News zum Coronavirus: Sachsen-Anhalt plant stufenweise Rückkehr von Fans in Sport- und Konzerthallen
RKI meldet 1278 Neuinfektionen in Deutschland +++ Saar-Ministerpräsident fordert einheitliche Corona-Vorschriften +++ Sprint-Legende Usain Bolt in Corona-Quarantäne +++ Corona-Lockdown im Gazastreifen +++ News zur Coronavirus-Pandemie
Sachsen-Anhalt plant stufenweise Rückkehr von Fans in Sport- und Konzerthallen
Stadien, Sport- und Konzerthallen in Sachsen-Anhalt sollen sich Schritt für Schritt wieder mit Menschen füllen. Entsprechende Regelungen sollen in der nächsten Corona-Verordnung des Landes festgeschrieben werden, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die aktuellen Corona-Regeln im Land gelten bis 16. September. Gerade der Umgang mit Sportveranstaltungen sei allerdings ein Thema, für das es eine gemeinsame Strategie der Bundesländer brauche. Aus Sicht von Haseloff sollte es aber keine starren bundeseinheitlichen Vorgaben geben. Vielmehr solle es vom Infektionsgeschehen abhängig sein, ob und wie viele Zuschauer möglich sind.
RKI meldet 1278 Neuinfektionen in Deutschland
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1278 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Montag waren es 711. Allerdings sind die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.PAID Interview mit Corona-Impfstoff-Proband 12.40
Saar-Ministerpräsident Hans fordert einheitliche Corona-Vorschriften
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans CDU) dringt auf einheitliche Corona-Schutzvorschriften in Deutschland. Die Ministerpräsidenten müssten bei ihrer Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag darüber beraten, "ob wir Lockerungen wieder zurücknehmen müssen beziehungsweise Verschärfungen von Auflagen und Strafen brauchen", sagte Hans den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Es wäre wünschenswert, wenn Bund und Länder sich dabei auf ein gemeinsames Vorgehen einigen könnten." Dies erwarteten auch die Bürger.
Sprint-Legende Usain Bolt in Corona-Quarantäne
Der US-Sportler Usain Bolt hat sich wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne begeben. Der Weltrekordhalter über 100 und 200 Meter sagte am Montag in einem im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichten Video, dass er sich am Wochenende einem Test auf das Virus unterzogen habe. In den Onlinenetzwerken habe er dann gelesen, dass dieser Test positiv ausgefallen sei. Bolt teilte jedoch nicht mit, ob er selbst das Testergebnis inzwischen bekommen hat. Unter Symptomen der Infektion leidet der Jamaikaner nach eigenen Angaben nicht. Er versuche, "verantwortungsbewusst zu sein", weshalb er zu Hause bleibe, sagte er. Auch wolle er Freunde kontaktieren, mit denen er in direktem Kontakt gewesen sei, damit sie sich zur Sicherheit ebenfalls in Quarantäne begäben. Bolt hatte erst am Freitag seinen 34. Geburtstag gefeiert. Die britische Zeitung "Guardian" berichtete, Freunde hätten eine Überraschungsparty für ihn geschmissen. Daran hätten auch andere Sportstars wie der Fußballer Raheem Sterling von Manchester City teilgenommen.
Corona-Lockdown im Gazastreifen
Im dicht besiedelten Gazastreifen sind die ersten Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen nachgewiesen worden. Wie das Informationsbüro der islamistischen Hamas-Regierung am späten Montagabend mitteilte, wurden die vier Fälle - alles Mitglieder einer Familie - im Flüchtlingslager Al-Mughasi registriert. Dort leben etwa 120.000 Menschen. Das Informationsbüro verkündete einen kompletten Lockdown für den gesamten Gazastreifen. Die Maßnahme solle von Montagnacht für 48 Stunden gelten. Bildungseinrichtungen, Moscheen und Märkte müssen geschlossen bleiben. In dem Küstenstreifen leben insgesamt zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Entgegen vieler Befürchtungen verlief die Pandemie bislang glimpflich.Plasma Antikörper Corona Trump 17.08
Bayern spricht sich gegen Ende der Corona-Testpflicht nach Sommersaison aus
Bayern ist gegen ein vorzeitiges Ende der Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer. "Die Diskussion zur Beendigung einer Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist verfrüht", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montagabend in München. Die Auswertungen aktueller Ausbruchsschwerpunkte von Corona-Infektionen zeige klar die Bedeutung von infizierten Reiserückkehrern an diesen Infektionsketten. Huml äußerte sich besorgt über die am Montag zuvor mehrheitlich von ihren Amtskollegen aus Bund und Ländern befürwortete neue Teststrategie im Umgang mit Urlaubsheimkehrern. "Jetzt, wo dieses wirkungsvolle Instrument greift und akzeptiert ist, sollte man es nicht verfrüht stoppen", betonte sie und verwies auf die erzielten Erfolge bei den Kontrollen in Bayern. An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen, den Fernbahnhöfen München und Nürnberg sowie an drei Autobahnteststellen seien bisher mehr als 3000 Reiserückkehrer aus Risikogebieten positiv getestet worden.
Corona-News von Montag, dem 24. August:
Reisewarnung für Côte d'Azur und Île-de-France in Frankreich
Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur ausgesprochen. Beide Gebiete werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.
Gesundheitsminister beenden wohl Testpflicht für Reise-Rückkehrer
Kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland soll es nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden. Entsprechende Vorschläge legten die Minister am Montag nach einer Schaltkonferenz vor.
Es habe eine hohe Übereinstimmung gegeben, dass richtigerweise im Sommer die Tests für Reisende ausgeweitet worden seien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach dem Gespräch. Man sei sich aber gleichzeitig einig, dass mit Ende der Rückreisewelle die Kapazitäten wieder stärker im Bereich Pflege und Krankenhäuser genutzt werden sollten.
EU will sich auch möglichen Corona-Impfstoff von Moderna sichern
Die EU hat mit einem weiteren Unternehmen Vorgespräche über den Erwerb eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 abgeschlossen. Wie die zuständige EU-Kommission mitteilte, geht es konkret darum, dem US-Biotechnologieunternehmen Moderna im Fall einer erfolgreichen Impfstoffentwicklung 80 Millionen Dosen abzunehmen. Für weitere 80 Millionen Dosen ist ein Vorkaufsrecht geplant.
Moderna gehört nach Angaben der Kommission zu den Unternehmen, die an der Entwicklung einer neuen Impfstoffklasse auf Basis von Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) arbeiten. "Die mRNA spielt eine grundlegende Rolle in der Humanbiologie, denn sie überträgt Informationen, die von den Körperzellen in die Herstellung von Proteinen umgesetzt werden, einschließlich Proteinen, die Krankheiten vorbeugen oder bekämpfen können", erklärte die Brüsseler Behörde.
Klinik: Womöglich erster Nachweis einer erneuten Infektion mit Corona
Hongkonger Forscher haben eigenen Angaben zufolge erstmals eine erneute Corona-Ansteckung bei einem bereits länger genesenen Patienten nachgewiesen. Die Uniklinik der University of Hong Kong schrieb auf Twitter, dass Mikrobiologen der Hochschule weltweit erstmals einen solchen Fall dokumentiert hätten. Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass "Immunität nach einer natürlichen Infektion von kurzer Dauer sein kann".
Die Uniklinik verwies auf einen Bericht des öffentlichen Hongkonger Senders RTHK über die neuen Forschungsergebnisse. Demnach hatte sich ein Mann aus Hongkong im Frühjahr mit dem Virus infiziert. Nachdem er sich von der Corona-Infektion erholt hatte, sei das Virus bei ihm vier Monate später nach einer Spanienreise im August erneut nachgewiesen worden. Erbgutuntersuchungen hätten gezeigt, dass es sich um verschiedene Varianten von Sars-CoV-2 handelte. Das spricht gegen ein Wiederaufflammen der ersten Infektion.
Verschärfte Corona-Regeln im hessischen Main-Kinzig-Kreis
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in und um die hessische Stadt Hanau verschärft der Main-Kinzig-Kreis die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Es gelten strengere Auflagen bei Veranstaltungen, privaten Treffen und Freizeitbeschäftigungen, wie der Kreis am Montag mitteilte. Verschärfungen gibt es auch an Schulen: Der praktische Sportunterricht wird abgesagt, eine Maskenpflicht gilt für alle weiterführenden Schulen.
Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge zunächst auf drei Wochen beschränkt. Betroffen sind die Städte Bruchköbel, Erlensee, Hanau, Maintal, Neuberg und Nidderau. Allen weiteren Kommunen im Altkreis Hanau wird empfohlen, sich ebenfalls an die Regeln zu halten.
Hälfte der Corona-Infizierten in Neustadt ohne Antikörper
Im ehemaligen Corona-Quarantäneort Neustadt am Rennsteig lassen sich bei rund der Hälfte der mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten keine Antikörper gegen den Erreger nachweisen. Dies hat eine seit Mai laufende Studie des Universitätsklinikums Jena in dem rund 900 Einwohner zählenden Ort nahe Ilmenau ergeben, wie das Klinikum mitteilte. Neustadt war im März wegen gehäufter Corona-Infektionen als bislang einziger Ort in Thüringen für zwei Wochen komplett abgeriegelt. Nach Quarantäneende waren laut Klinikum 49 Corona-Infektionen bekannt. Für die Studie waren nach früheren Angaben der Einrichtung 626 Einwohner getestet worden, wobei die Wissenschaftler um den Jenaer Infektiologen Mathias Pletz mit sechs verschiedenen Tests nach Antikörpern gesucht hatten.
Positiver Corona-Fall in Schalker Trainingslager - Testspiel abgesagt
Im Trainingslager des FC Schalke 04 im österreichischen Längenfeld gibt es einen Corona-Fall. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, wurde "eine Person positiv auf Covid-19 getestet". Die namentlich nicht genannte Person habe sich bei Bekanntwerden des Testergebnisses bereits in Quarantäne befunden. "Die Erfassung möglicher Kontaktpersonen" sei angelaufen.
Corona-Infizierter geht in Nürnberg feiern
Unleserlich, lückenhaft, falsche Angaben - die Teilnehmerlisten einer Party in einem Nürnberger Nachtclub bereiten den Behörden Probleme. Auf der Feier vom 15. auf den 16. August war ein Gast, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war. Die Person habe zu dem Zeitpunkt eigentlich unter häuslicher Quarantäne gestanden, teilte der Landkreis Fürth mit, zu dem das zuständige Gesundheitsamt gehört. Dieses versucht jetzt mit Hilfe der Polizei die Betroffenen zu ermitteln, konnte aber wegen der fehlerhaften und unvollständigen Teilnehmerlisten noch nicht alle kontaktieren. Deshalb ruft es alle Partygäste auf, sich testen zu lassen und vorerst isoliert zu Hause zu bleiben.
Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte fallen
Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Amtskollegen aus den Ländern für deren Schaltkonferenz an diesem Nachmittag vorgelegt. Dem Konzept zufolge, das der DPA in Auszügen vorliegt, sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg.
Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne "nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden", heißt es in dem Vorschlag. Einfließen sollten die Erfahrungen aus den letzten Wochen, auch mit Blick auf zunehmend begrenzte Testkapazitäten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Montag, die Labore seien aktuell stark belastet, und es sei absehbar, dass das System dauerhaft an seine Grenzen stoße.
Umfrage: Überwiegende Mehrheit hält Testpflicht für Reiserückkehrer für richtig
Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die Testpflicht für Reiserückkehrer einer Umfrage zufolge für richtig. Wie aus dem gerade veröffentlichten "Corona-Monitor" des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervorgeht, gaben 91 Prozent der Befragten an, die Pflicht sei angemessen. Die vorgeschriebenen Tests finden damit im Vergleich zu anderen Maßnahmen die höchste Zustimmung, knapp vor Abstandsregeln (89 Prozent) und Maskenpflicht sowie Veranstaltungsabsagen (je 87 Prozent). "Die hohe Zustimmung zu den Maßnahmen deutet darauf hin, dass sich die Bevölkerung der Risiken durch das Virus nach wie vor bewusst ist", sagte BfR-Präsident Andreas Hensel.
Zwei Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan mit Corona infiziert
Zwei deutsche Soldaten der Nato-Ausbildungsmission in Afghanistan haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Verlegung zurück nach Deutschland werde vorbereitet, sagte ein Sprecher aus Masar-e Scharif. Personen, die Kontakt zu den Soldaten hatten, seien in Quarantäne.
Ein Rückflug mit einer speziell dafür ausgerüsteten Maschine MedEvac") sei angefordert und soll die Soldaten in Kürze nach Deutschland bringen. Der gesamte Ausbildungseinsatz ist wegen der Corona-Pandemie vor einiger Zeit weitgehend beschränkt worden.
Söder fordert einheitliches Vorgehen der Länder gegen Corona
Die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland machen aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ein einheitliches Vorgehen der Länder erforderlich. "Wenn es keinen verbindlichen Rahmen gibt, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir die negative Entwicklung bei Corona nicht mehr verhindern können", sagte der CSU-Chef in München. Deshalb sei es jetzt notwendig, dass sich Bund und Länder am Donnerstag bei ihrer Videokonferenz auf einen einheitlichen Rahmen, wenigstens aber auf gemeinsame Mindeststandards, einigten. Als Beispiele nannte er die Maskenpflicht, die Höhe von Bußgeldern und erlaubte Personenzahlen für private und öffentliche Veranstaltungen.
"Wir stehen an einer ganz wichtigen Weggabelung", betonte Söder. Corona ist wieder voll da". Wie im Frühjahr sei es kurz davor, dass es in Deutschland wieder eine exponentielle Entwicklung bei den Fallzahlen gebe. Ziel der Politik müsse es aber sein, vor die Welle zu kommen. Zuletzt sei dies etwa bei der Ausweisung der Risikogebiete und den verpflichtenden Tests für Heimkehrer aus Risikogebieten leider nicht schnell genug geschehen.
Bayern verschärft Corona-Kontrollen und erhöht Bußgelder
Mit höheren Bußgeldern für Maskenverweigerer und mehr Kontrollen will Bayern die Dynamik der zweiten Corona-Welle in Bayern ausbremsen. "Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2000 Euro fällig werden. "Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt", sagte Söder.
Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsministerium den Bußgeldkatalog, er solle noch im Laufe der Woche bekannt gemacht werden. Ein Beschluss des Kabinetts ist für die Novelle nicht notwendig. Künftig sollen dann auch Polizisten direkt Verwarnungen aussprechen können, bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich. Insbesondere im privaten Bereich gelten die Kontrollen von Corona-Auflagen - auch was die Zahl von Gästen auf privaten Feiern angeht - als in der Praxis kaum machbar.
Gesundheitssenatorin: Testkapazitäten in Berlin ausgeschöpft
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen. Sie seien durch die massiven Testungen der Reiserückkehrenden ausgeschöpft. "Wir sind jetzt bei 93 Prozent", sagte die SPD-Politikerin im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Hinzu komme die Information durch die Labore, dass die Knappheit von Verbrauchsmaterialien die Testkapazitäten weiter einschränken werde. In den Ländern sei die Situation unterschiedlich. "Es ist ein Thema, das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Wir werden uns heute in der GMK-Schalte austauschen, wie wir weiter verfahren mit den Reiserückkehrenden."
Auch Rosenheim reißt 50er-Grenzwert – schärfere Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen
Nachdem am Wochenende die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Rosenheim (Oberbayern) den Grenzwert von 50 auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tage überschritten worden ist, verschärft die Stadt mit sofortiger Wirkung ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Virus:
- Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen nach fünf bis sieben Tagen einen zweiten Test machen und bis dahin in Quarantäne bleiben (gilt für Stadt und Landkreis Rosenheim).
- In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Gruppen von maximal fünf Personen oder Angehörige desselben Haushalts aufhalten (Pflicht im Stadtgebiet, Empfehlung im Landkreis).
- Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nur noch von maximal 50 Personen besucht werden, unter freiem Himmel von maximal 100 (Pflicht im Stadtgebiet, Empfehlung im Landkreis).
- Allen Reiserückkehrern aus dem Ausland wird "dringend empfohlen", kostenlose Corona-Tests in Anspruch zu nehmen.
Die neuen Regeln sollen solange gelten, bis der Grenzwert von 50 "nachhaltig" unterschritten wird.
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März (CSU) appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, die Regeln einzuhalten. "Es geht um die Verantwortung für Ihre Mitmenschen", erklärte er. "Es sind zu 85 Prozent Reiserückkehrer, insbesondere Reiserückkehrer aus Südosteuropa", sagte der Pressesprecher der Stadt, Thomas Bugl, über die Ursache des Anstiegs. "Glücklicherweise" sei der kritische Wert von 50 inzwischen schon wieder unterschritten, betonte Bugl.
Notbremse zum Lockdown-Exit: Diese Kreise und Städte halten die Obergrenze (nicht) ein 12.37
RKI meldet 711 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Laut RKI hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 711 Fälle übermittelt. An Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI senden. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.
PAID STERN 2020_35 Trügerische aussichten 15.34Seit Beginn der Corona-kise haben sich mindestens 233.575 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt demnach bei 9272. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 208.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Bahn will Maskenvorschrift abends an Bahnhöfen stärker durchsetzen
Die Deutsche Bahn will laut einem Zeitungsbericht in den Abendstunden mehr Sicherheitskräfte an den Bahnhöfen und S-Bahn-Stationen einsetzen, um die Einhaltung der Maskenpflicht zu überwachen. Es sei "nicht hinnehmbar", dass sich Einzelne nicht an die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus hielten, sagte der Sicherheitschef der Deutschen Bahn (DB), Hans-Hilmar Rischke, der "Bild"-Zeitung. Das Maskentragen an den Bahnhöfen sei keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Die verstärkten Patrouillen in den Abendstunden werden laut "Bild" von der Bahn als notwendig erachtet, da bei einer erstmaligen Masken-Kontrolle per Videokameras auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen zahlreiche Verstöße festgestellt worden waren.
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