News zur Coronavirus-Pandemie: Rückkehr zum normalen Schulbetrieb: KMK-Chefin Hubig glaubt an Beginn nach Sommerferien
Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig +++ Paketmengen trotz offener Geschäfte deutlich über Vor-Corona-Niveau +++ RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland +++ Alle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie im stern-Corona-Ticker.
Am Freitagmorgen vermeldete die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität insgesamt 182.196 Infizierte in Deutschland, 8470 Menschen sind infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.
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Weltweit wurden bisher 5.810.331 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, es gibt 360.332 Tote. Die beiden Länder mit den meisten Infektionen sind weiterhin die USA mit über1,7 Millionen Fällen (101.617 Tote) und Brasilien mit knapp 440.000 Fällen (26.754 Tote).
Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:
- Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig (6.03 Uhr)
- Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden (5.19 Uhr)
- RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland (4.23 Uhr)
- SPD will Kündigungsschutz für Mieter in Corona-Krise verlängern (3.57 Uhr)
- KMK-Chefin hält Rückkehr zu normalem Schulbetrieb nach Ferien für möglich (2.57 Uhr)
Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig
Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. "Im Moment ist die Lage vergleichsweise entspannt", sagte Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. "Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert.
Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden
Mit mehr Desinfektionsmittelspendern für Hände, häufigeren Reinigungen und virusabtötendem Licht will die Deutsche Bahn sich an den Bahnhöfen auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise einstellen. "Wir fokussieren all unsere Anstrengungen gerade auf Sauberkeit und Hygiene an den Bahnhöfen", teilte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla der Deutschen Presse-Agentur mit. An 600 Stationen seien inzwischen Hand-Desinfektionsspender aufgestellt.
Mit sogenannten Wegeleitsystemen sollen nach und nach an allen Bahnhöfen Fahrgastströme stärker gelenkt und entzerrt werden, um Abstandsregeln besser einhalten zu können.
Paketmengen trotz offener Geschäfte deutlich über Vor-Corona-Niveau
Trotz wieder geöffneter Geschäfte verzeichnen die Paket-Zusteller weiterhin deutlich erhöhte Mengen an Sendungen. "Wir liegen weiterhin deutlich über dem Vor-Corona-Durchschnitt", sagte ein DHL-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Spitzenwerte wie an Ostern, als zeitweise neun Millionen Pakete pro Tag zugestellt wurden, erreiche man zwar nicht mehr. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liege aber weiterhin im zweistelligen Prozentbereich.
Bei den Wettbewerbern ist es ähnlich: Hermes stellt immer noch 40 Prozent mehr Sendungen zu als üblich. "Die Paketmengen bewegen sich seit rund zwei Monaten konstant auf Vorweihnachtsniveau", sagte eine Sprecherin. Das liege vor allem an Bestellungen im Online-Handel - insbesondere Produkte für das Leben zu Hause seien beliebt, allerdings sei auch Mode mittlerweile wieder stärker nachgefragt. Der private Paketversand liege ebenfalls deutlich über den üblichen Mengen. Auch DPD sieht sich "weit entfernt vom Vor-Pandemie-Niveau". Zwar seien die Geschäfte wieder geöffnet, dafür stiegen aber die Sendungen im Business-Bereich wieder an. Punktuell müsse man in der Zustellung zusätzliches Personal einstellen.PAID STERN 2020_23 Wir Hochstapler 8.37
Umfrage: Jeder vierte Soloselbstständige rechnet mit Aus in der Krise
Die Corona-Krise trifft Soloselbstständige einer Studie zufolge besonders hart. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen, wie aus der Analyse hervorgeht, die das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Freitag veröffentlichte. Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben.
Japan: Industrieproduktion fällt auf tiefsten Stand seit Jahren
Die Industrieproduktion in Japan ist im April im Zuge der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Wie die Regierung am Freitag auf vorläufiger Basis bekanntgab, fiel die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 9,1 Prozent. Damit schrumpft der Ausstoß der Nummer drei der Weltwirtschaft im nunmehr dritten Monat in Folge. Die bereits vor der Corona-Krise geschwächte Wirtschaft steckt inzwischen so wie Deutschland in einer Rezession. Die Produktionsunternehmen des Landes rechnen für Mai mit einem weiteren Rückgang der Fertigung um 4,1 Prozent, bevor die Produktion im Juni mit geschätzt 3,9 Prozent wieder anziehen dürfte, hieß es. PAID Fragen und Antworten Symptome_8.10Uhr
RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 741 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 180 458 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 29.05. 0 Uhr).
Bislang starben nach RKI-Angaben 8450 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 900 mehr als noch einen Tag zuvor.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag bei 0,61 (Datenstand 28.5. 0 Uhr; Dienstag 0,68). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
Berlinale und 20 weitere Filmfestspiele bieten virtuelles Festival an
Als Reaktion auf die Corona-Pandemie präsentieren 21 internationale Filmfestspiele ab Freitag auf YouTube ein kostenloses Online-Filmfestival. Zehn Tage lang bietet das virtuelle Festival "We Are One" Spielfilme, Kurz- und Dokumentarfilme, Musik sowie virtuelle Runde Tische. "We are One" (Wir sind eins) geht auf die Initiative des Tribeca Filmfestivals zurück; an ihm beteiligen sich unter anderem die Berlinale sowie die Festspiele von Cannes, Venedig und Toronto.
Internetnutzer können sich das Programm auf YouTube ansehen und dort auch spenden. Ein Teil des Erlöses soll der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Wohltätigkeitsorganisationen für ihren Kampf gegen Covid-19 zugute kommen. PAID Mieten Experte Interview 18.40
SPD will Kündigungsschutz für Mieter in Corona-Krise verlängern
Die SPD will den in der Corona-Krise geltenden Schutz von Mietern vor Kündigungen bei Zahlungsverzug um drei Monate verlängern. Eine Verlängerung dieser bislang Ende Juni auslaufenden Sonderregelung bis Ende September sei sinnvoll, da sich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise "erst mit Zeitverzug voll zeigen", sagte der SPD-Wohnungsbauexperte Bernhard Daldrup dem Magazin "Focus" in einem am Freitag veröffentlichten Interview.
Auch der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten, bezeichnete eine Verlängerung des Kündigungsschutzes als "dringend erforderlich". Die Lage werde "schleichend problematischer" für die Mieter, sagte Siebenkotten dem "Focus".
Der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak, warnte hingegen vor einer Verlängerung der Sonderregelung. Dies wäre nach seiner Ansicht das "komplett falsche Signal". Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise müssten so gering wie möglich gehalten werden. Dazu gehöre, dass Vermieter wieder mit ihren Mieteinnahmen rechnen könnten, sagte der CDU-Politiker dem Magazin.Wir und Corona 33
KMK-Chefin hält Rückkehr zu normalem Schulbetrieb nach Ferien für möglich
Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hält eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb in allen Bundesländern nach den Sommerferien für möglich. Die Länderminister würden sich über eine entsprechende Aufhebung von Corona-Restriktionen im Schulbereich zu Beginn der kommenden Woche austauschen, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin der Berliner "tageszeitung".
In allen Bundesländern bestehe "der dringende Wunsch, zu stärkerer Normalität zurückzukehren", betonte Hubig. Die Länder verfolgten alle grundsätzlich das gleiche Ziel, "wenn möglich" nach den Ferien wieder Normalbetrieb in den Schulen stattfinden zu lassen.
Verbände fordern Steuerbonus von 1200 Euro für Arbeit im Homeoffice
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) fordern laut einem Zeitungsbericht einen Steuerbonus von 1200 Euro für die Arbeit im Home Office während der Corona-Krise. Wer zu Hause Büroarbeit für seinen Arbeitgeber leiste, solle im Jahr einen Steuerfreibetrag von 50 Euro im Monat geltend machen können, verlangen die Verbände laut "Bild"-Zeitung in einem gemeinsamen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).
Trump kündigt Pressekonferenz zu China an
Inmitten zunehmender Spannungen zwischen Washington und Peking hat US-Präsident Donald Trump für Freitag eine Pressekonferenz zum Thema China angekündigt. "Wir werden morgen verkünden, was wir mit Blick auf China tun werden", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office. "Wir sind nicht glücklich mit China", ergänzte er, ohne dies näher zu erläutern.
Das Verhältnis zwischen den beiden Supermächten ist extrem angespannt. Unter anderem streiten sich beide Seiten über die Verantwortung für das Ausmaß der Corona-Pandemie. Zudem befinden sich Washington und Peking in einem schweren Handelskonflikt. Zuletzt hatten die USA der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ihren Sonderstatus nach US-Recht entzogen.
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