Nachrichten aus Deutschland: Ermittler: Geisterfahrer auf A8 wollte mit absichtlichem Unfall seine Frau ermorden
Düsseldorf: Weiterhin zwei Menschen vermisst +++ Düsseldorf / Prag: Flugpassagiere sollen Nazi-Lieder gesungen haben +++ Nachrichten aus Deutschland.
Leipheim: Geisterfahrt war wohl Mordversuch
Ein überschlagenes Auto auf der A8 in Bayern war laut Polizei kein schwerer Unfall, sondern ein Mordversuch. Ein Mann soll versucht haben, seine Frau auf dem Beifahrersitz zu töten. Die Polizei sucht den 29-Jährigen, der nach der mutmaßlichen Straftat am Sonntag floh. Er ließ seine Frau zunächst auf der Autobahn zurück, wurde aber festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Von dort flüchtete er in der Nacht zum Montag erneut.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Deutsche auf der Autobahn 8 bei Leipheim das Auto so steuerte, dass es auf einen Lärmschutzwall stieß und und sich überschlug. Seine 28-Jährige Ehefrau wurde verletzt und kam in ein Krankenhaus. Die Ermittler haben den Angaben zufolge Hinweise auf eine psychische Erkrankung des 29-Jährigen. Von ihm gehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung aus.
Quelle: DPA
Düsseldorf: Weiterhin zwei Menschen vermisst
Nach dem Einsturz eines Hinterhauses in Düsseldorf ist die Feuerwehr weiter auf der Suche nach zwei Vermissten. Die ganze Nacht über sei nach Zugangsmöglichkeiten gesucht worden, sagte eine Feuerwehrsprecher am frühen Dienstagmorgen. Der Rest des Gebäudes sei noch akut einsturzgefährdet. Die Feuerwehr ist seit dem Unglück am Montagmittag im Dauereinsatz vor Ort, wie es hieß.
Das mehrstöckige, leerstehende Haus wurde kernsaniert, als es einstürzte. Zunächst waren die Einsatzkräfte von einem Vermissten - einem 39-Jährigen - ausgegangen, der unter dem riesigen Schuttberg vermutet wurde. Am Abend kam die Befürchtung dazu, dass ein weiterer Bauarbeiter verschüttet sein könnte.
Quelle: DPA
© Henning Kaiser
Nachrichten aus Deutschland von Montag, 28. Juli:
Düsseldorf: Rohbau bei Bauarbeiten eingestürzt – Arbeiter vermisst
Im Düsseldorfer Zentrum ist bei Bauarbeiten ein Teil eines mehrstöckigen Rohbaus eingestürzt. Ein Bauarbeiter werde vermisst, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montag. Spürhunde und Höhenretter seien angefordert worden. Der Gebäudekomplex sei einsturzgefährdet. Der Rohbau habe sich in einem Hinterhof befunden. Auf einem Luftbild waren große Mengen Schutt, ein zusammengestürztes Baugerüst und Mauerteile zu erkennen. Etwa 50 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort. Ein Bauarbeiter kam wegen eines internistischen Notfalls in ein Krankenhaus. Die Einsturzursache war zunächst unklar. Am Vorderhaus waren die Fenster mit Folie verhängt. Dieses Haus und das angrenzende Gebäude zum Hinterhof werden nach Feuerwehrangaben derzeit kernsaniert. Die Einsatzkräfte räumten nach eigenen Angaben vorsorglich das Nachbargebäude. 18 Menschen und die Bauarbeiter seien von Notfallseelsorgern betreut worden. Die Polizei sperrte die Straßen rund um den Unglücksort.
Quelle: DPA
Düsseldorf / Prag: Flugpassagiere sollen Nazi-Lieder gesungen haben
Drei Passagiere eines Fluges von Düsseldorf nach Prag sind gleich nach der Landung festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, an Bord Nazi-Lieder gesungen, geschrien und andere Reisende beleidigt zu haben, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in der tschechischen Hauptstadt am Montag mit. Der Vorfall habe sich bereits am Freitagabend ereignet. Die drei Männer im Alter zwischen 37 und 38 Jahren hätten beim Verhör ein Geständnis abgelegt, führte der Sprecher weiter aus. Wer in Tschechien Sympathien für Bewegungen zeigt, welche die Menschenrechte unterdrücken, kann den Angaben zufolge mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Nazi-Deutschland hatte sich nach dem Münchner Abkommen vom September 1938 die Sudetengebiete der Tschechoslowakei einverleibt. Am 15. März 1939 marschierte die Wehrmacht in Prag ein. Knapp ein halbes Jahr später begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg.
Quelle: DPA
Soltau: Paar fühlt sich von der eigenen Katze bedroht
In Soltau im niedersächsischen Heidekreis, musste die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein junges Paar vor der eigenen Katze retten. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hatte das Paar die Katze gerade erst bei sich aufgenommen. In der Nacht wurden die beiden von dem Tier "geweckt, gekratzt und angefaucht". Im weiteren Verlauf hätte die Katze ein dominantes und aggressives Auftreten gezeigt, so dass die Betroffenen sich nicht anders zu helfen wussten als die Polizei zu rufen. "Es befanden sich zwei Beamtinnen im Einsatz, welche mit entsprechenden Kenntnissen die Lage erfolgreich bereinigen konnten.", heißt es. Die "Kampfkatze", so der Titel in der Pressemitteilung, konnte in einen Transportkäfig verfrachtet und in Richtung ihres vorherigen Aufenthaltsortes geschickt werden. Das Tier, die unglückseligen Zwischenhalter und die Polizistinnen blieben unversehrt. Der Grund für das Verhalten blieb bislang unklar.
Quelle:Polizei Heidekreis
Ludwigshafen: Streit zweier Familien endet mit elf Verletzten
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung von Mitgliedern zweier Familien in Ludwigshafen sind elf Menschen verletzt worden. Das teilte die Polizei in der pfälzischen Stadt am Montag mit. Fünf Verletzte seien wegen Kopfwunden stationär behandelt worden, sagte ein Sprecher. Es bestehe keine Lebensgefahr. Der Streit hatte sich am Sonntag im Wohnhaus der Familien ereignet. An der Auseinandersetzung waren demnach etwa 20 Menschen beteiligt. Die Polizei war mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort und setzte auch Pfefferspray ein, um die sehr aufgeheizte Lage zu befrieden, wie es hieß. Es laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Polizei war zunächst gerufen worden, weil ein 22-Jähriger von zwei jungen Männern geschlagen worden war. Grund war demnach, dass der Verletzte eine Beziehung mit einer Frau aus der anderen Familie eingehen wollte. Der Streit konnte zunächst geschlichtet werden. Gegen 21.20 Uhr kam es den Behörden zufolge in dem Haus erneut zu einer Auseinandersetzung zwischen den Familien. Rund 20 Menschen im Alter zwischen 17 und 76 Jahren waren demnach beteiligt. Durch den Einsatz wurden keine Unbeteiligten und keine Polizeibeamten verletzt, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte.
Quelle: DPA
Dresden: Auto kollidiert mit Linienbus – sieben Verletzte
Bei einem Zusammenstoß eines Autos mit einem Linienbus in Dresden sind sieben Menschen verletzt worden – zwei von ihnen schwer. Das sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Eine 87-jährige Frau musste wegen ihrer schweren Verletzungen noch am Unfallort reanimiert werden. Außerdem trug eine 56-jährige Frau schwere Verletzungen davon. Beide Frauen waren Insassen des Busses. Unter den Leichtverletzten sind nach Angaben der Polizei der Autofahrer und der Busfahrer. Kurz nach dem Unfall hatte es geheißen, es gebe zehn Verletzte – darunter zwei Schwerverletzte. Am Montag soll der Fahrer zu dem Unfall befragt werden. Der Hergang sei bereits weitestgehend festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Nun gelte es die Ursache zu ermitteln. Bislang gebe es keine Hinweise, dass der Fahrer alkoholisiert gewesen oder zu schnell gefahren sei. Der Unfall hatte sich gegen 17.00 Uhr auf der Meißner Landstraße auf vollkommen gerader Strecke ereignet, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Der Bus der Dresdener Verkehrsbetriebe sei stadtauswärts unterwegs gewesen. Die Straße war nach Polizeiangaben für die Ermittlungs- und Aufräumarbeiten zwei Stunden in beide Richtungen voll gesperrt. Die Feuerwehr war am Unfallort im Stadtteil Stetzsch mit einem Großaufgebot von 60 Kräften vor Ort.
Quelle: DPA
Berlin: Geländewagen rast in Menschenmenge – 24-Jähriger wieder auf freiem Fuß
Nach dem schweren Unfall am Berliner Bahnhof Zoo mit sechs Verletzten ist der Fahrer des Geländewagens wieder auf freiem Fuß. Es werde nicht mehr wegen versuchten Totschlags ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gingen aber weiter. Der 24-Jährige war nach dem Unfall am Sonntagmorgen festgenommen worden, er blieb unverletzt. Der Fahrer hatte die Kontrolle über den Geländewagen verloren und war in eine Menschengruppe gerast. Drei obdachlose Männer wurden sehr schwer verletzt, drei Passanten erlitten leichtere Verletzungen. Es gebe bislang keine Erkenntnisse, dass der Fahrer vom Unfallort flüchten wollte, sagte der Polizeisprecher. Es lägen auch keine Hinweise vor, dass er in Suizid-Absicht mit dem Wagen in die Gruppe krachte. Ein Atemalkoholtest bei dem 24-Jährigen hatte etwa 0,7 Promille ergeben. Der Wagen wurde beschlagnahmt. Es gebe auch keine Anhaltspunkte für politische oder religiöse Motivation, hieß es.
Quelle: DPA
Darmstadt: Festgenommener 38-Jähriger beißt Polizisten
In Darmstadt hat in der Nacht zu Samstag ein Mann einem Polizisten in den Finger gebissen. Der 38-Jährige hatte sich in der Innenstadt mit einem Bekannten gestritten und mit mehreren Bierflaschen nach ihm geworfen. Securitymitarbeiter konnten den aufgebrachten Mann überwältigen und hielten ihn fest, bis die Polizei den Ort erreichte. Den Beamten gegenüber verhielt er sich wenig kooperativ. Bei der Festnahme beleidigte er sie und biss einem der Polizisten schließlich in den Finger, als er in den Einsatzwagen gesetzt wurde. Wie die Darmstädter Polizei berichtet, verbrachte der Festgenommene die Nacht in einer Gewahrsamszelle und muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamten strafrechtlich verantworten. Der verletzte Polizist musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.
Quelle: Polizeipräsidium Südhessen
Celle: Roller-Fahrer flüchten vor Polizei in ein Maisfeld
Am Samstagnachmittag versuchte ein Polizist im Celler Landkreis einen Rollerfahrer und seine Begleitperson anzuhalten, weil letztere keinen Helm trug. Wie die Celler Polizei berichtet, ignorierte der Fahrer jedoch alle Aufforderungen und flüchtete mit seinem zweirädrigen Gefährt in ein benachbartes Maisfeld. Dort ließen die beiden Männer den Roller zurück und flüchteten zu Fuß. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung wurde durch eine Drohne unterstützt, die einen der Männer nach etwa zwei Stunden in einem Graben ausmachte. Dort hatte er versucht, sich zu verstecken. Der 19-Jährige wurde aufs Polizeirevier geführt, ob es sich bei dem jungen Mann tatsächlich um einen der Täter handelt, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Der zurückgelassene Roller wurde wenige Tage zuvor in Celle als gestohlen gemeldet.
Quelle: Polizeiinspektion Celle
Stuttgart: Mann mit Samuraischwert getötet – Urteil erwartet
Nach der tödlichen Attacke mit einem Samuraischwert mitten auf einer Straße in Stuttgart im vergangenen Jahr wird an diesem Montag (14.00 Uhr) das Urteil im Mordprozess erwartet. Die Staatsanwaltschaft plädiert für eine 13-jährige Haftstrafe und die Unterbringung des Angeklagten in einer Psychiatrie, die Anwälte fordern Freispruch – und ebenfalls die Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung. Der Jordanier soll seinen früheren Mitbewohner vor etwa einem Jahr in aller Öffentlichkeit und vor den Augen der Tochter des Opfers angegriffen und umgebracht haben. Während die Beweise für die Tat eindeutig scheinen, bleibt das Motiv nach sämtlichen Zeugenaussagen unklar.
Im Stuttgarter Landgericht soll abschließend die Frage geklärt werden, ob der Angeklagte im Wahn gehandelt hat und damit zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war – oder ob er vermindert Herr seiner Sinne war und noch eine Haftstrafe infrage kommt. Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann "mit absolutem Vernichtungswillen" getötet. Er habe sich eingebildet, vom Opfer missbraucht oder verspottet worden zu sein. Deshalb habe er aus Rache zum Schwert gegriffen. Der Gutachter hatte sich mit der psychischen Beurteilung des 31-Jährigen schwer getan und ihn als vermindert schuldfähig eingeordnet. Der Sachverständige schrieb dem Angeklagten eine Form religiösen Wahns zu. Was allerdings von einem klassischen Wahn teils abweiche: Der Jordanier habe in den Gesprächen meistens kontrolliert gewirkt und abgewogen, was er erzählt, sagte der Gutachter. Mal habe der Jordanier behauptet, ein Prophet zu sein, mal habe er selbst Zweifel daran geäußert. "Jemand mit einer echten Psychose kann nicht filtern, was er preisgibt und was nicht", sagte der Gutachter.
Quelle: DPA
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