Nachrichten aus Deutschland: Pferd verteidigt 16-jährige Reiterin gegen übergriffigen Mann

Bonn: Falsche Polizisten rufen echte Polizistin an +++ Solingen: Fünf getötete Kinder beigesetzt +++ Gotha: 58-jähriger Brummifahrer von eigenem Sattelzug zerquetscht +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Neumünster: Pferd verteidigt junge Reiterin gegen übergriffigen Mann

Mit einem offenbar kräftigen Biss hat ein Pferd eine junge Reiterin gegen einen aufdringlichen Mann verteidigt. Wie die Polizei mitteilte ritt die 16-Jährige nahe des Ehndorfer Moors bei Neumünster in Schleswig-Holstein einen im Wald gelegenen Trampelpfad entlang, als sie im Schritttempo einen Mann passierte. Als beide auf gleicher Höhe waren, packte er das Mädchen demnach am Oberschenkel. Trotz mehrfacher Aufforderung habe er die 16-Jährige nicht losgelassen. Erst als das Pferd dem Mann in den Arm biss, ließ der Mann mit einem Schrei von der Reiterin ab, so dass sie davonreiten konnte. Die Polizei bittet um Hinweise bei der Suche nach dem Mann. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstagabend.

Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, den 23. September

Bonn: Falsche Polizisten rufen echte Polizistin an

Eindeutig das falsche Opfer haben sich falsche Polizisten in Bonn ausgesucht: Die dreisten Telefonbetrüger riefen eine echte Polizistin an und scheiterten prompt mit ihrer kriminellen Masche, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Am Privatanschluss der Beamtin meldete sich demnach eine "Frau Schwarz von der Bonner Polizei" und später ein "Einsatzleiter des Landeskriminalamts", um die echte Polizistin zum Abheben von 30.000 Euro zu bewegen. Die Beamtin informierte ihre Kollegen, die nur Stunden später unweit der Wohnung des vermeintlichen Opfers zwei Verdächtige vorläufig festnahmen. Die mutmaßlichen Geldabholer wurden ins Polizeigewahrsam gebracht.

Quelle: AFP

Solingen: Fünf getötete Kinder beigesetzt 

Die fünf Kinder, die in Solingen mutmaßlich von ihrer Mutter umgebracht wurden, sind beigesetzt worden. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf mit. In der zuständigen Mordkommission arbeiteten noch neun Ermittler, um den Fall lückenlos aufzuklären. Das Sorgerecht für den einzigen überlebenden Sohn sei seinen Eltern inzwischen entzogen. Er werde von einem Opferanwalt vertreten.

Gegen die 27 Jahre alte Mutter, die sich nach der Tat Anfang September im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen haben soll und dabei schwere Verletzungen erlitt, war Haftbefehl wegen fünffachen Mordes erlassen worden. Polizisten hatten in ihrer Wohnung im Solinger Stadtviertel Hasseldelle die fünf toten Kinder entdeckt. 

Quelle: DPA

Nürnberg: Jugendlicher nach Sturz in Pegnitz verstorben

Mehr als eine Woche nach einem Sturz in den Fluss Pegnitz ist ein 16-Jähriger aus dem bayerischen Nürnberg gestorben. Nach Angaben der örtlichen Polizei vom Donnerstag erlag der Jugendliche den Folgen des Unfalls. Er war am Dienstag vergangener Woche aus noch ungeklärter Ursache in den Fluss gefallen. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es nicht. Zeugen hatten den 16-Jährigen in der Nürnberger Innenstadt in der Pegnitz entdeckt und den Notruf gewählt. Eine Polizistin zog ihn an Land, Rettungskräfte belebten ihn wieder. Er kam in ein Krankenhaus, wo er starb.

Quelle: AFP

Gotha: Lkw-Fahrer von eigenem Sattelzug zerquetscht

Im thüringischen Gotha ist am Donnerstag der Fahrer eines Sattelschleppers bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Der Mann, so berichtet es die Polizei, arbeitete gegen 3.30 Uhr hinter dem Auflieger seines Lkw, als sich dieser ohne Fremdeinwirkung in Bewegung setzte. Der 58-Jährige wurde demnach zwischen dem Lkw und der Laderampe eingeklemmt. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. 

Quelle:Thüringer Polizei

Hanau: Lebenslange Haft für mutmaßliche Sekten-Chefin wegen Kindsmord

Eine mutmaßliche Sekten-Chefin ist vom Hanauer Landgericht mehr als 30 Jahre nach dem Tod eines Vierjährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah in seinem Urteil am Donnerstag den Mordvorwurf als erwiesen an. "Es gruselt einen, was um Sie und Ihre Gemeinschaft passiert ist", sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück. "So etwas haben wir noch nicht erlebt."

Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Anklage warf der 73-Jährigen vor dem Hanauer Landgericht Mord durch Unterlassen an dem damals Vierjährigem vor und forderte eine lebenslange Haftstrafe. Die Verteidigung plädierte in dem Verfahren auf Freispruch. Sie sieht eine "Hetzkampagne angeblicher Sekten-Aussteiger". Die Angeklagte soll im August 1988 den Jungen in einen Leinensack eingeschnürt und in ein Badezimmer gelegt haben. Das Kind soll ohnmächtig geworden und an seinem Erbrochenem erstickt sein. Ermittler hielten den Tod des Jungen lange Jahre für einen Unfall. Erst 2015 wurde der Fall nach Hinweisen von Aussteigern wieder aufgerollt. Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft, dass die 73-Jährige durch den Tod des Jungen ihre Machtposition stärken wollte. Sie habe das Kind als "vom Bösen besessen" bezeichnet. 

Quelle: DPA

München: Nach Drogenskandal fünf Polizisten suspendiert

Nach dem Drogenskandal bei der Münchner Polizei sind fünf Beamte vom Dienst suspendiert worden. Weitere in den Skandal verwickelte Beamte würden ab sofort im Innendienst oder auf anderen Dienststellen eingesetzt, teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Neun Beschuldigte stünden "besonders im Fokus". Am Mittwoch hatte es eine Razzia gegen die Verdächtigen gegeben, bei der 19 Staatsanwälte und mehr als 170 Polizisten im Einsatz waren.

Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft werden insgesamt 21 Polizisten verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Antidopinggesetz sowie andere Straftaten wie die Verfolgung Unschuldiger und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen. Drogenermittlungen innerhalb der Münchner Polizei waren seit Februar bekannt, das ganze Ausmaß wurde aber am Mittwoch deutlich. Ausgangspunkt waren Ermittlungen gegen einen in einer Münchner Nobeldiskothek aktiven Drogendealer, der zwei Polizisten beschuldigt hatte. Der Dealer soll im großen Stil Kokain in München verbreitet und dabei auch Polizisten versorgt haben. 

Quelle: AFP

Blaubeuren: Bus und Lastwagen stoßen zusammen – zehn Verletzte

In Baden-Württemberg sind beim Zusammenstoß von einem Bus mit einem Lastwagen mehrere Menschen verletzt worden. Die Busfahrerin war eingeklemmt und musste schwer verletzt befreit werden, wie ein Sprecher der Polizei Ulm am Mittwoch sagte. Sechs Menschen seien leicht verletzt worden, drei hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Der Unfall ereignete sich auf einer Bundesstraße bei Blaubeuren westlich von Ulm. Zur Ursache lagen zunächst keine Angaben vor. Die Staatsanwaltschaft gab ein Gutachten in Auftrag.

Quelle: DPA

Kassel: Behindertes Kind fordert nach Alkoholmissbrauch der Mutter Entschädigung

Das Bundessozialgericht in Kassel verhandelt am Donnerstag über die Frage, ob wegen Alkoholmissbrauchs der Mutter behinderte Kinder einen Anspruch auf Opferentschädigung haben. Im vorliegenden Fall lehnten die Versorgungsbehörden in Sachsen-Anhalt dies ab. Die Begründung lautete, ein hierfür erforderlicher "vorsätzlicher, rechtswidriger tätlicher Angriff" liege nicht vor. Alkoholmissbrauch sei nicht strafbar. Zudem sei ein ungeborener Embryo noch keine "rechtsfähige" Person. Die Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg.

Quelle: AFP

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, den 23. September

Bonn: Enkel soll 86-Jährige getötet haben

Nach dem gewaltsamen Tod einer 86-jährigen Frau in Bonn hat die Polizei außer dem Enkel noch zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Die 33-jährige Frau und der 20-jährige Mann stehen in dringendem Verdacht, in den Plan des Enkels eingeweiht und an der Tat beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der 35-Jährige soll seine Großmutter in der vergangenen Woche in deren Garten getötet haben. Er war noch am Tatort festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen inzwischen von heimtückischem Mord aus Habgier und zur Verdeckung einer Straftat aus. In der Wohnung der 33-Jährigen seien Gegenstände gefunden worden, die dem Opfer gehörten. Gegen die Frau wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes, gegen den 20-Jährigen wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Quelle: DPA

München: Drogen-Skandal weitet sich aus – Ermittlungen gegen 21 Polizisten

Die Münchner Polizei wird von einem Drogenskandal erschüttert. Insgesamt 21 Polizisten werden verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Antidopinggesetz sowie andere Straftaten wie die Verfolgung Unschuldiger und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft München I am Mittwoch mitteilten. Insgesamt 18 Staatsanwälte und mehr als 90 LKA-Ermittler gingen seit dem Vormittag mit einer Razzia gegen die Verdächtigen vor. Laut Innenminister Herrmann sollen sechs der verdächtigen Beamten bereits vom Dienst suspendiert worden sein. 

Auslöser der Razzia waren den Ermittlern zufolge im Februar bekannt gewordene Ermittlungen gegen zwei Polizisten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Diese Ermittlungen führten zu dem Verdacht gegen weitere Polizisten. Bei der Razzia wurden 24 Wohnungen und Dienststellen in München und den Landkreisen München, Dachau, Wolfratshausen, Ebersberg und Fürstenfeldbruck durchsucht. 20 der unter Verdacht stehenden Polizisten gehören zum Polizeipräsidium München. Ein weiterer Verdächtiger war dort früher im Einsatz und ist inzwischen bei der bayerischen Bereitschaftspolizei im Dienst.

Quelle: AFP

Isernhagen: Rentner steckt 16 Stunden im Schlamm

Rund 16 Stunden hat ein 79-Jähriger im Schlamm festgesteckt und erst die Feuerwehr konnte den bis zum Oberkörper eingesunkenen und lebensgefährlich unterkühlten Mann befreien. Zuvor hatte die Polizei nach eigenen Angaben vom Mittwoch mit einem Hubschrauber nach dem Vermissten gesucht, der in einem Bach unter einer Autobahnunterführung bei Isernhagen in der Region Hannover gefangen war. Der Hinweis eines Freundes führte die Polizei dann am nächsten Morgen zu dem Vermissten. 

Weil die Beamten den Rentner nicht aus dem Schlamm bekamen, wurde die Feuerwehr gerufen, die den 79-Jährigen am Dienstag ein Stück ausbuddelte und mit einer Trage herauszog. Laut Polizei bestand am Mittwoch keine Lebensgefahr mehr. Wie genau der Mann im Schlamm gelandet war, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet.

Quelle: DPA

Magdeburg: Notruf ignoriert Schüsse auf Opfer während Halle-Attentat

Am Tag des Terroranschlags in Halle hat die Polizei laut einem Paar zunächst nicht geglaubt, dass es angeschossen worden war. Sie habe beim Notruf gesagt, dass ihr Mann verblute, sagte eine 51 Jahre alte Frau am Mittwoch als Zeugin vor dem Oberlandesgericht in Magdeburg aus. "Das hat der gar nicht richtig wahrgenommen, er hat gesagt, ich sollte rausgehen und Ausschau halten, wo der Schütze ist." Erst als ihr Nachbar gekommen sei und das Gespräch übernommen habe, sei ein Beamter gekommen.

Der Attentäter hatte auf seiner Flucht versucht, an ein neues Auto zu kommen, weil er an seinem Wagen zwei Reifen zerschossen hatte. Dabei hielt er an einem Hof im Landsberger Ortsteil Wiedersdorf im Saalekreis, auf dem der 52-Jährige im Garten arbeitete. Es habe am Hoftor geklopft und er habe in eine Pistole geblickt, sagte der Mann am Mittwoch mit stockender Stimme. Der Täter habe den Schlüssel für das Auto gefordert. Der 52-Jährige berichtete, dass der Attentäter auf ihn geschossen habe, als er weggelaufen sei. Die Kugel traf den Zeugen im Nacken und blieb hinter dem rechten Ohr stecken. Kurz darauf habe der Täter auch von hinten auf die 51 Jahre alte Frau geschossen, die auf den Hof geeilt sei. Beide Zeugen sind seit den Schüssen arbeitsunfähig und leiden an Spätfolgen.

Quelle: DPA

Oberstdorf: Alpen-Touristin überlebt 60 Meter tiefen Sturz

Beim Bergwandern oberhalb des Oytals im Oberallgäu hat eine lettische Touristin einen Sturz 60 Meter in die Tiefe überlebt. Am Dienstagnachmittag habe die 42-Jährige zusammen mit ihrer Hündin vom Seealpsee ins Oytal absteigen wollen und sei dabei vom Weg abgekommen und abgestürzt, teilte die Polizei mit. Demnach fiel sie in eine Tanne und konnte sich im steilen Gelände festhalten. Almhirten verständigten Polizei und Bergwacht, nachdem sie ihre Hilferufe gehört hatten. Mit einem Rettungshubschrauber konnte die Frau gerettet werden. Sie zog sich nur leichte Verletzungen zu und konnte die Klinik noch am Abend verlassen. Ihre Hündin wurde nicht gefunden. Die rot-braune Ridgeback-Hündin befinde sich wahrscheinlich noch in der Gegend. Die Polizei bittet um Hinweise.

Quelle: DPA

Stuttgart: Polizei entdeckt zahlreiche Taxis mit Tachoblockern

Bei mehreren Durchsuchungen in Taxiunternehmen und Werkstätten haben Stuttgarter Ermittler seit Ende 2019 insgesamt 21 Taxis mit eingebauten Tachoblockern entdeckt. Gefunden wurden auch 150 weitere solcher Geräte, die noch nicht verbaut waren, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Die Geräte dienen dazu, den Tachostand niedrig zu halten. Taxiunternehmen könnten so die Unternehmenssteuern drücken, außerdem könnten die Fahrzeuge mit höherem Wert weiterverkauft werden. Ob die Unternehmen in Verbindung miteinander stehen, untersuchen Polizei und Staatsanwaltschaft noch. Der Missbrauch von Wegstreckenzählern ist nach Paragraf 22b des Straßenverkehrsgesetzes strafbar. Laut Stuttgarter Staatsanwaltschaft drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Quelle: AFP

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, den 22. September

Karlsruhe: Mann stößt 60-Jährige vor anfahrendes Auto

Ein 52-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz steht unter dringendem Tatverdacht, eine 60-Jährige am Samstag vor ein anfahrendes Auto gestoßen zu haben. Die Frau war laut Polizei gegen Mittag mit ihrer 25-jährigen Tochter in Karlsruhe unterwegs. Dort gingen sie an dem tatverdächtigen Mann vorbei. Dieser fühlte sich offenbar durch zuvor getätigte Aussagen der beiden Frauen über ihn provoziert und näherte sich an einer Ampel der 60-Jährigen.

Dort stieß er die Frau vor ein anfahrendes Auto. Der 23-jährige Fahrer konnte einen Zusammenstoß durch eine Vollbremsung noch verhindern, die Frau erlitt durch den Sturz Schürfwunden und Prellungen. Der Tatverdächtige hatte sich vom Ort des Geschehens entfernt, die Polizei konnte ihn jedoch durch eine Fahndung ausfindig machen. Der Mann ist bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe

Pulheim: Autofahrer reagiert geistesgegenwärtig und bremst Frau in Notlage aus

Auf der Bundesstraße 59 in Richtung Pulheim verhinderte ein 56-Jähriger Schlimmeres, als er das Auto einer Frau ausbremste. Die 35-Jährige hatte aufgrund eines internistischen Notfalls die Kontrolle über ihr Auto verloren, stieß mehrfach gegen die Schutzplanke und fuhr zeitweise sogar in den Gegenverkehr. Der Mann reagierte geistesgegenwärtig und überholte die Frau, um sie schließlich bis zum Stillstand auszubremsen. Anschließend rief er den Notdienst. Die 35-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, der 56-Jährige blieb unverletzt. Lediglich sein Auto ist leicht beschädigt worden.

Quelle: Polizei Rhein-Erft-Kreis

Hagen: Betrunkener 26-Jähriger sprüht Hakenkreuz auf Fahrzeug der Bundespolizei

Ein angetrunkener 26-Jähriger hat im nordrhein-westfälischen Hagen offenbar ein Hakenkreuz auf ein Einsatzfahrzeug der Bundespolizei gesprüht. Nach Zeugenhinweisen trafen Beamte den Verdächtigen am Montagabend noch in Tatortnähe auf dem Vorplatz des Hagener Hauptbahnhofs an, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Der Mann sagte demnach den Bundespolizisten, dass er vor einer Wiederholung der Tat nicht zurückschrecken werde.    

Er wurde deshalb in Gewahrsam genommen. Ein Alkoholtest bei dem polizeibekannten Mann ergab 1,4 Promille. Die Bundespolizisten leiteten gegen den 26-Jährigen ein Strafverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung ein.

Quelle: DPA

Münster: Polizei entdeckt bei Razzia Drogen in Beinprothese

In der Beinprothese eines 39-Jährigen hat die Polizei in Münster verschiedene Drogen entdeckt. Die Beamten nahmen den Mann am Montag bei einer Kotrolle im Bahnhofsumfeld fest, wie sie am Dienstag mitteilten. Bei der späteren Durchsuchung entdeckten sie 35 Gramm Kokain, fünf Gramm Heroin und mehrere Pillen Ecstasy im künstlichen Bein des Manns.    

Der 39-Jährige war der Polizei bereits als Dealer bekannt. Neben ihm wurde auch ein 25-Jähriger festgenommen, bei dem mehrere Päckchen Kokain gefunden wurden. Beide Männer wurden am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Bei der Kontrolle überprüfte die Polizei insgesamt 67 mutmaßliche Kriminelle.

Quelle: AFP

Berlin: Verdächtiges Paket in Poststelle des Bundestags entdeckt

In der Poststelle des Bundestags ist am Dienstagvormittag ein verdächtiges Paket entdeckt worden. Bombenentschärfer der Berliner Polizei seien im Einsatz und schauten sich das Paket an, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten wurden demnach von der Polizei des Bundestags hinzugerufen. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung über den Fund berichtet.

Quelle: DPA

Merseburg: Unterschlagener Bronzeschatz - Raubgräber zu Geldstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Merseburg hat einen Raubgräber zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht befand den 39 Jahre alten Mann am Dienstag der Unterschlagung eines 3100 Jahre alten Bronzeschatzes für schuldig. Dafür verhängte es eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen je 40 Euro. Weil diese mit einer vorhergehenden Strafe zusammengefasst wurde, kam für den Angeklagten eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen je 40 Euro heraus. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft haben angekündigt, auf Rechtsmittel zu verzichten.

Anders als zuvor bei der Polizei gab der Angeklagte am Amtsgericht zu, die Bronzetasse, in der sich drei bronzene Anhänger sowie 94 kleine Beschläge und Gürtelschnallen befanden, in Sachsen-Anhalt gefunden zu haben. Zuvor hatte der Mann beteuert, der Fundort des Schatzes sei Bayern gewesen. Damit wäre er straffrei davon gekommen, denn in dem Bundesland ist der Handel mit Artefakten legal. Der 39-Jährige stellte seinen Fund in die Internet-Plattform Ebay ein. Ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger wurde darauf aufmerksam und benachrichtigte das Landesmuseum in Halle.

Quelle: DPA

Wiesbaden: Nach Großkontrollaktion 36 Verdachtsfälle von Menschenhandel oder Ausbeutung

Bei Kontrolltagen zur Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung der Arbeitskraft haben Ermittler in Deutschland 36 Verdachtsfälle festgestellt. In diesen Fällen gebe es Anhaltspunkte für Menschenhandel oder Ausbeutung, es werde die Einleitung von Ermittlungsverfahren geprüft, teilte das Bundeskriminalamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Kontrolliert worden seien bei den vom 14. bis zum 20. September erfolgten Überprüfungen insgesamt 3288 Menschen an mehr als 342 Örtlichkeiten.     Zu den Orten zählten Nagelstudios, Kosmetiksalons, Gastronomie, Personenschifffahrt, Autobahnen, Tank- und Rastanlagen, das Transportgewerbe sowie Baustellen. In Deutschland waren Beamte von Polizei und Zoll aus über hundert Dienststellen in zwölf Bundesländern beteiligt. Die Kontrolltage fanden europaweit in 19 Staaten statt.

Quelle: DPA

Oldenburg: Bestattungsfahrrad verursacht Aufsehen

Der Oldenburger Künstler Michael Olsen möchte Verstorbenen mit dem Fahrrad das letzte Geleit geben. Der 60-Jährige hat aus ausrangierten Zustellrädern der Post ein Bestattungsfahrrad gebaut. Auf der Ladefläche des 3,80 Meter langen Lastenrades liegt ein leerer Kiefernsarg, wenn er damit durch Oldenburg radelt. "Ich will das stark verdrängte Thema Sterben in den Alltag zurückbringen.

Und wo haben wir mehr Alltag als im Straßenverkehr?", sagt er. Die Reaktionen von Passanten seien kontrovers, die meisten aber positiv. In der Oldenburger Bestatterin Ellen Matzdorf hat er eine Unterstützerin gefunden, die den Fahrrad-Service künftig ihren Kunden mitanbieten möchte.

Quelle: DPA

Berlin: 300 Polizisten bei Razzia in Berlin und Brandenburg im Einsatz

In Berlin und Brandenburg hat am Dienstagmorgen eine großangelegte Razzia begonnen. Es geht nach Angaben einer Polizeisprecherin um organisierte Kriminalität und Vermögensdelikte. Gegen wen sich der Einsatz konkret richtet, sagte die Sprecherin nicht. 300 Einsatzkräfte seien dabei, an 18 Orten Durchsuchungsbeschlüsse durchzusetzen. Auch die Steuerfahndung sei beteiligt, es gehe um mehrere Ermittlungsverfahren und mehrere Personen. Zuvor hatten die "Bild" und die "B.Z." berichtet. 

Hintergrund der Durchsuchungen sind Vorwürfe der Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und des Verstoßes gegen das Abgabegesetz. Durchsucht wurden sowohl Wohn- als auch Geschäftsadressen. Zwischenfälle gab es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht: "Das verlief bislang alles unproblematisch."

Quelle: DPA

Apolda: 38-Jähriger lagert Sprengstoff im Backofen

Ein 38-Jähriger hat auf einem Backblech im Backofen seiner Wohnung Sprengstoff gelagert. Das Mehrfamilienhaus im thüringischen Apolda wurde evakuiert, nachdem Spezialkräfte und ein Spürhund das hochexplosive Material am Montag gefunden hatten. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte, wurde der Sprengstoff im Freien kontrolliert vernichtet. 

Die Beamten waren zuvor darüber informiert worden, dass in der Wohnung des 38-Jährigen der gefährliche Sprengstoff sein soll. Der Mann war zur Zeit des Einsatzes in einer psychiatrischen Einrichtung.  Nach ersten Erkenntnissen soll der 38-Jährige den Sprengstoff selbst hergestellt haben. Zuvor hatte der MDR über den Vorfall berichtet.

Quelle: DPA

Welzheim: Vater und Sohn fallen im Streit vom Balkon - schwer verletzt 

Zwei Männer sind im Streit in Welzheim in Baden-Württemberg vom Balkon gestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, berichtete ein Zeuge von einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei die Männer vom Balkon im zweiten Obergeschoss fielen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Vater und Sohn. Der 60-Jährige sowie sein 30 Jahre alter Sohn kamen am Freitagnachmittag mit schweren Verletzungen in eine Klinik.

Quelle: DPA

Finnentrop: 17-jährige Motorradfahrerin stirbt bei Verkehrsunfall

In  Finnentrop im Kreis Olpe in NRW ist am Montag eine jugendliche Motorradfahrerin bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie die Polizei berichtet, war die 17-Jährige am frühen Morgen gemeinsam mit einer gleichaltrigen Beifahrerin auf einer Bundesstraße unterwegs. Ein 30-jähriger Pkw-Fahrer, der in der Gegenrichtung fuhr, kam aus bislang unklarer Ursache auf die Fahrbahnder beiden und kollidierte mit dem Zweirad. "Die Fahrerin verstarb noch an der Unfallstelle, die Mitfahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen", heißt es im Bericht. Der Autofahrer erlitt einen Schock, Ermittlungen zur Unfallursache laufen. 

Quelle:Kreispolizeibehörde Olpe

Nachrichten aus Deutschland von Montag, 21. September

Mönchengladbach: Ladendieb stiehlt Pistazien im Wert von 780 Euro

Ein notorischer Pistaziendieb macht einem Mönchengladbacher Supermarkt zu schaffen. Bei seinem jüngsten und vermutlich größten Coup erbeutete der Langfinger am Donnerstag Pistazien im Wert von 780 Euro, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach räumte der Dieb "den kompletten Regalinhalt an Pistazienpackungen" in seinen Rucksack und eine mitgebrachte Einkaufstasche. Danach ergriff er die Flucht. Es war nicht das erste Mal, dass der Ladendieb sich am Nussregal des Supermarkts im Stadtteil Rheydt bediente. Der Filialleiter hatte deswegen schon vorher ein Hausverbot gegen den Mann ausgesprochen. Die Polizei sammelt Hinweise zu dem flüchtigen Ladendieb.     

Quelle: AFP

Münster: Angetrunkener Fahrer flüchtet durch Rettungsgasse auf der A 1 vor der Polizei     

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein angetrunkener 33-Jähriger auf der Autobahn 1 mit seinem Wagen mehrere Autos beschädigt, einen Streifenwagen gerammt und dabei zwei Polizisten verletzt. Trotz Stoppzeichen der Polizei gab der Mann am Sonntagmittag auf der Autobahn bei Greven in Nordrhein-Westfalen Gas und raste mit zeitweise 200 Stundenkilometern in Richtung Bremen, wie die Polizei in Münster am Montag mitteilte.

Unweit der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen fuhr der Mann aus Schleswig-Holstein mitten auf der Fahrbahn durch einen Stau, beschädigte zwei Autos und wich anschließend auf den Standstreifen aus. Bei Osnabrück-Nord fuhr der 33-Jährige wenig später durch eine Rettungsgasse, rammte dabei den Streifenwagen der Osnabrücker Polizei und kollidierte etwa 400 Meter weiter mit einem weiteren Auto. Als der Mann daraufhin zu Fuß flüchten wollte, nahmen die Beamten ihn vorläufig fest und brachten ihn zur Polizeiwache. Dort wurden ihm Blutproben entnommen. Einen Führerschein hatte der 33-Jährige nicht. Die beiden Polizisten aus dem beschädigten Streifenwagen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hatte den 33-Jährigen bei Greven stoppen wollen, weil sich eine Zeugin zuvor bei den Ordnungshütern gemeldet und angegeben hatte, der Mann sei angetrunken mit ihrem Auto und ihrem Handy davongefahren. Über die Ortungsfunktion ihres Handys konnte die Frau den Beamten dann den aktuellen Standort des Wagens mitteilen. Der 33-Jährige muss sich nun mit einem umfangreichen Strafverfahren auseinandersetzen.

Quelle: DPA

Frankfurt/Main: Polizisten in Frankfurt mit Flaschen und Steinen beworfen 

Mit Steinen, Glasflaschen und Gläsern sollen Dutzende Menschen Polizisten im Frankfurter Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen beworfen haben. Ein 37 Jahre alter Polizist wurde im Gesicht getroffen und verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Er habe im Krankenhaus behandelt werden müssen. Auch eine 24-jährige Beamtin wurde demnach von einer Flasche getroffen, blieb aber unverletzt. Die Polizei nahm drei Männer vorläufig fest.

Die Polizisten waren am frühen Sonntagmorgen wegen eines Streits zwischen einem Wirt und mehreren Gästen auf ein Lokal aufmerksam geworden. Den Angaben zufolge sollen sich knapp 50 Menschen vor dem Lokal zusammengerottet und lautstark gegen die Polizei skandiert haben. Sie sollen den Beamten nach dem Einsatz gefolgt sein und sie mit Gegenständen beworfen haben. Dabei hatte die Polizei nach eigenen Angaben versucht, die Angreifer mit Pfefferspray zurückzudrängen. Daraufhin seien weitere Flaschen geflogen, hieß es. Die Polizei habe den Vorfall teilweise gefilmt, es gebe außerdem Zeugen.

Ein 33-Jähriger, der sich laut Polizei als "Aufwiegler" besonders hervorgetan haben soll, wurde vorläufig festgenommen. Er sollte am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei 18 Jahre alte Männer seien wegen fehlender Haftgründe wieder freigelassen worden, hieß es.

Quelle: DPA

Frankenthal: 17-Jähriger wegen Mordes und Vergewaltigung vor Gericht

Im rheinland-pfälzischen Frankenthal hat am Montag ein Prozess wegen Mordes und Vergewaltigung gegen einen 17-Jährigen begonnen. Dem Angeklagten aus Ludwigshafen wird vorgeworfen, Mitte März eine Gleichaltrige vergewaltigt und erwürgt zu haben. Das nicht öffentliche Verfahren am Landgericht Frankenthal habe wie geplant begonnen, sagte ein Gerichtssprecher. Da nach Jugendstrafrecht verhandelt wird, können keine Angaben zum Stand der Beweisaufnahme gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sein 17-jähriges Opfer zur sexuellen Befriedigung getötet zu haben. Tatort war der Willersinnweiher in Ludwigshafen. Im vergangenen Jahr soll der Ludwigshafener außerdem drei weitere minderjährige Mädchen vergewaltigt und zum Teil gewürgt haben. Der Angeklagte befindet sich deswegen in Untersuchungshaft.    

Weiterhin wird dem Ludwigshafener zur Last gelegt, im Februar 2019 einen Mann mit einem Messer bedroht zu haben. Eine Frau, die dazwischengehen wollte, habe er mit dem Messergriff laut Landgericht "heftig gegen die Brust gestoßen". Zu den Tatvorwürfen habe sich der 17-Jährige vor Prozessbeginn nicht geäußert. Das Verfahren gegen den bislang nicht vorbestraften Jugendlichen wird am 1. Oktober fortgesetzt. Bis Ende Januar sind zwölf weitere Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: AFP

Much: Polizei beschlagnahmt illegale Waffen und Munition bei 61-Jährigen

Nachrichten aus Deutschland
Die Polizei hat illegale Waffen bei einer Durchsuchung in Much beschlagnahmt
© Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Im nordrhein-westfälischen Much hat die Polizei vergangene Woche mehrere scharfe Waffen und große Mengen Munition bei einem 61-Jährigen gefunden und beschlagnahmt. Nach einem anonymen Hinweis, dass der Tatverdächtige eine scharfe Maschinenpistole verkaufen wolle, hatte die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Neben einer Schrotflinte, einer alten Polizeipistole und zwei Kleinkalibergewehren fanden die Ermittler auch die mutmaßlich zum Kauf angebotene Waffe: eine tschechische Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg. "Damit verstößt der 61-Jährige nicht nur gegen das Waffengesetz – er besaß nämlich für keine der Waffen eine Berechtigung, – sondern auch gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz", so die Polizei. In beiden Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. 

Quelle: Polizei Rhein-Sieg-Kreis

Video aus Oberhavel: Autofahrer stirbt nach Kollision mit Brückenpfeiler auf A10

Quelle: DPA

Südhessen: 24-Jähriger fährt gegen Hauswand – 1,93 Promille

Am Samstagabend ist in Südhessen ein 24-Jähriger mit seinem Auto frontal gegen eine Hauswand gefahren. Ein Alkoholtest ergab 1,93 Promille. Der junge Mann kam nach derzeitigen Erkenntnissen rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr eine Leitplanke und fuhr schließlich gegen die Hauswand. Durch den Aufprall wurde zudem noch ein weiteres, geparktes Fahrzeug durch umherfliegende Trümmerteile in Mitleidenschaft gezogen. "Insgesamt dürfte der Schaden bei über 15.000 Euro liegen", so die Polizei. 

Quelle: Polizei Südhessen

Trier: DNA-Reihentest zu Mordfall Beatrix Hemmerle noch ohne Treffer 

Ein DNA-Reihentest zur Aufklärung eines Mordfalls vor mehr als 30 Jahren in Trier hat bislang noch keinen Treffer gebracht. Der Kriminaldirektion Trier lägen schon rund 100 Proben vor, von denen etwa ein Fünftel ausgewertet sei, sagte ein Sprecher der Polizei. Es fehlten noch etwa 30 Speichelproben vor allem von Personen, die nicht mehr im Raum Trier wohnten. Die Männer waren im Zuge der Ermittlungen zum Mord an Beatrix Hemmerle personalisiert worden: Ein Unbekannter hatte die 32-Jährige im August 1989 in ihrer Wohnung erstochen.

Anlass für die DNA-Untersuchung ist, dass die Polizei den Fall seit 2017 neu aufgerollt hat und dank neuer Technik an einem Beweisstück auf genetische Spuren stieß, die vom Täter stammen sollen. Aufgrund des gesicherten DNA-Profils sei die Polizei "sehr zuversichtlich, dass der Fall aufgeklärt wird", sagte der Sprecher.

Die gut 100 Angeschriebenen sind laut Polizei der erste Teil von insgesamt 450 Männern. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen. Hemmerles damals zwölfjähriger Sohn, der durch Schreie und Kampfgeräusche wach wurde, fand die Mutter im Sterben.

Quelle: DPA

Bonn: Polizisten schmusen mit Husky-Hündin

Flauschiger Einsatz bei der Polizei Bonn: Auf Twitter verbreiteten die Beamten ein Foto, das sie beim Knuddeln mit einem Husky zeigt. Am Samstag war der Polizei ein verängstigter Hund im Stadtteil Dransdorf gemeldet worden. "Doch beim Eintreffen unserer Kolleginnen gab es Entwarnung. Der verschmusten Hündin ging es wunderbar und nach ausgiebigen Streicheleinheiten wurde sie an die Tierrettung der Feuerwehr Bonn übergeben." Ob sie dort mittlerweile abgeholt wurde, konnte eine Polizeisprecherin am Montag noch nicht sagen.

Quelle: DPA

Berlin: Mann soll Frauen in Berlin in Auto gezogen und vergewaltigt haben

In Berlin muss sich ab Montag ein 33-Jähriger vor dem Landgericht verantworten, weil er Frauen in sein Auto gezogen und vergewaltigt haben soll. Wisam B. B. soll insgesamt vier Vergewaltigungen begangen haben. In zwei Fällen soll er im Januar und Februar 2020 mit Mittätern je eine Frau auf offener Straße in Berlin in sein Fahrzeug gezogen und vergewaltigt haben.     

In den beiden Fällen ist er nicht nur wegen Vergewaltigung, sondern wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. In dem Fall vom Januar soll sein 25-jähriger Bruder Karrar B. B. beteiligt gewesen sein, der ebenfalls angeklagt ist. Für den Prozess sind rund 20 Verhandlungstermine bis Ende Januar geplant.

Quelle: AFP

Nachrichten aus der Woche vom 14. bis 20. September 2020 lesen Sie hier.



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