News vom Wochenende: RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen – Hamburger Polizei löst Party mit 2500 Menschen auf

Die News vom Wochenende im stern-Ticker. 

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

8.41 Uhr: RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,7

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 538 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 842 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,7 an (Vortag: 5,9; Vorwoche: 8,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.710 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

8.35 Uhr: Polizei löst erneut Feiern im Hamburger Stadtpark auf

 In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei erneut Feiern im Hamburger Stadtpark aufgelöst. Dort hatten sich nach Angaben der Polizei bis zu 2500 Feiernde getroffen ohne auf die nach der Corona-Verordnung vorgeschriebenen Abstände zu achten. Mit Einsetzen der Dunkelheit sei die Stimmung zunehmend aggressiver geworden, so die Polizei. Beamte seien mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden. Gegen 0.15 Uhr sei damit begonnen worden, die große Wiese zu räumen. Zehn Menschen wurden vorläufig festgenommen. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden. Bereits in der Nacht zuvor war es im Stadtpark zu mehreren Auseinandersetzungen und Festnahmen gekommen, als die Polizei Feiern auflöste.

7.01 Uhr: Ex-US-Präsident Trump hält erste Großkundgebung seit Ende seiner Amtszeit ab

Fünf Monate nach dem Ende seiner Amtszeit hat der frühere US-Präsident Donald Trump erstmals wieder eine Großkundgebung abgehalten. Der Republikaner trat am Samstagabend (Ortszeit) in Wellington im Bundesstaat Ohio unter dem Motto "Save America!" - "Rettet Amerika!" oder "Amerika retten!" - vor tausende Anhänger. In seiner Rede wiederholte er seinen vielfach widerlegten Vorwurf, bei der Präsidentschaftswahl im November habe es Wahlbetrug gegeben. Seinem Nachfolger Joe Biden warf er vor, "unsere Nation vor unseren Augen zu zerstören".  

5.32 Uhr: Verpuffung bei Sonnwendfeuer - Sieben Menschen verletzt

Bei einer Sonnenwendfeier im sächsischen Landkreis Bautzen sind sieben Menschen verletzt worden, drunter vier Kinder. Beim Anzünden eines großen Lagerfeuers sei es zuvor zu einer Verpuffung gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Fotos zeigen einen meterhohen Haufen aus Ästen, der in Flammen steht.

Die Feier wurde demnach von einem Verein organisiert. Um das Feuer zu entfachen, sollte dem Sprecher zufolge eine Mischung aus Diesel und Öl verwendet werden. Ein 20-Jähriger habe aber wohl nach einem falschen Kanister gegriffen und reines Benzin ins Feuer gekippt. So sei es zu der Verpuffung gekommen. 

5.01 Uhr: Verletzte deutsche Blauhelmsoldaten aus Mali zurück in Deutschland

Die zwölf bei einem Selbstmordattentat im westafrikanischen Mali verletzten Bundeswehrsoldaten sind zurück in Deutschland. Das zweite Flugzeug mit den restlichen verwundeten Soldaten an Bord landete in der Nacht zu Sonntag in Stuttgart. Sie sollten anschließend ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht werden. In Köln war am Samstagnachmittag bereits eine Maschine der Bundeswehr gelandet. In ihr befanden sich die drei am schwersten verletzten deutschen Blauhelmsoldaten und jene, die liegend transportiert werden mussten. Sie wurden nach Koblenz ins Bundeswehr-Zentralkrankenhaus gebracht. Ihr Zustand war laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stabil.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen nordöstlich der Stadt Gao eine stehende Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Es wurden 13 UN-Soldaten verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier. Drei deutsche Soldaten wurden schwer verletzt. Die Soldaten sicherten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons. Vorangegangen sei am Vortag die Explosion eines Sprengsatzes, bei der es aber nur Sachschaden an einem Fahrzeug gegeben habe.

Die Nachrichten von Samstag, den 26. Juni 2021

19.56 Uhr: Delta-Variante ist nun vorherrschende Coronavirus-Variante in Portugal

In Portugal ist die Delta-Variante des Coronavirus inzwischen die vorherrschende Virusvariante. Wie aus Daten der Gesundheitsbehörde DGS von Freitagabend hervorgeht, macht sie landesweit mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Neuinfektionen aus – im Großraum Lissabon sind es sogar mehr als 70 Prozent. Die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante hat in Portugal damit die zuerst in England entdeckte Alpha-Mutante überholt, die im Mai noch vorherrschend war.

Die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante hat in Portugal zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen geführt. In einigen Regionen gelten deshalb wieder strengere Beschränkungen. In Lissabon wurden die Öffnungszeiten von Restaurants und Geschäften teilweise wieder beschränkt, die Region darf am Wochenende bis auf wenige Ausnahmen auch weder betreten noch verlassen werden.

Wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Bundesregierung Portugal am Freitagabend als Virusvariantengebiet eingestuft. Ab Dienstag um Mitternacht gelten nun wieder besonders strenge Regeln bei der Wiedereinreise nach Deutschland.

19.31 Uhr: Britischer Gesundheitsminister tritt nach Verstoß gegen Corona-Regeln zurück

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat seinen Rücktritt eingereicht. Hancock begründete seinen Rücktritt in einem Brief an Premierminister Boris Johnson mit einem Verstoß gegen die von seiner Regierung verhängten Corona-Regeln. Britische Medien hatten zuvor über eine angebliche Affäre des Ministers mit einer Mitarbeiterin berichtet und Fotos veröffentlicht, auf denen Hancock die Frau trotz geltender Abstandsregeln küsst. Die Boulevardzeitung "The Sun" veröffentlichte ein Bild einer Überwachungskamera vom 6. Mai, auf dem Hancock die Frau in seinem Ministerium küsst. Damals galten in England noch Abstandsregeln. "Diejenigen, die diese Regeln gemacht haben, müssen sich daran halten", sagte Hancock zur Begründung seines Rücktritts in einer Videobotschaft auf Twitter. 

19.08 Uhr: Pride Parade in Istanbul – Polizei geht mit Tränengas gegen Demo vor

Einem Demonstrationsverbot und massivem Polizeiaufgebot zum Trotz haben sich in Istanbul Hunderte Menschen zur Pride-Parade versammelt. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstrierende ein, die durch das europäische Zentrum der Stadt liefen, wie eine DPA-Reporterin mitteilte. Berichten zufolge wurden auch Plastikgeschosse in die Menge gefeuert. Mehrere Menschen wurden den Veranstaltenden zufolge festgenommen. Unter dem Motto "Die Straße gehört uns" hatten verschiedene Zusammenschlüsse zu der Parade aufgerufen. Die Protestierenden kritisierten unter anderem ein zunehmend LGBTQI+-feindliches Klima im Land.

Bereits am Vortag wurden rund um den Veranstaltungsort Absperrgitter aufgestellt, die Demonstration wurde wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von der Stadtteilregierung untersagt. Die Anordnung erging unter Berufung auf das Demonstrationsgesetz, das Verbote unter anderem wegen Verstoßes gegen die "Moral" ermöglicht.

18.07 Uhr: Journalisten bei Düsseldorfer Demo von Polizisten angegriffen

Bei einer Demonstration in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen sind Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete, dass er von einem Beamten mehrfach mit einem Schlagstock geschlagen worden sei. Er berichtete zudem von mindestens einem weiteren Kollegen, der ebenfalls angegriffen worden sei. Zuvor sei in den Reihen der Demonstranten Pyrotechnik gezündet worden.

Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zu dem Einsatz. Es habe verschiedenste Einsatzanlässe gegeben, sagte eine Sprecher der Polizei Düsseldorf. Man habe bislang keine Kenntnis von Verletzten. Die Deutsche Presse-Agentur protestierte gegen den gewaltsamen Übergriff auf ihren Mitarbeiter und andere Journalisten. In einem Schreiben an den zuständigen nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (CDU) forderte er die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse in Düsseldorf.

Zu der Demo hatte ein Bündnis "VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten" aufgerufen, an dem sich vor allem politisch links stehende Gruppen und Organisationen beteiligten. Auch größere Gruppen von Fußballfans aus Köln und Düsseldorf beteiligten sich an der Demo. Eine Sprecherin der Veranstalter schätzte die Zahl der Teilnehmer am Nachmittag auf 6000. Der Polizei machte keine Angaben zur Anzahl. Die Demonstrationszug durch Düsseldorf dauerte am späten Nachmittag an.

17.17 Uhr: Feuer erschwert Suche nach Vermissten des Hauseinsturzes in Florida

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida erschwert ein Feuer die Suche nach Vermissten. Die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, sagte an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami, es sei extrem schwierig, den Ursprung der Flammen ausfindig zu machen, sie zu isolieren und zu löschen. Dies behindere die Suche nach möglicherweise noch Verschütteten.

Die Rettungskräfte nutzten aber alle verfügbaren Instrumente, um den Brand zu bekämpfen und zugleich in den Trümmern weiter nach Überlebenden zu suchen. "Wir haben weiter Hoffnung", betonte Levine Cava. Bislang seien keine weiteren Vermissten gefunden worden. 159 Menschen gelten ihr zufolge weiter als vermisst, vier Tote wurden bestätigt.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden, die auch durch Regen erschwert wurde. 

14.22 Uhr: Eurojackpot geknackt - Tipper gewinnt rund 48 Millionen Euro

Ein noch unbekannter Glücksspieler aus Brandenburg hat den Eurojackpot geknackt - und rund 48 Millionen Euro gewonnen. Der Tipper lag bei allen Gewinnzahlen richtig, wie Lotto Brandenburg nach der Ziehung am Freitagabend mitteilte. Er kreuzte die Zahlen 4, 17, 22, 30 und 47 sowie die Eurozahlen 1 und 8 an. Die Kombination beschert dem Gewinner genau 48.195.035 Euro und 90 Cent - steuerfrei. 

12.50 Uhr: Frau in Passau mit 148 Haftbefehlen gesucht


148 Haftbefehle lagen gegen eine Frau vor, die der Grenzpolizei in Passau bei einer Fahrzeugkontrolle ins Netz gegangen ist. Die 29-Jährige saß am Steuer eines Wagens, für den kein Versicherungsschutz vorlag, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Bei der Überprüfung der Daten stellten die Beamten die Haftbefehle fest - wegen nicht bezahlter Verkehrsordnungswidrigkeiten in Höhe von insgesamt rund 10.000 Euro.

Der auf dem Beifahrersitz sitzende Ehemann wurde ebenfalls mit einem Haftbefehl gesucht. Der 26-Jährige hatte eine Geldstrafe wegen Betrugs in Höhe von 1800 Euro nicht beglichen. Die Frau sitzt laut Polizei nun für 188 Tage in der Justizvollzugsanstalt Regensburg, ihr Mann für 100 Tage in der JVA Passau.

9.50 Uhr: Behörden verhängen zweiwöchigen Lockdown über Sydney

Australiens größte Stadt Sydney wird wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus abgeriegelt. Nach einem Lockdown für Teile der Stadt weiteten die Behörden die Maßnahme auf den Großraum Sydney sowie umliegende Regionen aus. Mehr als fünf Millionen Menschen sind von den Einschränkungen betroffen. Ab 18 Uhr (Ortszeit) werden der gesamte Großraum Sydney, die Bergregion Blue Mountains sowie die nahe gelegenen Küstengemeinden abgeriegelt, kündigte Gladys Berejiklian, die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, an. "Wir müssen uns auf eine potenziell große Anzahl von Fällen in den folgenden Tagen einstellen", fügte sie hinzu.

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8 Uhr: RKI registriert 592 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 592 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1108 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,9 an (Vortag: 6,2; Vorwoche: 9,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 99 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.172 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

8.31 Uhr: Medizinischer Transportflieger der Luftwaffe im malischen Gao eingetroffen

Nach dem Anschlag auf UN-Soldaten in Mali ist ein Flugzeug der Luftwaffe für den Rücktransport verletzter Bundeswehr-Soldaten in dem westafrikanischen Krisenstaat eingetroffen. Der Strategische Verwundetentransport sei in der Stadt Gao gelandet, teilte das Einsatzführungskommando der Nachrichtenagentur AFP mit. Rund 180 Kilometer nordöstlich von Gao waren am Freitag zwölf deutsche Soldaten bei einem Selbstmordanschlag verletzt worden. Unter ihnen befinden sich drei Schwerverletzte.

Die Verletzten sollen mit dem Airbus A400M zur weiteren Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden. Mit dem Flugzeugtyp wurden auch während der Corona-Pandemie medizinische Hilfsflüge unter anderem nach Portugal und Indien geleistet. 

5.59 Uhr: Erdbeben bei Straßburg auch in Deutschland zu spüren

Ein leichtes Erdbeben im Elsass ist am Samstagmorgen auch in Baden-Württemberg zu spüren gewesen. Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von 3,8 lag nördlich von Straßburg, wie der Erdbebendienst Südwest am Samstag mitteilte. Die Erdstöße um 5.00 Uhr seien vermutlich in einem Umkreis von 20 Kilometern spürbar gewesen. Wenige Minuten später bebte die Erde mit einer Stärke von 2,4 noch einmal. 

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg berichtete von mehreren besorgten Anrufen aus der Region. Schäden oder gar Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen aber nicht. In der Gegend kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen.

4.16 Uhr: Helikopter von Kolumbiens Präsidenten Duque beschossen

Beim Anflug auf die Stadt Cúcuta im Osten von Kolumbien ist der Hubschrauber von Präsident Iván Duque unter Beschuss genommen worden. "Der Helikopter, in dem wir flogen, wurde Ziel eines Anschlags", sagte der Staatschef nach der Landung in Cúcuta am Freitag (Ortszeit). Es seien Einschusslöcher an dem Hubschrauber zu sehen. "Diese Regierung wird nicht eine Minute verlieren im Kampf gegen den Drogenhandel, gegen den Terrorismus und das organisierte Verbrechen."

Duque war gemeinsam mit Verteidigungsminister Diego Molano und Innenminister Daniel Palacios auf dem Weg von der Ortschaft Sardinata im Department Norte de Santander in die Stadt Cúcuta an der Grenze zu Venezuela, als der Hubschrauber von den Schüssen getroffen wurde. Alle blieben den ersten Angaben zufolge unverletzt.





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