnten aufgrund ihrer sexuellen Identität ins Gefängnis gesteckt werden. Ähnliche Sorgen äußerte nun die peruanische Transsexuellen-Aktivistin Gahela Cari. Die Sicherheitskräfte seien jene im Land, die in der Vergangenheit die meisten Gewaltakte gegen Transsexuelle begangen hätten, sagte sie in einem Webvideo.

In Peru wurden bis Donnerstag insgesamt 1414 Corona-Infektionsfälle verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie lag in dem südamerikanischen Land bei 55.



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