Nachrichten aus Deutschland: Geisterfahrer rast auf Autobahn: Vier Menschen sterben bei Frontalcrash

Haan: 25-Meter-Baum stürzt auf Zwölfjährigen +++ Würzburg: Neunjähriger bei Spielen erstickt – keine Fremdeinwirkung +++ Rostock: Teenager soll Achtjährige sexuell genötigt haben +++ Bochum: Mutmaßliche Drogenbande festgenommen +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Hohenbrunn: Vier Tote bei Frontalcrash mit Geisterfahrer

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer sind am Dienstagabend auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) vier Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen war ein Auto an der Anschlussstelle Hohenbrunn entgegen der Fahrtrichtung auf die A99 aufgefahren, wie die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Auf der Fahrbahn stieß das Auto des Falschfahrers frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Dabei erlitten die Fahrer und Beifahrer der beiden Autos tödliche Verletzungen. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Der Einsatz von Polizei und Rettungsdienst dauerte noch an.

Quelle: DPA

Haan: Schüler von 25-Meter-Baum getroffen und schwer verletzt

Ein Zwölfjähriger ist am Dienstag im nordrhein-westfälischen Haan von einem umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt worden. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, war er mit einem Freund auf Fahrrädern auf einer Straße unterwegs, als der Baum umstürzte und den Jungen erfasste. Er wurde mit seinem Fahrrad in Höhe des Oberkörpers unter dem etwa 25 Meter langen Baum eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte den Baum anheben, sodass der Zwölfjährige rasch befreit werden konnte. Der Notarzt forderte einen Hubschrauber an, der wegen schlechter Wetterbedingungen aber nicht kommen konnte. Der Junge wurde daher mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Die Feuerwehr fällte einen weiteren Baum, der ebenfalls umzustürzen drohte. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Quelle: AFP

Würzburg: Neunjähriger beim Spielen erstickt – keine Fremdeinwirkung

Nach dem Tod eines Neunjährigen beim Spielen auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule im unterfränkischen Karlstadt gehen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Eine Obduktion habe am Dienstag keinerlei Hinweise auf eine Fremd- oder Gewalteinwirkung durch Dritte ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Würzburg mit. Der Junge sei erstickt, die Ermittlungen dauerten noch an. Der Neunjährige hatte sich am Samstagnachmittag zusammen mit mehreren anderen Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren auf dem ehemaligen Schulgelände befunden. Dort zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Nach einer Erstbehandlung durch einen Notarzt kam das Kind zwar noch ins Krankenhaus, dort starb es aber am Samstagabend.

Quelle: AFP

 Nachrichten von Dienstag, den 17. November 2020

Salzbergen: Ampelbilder sorgen für Ärger

Im niedersächsischen Salzbergen haben ein oder mehrere Unbekannte mit ihren künstlerischen Ambitionen den Ärger der Gemeinde auf sich gezogen. Sie dekorierten mehrere Ampeln und ein Schild mit Hanfblättern. Ob ihnen die normalen grünen Leuchten zu langweilig waren, ist nicht bekannt. Die Gemeinde freut sich jedenfalls überhaupt nicht über die neuen Wahrzeichen: "Wir machen keine Werbung für Cannabis", heißt es in einer Mitteilung. Entsprechend wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet, heißt es weiter. 

Quelle: Gemeinde Salzbergen

Rostock: Teenager soll Achtjährige sexuell genötigt haben

Ein 15-Jähriger steht im Verdacht, in Rostock ein acht Jahre altes Mädchen sexuell bedrängt und genötigt zu haben. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 30. September dieses Jahres gegen 15 Uhr. Das Mädchen wurde demnach von einem Unbekannten in einem an ein Mehrfamilienhaus angrenzenden Gebüsch bedrängt und zum Mitkommen aufgefordert. Das Mädchen konnte sich jedoch losreißen und flüchten. Die Polizei veröffentlichte Anfang Oktober einen Zeugenaufruf und suchte nach einem etwa 15 bis 16 Jahre alten Jungen mit Zahnspange im Oberkiefer. Ermittlungen führten die Beamten jetzt zu einem 15-Jährigen aus dem Rostocker Nordwesten. Die Ermittlungen gegen den Teenager dauern noch an, hieß es in einer Pressemitteilung.

Quelle: Polizei Rostock

Bochum: Mutmaßliche Drogenbande mit Bezug zu Clan-Kriminalität festgenommen

Mit neun vollstreckten Haftbefehlen und einer großangelegten Razzia in mehreren Bundesländern ist der Polizei Bochum ein Schlag gegen großangelegten Drogenhandel gelungen. Die Täter sollen unter anderem Strukturen eines arabischstämmigen Clans genutzt haben, um international mit Kokain zu handeln, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum am Dienstag mitteilten. Seit 2019 ermittelten die Bochumer demnach in einem aufwendigen Verfahren gegen die neun Männer im Alter zwischen 21 und 51 Jahren. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Das Kokain stamme aus Brasilien und sei über Bochum deutschlandweit veräußert worden – "auch unter Nutzung familiärer Strukturen", hieß es. 

Am frühen Morgen hatten mehr als 500 Beamte an rund 20 Orten in mehreren Bundesländern Durchsuchungen gemacht. Ein Schwerpunkt sei das Ruhrgebiet gewesen, sagte eine Sprecherin. Hier kam es in Bochum, Dortmund und Selm zu Einsätzen. Durchsucht wurde auch in Bremen, Berlin, Stuttgart und Aalen in Baden-Württemberg sowie Schönefeld und Hohen Neuendorf in Brandenburg. Es seien unter anderem Bargeldsummen in sechsstelliger Höhe, hochwertiger Schmuck und Goldbarren, Waffen und geringe Mengen Rauschgift sichergestellt worden. Die gefundenen Handys und Datenträger werden ausgewertet.

Quelle: DPA

Frankfurt: Großflächiger Stromausfall nach Feuer in Umspannwerk

In Frankfurt sind derzeit mehr als 100.000 Menschen ohne Strom. Wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte, kam es infolge eines Feuers in einem Umspannwerk in Frankfurt Höchst zu einem Stromausfall in den Stadtteilen Höchst, Nied, Griesheim, Unterliederbach, Sossenheim, Zeilsheim und Sindlingen. Wie lange der Ausfall der Elektrizität dauern wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Der Betreiber Süwag Energie AG prüfe die Schadenslage, hieß es. Die Feuerwehr ermittelt, welche Einrichtungen kritischer Infrastrukur, wie Krankenhäuser, Pflegeheime und andere in dem Bereich liegen und bereitet notwendige Maßnahmen vor.

Feuerwehr-Fahrzeuge stehen auf dem Gelände eines Umspannwerks in Höchst, in dem es gebrannt hatte
Feuerwehr-Fahrzeuge stehen auf dem Gelände eines Umspannwerks in Höchst, in dem es gebrannt hatte
© Andreas Arnold

Update 13.16 Uhr: Der Brand ist inzwischen gelöscht. Neun Personen wurden bei dem Feuer leicht verletzt und ambulant vor Ort medizinisch versorgt, twitterte die Feuerwehr. Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Schaden rund 150.000 Euro. Die Brandursache müsse noch ermittelt werden, hieß es weiter.

Update: 16.15 Uhr: Nach Informationen des HR sind die betroffenen haushalte wieder am Stromnetz.


Quelle: Feuerwehr Frankfurt

Hamburg: Verdächtige Person – Polizei räumt Einkaufszentrum

Die Hamburger Polizei ist derzeit mit einem Großaufgebot in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Poppenbüttel im Einsatz. Dort wurde eine verdächtige Person gemeldet. Auf Twitter riefen die Beamten Besucher, die sich derzeit dort aufhalten, das Gebäude zu verlassen.

Update 13.58 Uhr: Die Polizei hat die Durchsuchungsmaßnahmen inzwischen beendet. Wie die Beamten auf Twitter mitteilten, konnte keine verdächtige Person vor Ort angetroffen werden und auch keine Hinweise auf eine akute Gefahr festgestellt werden.

Quelle:Twitter

Köln: Vier Festnahmen bei Drogenrazzia

Staatsanwaltschaft und Polizei in Köln sind am Dienstag mit einer Razzia gegen die Drogenszene vorgegangen. Im Zuge eines Verfahrens gegen sechs Beschuldigte im Alter von 25 bis 56 Jahren seien vier Haftbefehle vollstreckt und zehn Objekte in Köln und Kerpen durchsucht worden, teilten die Ermittler mit. In einem der durchsuchten Objekte sei ein professionelles Drogenlabor gefunden worden. Außerdem seien eine Schusswaffe, erhebliche Mengen an Drogen und Bargeld beschlagnahmt worden. Für Vermögen in Höhe von 1,2 Millionen Euro seien Arrestbeschlüsse erwirkt worden. Die Beschuldigten sollen als Bande seit April 2018 über das Darknet große Mengen verschiedener Drogen wie Marihuana, Ecstasy, Haschisch und Amphetamine verkauft haben. 
Quelle: AFP

Paderborn: Angler entdeckt seit neun Jahren verschollenes Fluchtfahrzeug in See

Neun Jahre nach einem Einbruch in einen Fahrzeugbaubetrieb hat ein Angler den verschollenen Fluchtwagen im Lippesee in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Bei der Suche nach Fischen mit seinem Sonargerät bemerkte der 27-Jährige am Sonntag die Umrisse eines Fahrzeugs, wie die Polizei in Paderborn am Montag mitteilte. Dabei handelte es sich um einen 2011 gestohlenen Wagen, der zum Abtransport eines ebenfalls gestohlenen Tresors benutzt worden war. Bei einem Einbruch in einen Fahrzeugbaubetrieb in Salzkotten-Verlar hatten unbekannte Täter im Dezember vor neun Jahren einen Tresor erbeutet. Den mehrere hundert Kilogramm schweren Safe sollen sie mithilfe eines Gabelstaplers in einen in der Werkshalle geparkten Firmentransporter geladen haben. Einen Täter konnte die Polizei damals nicht ermitteln. Der Transporter befand sich laut Polizeiangaben etwa 15 Meter von der Staumauer des Lippesees entfernt im Wasser und konnte anhand seines Kennzeichens schnell als das 2011 gestohlene Fahrzeug identifiziert werden. Taucher schleppten das Fahrzeug mit einem Boot zu einer Seilwinde, mit der es aus dem Wasser gezogen wurde. An der Oberfläche stellte sich der Wagen als leer heraus und wurde beschlagnahmt. Neue Ermittlungen wird es nicht geben, weil die Straftat verjährt ist.

Nachrichten aus Deutschland: verdreckter VW-Bus liegt auf der Seite am Ufer eines Sees
Mit Hebesäcken brachten Taucher den vor fast zehn Jahren als gestohlen gemeldeten VW-Bus an die Wasseroberfläche. Geborgen wurde er später mit einer Seilwinde.
© Polizei

Quelle: AFP

Halle: Mutmaßlicher Autodieb in Unterhose erwischt – Drogentest positiv 

Weil er nur mit einer Unterhose und einer um den Kopf gebundenen Jacke bekleidet am Hauptbahnhof in Halle unterwegs war, ist der Polizei ein mutmaßlicher Autodieb ins Netz gegangen. Der 35-Jährige sei am Montagabend von Beamten angesprochen worden, teilte die Bundespolizei in Magdeburg am Dienstag mit. Seinen Ausweis händigte er den Beamten aus - lief dann aber den Angaben zufolge schreiend davon. Versuche, dem Mann zu helfen, seien auf heftige Gegenwehr gestoßen. Daher sei er schließlich überwältigt und auf die Wache gebracht worden. Dort habe sich der Verdacht erhärtet, dass er am Vortag in Bitterfeld ein Auto gestohlen hatte. Den Wagen stellten die Polizisten auf dem Bahnhofsvorplatz sicher. Zudem sei der Drogentest des Mannes positiv ausgefallen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Autodiebstahls ermittelt.

Quelle: DPA

Berlin: Streit um Frau – Mann lebensgefährlich verletzt

In Berlin haben Passanten einen Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen auf einem Parkplatz im Ortsteil Märkisches Viertel entdeckt und gegen 23.30 Uhr den Notruf gewählt. Wie die Polizei mitteilte, hatte der 41-Jährige etliche Stichverletzungen an den Beinen und musste noch in der Nach in einem Krankenhaus behandelt werden. Er konnte noch Angaben über einen der beiden Täter machen, die ihn verletzt haben sollen. Diesen, einen ebenfalls 41 Jahre alten Mann, nahmen Einsatzkräfte noch in der Nacht vorläufig fest. Gegen ihn und den derzeit noch unbekannten zweiten Tatverdächtigen wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Ersten Ermittlungen zufolge sollen sich die Männer schon länger um eine Frau gestritten haben. 

Quelle: Polizei Berlin

Singen am Hohentwiel: Denkmalgeschützte Halle abgebrannt – Schaden in Millionenhöhe

Ein Brand hat die fast 100 Jahre alte Scheffelhalle in Singen am Hohentwiel komplett zerstört. Der Schaden an dem denkmalgeschützten Gebäude beträgt nach Angaben der Polizei mehrere Millionen Euro. Die Veranstaltungshalle im Singener Stadtgebiet habe am frühen Dienstagmorgen in kurzer Zeit voll gebrannt, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand. Bei Feuerwehr und Polizei seien am späten Montagabend zahlreiche Notrufe eingegangen. Trotz eines Großaufgebots von rund 50 Feuerwehrleuten konnte das Abbrennen der Halle nicht verhindert werden. Der Feuerwehr gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude zu verhindern. Der Feuerschein und die Rauchsäule seien von weitem sichtbar gewesen. Anwohner wurden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Für die Dauer der Löscharbeiten musste eine angrenzende Straße am Dienstagmorgen gesperrt werden. "Die Ermittlungen zur Brandursache laufen", sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen.

Quelle: DPA

Eching: Ein Toter und drei Verletzte bei schwerem Unfall

Bei einem Verkehrsunfall bei Eching (Landkreis Freising) ist am Montagabend ein 20 Jahre alter Mann aus einem Auto geschleudert worden und gestorben. Der 19-jährige Fahrer und die zwei weiteren 18-jährigen Insassen des Wagens wurden bei dem Unfall kurz vor der Auffahrt zur Autobahn 92 verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen waren die vier Männer aus Neufahrn bei Freising (Landkreis Freising) mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Der Fahrer habe die Kontrolle über das Auto verloren, das daraufhin die Leitplanke durchbrach, gegen einen Baum prallte, sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der 20-Jährige, der auf der Rückbank saß, wurde dabei aus dem Auto geschleudert. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang klären.

Quelle: DPA

Hamburg: Hanfplantage in Wohnung explodiert – Ein Verletzter 

In einer Wohnung in Hamburg hat es am Montag eine heftige Explosion gegeben. Dabei sei ein Bewohner schwer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Mann habe Verbrennungen erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Wohnung im dritten Obergeschoss wurde den Angaben zufolge zerstört. Der Bereich um den betroffenen Aufgang des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Barmbek-Nord sei einsturzgefährdet. Fünf Bewohner aus sechs Wohnungen mussten das Gebäude verlassen. "abendblatt.de" und "mopo.de" berichteten unter Berufung auf Polizeibeamte vor Ort, man gehe davon aus, dass in der Wohnung eine Hanfplantage betrieben worden sei. Statiker sollten das Haus untersuchen. Erst dann könnten Ermittler der Polizei die Wohnung betreten, sagte der Feuerwehrsprecher. Zusammen mit dem Technischen Hilfswerk sollte das Gebäude stabilisiert werden.

Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. In dem Haus gebe es keine Gasleitungen, sagte der Sprecher. Die Explosion habe kein Feuer ausgelöst. Eine Polizeisprecherin erklärte, für Angaben zur Ursache sei es noch zu früh. Die Brandermittler hätten noch keine chemische Untersuchung machen können, weil das Gebäude von den Statikern nicht freigegeben worden sei.

Eine beschädigte Aussenfassade ist nach einer Explosion in einer Wohnung in Hamburg zu sehen
Bei der Explosion zerbarsten die Fenster der Wohnung, ein Mann wurde verletzt.
© Bodo Marks

Quelle: DPA

 Nachrichten von Montag, den 16. November 2020

Duisburg: Hunderte neue Hinweise zu Mord an Zehnjähriger

Im neu aufgerollten Mordfall der zehnjährigen Martina Möller aus Neukirchen-Vluyn, die im Mai 1986 getötet wurde, hat die Duisburger Mordkommission seit Anfang November über 450 neue Hinweise erhalten. Nachdem der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" ausgestrahlt wurde, seien Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet eingegangen, erklärte die Polizei Duisburg am Montag. Das Team gehe jedem davon nach. "Die Ausstrahlung bei 'Aktenzeichen XY' und die vielen Hinweise haben die Ermittlungen ein ganzes Stück weitergebracht", erklärte Arno Eich, Leiter des zuständigen Kriminalkommissariats. Besonders konzentriere sich die Suche nach dem Täter auf den Kreis Wesel und Duisburg. Hinweise aus diesem Bereich seien "von größter Bedeutung". Die Beweisstücke von damals würden mithilfe neuester wissenschaftlichen Methoden noch einmal auf DNA-Spuren überprüft. Eine von der Staatsanwaltschaft Kleve ausgesetzte Belohnung für Hinweise auf den Täter wurde laut Polizei "von privater Seite" auf 25.000 Euro erhöht. "Möglicherweise gibt es noch jemanden, der sich uns jetzt anvertrauen will, der bisher aber geschwiegen hat", erklärte Eich.

Nachrichten aus Deutschland – neue Hinweise im Fall der getöteten Martina Möller
Martina Möller war gerade zehn Jahre alt, als sie von einem unbekannten Täter sexuell missbraucht und getötet wurde. 34 Jahre nach der Tat wurde der Fall nun neu aufgerollt.
© Polizei Duisburg

Die zehnjährige Martina Möller war am 20. Mai 1986 aus ihrem Elternhaus in Neukirchen-Vluyn verschwunden. Nach einer großangelegten Suchaktion entdeckte der damals 21-jährige Bruder die Leiche des Mädchens in einem Gebüsch nahe der Autobahn 40. Die Zehnjährige wurde sexuell missbraucht und stranguliert. Trotz zahlreicher Zeugenaussagen konnte der Fall damals nicht aufgeklärt werden.

Quelle: AFP

Krefeld: Mann mit gestohlenem 40-Kilo-Dönerspieß auf Fahrrad erwischt

In Krefeld hat die Polizei am Samstag einen Fahrradfahrer mit einem 40 Kilogramm schweren Dönerspieß im Gepäck aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass sowohl das Rad als auch der Fleischspieß gestohlen waren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der bereits wegen Diebstahls polizeibekannte 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Am Samstagmorgen fiel Streifenpolizisten demnach ein Radfahrer in der Stadtmitte auf, der augenscheinlich einen sehr schweren Gegenstand in einer über die Schulter gelegten Tasche transportierte. Bei der Überprüfung des 34-Jährigen habe dieser nicht glaubhaft erklären können, wie er in den Besitz des Dönerspießes gekommen sei. Ebenso wenig habe er begründen können, warum er mit einem zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrrad unterwegs sei. Das Diebesgut wurde beschlagnahmt.

Quelle: AFP / Polizeipräsidium Krefeld

Karlstadt: Neunjähriger stirbt beim Spielen auf altem Schulgelände

Tragischer Unfall in der Nähe von Würzburg: Ein neun Jahre alter Junge hat sich beim Spielen auf dem Gelände einer ehemaligen Grundschule tödliche Verletzungen zugezogen. Die genauen Hintergründe müssten noch ermittelt werden, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Das Kind hatte offensichtlich am Samstag zusammen mit Gleichaltrigen auf dem Areal in Karlstadt gespielt und sich dann schwer verletzt. Ein Notarzt behandelte den 9-Jährigen am Unfallort. Der Junge wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Quelle: DPA

Rastede: Brüder verunglücken bei Spritztour mit Auto der Mutter

Zwei minderjährige Brüder sind bei einer Spritztour mit dem Auto ihrer Mutter in Rastede in Niedersachsen verunglückt und leicht verletzt worden. Die beiden Jungen im Alter von 7 und 15 Jahren waren am Sonntagnachmittag mit dem Wagen wohl zu schnell unterwegs und in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Nachrichten aus Deutschland – Rastede
Der vollkommen zerstörte Wagen nach dem Unfall im niedersächsischen Rastede
© Andre van Elten
Der 15-Jährige soll am Steuer gesessen haben. Das Auto fuhr dann gegen einen Zaun und einen Briefkasten, prallte gegen einen Baum und überschlug sich. Zeugen meldeten, dass sich der Fahrer und sein Begleiter vom Auto entfernt hatten. Deshalb begann die Polizei mit mehreren Streifen und einem Polizeihubschrauber nach ihnen zu suchen. Die beiden Brüder kamen aber kurz darauf mit einem Erziehungsberechtigten an den Unfallort zurück. Gegen den 15-Jährigen wird nun wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Der Rettungsdienst brachte die Brüder in ein Krankenhaus.

Quelle: DPA

Sindelfingen: Polizisten finden Sprengstoff in Keller – 20-Jähriger in U-Haft

Polizisten haben in einem Keller in Sindelfingen bei Stuttgart durch Zufall eine größere Menge Sprengstoff gefunden. Eigentlich war die Wohnung eines 17-Jährigen wegen Drogen-Ermittlungen durchsucht worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Als die Beamten den Keller des Hauses unter die Lupe nahmen, fanden sie etwa drei Kilo selbst hergestellten Sprengstoff, mehrere Feuerwerkskörper sowie Gegenstände und Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff. Der Keller des Wohnhauses soll den Angaben zufolge von einem 20-Jährigen genutzt worden sein. In seiner Wohnung fanden die Beamten am Donnerstag weitere Feuerwerkskörper, vier Schreckschusswaffen samt Munition sowie eine Pistole. Spezialkräfte sprengten einen Teil der Gegenstände in einem Steinbruch. Der Verdächtige sitzt wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens in Untersuchungshaft. Die Beweggründe des Mannes seien noch völlig unklar, hieß es.

Quelle: DPA

Schönsreuth: Frau verirrt sich beim Gassigehen und bleibt im Morast stecken 

Beim Gassigehen mit ihrem Hund ist eine Frau in der Nähe von Coburg (Bayern) im Morast steckengeblieben und musste von der Polizei aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Die Frau hatte ihren Mann per Telefon verständigt, dass sie sich im Wald verlaufen habe und an einem Gewässer befinde, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Weil die Frau anschließend nicht mehr an ihr Handy ging, wurde am Sonntag eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Frau wurde schließlich in einem abgelassenen Fischweiher zwischen Schönsreuth und Kösten entdeckt. Sie steckte bis zur Hüfte im Morast. Den Polizeibeamten gelang es, die Frau zu befreien. Die Dienstkleidung der Beamten sei nach der Rettungsaktion kaum noch vom Seegrund zu unterscheiden gewesen, berichtete der Sprecher. Die Frau wurde mit einer Unterkühlung in ein Klinikum gebracht.

Quelle: DPA

Leipzig: Zivilcourage mit rund vier Promille

Am Sonntagabend bekam die Polizeiwache am Leipziger Hauptbahnhof unverhofften Besuch. Zwei Damen standen vor ihrer Tür, eine 35 Jahre alt und die andere gerade einmal 13. Die Ältere erzählte den Beamten, sie hätte das Mädchen vor einem Restaurant im Bahnhof gefunden, sie schien offensichtlich hilfsbedürftig zu sein. Die Beamten nahmen die Jugendliche in Gewahrsam und riefen ihre Mutter an. Weil aber auch ihre "Finderin" einen bedürftigen Eindruck auf die Polizisten machte, führten sie bei ihr einen Atemalkoholtest durch – und waren von dem Ergebnis offensichtlich recht überrascht. Das Gerät zeigte einen Wert von 4,07 Promille an. Die Leipzigerin wurde dem Rettungsdienst übergeben.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Leipzig

Berlin: Vollbrand in U-Bahnhof löst Feuerwehr-Großeinsatz aus

In Berlin hat sich am Sonntagabend ein Feuer bis ins Dach eines U-Bahnhofs ausgebreitet. Der Brand an der Haltestelle Onkel Toms Hütte sei mittlerweile unter Kontrolle, teilte die Feuerwehr am frühen Montagmorgen auf Twitter mit. In der Nacht war von vier Verletzten die Rede. Ein Schwerverletzter sei mit Verbrennungen in eine Spezialklinik gebracht worden. Drei Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten. Eine hohe zweistellige Zahl an Einsatzkräften sei vor Ort. Die Feuerwehr erwarte einen stundenlangen Einsatz bis in die Nacht hinein, sagte der Sprecher. Das Feuer sei zunächst in einem Geschäft an dem U-Bahnhof ausgebrochen und habe sich dann ausgebreitet. Weil sich ein Wohngebiet in der Nähe befindet, hätten einige Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen.

Quelle: DPA

Wismar: 84-Jährige stürzt in Wohnung und wird nach zwei Tagen gerettet 

Mit kriminalistischem Gespür haben Polizisten in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) eine 84 Jahre alte Frau gerettet, die nach einem Sturz zwei Tage in ihrer Wohnung lag. In der Nacht zu Sonntag sei sie schließlich an ein Telefon gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Aber: Mit schwacher Stimme habe die 84-Jährige nur noch ihren Nachnamen sagen können. Die Polizei durchsuchte Datensysteme wie Meldedateien und fuhr auch mehrere Adressen an, die aufgrund des geschätzten Alters der Anruferin in Frage kamen. Schließlich sei die Wohnung der Rentnerin in einem Mehrfamilienhaus gefunden und die Frau Rettungskräften übergeben worden, die sie noch rechtzeitig in eine Klinik brachten.

Quelle: DPA

Wolfsburg: Mann entdeckt geklautes Schild und überführt mutmaßlichen Autodieb

Bei einem Sonntagsspaziergang in Wolfsburg hat ein Mann sein vor kurzem geklautes Nummernschild an einem fremden Auto entdeckt. Daraufhin informierte der Mann die Polizei, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. Mit mehreren Streifenwagen seien die Polizisten dem Wagen mit dem entwendeten Nummernschild gefolgt und hätten diesen nach kurzer Zeit gestoppt. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht nur bei dem Nummernschild, sondern auch bei dem Auto, in dem neben dem 34 Jahre alten Fahrer zwei weitere Insassen mitfuhren, mutmaßlich um Diebesgut. Alle drei Männer seien festgenommen worden. Der Fahrer habe zudem bei der Kontrolle angegeben, keinen Führerschein zu besitzen und vor der Fahrt Alkohol und Marihuana konsumiert zu haben.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 9. bis 15. November 2020 lesen Sie hier.



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