Guterres verurteilt Gewalt gegen Demonstranten in Myanmar

UN-Generalsekretär António Guterres hat das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Myanmar scharf kritisiert.

UN-Generalsekretär António Guterres hat das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Myanmar scharf kritisiert. Er verurteile die "Anwendung tödlicher Gewalt" in Myanmar, schrieb Guterres in der Nacht zu Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Dies sei ebenso "inakzeptabel" wie "Einschüchterung und Belästigung" von Demonstranten. "Jeder hat das Recht, sich friedlich zu versammeln", betonte Guterres. Zugleich rief er alle Seiten in Myanmar dazu auf, die Ergebnisse der vergangenen Wahl zu respektieren und wieder eine Regierung aus Zivilisten zu bilden.

Sicherheitskräfte in Myanmar waren zuvor mit massiver Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. In der zweitgrößten Stadt Mandalay wurden am Samstag mindestens zwei Menschen erschossen, etwa 30 weitere Demonstranten wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten.

In dem südostasiatischen Land herrscht Aufruhr, seit die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi am 1. Februar bei einem Militärputsch entmachtet wurde. Hunderttausende Menschen beteiligten sich seitdem an Straßenprotesten, mehrere hundert Menschen wurden festgenommen. Die Sicherheitskräfte setzten allerdings bis Samstag kaum scharfe Munition ein.



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