Nachrichten aus Deutschland: Ungebetener Gast: Chinesische Wollhandkrabbe schlüpft durch Terrassentür in Wohnung

Stralsund: Kellner bedient ohne Maske und greift Polizisten an +++ Heddesheim: Unbekannter setzt acht Karpfen in Gebüsch aus +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Freiburg: Frau ruft Polizei wegen Krabbe

Am Mittwochmorgen hat eine Frau aus Freiburg den Polizeinotruf gewählt, weil sie eine Krabbe in ihrer Wohnung entdeckte. Das Tier hatte sich unbemerkt durch die Terrassentür Zutritt verschafft. Die Frau stülpte dem Tier einen Mülleimer über, damit es nicht ausbüxen kann. Laut Polizeibericht handelte es sich dabei um eine 25 cm große Chinesische Wollhandkrabbe. Nach Auskunft der Fachbehörde sei es eine invasive Art, die bereits Populationen im und am Rhein hat, ergänzt die Polizei. Die Beamten übergaben das Tier an das Veterinäramt. 

Quelle: Polizei Freiburg

Stralsund: Kellner bedient ohne Maske und greift Polizisten an

In Stralsund ist die Polizei in ein Restaurant in der Innenstadt gerufen worden, weil ein Kellner dort ohne Mund-Nasen-Schutz servierte. Zudem habe der 29-Jährige die Gäste aufgefordert, ihre Masken abzulegen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Darauf hätten am Mittwochabend Gäste aus Hamburg hingewiesen. Zudem seien in dem Restaurant die persönlichen Daten der Gäste nicht erfasst worden, um eine Nachverfolgung im Corona-Fall zu ermöglichen.

Den Beamten gegenüber trat der Kellner laut den Angaben zufolge aggressiv auf. Der in Stralsund wohnende Mann äußerte der Polizei gegenüber sein Unverständnis für die Maßnahmen der Landesregierung und weigerte sich, seine Personalien anzugeben. Schließlich beleidigte er die Beamten und versuchte, zwei von ihnen mit der Faust zu schlagen. Die Polizisten nahmen ihn daraufhin in Gewahrsam.

Gegen den Kellner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der versuchten Körperverletzung eingeleitet. Darüber hinaus nahmen sie den Verstoß gegen die entsprechende Corona-Verordnung des Landes auf.

Quelle: DPA

Heddesheim: Unbekannter setzt acht Karpfen in Gebüsch aus 

Ein unbekannter Täter hat bei Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis) acht lebende Karpfen in ein Gebüsch gelegt und sie dort sterben lassen. Zeugen fanden die Fische am Mittwochabend ohne Wasser im Gewächs liegend, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zu dem Zeitpunkt seien alle Karpfen noch am Leben gewesen. Als jedoch die Polizei eintraf, regten sich sieben von ihnen nicht mehr. Ein letzter Fisch, der sich noch bewegte, "wurde vor Ort von seinem Leiden erlöst", hieß es. Wie lange die Tiere ohne Wasser in dem Gebüsch gelegen hatten, ist nicht bekannt. Die Polizei sucht nach dem Unbekannten wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Quelle: DPA

Berlin: Geiselnahme in Berliner Bankfiliale – mutmaßlicher Täter in U-Haft

Nach der Geiselnahme in einer Bankfiliale in Berlin ist gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubs erlassen worden. Er befinde sich derzeit in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwochabend. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 33-Jährigen, der am Dienstagnachmittag in einer Bankfiliale in einem Einkaufszentrum in Berlin-Köpenick eine Angestellte mit einem Messer bedroht haben soll. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "B.Z." online (Mittwoch) darüber berichtet. 

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Täter stark betrunken gewesen sein. Hintergrund der Tat seien wohl Beziehungsprobleme und auch eine gewisse Absicht gewesen, von der Polizei getötet zu werden. Eine Spezialeinheit der Polizei hatte ihn schließlich überwältigt. Das gesamte Einkaufszentrum war geräumt und die umliegenden Straßen gesperrt worden. Mehr als 200 Polizisten waren im Einsatz.

Quelle: DPA

Hemer: Pferd bricht im Wald zusammen und klemmt Reiterin ein

Eine Frau ist im sauerländischen Hemer unter ihr Pferd geraten und mit dem Bein eingeklemmt worden, als das Tier im Wald zusammenbrach. Wie die Rettungskräfte am Donnerstag mitteilten, war das Tier am Mittwochabend plötzlich zusammengebrochen. Die Reiterin konnte sich nicht selbst befreien. Mit einer Schlinge, die um das Pferd gelegt wurde, und einem Traktor konnte die Frau aus ihrer Lage gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Pferd starb, wie es weiter hieß. Nähere Angaben zu den Umständen lagen zunächst nicht vor.

Quelle: DPA

Düsseldorf: 18-Jähriger bei Verpuffung schwer verletzt 

Ein 18-Jähriger ist in Düsseldorf schwer verletzt worden, nachdem er in einem Wohnhaus mit Chemikalien hantiert hatte. Es sei zu einer Verpuffung gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) holten weitere Stoffe aus der Wohnung, die sie am Mittwochabend auf einer freien Fläche in der Nähe kontrolliert sprengten. Wie der Polizeisprecher sagte, wurde der junge Mann mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Die Ermittlungen laufen demnach noch.

Quelle: DPA

Aachen: Mord vor fast 24 Jahren – Motiv waren womöglich 5000 Mark

Fast 24 Jahre nach einem Mord in der Nähe von Aachen sind die Ermittler überzeugt, dass ein heute 50-Jähriger die Tat aus Geldgier begangen hat. Der Mann sitzt seit einer Woche in Untersuchungshaft. Er soll das Opfer Ende 1996 erschlagen haben - wegen einer Summe von 5000 Mark. "Ich habe ihn selbst festgenommen", sagte der Leiter der Mordkommission der Polizei in Krefeld, Gerhard Hoppmann, am Mittwoch. Der Tatverdächtige stamme aus dem Raum Aachen und schweige zu den Vorwürfen. Eine Handvoll Mitwisser der Bluttat habe sich nach einem neuen Aufruf vor einem Monat gemeldet. Sie hätten fast 24 Jahre lang geschwiegen, weil sie entweder in einer persönlichen Beziehung zu den Tatverdächtigen standen oder ihren Erzählungen schlicht nicht geglaubt hätten. Der zweite an der Tat beteiligte Mann sei 1997 in der Türkei tödlich mit dem Motorrad verunglückt.

Quelle: DPA

Leipzig: Tatverdächtiger nach versuchter Kindesentführung in U-Haft

Nach der versuchten Entführung von mehreren Mädchen in Leipzig ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es bestehe der dringende Tatverdacht des versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes, der versuchten Entziehung Minderjähriger und der Nötigung, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Details sollten am Abend (19.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz in der Polizeidirektion Leipzig bekannt geben werden.

Der 42-Jährige soll laut den Ermittlern am Dienstag gleich mehrfach versucht haben, Mädchen zu entführen. Zwei Vierjährige waren nach Angaben der Polizei dabei zusammen mit ihren Eltern auf dem Weg zum Kindergarten, eine Siebenjährige allein auf dem Weg zur Grundschule. Wegen des energischen Verhaltens der Kinder, ihrer Eltern sowie von Passanten sei es dem Mann nicht gelungen, die Kinder wegzuziehen. Anschließend sei er weggerannt.

Mit einem Großaufgebot und dem Einsatz von Polizeihunden und einem Hubschrauber war nach dem Mann gefahndet worden. Am Dienstagnachmittag wurde der Tatverdächtige in einem kleinen Wäldchen im Leipziger Osten festgenommen. Geprüft wird auch, ob ein Zusammenhang mit einem anderen Fall besteht: Im selben Stadtteil hatte ein Mann am Dienstagmorgen das Auto einer 29-Jährigen angehalten und versucht, einzusteigen. Als die Frau sich dagegen zur Wehr setzte, wurde sie von dem Mann geschlagen, der anschließend flüchtete.

Quelle: DPA

 Nachrichten von Dienstag, den 7. Oktober 2020

Mönchengladbach: Mädchen stirbt in Kita – Erzieherin wegen Mordes angeklagt

Fünf Monate nach dem mutmaßlichen Mord an einem dreijährigen Kindergartenkind im nordrhein-westfälischen Viersen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen eine Erzieherin erhoben. Der 25-Jährigen werde Mord und neunfache Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen, erklärte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Mittwoch. Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet. Nach Angaben der Ermittler schweigt die Beschuldigte zu den Vorwürfen. Die Frau sitzt seit Ende Mai in Untersuchungshaft. Sie soll auch in Kitas in Krefeld, Kempen und Tönisvorst jeweils ein Kind attackiert haben, so dass die Kleinen Atemwegsprobleme bekamen und teils leblos waren.

Am 21. April war ein Mädchen von einem Notarzt wegen Atemstillstands aus dem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht worden. Dort kam es nicht mehr zu Bewusstsein, es starb Anfang Mai. Aber der behandelnde Arzt schöpfte Verdacht. Die Mediziner fanden Spuren, die auf Gewalteinwirkung hindeuteten und erstatteten Anzeige.

Quelle: DPA

Aachen: Kurier wirft Drogen über Gefängnismauer

Vor der Aachener Justizvollzugsanstalt ist ein 32-jähriger Drogenkurier auf frischer Tat ertappt worden. Nach dem Wurf eines Drogenpäckchens über die Gefängnismauer nahm ihn die Polizei laut Mitteilung vom Mittwoch fest. Mitarbeiter des Gefängnisses hätten die Polizei über die anstehende Lieferung im Laufe des Dienstags informiert. Die Polizei habe daraufhin das Umfeld der Haftanstalt beobachtet. Die Betäubungsmittel sowie das Fahrzeug des Tatverdächtigen seien beschlagnahmt worden. Gegen den Mann aus Eschweiler werde ermittelt.

Quelle: DPA

Duisburg: Mutter stirbt bei Sturz aus Fenster im dritten Stock

In Duisburg ist eine Frau aus dem Fenster in der dritten Etage eines Mehrfamilienhauses auf die Straße gestürzt. Dabei erlitt die 29-Jährige tödliche Verletzungen. Wie die Polizei berichtete, alarmierten Zeugen am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr Polizei und Feuerwehr. Trotz Reanimationsmaßnahmen erlag sie ihren Verletzungen. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei die Hintergründe des Sturzes. Ob eine Straftat zu Grunde liegt, ein Unfall oder eine suizidale Absicht zum Sturz führten, ist noch unklar. Zur weiteren Klärung der Umstände nahmen die Polizisten den 31-jährigen Lebensgefährten der Frau mit auf die Wache. Polizisten übergaben vier minderjährige Kinder, die sich in der Wohnung aufgehalten haben, übergangsweise an Freunde der Familie.

Quelle:Polizei Duisburg

München: Baby aus brennendem Auto gerettet 

Ein fünf Wochen altes Baby ist auf der Autobahn 8 aus einem brennenden Auto gerettet worden. Während der Fahrt am Donnerstagabend hatte sich im Motorraum des Wagens Rauch entwickelt, wie die Polizei erst jetzt bekanntgab. Die 31 und 34 Jahre alten Eltern des Säuglings fuhren daraufhin auf den Standstreifen im Landkreis München. Zwei zufällig anwesende Verkehrspolizisten halfen dem Paar dabei, den Säugling auf dem Rücksitz zu befreien. Verletzt wurde niemand. Das Auto brannte komplett aus, es entstand ein Schaden von etwa 50.000 Euro. Wieso das Feuer ausgebrochen war, war zunächst nicht bekannt.

Quelle: DPA

Rahden: Arbeiter kippt mit Radlader um und wird schwer verletzt

Im nordrhein-westfälischen Rahden ist ein Arbeiter mit einem Radlader verunglückt. Wie die Polizei berichtete, war der 59-Jährige am Mittwochmorgen gegen 11 Uhr beim Transport von Sandsäcken auf dem Gelände einer Biogasanlage in Rahden-Sielhorst bei der Fahrt rückwärts hinunter in Schräglage geraten und mit seiner Arbeitsmaschine umgestürzt. Ein Mitarbeiter des Hofes hatte umgehend den Notruf gewählt. Ein Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung kümmerten sich vor Ort um den Verletzten. Mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Mann in ein Krankenhaus nach Lübbecke gebracht. Die Polizei informierte, wie in solchen Fällen üblich, das Amt für Arbeitsschutz.

Der umgekippte Radlader
Die schwere Maschine geriet in Schräglage und kippte um
© Polizei

Quelle: Polizei Minden-Lübbecke

Nürnberg: Mann pinkelt gegen Streifenwagen

Ein kürzlich in diversen sozialen Medien verbreitetes Video hat einen Wildpinkler enttarnt. Wie die Polizei berichtet, war auf dem rund 20 Sekunden dauernden Clip zu sehen, wie ein Mann in der Nürnberger Innenstadt auf einen geparkten Streifenwagen zugeht, der vor einer Mauthalle abgestellt wurde. Der Unbekannte stützt sich auf Höhe des linken Kotflügels ab, öffnet seine Hose und entleert seine Blase. Anschließend spaziert er weiter. Der von einem Passanten aufgenommene Vorfall verbreitete sich schnell im Internet. Ermittlungen der Polizei führten nun zum mutmaßlichen Wildpinkler, einem 20-jährigen Mann. Ihn erwartet jetzt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Zudem wird ihm die Reinigung des Dienstfahrzeuges in Rechnung gestellt.

Quelle: Polizei Mittelfranken

Wildeshausen: Fünf Tote bei schwerem Verkehrsunfall auf der A1

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten ist es auf der Autobahn 1 bei Wildeshausen (Kreis Oldenburg) gekommen. In der Nacht zum Mittwoch sei ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West auf einen Sattelzug aufgefahren und unter den Lastwagen geraten, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen. Fünf Insassen des Transporters seien ums Leben gekommen. Zuvor sei es zu einem Stau gekommen, weil die Fahrbahn wegen einer Baustelle verengt war. Die A1 wurde in Richtung Osnabrück gesperrt. Nähere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Es seien keine Bremsspuren zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Wildeshausen. Vermutlich sei der Transporter also ungebremst auf den Lastwagen aufgefahren. Der Sattelzug sei wegen des Rückstaus langsam gefahren. Knapp einen Kilometer weiter befindet sich eine Baustelle mit verengter Fahrbahn.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Transporter durch die Wucht des Zusammenpralls völlig deformiert. Man habe zunächst nur zwei Menschen in dem Fahrzeug gesehen und die drei weiteren Insassen erst entdeckt, als die Feuerwehr die Türen herausbrach. Es sei schwierig gewesen, die Opfer aus dem Wrack zu befreien. Bei allen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Der Lastwagenfahrer benötigte nach erster Untersuchung keine ärztliche Hilfe.

Update 10.14 Uhr:  Nach dem schweren Verkehrsunfall mit fünf Toten auf der Autobahn 1 im niedersächsischen Kreis Oldenburg sind die Identitäten der Opfer geklärt. Vier Männer und eine Frau aus Polen im Alter zwischen 27 und 50 Jahren seien durch den Aufprall getötet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie waren in der Nacht zwischen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West mit einem Kleinbus auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Laut Polizeibericht hatte der Lastwagen wegen eines Staus vor einer Nachtbaustelle das Warnblinklicht eingeschaltet.

Quelle: DPA

Zusmarshausen: Autofahrer wird aus brennendem Wagen gerettet und flüchtet

Ein Mann ist nach einem Unfall auf der A8 aus seinem brennenden Auto gezogen worden und dann in einen Wald geflüchtet. Der 35-Jährige sei in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Auto auf der Autobahn 8 in Richtung München auf einen vor ihm fahrenden Lastwagen aufgefahren, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt. Wegen der massiven Schäden am Auto des 35-Jährigen gingen die Einsatzkräfte zunächst davon aus, dass der Mann schwer verletzt ist. Mit Hilfe eines Hubschraubers suchten die Beamten die Umgebung nahe der A8 um Zusmarshausen nach dem Verletzten ab. Die Polizei fand den Fahrer letztlich leicht verletzt und alkoholisiert in einem Waldstück. Es stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein hat. Den Unfallfahrer erwarten nach Angaben der Polizei nun Anzeigen wegen Unfallflucht, Alkohol am Steuer und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Quelle: DPA

Niedersachsen und Bremen: Warnstreiks legen Nahverkehr lahm

Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr fallen seit Mittwochmorgen in Niedersachsen und Bremen vielerorts Busse und Bahnen aus. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit etwa 3.500 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe, die sich am ganztägigen Warnstreik beteiligen, sagte ein Verdi-Sprecher am frühen Mittwochmorgen. So sollen nach Verdi-Angaben Busse und Bahnen in Bremen, Hannover, Braunschweig, Göttingen, Goslar und Wolfsburg am Mittwoch in ihren Depots bleiben. "Aus unserer Sicht läuft es hervorragend", sagte der Verdi-Sprecher. Wie viele Beschäftigte genau ihre Arbeit niederlegten, könne aber erst später festgestellt werden. Mit dem Dienstbeginn am Donnerstagmorgen um 3.30 Uhr sollen Busse und Bahnen wieder wie gewohnt fahren.

Quelle: DPA

Leipzig: Verdacht auf versuchte Kindesentführung – Mann festgenommen

Nach mehreren versuchten Kindesentführungen in Leipzig hat die Polizei am Dienstag einen Mann festgenommen. Jedoch sei noch unklar, ob es sich tatsächlich um den Gesuchten handelt, sagte ein Polizeisprecher. Daher wollte er keine Angaben zum Alter des in Tatortnähe Festgenommenen machen. Die Polizei sei weiter präsent, die Ermittlungen dauerten an.

Gleich mehrfach soll ein Mann am Dienstagmorgen versucht haben, Mädchen im Leipziger Osten zu entführen: Zwei Vierjährige waren nach Angaben der Polizei dabei zusammen mit ihren Eltern auf dem Weg zum Kindergarten, eine Siebenjährige allein auf dem Weg zur Grundschule. Es gelang dem Mann nicht, die Kinder wegzuziehen. Er flüchtete. Die Polizei suchte nach eigenen Angaben mit Polizeihunden und einem Hubschrauber nach ihm.

Es werde auch geprüft, ob ein Zusammenhang mit einem anderen Fall besteht, hieß es von der Polizei. Im selben Stadtteil soll ein bislang Unbekannter am Dienstagmorgen ein Auto angehalten und versucht haben, einzusteigen.

 Nachrichten von Dienstag, den 6. Oktober 2020

Neustadt/Coburg: Hofbesitzer parkt Schulbus absichtlich zu

Aus Wut über in seiner Einfahrt wendende Fahrzeuge hat ein Hofbesitzer in Neustadt bei Coburg einen voll besetzten Schulbus zugeparkt. Eineinhalb Stunden habe der Bus auf dem Grundstück des 63 Jahre alten Mannes festgehangen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Einfahrt habe der Mann erst wieder freigegeben, als die Polizei und ein Vertreter des Busunternehmens dazukamen. Die Schüler wurden am Freitag mit einem Ersatzbus in die Schule gebracht. Der 63-Jährige hatte sich zuletzt mehrfach über Wendemanöver auf seinem Hof geärgert, wie es weiter hieß. Die genauen Eigentumsverhältnisse werden nun ermittelt, der Hofbesitzer muss sich einem Polizeisprecher zufolge wegen Nötigung verantworten.

Quelle: DPA

Arzbach: Wohnhaus explodiert – 54-jähriger Bewohner schwer verletzt

Im rheinland-pfälzischen Arzbach ist am Dienstagmorgen ein Wohnhaus explodiert. Wie die Polizei mitteilte, kam es gegen kurz nach 10 Uhr zu einem Brand mit anschließender Explosion. Nach ersten Erkenntnissen sind in dem Haus mehrere Gasflaschen explodiert. Der 54-jährige Bewohner des Hauses wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Das Haus wurde durch die Detonation stark beschädigt. Da es an einer Hauptstraße liegt, wurden die umliegenden Zufahrtstraßen weiträumig gesperrt.

Quelle: Polizei Montabaur, DPA

Rettungskräfte sind nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus im Ortskern mit Bergungsarbeiten beschäftigt
Rettungskräfte sind nach der Gasexplosion mit Bergungsarbeiten beschäftigt
© Thomas Frey

Dresden: Polizist wegen rechtsextremer Äußerungen vom Dienst suspendiert

Wegen rechtsextremer Äußerungen ist ein Polizist in Dresden vom Dienst suspendiert worden. Er sei wegen verfassungsfeindlicher Chatbeiträge aufgefallen, teilte die Polizeidirektion Dresden am Dienstag mit. Gegen den 38-Jährigen laufe ein Disziplinarverfahren. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Zuvor hatte die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet. Erst im September war ein Polizist in Leipzig wegen rechtsextremer und rassistischer Äußerungen in einem Chat vom Dienst ausgeschlossen worden.

Quelle: DPA

Köln: Weltkriegsbombe gefunden – schnelle Evakuierung gefordert

Im Kölner Stadtteil Klettenberg ist am Dienstagvormittag bei Bauarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte, muss der Zehn-Zentner-Blindgänger schnellstmöglich entschärft werden. Mit der Evakuierung rund um den Fundort wurde bereits begonnen, heißt es. Wie viele Personen davon betroffen sind und wann die Bombe entschärft werden soll, darüber konnten bislang noch keine Angaben gemacht werden. Jedoch wird von den Maßnahmen voraussichtlich auch die Stadtbahnlinie 18 betroffen sein.

Update 14.12 Uhr: Der Gefahrenbereich muss in einem Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort der Bombe evakuiert werden. Von der Evakuierung sind rund 7.200 Personen betroffen. Ein  Pendelverkehr mit Bussen vom Evakuierungsgebiet bis hin zur Anlaufstelle im Südstadion für die betroffenen Anwohner ist eingerichtet. Neben der Stadtbahnlinie 18 ist auch die Buslinie 142 von den Maßnahmen betroffen.

Quelle:  köln.de

Stralsund: Mutter stürzt von Balkon mehr als acht Meter in die Tiefe

Eine 31-jährige Frau ist am Montagabend vom Balkon ihrer Wohnung mehr als acht Meter in die Tiefe gestürzt. Die Frau, deren siebenjähriger Sohn sich zum Unfallzeitpunkt in der Wohnung aufhielt, erlitt schwere, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Warum sie vom Balkon stürzte, ist laut Polizei noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Greifswald geflogen. Ihr Sohn wurde nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst des Jugendamtes in die Obhut seines Vaters übergeben.

Quelle: Polizei Stralsund

Frau bleibt mit Hand in Gullydeckel stecken – Rettungseinsatz

Eine mit der Hand in einem Gullydeckel steckengebliebene Frau hat in Siegburg bei Bonn einen Rettungseinsatz ausgelöst. Die Frau hatte versucht, ihren hineingefallenen Schlüssel aus dem Schacht zu fischen. Polizei und Feuerwehr rückten an und befreiten sie mit Schmiermittel. Wie die Polizei am Dienstag erklärte, war der Einsatz am Montagabend nach wenigen Minuten beendet. Laut Bonner "General-Anzeiger" hatten zwei Freunde der jungen Frau die Rettungskräfte gerufen. Verletzt wurde sie nicht.

Quelle: DPA

Hohenstadt: Autofahrer fährt durch Rettungsgasse und rammt anderes Fahrzeug 

Ein Autofahrer wollte auf der A8 einen Stau umgehen. Dabei fuhr er laut Polizei hupend durch die Rettungsgasse und rammte ein weiteres Fahrzeug. Doch statt sich um den Schaden zu kümmern, fuhr der Mann einfach weiter. Kurz vor der Unfallstelle, die den Stau auslöste, entdeckten ihn die Polizisten. Er muss sich nun wegen Verkehrsunfallflucht und verbotswidriger Benutzung der Rettungsgasse verantworten. Zuvor hatte ein umgekippter Lastwagen um kurz vor 20 Uhr rund eine Stunde lang die A8 Richtung Stuttgart blockiert. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, kam der 33-jährige Fahrer kurz vor der Behelfsausfahrt Hohenstadt nach rechts mit den Rädern auf den Grünstreifen. Dadurch wurde das gesamte Gefährt samt Anhänger in das Bankett gezogen. Der Laster kippte dabei um und rutschte mehrere Meter weiter. Quer über beide Fahrbahnen kam er zum Stillstand. Der Fahrer wurde leicht verletzt, konnte sich jedoch selbst aus dem Fahrzeug befreien. Weil der Laster verschiedene flüssige Gefahrgutstoffe geladen hatte, rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an. Durch die aufwendigen Bergemaßnahmen war die Autobahn in Richtung Karlsruhe bis etwa Dienstag 3 Uhr voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau.

Ein Lkw liegt aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt auf der Fahrbahn.
Auf der Autobahn 8 löste ein umgekippter Lkw mit Gefahrengut eine stundenlange Sperrung in Richtung Stuttgart aus. Ein Autofahrer nutzte die Rettungsgasse, um den Stau zu umgehen und beschädigte dabei ein anderes Auto.
© Woelfl

Quelle: Polizei Ulm

Gottmadingen: Zöllner finden Renoir-Gemälde im Kofferraum

Bei einer Fahrzeugkontrolle haben Zöllner an der deutsch-schweizerischen Grenze ein Gemälde des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) entdeckt. Ein 67-Jähriger hatte versucht, das Gemälde im Wert von 120.000 Euro über die Grenze im Landkreis Konstanz nach Deutschland zu schmuggeln, wie das Hauptzollamt Singen am Dienstag mitteilte. Der Fahrer gab an, das Werk für eine Galerie nach Prag bringen zu wollen. Das Gemälde war laut den beigefügten Dokumenten in einem Schweizer Auktionshaus ersteigert worden. Weil der Bote an der Grenze angegeben hatte, keine anmeldepflichtige Ware dabei zu haben, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Außerdem sind Einfuhrabgaben und Sicherheitsleistungen in Höhe von 12.000 Euro fällig. Das laut Zoll etwa 30 Mal 25 Zentimeter große Gemälde zeigt eine Landschaft und wurde bis zur Zahlung sichergestellt.

Quelle: DPA

Bochum: Unfall mit sechs Fahrzeugen auf der A 40

Sechs Fahrzeuge sind am Dienstagmorgen um kurz nach 6 Uhr auf der A40 in Höhe der Anschlussstelle Bochum-Hamme verunfallt. Wie die Feuerwehr berichtet, waren drei Lastwagen und drei Autos zusammengestoßen. Dabei wurde die Mittelabtrennung der Fahrbahn durchbrochen. Vier Menschen wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Autobahn musste während des Einsatzes in beide Richtungen voll gesperrt werden. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. 

Eine Massenkarambolage sorgte am Morgen für Vollsperrung auf der A40 bei Bochum
Eine Massenkarambolage sorgte am Morgen für Vollsperrung auf der A40 bei Bochum
© Feuerwehr Bochum

Quelle:Feuerwehr Bochum

Neuwied: Kind zündelt in Kofferraum und verletzt sich

Im rheinland-pfälzischen Neuwied hat sich ein Kleinkind leichte Verbrennungen zugezogen. Wie die Polizei berichtete, hatte sich der Junge, der mit seinem Vater und anderen Begleitern zum Pilzesammeln zu einem Wald gefahren war, in den Kofferraum gelegt, um dort zu schlafen. Als die Männer nach einer kurzen Pilzsuche zurück kamen, bemerkten sie Rauch im Innenraum des Wagens. Sofort befreiten sie den Jungen, der vermutlich kurz zuvor aufgewacht war, mit im Kofferraum befindlichen Streichhölzern spielte und so einige Decken in Brand setzte. Der Junge erlitt leichte äußere Verbrennungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber zwecks weiterer Untersuchungen in eine Kinderklinik verbracht.

Quelle:Polizei Neuwied

 Nachrichten von Montag, den 5. Oktober 2020

Wrist: Mann zieht Notbremse im Zug, schlägt Scheibe ein und flüchtet über Gleise

Die Bundespolizei sucht nach einem ungewöhnlichen Vorfall in einem Regionalzug nach Zeugen. Wie die Beamten am Montag berichteten, hatte ein Reisender am Sonnabend gegen 7.40 Uhr auf der Fahrt von Kiel nach Hamburg offensichtlich den Ausstieg in Wrist verpasst und daraufhin die Notbremse gezogen. Anschließend hatte er mit einem Nothammer eine Seitenscheibe eingeschlagen, war aus dem Zug gesprungen und über die Gleise der zweigleisigen Bahnstrecke geflüchtet. Die Bahnstrecke wurde daraufhin sofort gesperrt. Die 70 Reisenden im Zug blieben durch die Notbremsung unverletzt. Die Streckensperrung dauerte eine etwa halbe Stunde. Zehn Züge waren dadurch verspätet. Die Bundespolizei hat bereits die Auswertung der Videoaufzeichnung im Zug veranlasst und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. 

Das kaputte Zugfenster einer Regionalbahn kurz nach der Haltestelle Wrist
Der Mann schlug nach der Notbremsung die Scheibe ein, sprang aus dem Fenster und flüchtete über die Bahnschienen
© Bundespolizei Flensburg

Quelle: Bundespolizei Flensburg

Hildesheim: Schulbus rollt ohne Fahrer weg – Vier Kinder leicht verletzt

Ein mit 19 Grundschülern der dritten Klasse und zwei Lehrerinnen besetzter Schulbus ist am Montag in Hildesheim ohne Fahrer eine abschüssige Straße runtergerollt und erst in einem Vorgarten zum Stehen gekommen. Vier Kinder und eine Lehrerin wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zu dem Unfall bei einer Grundschule kam es gegen 11.20 Uhr, als der Busfahrer von außen überprüfen wollte, warum die Türen nicht richtig schlossen. Nachdem er ausgestiegen war, rollte der Bus laut Polizei rund 100 Meter eine abschüssige Strecke hinab, rammte schließlich eine Laterne, dann einen Baum und durchbrach eine Hecke, bevor er auf einem privaten Grundstück zum Stehen kam. Der Busfahrer versuchte hinter dem Fahrzeug herzulaufen, stürzte aber und verletzte sich. Er erlitt zudem einen Schock. Die Schüler wollten mit dem Bus zum Schwimmen.

Quelle: DPA

Krefeld: Opfer identifiziert – Polizei löst Cold Case nach 23 Jahren

Die Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet, der 1996 einen Mann aus Würselen bei Aachen ermordet haben soll. Er sitze in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Montag mit. Die Identität des Toten war erst nach 23 Jahren durch Hinweise nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" geklärt worden. Anfang September waren die Ermittler mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gegangen – mit Erfolg. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter wollen die Ermittler am Mittwoch bekanntgeben.

Die nackte Leiche des mit vielen Schlägen ermordeten Mannes war am 8. Dezember 1996 am Abhang einer Kiesgrube am Niederrhein entdeckt worden, mehr als 100 Kilometer vom Wohnort des Opfers entfernt.

Duisburg: Ehefrau erwürgt und Leiche vergraben – lebenslange Haft 

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Mutter aus Duisburg ist ihr Ehemann am Montag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, die 26-Jährige am 7. September 2019 in der gemeinsamen Wohnung erwürgt und die Leiche anschließend in einem Waldstück vergraben zu haben. Dort war sie rund drei Monate später gefunden worden. Auslöser der Tat waren die Trennungsabsichten der Frau. Das Urteil des Duisburger Schwurgerichts lautet auf Mord. Es ist noch nichts rechtskräftig. 

Nach der Tat hatte der 29-jährige Deutsche die Leiche in einen Koffer gelegt, den er zunächst in seinem Auto versteckt hatte. Bei der Polizei hatte er seine Frau als vermisst gemeldet. In seiner Vernehmung hatte der 29-Jährige später über seine Ehefrau gesagt: "Ich habe sie sehr geliebt. Ich wollte sie nur für mich haben." Die Richter werteten die Tat als "Demonstration des eigenen, uneingeschränkten Besitzdenkens".

Quelle: DPA

Moers: Mann und Hund von Auto totgefahren

Tödlicher Unfall in Nordrhein-Westfalen: In der Nacht auf Montag ging ein Mann in Moers-Vennikel mit seinem Hund spazieren. Als er eine Straße überqueren wollte, übersah der 57-Jährige ein heranfahrendes Auto. Der 40-jährige Fahrer versuchte noch auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Der Mann und der Hund verstarben noch an der Unfallstelle. Im Wagen saß auch eine 33-jährige Frau mit ihrem einjährigen Kind. Die Frau wurde bei dem Unfall leicht verletzt, benötigte jedoch keinen Rettungswagen. Der Fahrer und das Kind blieben unverletzt. 

Quelle: Kreispolizeibehörde Wesel

Hannover: Drei Grundschüler an Bushaltestelle angefahren und verletzt

Bei einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle in Hannover sind drei Kinder verletzt worden, eines davon nach Polizeiangaben möglicherweise schwer. Im Stadtteil Ahlem sei ein 35 Jahre alter Autofahrer aus zunächst unbekannter Ursache am Montagmorgen mit seinem Wagen in eine Bushaltestelle geraten, teilte die Polizei mit. Dabei fuhr er die drei Grundschüler an, deren Alter zunächst noch unbekannt war. Eines der leichtverletzten Kinder wurde nach dem Unfall zur Schule gebracht. Die Unfallstelle wurde abgesperrt, die Unfallaufnahme lief zunächst noch.

Ein Autofahrer ist in Hannover in eine Bushaltestelle gerast
Der zerstörte Wagen steht nach dem Unfall vor der Halstestelle
© Julian Stratenschulte

Quelle: DPA

Hamburg: Nach Angriff vor jüdischer Synagoge Wohnung in Hamburg durchsucht

Noch in der Nacht nach dem Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Synagoge in Hamburg hat die Polizei eine Wohnung in der Hansestadt durchsucht. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte sich der 29 Jahre mutmaßliche Täter dort unangemeldet aufgehalten, sagte ein Polizeisprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. In seiner Wohnung in Berlin lebe er seit 2019 nicht mehr. In der Wohnung in Hamburg-Langenhorn hätten die Beamten zunächst keine weiteren offensichtlichen Hinweise auf einen Mittäter oder rechte Struktur oder Gesinnung gefunden. Sie haben mehrere Datenträger, vor allem zwei Laptops und USB-Sticks, sichergestellt. Die Auswertung dauere noch an. Aufgrund der Gesamtumstände gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem antisemitisch motiviertem Angriff aus und werten den Angriff als versuchten Mord – mutmaßlich mit antisemitischen Hintergrund.

Am Sonntagnachmittag war ein junger Mann unmittelbar vor dem Betreten einer Hamburger Synagoge von einem Deutschen mit einem Klappspaten angegriffen und am Kopf verletzt worden. Das Motiv des 29 Jahre alten Mannes mit kasachischen Wurzeln war zunächst unklar. Der Mann mit Wohnsitz in Berlin hatte allerdings der Polizei zufolge einen "extrem verwirrten Eindruck" gemacht. Nach dpa-Informationen soll der Täter einen Zettel mit einem Hakenkreuz in seiner Hosentasche gehabt haben.

Quelle: DPA

Marbach: Motiv nach Brandanschlägen weiterhin unklar

Nach den Brandanschlägen auf drei Gebäude im baden-württembergischen Marbach ist der Polizei noch kein Motiv bekannt. Das teilte ein Polizeisprecher am Montagmorgen auf Anfrage mit. Rassistische Motive des 42 Jahre alten mutmaßlichen Täters hatten die Beamten zuvor ausgeschlossen. Bei den Bränden in der Nacht zu Samstag wurden acht Menschen verletzt. Der 42 Jahre alte Verdächtige, der sich in einem "psychischen Ausnahmezustand" befunden habe, soll selbstgebaute Brandsätze – vermutlich Molotow-Cocktails – gegen die Eingangstür des Polizeireviers, ein Wohnhaus und die evangelische Kirche geworfen worden haben. Das Mehrfamilienhaus ist einsturzgefährdet und unbewohnbar. Es entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: DPA

Marktschellenberg/Ettenberg: Wanderer bricht bewusstlos zusammen und stirbt

Ein Wanderer ist bei einer Tour in den Berchtesgadener Alpen vor den Augen seiner Familie zusammengebrochen und verstorben. Wie das Bayerische Rote Kreuz berichtet, war der 52-Jährige am Sonntagmittag mit seiner Frau und den beiden erwachsenen Kindern unterwegs von der Kugelmühle durch die Klamm in Richtung Almberg aufgestiegen und rund eine Viertelstunde vor dem Ziel – auf dem Wanderweg zwischen Almbachklamm und der Wallfahrtskirche in Ettenberg – kollabiert. Nachfolgende Wanderer hatten beobachtet, wie der Mann plötzlich umfiel, sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen und einen Notruf abgesetzt. Ein Rettungshubschrauber brachte einen Notarzt zum Einsatzort, der ebenfalls versuchte, den Urlauber wiederzubeleben. Allerdings ohne Erfolg. Zu Fuß wurde der Mann auf einer Trage ins Tal transportiert. Die Bergwacht und der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerten sich um die Ehefrau und die beiden Kinder des Verstorbenen.

Ein Rettungshubschrauber steigt in Marktschellenberg in Ettenberg in die Luft.
Ein Rettungshubschrauber machte sich mit einem Notarzt auf den Weg zu dem bewusstlosen Wanderer, jedoch kam für den 52-Jährigen jede Hilfe zu spät
© BRK BGL

Quelle:BRK

Alsdorf : Achtjähriger wird auf Landstraße von Polizei aufgegriffen

Im nordrhein-westfälischen Alsdorf hat die Polizei einen achtjährigen Jungen auf einer Landstraße aufgegriffen. Wie die Beamten am Montagmorgen berichteten, war der Junge am Abend des 1. Oktober gegen 19.30 Uhr allein an der Landesstraße 280 zwischen Alsdorf und Schutzbach unterwegs. Die Streifenwagenbesatzung lud den Jungen ins Auto und brachte ihn zur Dienststelle, von wo aus die Eltern alarmiert wurden. Diese waren bereits auf der Suche nach dem Ausreißer, der zu Hause ausgebüxt war und sich auf den Weg zu seinen Großeltern in Daaden gemacht hatte.

Quelle:Polizei Koblenz

Hamm: Keine Mäuse mehr in Backstube – Filialen von Großbäckerei wieder auf

Mäuse in der Backstube haben die Produktion der nordrhein-westfälischen Bäckereikette Hosselmann vorübergehend stillgelegt. Das Problem sei nun behoben und die mehr als 200 Filialen seien am Montag wieder geöffnet, teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit. Große Teile der Produktion seien nach dem Stopp am Sonntag wieder aufgenommen worden. Die Stadt Hamm hatte den Betrieb am Donnerstag dicht gemacht. Das Lebensmittelüberwachungsamt habe bei einer Kontrolle "einen akuten Schädlingsbefall" festgestellt, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Der Vorfall betraf den Angaben zufolge ausschließlich die Produktionsstätte in Bockum-Hövel und keine Hosselmann-Filiale. "Offenbar waren durch die laufenden Arbeiten bei der Betriebsumstellung und einen Maschinentausch Mäuse in die Backstube gelangt", teilte das Unternehmen mit. Filialen von Hosselmann waren nicht von dem Nager-Befall betroffen. An der Produktionsstätte seien nun bauliche Maßnahmen in Vorbereitung, um das Eindringen von Schädlingen zu verhindern. "Wir entschuldigen uns bei unseren Kunden, denen wegen der kurzzeitigen Schließung nicht das vertraute Angebot zur Verfügung stand bzw. steht", sagte Martin Hosselmann, geschäftsführender Inhaber der Bäckerei.

Quelle: DPA

Hamburg: Verunglückter Gefahrgut-Transporter löst Großeinsatz aus

Ein verunglückter Lkw mit säurehaltigem Gefahrengut hat in Hamburg einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Der Lastwagen war in der Nacht zum Montag von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Ampelmast geprallt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Dabei wurde der Fahrer verletzt. Nach ersten Ermittlungen könnte Alkohol die Ursache für den Unfall gewesen sein. Zum Alter des Fahrers und der Schwere seiner Verletzungen machte der Polizeisprecher keine Angaben. Der Lastwagen hatte Salpeter-, Salzsäure und Dünger geladen. Laut Feuerwehr waren zwischenzeitlich rund 80 Einsatzkräfte vor Ort. Die Fahrbahnen auf der Moorfleeter Straße waren gesperrt. Das Entsorgen des Gefahrenguts werde einige Stunden andauern, so die Polizei am Morgen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 28. September bis 4. Oktober 2020 lesen Sie hier.



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