Gauland nennt 8. Mai nicht zum Feiertag geeignet

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat sich dagegen ausgesprochen, den Tag des Kriegsendes am 8. Mai dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Der 8.

AfD-Fraktionschef Alexander Gauland hat sich dagegen ausgesprochen, den Tag des Kriegsendes am 8. Mai dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Der 8. Mai habe "nicht das Potenzial zu einem Feiertag, weil er ein ambivalenter Tag ist", sagte Gauland dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwochsausgaben). Der 8. Mai lasse sich nicht "zum Glückstag für Deutschland machen".

Für die KZ-Insassen sei es "ein Tag der Befreiung gewesen", sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende. Aber es sei auch "ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit" gewesen. Es gebe "Positives" am 8. Mai, "aber die in Berlin vergewaltigten Frauen werden das ganz anders sehen als der KZ-Insasse".

Die Holocaust-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Deutschland, Esther Bejarano, hatte in einem offenen Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert, den 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus zum Feiertag zu erklären. Der 8. Mai ist diesem Jahr - 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges - nur im Land Berlin und dort auch nur in diesem Jahr ein gesetzlicher Feiertag.



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