News am Wochenende: Neue RKI-Zahlen: Corona-Inzidenz steigt erstmals seit Wochen wieder
Die News am Wochenende im stern-Ticker.
Die News am Wochenende im stern-Ticker:
7.09 Uhr: Philippinisches Militärflugzeug mit 85 Menschen an Bord abgestürzt
Beim Absturz eines Militärflugzeugs auf den Philippinen sind mindestens 17 Insassen ums Leben gekommen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Inselstaats am Sonntag mit. An Bord waren mehr als 80 Insassen. Mindestens 40 Soldaten hätten den Absturz auf der Insel Jolo im Süden des Landes überlebt, sagte Militärsprecher Cirilito Sobejana.
"Wir tun unser Bestes, um die Passagiere zu retten", betonte Sobejana. Bei dem Unglück sei ein Feuer ausgebrochen. Die Maschine war den Angaben zufolge in der Hauptstadt Manila gestartet und dann über Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao nach Jolo unterwegs. Sie transportierte Truppen.
5.24 Uhr: Neue RKI-Zahlen: Corona-Inzidenz erstmals seit Wochen gestiegen
Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gestiegen. Sie lag bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor (4,9; Vorwoche: 5,7), wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.23 Uhr wiedergeben. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Institut binnen eines Tages 559 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 538 Ansteckungen gelegen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausreißern abgesehen – ziemlich stetig gesunken. Zuletzt war die Inzidenz am 1. und 2. Juni vorübergehend gestiegen. Durch die Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante in Deutschland war bereits erwartet worden, dass der Rückgang bei den Neuinfektionen in dieser Form nicht anhalten wird.
Deutschlandweit wurden laut den neuen RKI-Angaben binnen 24 Stunden sieben Corona-Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.730.912 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.628.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.030.
5.01 Uhr: Französischer Champagner muss sich in Russland nun "Sekt" nennen
Wegen eines Namensstreits könnte Russlands Oberschicht demnächst gezwungen sein, auf ihre liebste Champagnermarke zu verzichten. Die russische Niederlassung des französischen Herstellers Moët Hennessy kündigte die Einstellung seiner Lieferungen wegen eines neuen russischen Gesetzes an, das das Wort "Champagner" russischen Schaumweinen vorbehält, während die berühmten Tropfen aus dem französischen Landstrich Champagne sich schnöde "Sekt" nennen sollen.
AST, führende Vertriebsfirma für alkoholische Getränke in Russland, teilte mit, dass Moët Hennessy in einem Schreiben über die geplante Aussetzung seiner Champagnerlieferungen informiert habe. Dieser Schritt sei "gerechtfertigt", sagte AST-Chef Leonid Rafailow der Nachrichtenagentur AFP. Nach seinen Angaben wäre Moët Hennessy durch das am Freitag durch Kreml-Chef Wladimir Putin in Kraft gesetzte Gesetz gezwungen, sich in Russland neu registrieren zu lassen. Der Russland-Chef von Moët Hennessy, Sebastien Vilmot, wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu dem Streit äußern. Rafailow zitierte Vilmot mit der Aussage, die Aussetzung der Lieferungen von Moët Hennessy sei eine "vorübergehende" Maßnahme, bis eine Lösung in dem Streit gefunden werden könne.
Moët Hennessy gehört ebenso wie die Champagner-Marken Moët Chandon, Veuve Clicquot und Dom Perignon zum französischen Luxuskonzern LVMH. Branchenkenner Wadim Drobis hob hervor, dass Moët Hennessy nur einen kleinen Anteil am russischen Champagner-Markt habe. "Wenn es keinen Moët gibt, wird es keinen Staatsstreich geben, und die russischen Eliten werden keinen Suizid begehen", witzelte Drobis.
3.45 Uhr: Große Mehrheit erwartet schärfere Corona-Maßnahmen im Herbst
Trotz fortschreitender Impfkampagne rechnet eine große Mehrheit der Deutschen im Herbst mit steigenden Corona-Infektionszahlen und neuen staatlichen Beschränkungen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 76 Prozent, dass sie einen Anstieg der Infektionszahlen erwarten. 74 Prozent gehen von einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die Pandemie im Herbst aus. Nur 16 Prozent meinen, dass es keine neuen Einschränkungen geben wird. Zehn Prozent machten keine Angaben.
In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) am Samstag erstmals seit rund elf Monaten wieder unter 5 gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den bundesweiten Wert mit 4,9 an. Insgesamt steigen die Zahlen in Europa nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation aber wieder.
2.45 Uhr: Schlammlawine in Japan: Suche nach Vermissten läuft weiter
Bei anhaltend starken Regenfällen haben Rettungskräfte in Japan die Suche nach Vermissten fortgesetzt, die seit dem Abgang einer gewaltigen Schlammlawine nicht mehr gesehen wurden. Am Sonntagmorgen (Ortszeit) war das Schicksal von rund 20 Menschen weiter ungewiss, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete. Heftige Regenfälle hatten am Vortag in dem für seine heißen Thermalbäder bekannten Küstenort Atami in der Präfektur Shizuoka eine gewaltige Schlammlawine ausgelöst. Dabei kamen mindestens zwei Frauen ums Leben. Zehn Häuser wurden zerstört, bis zu 300 weitere beschädigt. Bislang konnten laut NHK zehn Menschen aus Häusern gerettet werden, die vom Schlamm eingeschlossen worden waren.
Die Suche nach Vermissten wurde durch den starken Regen behindert. Angesichts der aufgeweichten Böden warnten die Behörden auch in anderen Landesteilen vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen.
4. Juli, 1.42 Uhr: Virologin fordert neues Corona-Testkonzept für Schulen nach den Sommerferien
Auf die Regierungen von Bund und Ländern wächst der Druck, vor Beginn des neuen Schuljahrs bessere Vorsorge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu treffen. Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) etwa fordert ein neues Testkonzept für Schulen. Es sei "wichtig, auch Kinder und Jugendliche vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 zu schützen", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Gerade jetzt, denn die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", mahnte Brinkmann. "Leider gibt uns dieses Virus keine Verschnaufpause."
Statt der weniger präzisen Antigen-Schnelltests spricht sich Brinkmann für den vermehrten Einsatz sogenannter Lollitests oder Gurgeltests aus. "Das spart Kosten und kann per PCR ausgewertet werden", sagte die Virologin. Diese Testmethoden seien ein "phantastisches Tool bei der derzeitigen niedrigen Inzidenz, das sehr effektiv ist, wenn es regelmäßig durchgeführt wird". Brinkmann warb außerdem für das Tragen von Masken und direkt in Fensterschieben eingebaute Ventilatoren zur Verringerung der Infektionsgefahr. "Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die Infektionen wieder zunehmen, es wird zu Quarantäneschleifen kommen, wie man es jetzt schon in Großbritanniens Schulen beobachten kann", warnte die Expertin.
Das waren die Nachrichten vom 3. Juli:
20.00 Uhr: Höchste Alarmstufe trotz Abschwächung: Sturm "Elsa" fegt auf Haiti zu
Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat sich in der Karibik abgeschwächt. "Elsa" erreichte auf dem Weg zu der Insel Hispaniola, auf der die Dominikanische Republik und Haiti liegen, nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC in Miami Windgeschwindigkeiten von maximal rund 110 Stundenkilometer. Trotz der Abschwächung warnten Behörden des Gebiets, durch das "Elsa" Richtung Florida bis Anfang der Woche möglicherweise ziehen wird, unter anderem vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen.
19.30 Uhr: Experten: Womöglich mehr als 1000 Firmen von Cyberangriff auf IT-Firma Kaseya betroffen
Von der Ransomware-Cyberattacke auf die US-IT-Firma Kaseya könnten Experten zufolge mehr als tausend Unternehmen betroffen sein. Die VSA-Software von Kaseya sei manipuliert worden, "um mehr als tausend Unternehmen zu verschlüsseln", teilte die auf Cybersicherheit spezialisierte Beratungsfirma Huntress Labs mit. Die Cyberattacke ereignete sich vor dem Wochenende, an dem in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert wird.
Das IT-Unternehmen Kaseya hatte am Freitag die Cyberattacke bestätigt und versichert, der Angriff sei eingedämmt worden, so dass nur ein "sehr kleiner Prozentsatz" der Kunden betroffen sei, die das sogenannte VSA-Netzwerk von Kaseya nutzten. Zuvor hatte Huntress Labs erklärt, die Computernetzwerke von rund 200 Firmen seien bei dem Hackerangriff "verschlüsselt" worden.
19.00 Uhr: Waldbrand in der Nähe der französischen Küstenstadt Narbonne
Wegen eines Waldbrandes bei der südfranzösischen Küstenstadt Narbonne haben die Behörden einen Campingplatz räumen lassen. Wohnhäuser seien bisher von dem Feuer nicht betroffen, sagte Bürgermeister Didier Mouly dem Nachrichtensender BFMTV. Auf Bildern war über der Region eine riesige grau-schwarze Rauchsäule zu sehen. Nach Angaben der Behörden waren mehrere Hundert Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge eingesetzt.
18.42 Uhr: Nach Teileinsturz in Florida: Gebäuderuine soll eingerissen werden
Nach dem Teileinsturz eines Wohnkomplexes im US-Bundesstaat Florida haben die Behörden den Einriss des noch stehenden Gebäudeteils angekündigt. Die Sprengung der Ruine sei trotz des andauernden Bergungseinsatzes dringend notwendig, weil der verbleibende Gebäudeteil gefährlich instabil sei, sagte Gouverneur Ron DeSantis. Der Einriss solle baldmöglichst erfolgen, womöglich schon am Sonntag, um der Ankunft der Ausläufer eines gefährlichen Tropensturms zuvor zu kommen.
Die Einsatzkräfte bargen in den Trümmern unterdessen zwei weitere Leichen, womit die Opferzahl auf 24 anstieg, wie die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, erklärte. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem Gebäude in Surfside nahe Miami aufhielten. Der Wohnkomplex war am 24. Juni teilweise eingestürzt.
18.30 Uhr: Protest in Südfrankreich gegen Treffen von Le-Pen-Partei
Mehrere Hundert Menschen haben in der südfranzösischen Stadt Perpignan gegen den Parteitag der rechtsextremen Oppositionspartei Rassemblement National (RN) protestiert. Das berichteten der französische Nachrichtensender Franceinfo und andere Medien. Das Treffen der Partei von Marine Le Pen begann am Samstag und soll am Sonntag zu Ende gehen. Bürgermeister der Stadt unweit der Grenze zu Spanien ist der RN-Politiker Louis Aliot. Le Pen soll bei dem Treffen als Parteichefin bestätigt werden, Gegenkandidaten gibt es nicht. Die 52-Jährige will in neun Monaten bei der Präsidentenwahl wieder antreten, ihr Hauptkontrahent dürfte Amtsinhaber Emmanuel Macron sein.
18.20 Uhr: Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma
Hunderte Anhänger des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma haben vor dessen Anwesen in Nkandla gegen seine bevorstehende Inhaftierung protestiert. Nach einer Verurteilung durch das Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz muss Zuma am Sonntag eine 15-monatige Haftstrafe antreten. Der 79-Jährige war trotz gerichtlicher Vorladungen mehrfach den Anhörungen einer Anti-Korruptions-Kommission ferngeblieben, die zu Korruptionsvorwürfen aus seiner neunjährigen Amtszeit ermittelt.
PAID Delta Corona in Afrika Kenia 16.35
17.48 Uhr: 300 Beschäftigte des italienischen Gesundheitswesens klagen gegen Impfpflicht
300 Beschäftigte des italienischen Gesundheitswesens gehen Medienberichten zufolge gerichtlich gegen die Impfpflicht für medizinisches Personal vor. "Dies ist kein Kampf von Impfgegnern, sondern ein demokratischer Kampf", sagte der Anwalt Daniele Granara der Zeitung "Il Giornale di Brescia". Die Klage wurde von Pflegerinnen und Pflegern in Norditalien eingereicht, für den 14. Juli wurde eine Anhörung angesetzt.
"Wir zwingen Leute, ein Risiko einzugehen unter der Androhung, dass sie ihren Beruf nicht länger ausüben dürfen", sagte Granara, der die Klage mit initiierte. Er vertritt zudem Dutzende Pfleger, die vom Dienst suspendiert wurden, weil sie eine Impfung ablehnten.
17.25 Uhr: Sechs Menschen nach Abgang einer Schlammlawine in Japan gerettet
Nach dem Abgang einer gewaltigen Schlammlawine in Japan sind am Samstag sechs Menschen gerettet worden. Sie befänden sich nicht in Lebensgefahr, berichtete der japanische Fernsehsender TBS in der Nacht. Mindestens zwei Frauen kamen bei dem Unglück in dem für seine heißen Onsen-Bäder bekannten Küstenort Atami ums Leben. Mehrere Menschen wurden noch vermisst. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden durch die widrigen Wetterumstände erschwert. Die Lawine war durch heftige Regenfälle ausgelöst worden. Zehn Häuser wurden völlig zerstört, bis zu 300 weitere beschädigt. Auch in anderen Teilen des Landes verursachten heftige Regenfälle Schäden.
17.15 Uhr: Auto stößt mit Motorrädern zusammen - zwei Tote und drei Verletzte
Bei einem schweren Unfall in Thüringen sind zwei Motorradfahrer getötet und drei weitere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, überholte ein Autofahrer auf der Straße zwischen Dreiherrenstein und Neustadt am Rennsteig Motorräder. Beim Einordnen geriet der 40-Jährige mit seinem Wagen auf den unbefestigten Seitenstreifen. In der Folge brach das Auto aus, schleuderte in den Gegenverkehr und stieß dort mit zwei entgegenkommenden Motorrädern zusammen. Dabei seien das Auto und zwei Maschinen ausgebrannt, hieß es. Die beiden Motorradfahrer kamen ums Leben. Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen. Zudem wurden noch zwei weitere Kradfahrer verletzt.
17.00 Uhr: Fast 50 Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet
Bei mehreren Einsätzen an der französischen Ärmelkanal-Küste sind zusammen 47 Migranten aus kleinen Booten gerettet worden. Wie die zuständige Meerespräfektur in einer Erklärung mitteilte, gab es keine Verletzten. Immer wieder versuchen Menschen, mit kleinen Booten von Frankreich aus nach Großbritannien zu gelangen. Der Ärmelkanal gilt unter anderem wegen niedriger Wassertemperaturen als gefährlich. Erst am Freitag hatten französische Retter 111 Migranten aus Seenot in Sicherheit gebracht.
16.31 Uhr: Gleitschirmflieger wird bei Sturz auf Bundesstraße schwer verletzt
Ein Gleitschirmflieger ist im rheinland-pfälzischen Ediger-Eller aus rund zehn Metern Höhe auf die Bundesstraße 49 gestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war vermutlich ein Strömungsabriss im Landeanflug die Ursache für das Unglück. Der 59 Jahre alte Mann aus dem Hunsrück zog sich diverse Frakturen zu und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Polizei zunächst nicht.
16.18 Uhr: Aktivisten: Sieben Kinder bei Artillerieangriffen der syrischen Armee getötet
Bei Artillerieangriffen der syrischen Armee sind nach Angaben von Aktivisten im Nordwesten des Landes mindestens neun Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien sieben Kinder, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Rund 15 weitere Menschen seien bei den Angriffen in den von Dschihadisten kontrollierten Gebieten in der Provinz Idlib verletzt worden. Zuvor war die Zahl der Toten noch mit acht angegeben worden.
16.17 Uhr: EU hofft auf Aus für die Todesstrafe in den USA
Die Europäische Union begrüßt die Entscheidung der US-Regierung, Hinrichtungen auf Bundesebene auszusetzen. "Dies ist ein erfolgversprechender erster Schritt", teilte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell mit. Man hoffe, dass er zu einem endgültigen Ende der Praxis auf Bundesebene führe und den Weg für die flächendeckende Abschaffung der Todesstrafe in den ganzen USA ebne. "Die Europäische Union lehnt die Todesstrafe jederzeit und unter allen Umständen entschieden ab", sagte der Sprecher weiter. Es handele sich um eine grausame und unmenschliche Bestrafung, die keine Abschreckung darstelle und die menschliche Würde und Unantastbarkeit auf inakzeptable Weise verleugne.
15.44 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Selbstmordanschlag in Mogadischu
Bei einem Selbstmordanschlag in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden bei dem von einem Täter mit Sprengstoffweste verübten Angriff am Freitagabend auf ein gut besuchtes Teehaus verletzt, wie das Informationsministerium mitteilte. Das Lokal liegt nur wenige hundert Meter vom Hauptquartier des somalischen Geheimdienstes entfernt und wird oft von somalischen Sicherheitskräften besucht. Zu dem Anschlag bekannte sich die islamistische Al-Schabaab-Miliz. Nach ihren Angaben gab es dabei 15 Tote und 22 Verletzte. Das Informationsministerium machte ebenfalls die Al-Schabaab-Miliz für den Anschlag verantwortlich.
15.33 Uhr: Tausende Menschen kämpfen gegen heftige Waldbrände in Russland
Tausende Menschen kämpfen in Russland gegen heftige Wald- und Flächenbrände mit Schwerpunkt im Osten Sibiriens. Allein in der russischen Teilrepublik Jakutien (Sacha) gebe es 196 Feuer in den Wäldern, dort sei eine Fläche von 288 460 Hektar betroffen, teilten die Behörden mit. Das ist mehr als die Größe Luxemburgs. In der dünn besiedelten Region gilt der Ausnahmezustand. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schickte freiwillige Helfer in das Gebiet – auch zum Schutz des Nationalparks mit den berühmten Lenafelsen, der seit 2012 zum Welterbe der Unesco gehört. In der schwer zugänglichen Region sei die Lage in diesem Jahr besonders schlimm, hieß es.
14.38 Uhr: Bootsunglück: Mehr als 40 Migranten vor Küste Tunesiens vermisst
Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens werden 43 Migranten vermisst. Ihr Boot sei bei der versuchten Überfahrt aus Libyen in Richtung Europa gesunken, sagte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmonds. 84 Menschen seien bei einem seit Freitag laufenden Einsatz gerettet worden. Diese stammten aus dem Sudan, Eritrea und Bangladesch und seien zum Hafen der tunesischen Stadt Zarzis gebracht worden. Die Unterkünfte für Migranten in Tunesien seien überfüllt, sagte der Sprecher.
Zufa Uno-Bericht Migranten 14.09
14.21 Uhr: Tokio kurz vor Olympia besorgt über steigende Infektionen
Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio bereitet die Infektionslage in der Hauptstadt den Behörden weiter Kopfschmerzen. Am Samstag wurden innerhalb von 24 Stunden 716 Neuinfektionen gemeldet und damit erstmals seit drei Tagen wieder mehr als 700 Fälle. Das sind zugleich 182 Fälle mehr als am Samstag vergangener Woche. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit nunmehr 14 Tagen jeweils über dem Wert des gleichen Tages der Vorwoche. Die Zahl der Infektionen steige derzeit weiter ziemlich an, wurde ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung vom Sender NHK zitiert. Die meisten Neuinfektionen gab es demnach unter Menschen in ihren 20ern.
14.15 Uhr: Stromausfälle während Hitzewelle im Irak – bis zu 50 Grad Celsius
Der Irak wird von einer extremen Hitzewelle erfasst, während der wiederholte Stromausfälle das heiße Wetter für viele Menschen noch unerträglicher machen. In mehreren Teilen des Landes stiegen die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf mehr als 50 Grad Celsius. Am Freitag kamen Stromausfälle in Bagdad und weiteren Teilen des Landes hinzu, weshalb häufig auch Klimaanlagen und Wasserpumpen ausfielen. Am Samstag kam es deshalb laut Augenzeugen zu mehreren Protesten etwa nordöstlich von Bagdad sowie in Nasirija im Süden. Die Demonstranten fordern von der Regierung, die Krise rasch zu lösen.
Rekordhitze in Kanada und der Klimawandel 16.23
13.50 Uhr: Indonesien verhängt Teil-Lockdown im Kampf gegen Anstieg der Corona-Fallzahlen
In Indonesien sind wegen eines alarmierenden Anstiegs der Corona-Neuinfektionen neue Beschränkungen in Kraft getreten. Seit Samstag gilt in der Hauptstadt Jakarta, auf der Hauptinsel Java und auf der Urlaubsinsel Bali ein Teil-Lockdown. Schulen, Moscheen, Restaurants und Einkaufszentren müssen geschlossen bleiben. Der Unterricht für Schüler findet vorerst nur noch online statt. Unternehmen wurden aufgerufen, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken.
Auch der öffentliche Nahverkehr wurde eingeschränkt. Inlandsreisen per Bus, Bahn oder Flugzeug sind nur jenen erlaubt, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indonesien hatte sich zuletzt in weniger als einem Montag vervierfacht. Am Freitag wurden mit mehr als 25.000 Ansteckungen und 539 Todesfällen binnen 24 Stunden neue Höchstwerte verzeichnet.
13.40 Uhr: Behörden in Italien setzen Schiff von Ärzte ohne Grenzen fest
Die Behörden auf Sizilien haben das Seenotretterschiff "Geo Barents" der Organisation Ärzte ohne Grenzen festgesetzt. Am Freitag hätten Kontrolleure in der Hafenstadt Augusta das Schiff über mehrere Stunden inspiziert, teilte Ärzte ohne Grenzen mit. Die "Geo Barents" werde nun wegen Mängeln festgehalten. Ärzte ohne Grenzen sieht nach eigenen Angaben hinter den Kontrollen das Ziel der Behörden, gegen Schiffe von privaten Hilfsorganisationen diskriminierend vorzugehen.
Immer wieder halten die italienischen Behörden Schiffe der privaten Seenotretter fest. Betroffen sind derzeit die "Sea-Eye 4" und die "Sea-Watch 4". Die zuletzt festgesetzte "Sea-Watch 3" bekam nach Angaben einer Sea-Watch-Sprecherin die Genehmigung, in ihren spanischen Heimathafen Burriana zu fahren, um Mängel zu beheben. Oft beanstanden die Behörden ihre Ausrüstung oder dass sie für ihre Einsätze in der falschen Klasse kategorisiert sind.
13.16 Uhr: Früherer EU-Ratspräsident Tusk wird Oppositionsführer in Polen
Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk hat in Polen vorläufig die Leitung der oppositionellen Bürgerplattform (PO) übernommen. In einem Votum des PO-Nationalrats wurde Tusk zum kommissarischen Nachfolger des zurückgetretenen Parteichef Borys Budka bestimmt, wie ein Parteisprecher mitteilte. Im weiteren Verlauf des Jahres soll dann die neue Parteiführung in einer umfassenderen Abstimmung gekürt werden.
"Ich bin zu 100 Prozent zurück", sagte Tusk vor klatschenden Parteimitgliedern. Der 64-jährige Tusk ist derzeit Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP). Er hatte die liberale PO vor zwei Jahrzehnten mitbegründet und war von 2007 bis 2014 polnischer Ministerpräsident.
12.51 Uhr: Wetterdienst warnt vor Gewittern und Starkregen am Sonntag
Am Sonntag müssen sich die Menschen in weiten Teilen von Deutschland auf teils heftige Gewitter mit Starkregen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor örtlichen Überflutungen. Tagsüber treffe es zunächst den Westen, bis zum Sonntagabend weiteten sich Schauer und Gewitter auf den Süden und Teile der Mitte aus. Östlich der Elbe bleibt es den Voraussagen zufolge trocken.
In der Osthälfte von Deutschland erwarten die Meteorologen für Sonntag Spitzenwerte bei der Temperatur zwischen 25 und 29 Grad. Im Westen würden 20 bis 25 Grad erreicht. Zum Wochenstart am Montag verschieben sich Schauer und Gewitter laut Wetterdienst zunehmend in den Nordosten. In den übrigen Landesteilen beruhige sich das Wetter dagegen vorerst bei nur noch einzelnen Schauern und einem Mix aus Sonne und Wolken. Die Temperaturen erreichen 24 Grad bis 27 Grad.
11.24 Uhr: Ärzte warnen vor Aufhebung von Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli
Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante haben Mediziner vor einer baldigen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England gewarnt. "Da die Fallzahlen wegen der hohen Ansteckungsrate der Delta-Variante weiterhin alarmierend ansteigen und mehr Menschen sich treffen, macht es keinen Sinn, die Beschränkungen in etwas mehr als zwei Wochen vollständig aufzuheben", sagte Chaand Nagpaul von der British Medical Association dem Sender BBC.
8.56 Uhr: Gewaltige Schlammlawine zerstört Häuser in Japan - Mehrere Vermisste
Eine enorme Schlammlawine infolge sintflutartiger Regenfälle hat in Japan mehrere Wohnhäuser mit sich gerissen. Das Schicksal von rund 20 Menschen war zunächst ungewiss, wie örtliche Medien am Samstag aus dem für seine heißen Onsen-Bäder berühmten Küstenort Atami in der südwestlich von Tokio gelegenen Präfektur Shizuoka berichteten. Rettungskräfte suchten nach den Vermissten. Die Behörden gaben die höchste Warnstufe aus und riefen rund 25.000 Haushalte auf, sich in Sicherheit zu bringen. Das Militär wurde um Unterstützung gebeten. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.
7.00 Uhr: Intensivmediziner: Nicht mehr nur auf Inzidenz schauen
Intensivmediziner sprechen sich dafür aus, bei der Pandemiebekämpfung nicht mehr ausschließlich die Inzidenzwerte in den Fokus zu stellen. "Mit steigender Impfquote ist der Inzidenzwert alleine weniger aussagekräftig, um die potenzielle Gefahr für das Gesundheitssystem messen zu können", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post". "Wir rechnen damit, dass die Inzidenzwerte im Herbst, wie in England aktuell schon der Fall, stärker steigen werden als die Zahl der Intensivpatienten", so der Intensivmediziner.
STERN PAID Corona Vorsicht 22.41 Uhr
5.21 Uhr: RKI meldet niedrigste Corona-Inzidenz seit einem Jahr
Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den bundesweiten Wert am Morgen mit 4,9 an (Vortag 5,0; Vorwoche 5,9). Zuletzt hatte der Wert am 30. Juli 2020 mit 4,8 unter der 5er-Schwelle gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten zudem binnen eines Tages 671 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 592 Ansteckungen registriert worden. Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 16 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Tote gewesen.
2.28 Uhr: Baerbock fordert nach Plagiatsvorwürfen mehr Fairness im Bundestagswahlkampf
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat nach den Plagiatsvorwürfen gegen sie mehr Fairness im Bundestagswahlkampf gefordert. Es gebe "Beharrungskräfte, die Veränderung verhindern und sachliche Debatten über die besten Ideen für unser Land überdecken wollen", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France". "Ich finde es wichtig, dass demokratische Parteien in Respekt und Anstand miteinander diskutieren - vor allem über die großen Zukunftsfragen."
0.05 Uhr: Hausärzte: Großer Mehraufwand wegen Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca
Die Hausärzte beklagen, dass die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kreuzimpfung mit Astrazeneca sie vor enorme Herausforderungen stellt. "Patientinnen und Patienten sind verunsichert, erfragen, welchen Impfstoff sie nun bei der Zweitimpfung erhalten werden und wollen auch ihren Termin entsprechend vorziehen. Für sie macht es natürlich - gerade mit Blick auf die anstehenden Sommerferien - einen großen Unterschied, ob sie neun bis zwölf Wochen auf ihre Zweitimpfung warten oder nur vier", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Anpassung der Empfehlung habe bereits am ersten Tag in vielen Praxen für einen "enormen Mehraufwand" gesorgt.
0.01 Uhr: Erster Atlantik-Hurrikan der Saison fegt durch Karibik
Der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres hat in Teilen der Karibik Zerstörung verursacht. Auf Barbados ließ der Sturm "Elsa" am Freitag Bäume und Strommasten umstürzen, wie die Katastrophenschutzbehörde DEM mitteilte. Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu Stromausfällen. Die Wasserversorgung für einen großen Teil der Insel sei zum Schutz der Ausrüstung vorsorglich unterbrochen worden. Am internationalen Flughafen Grantley Adams wurde vorübergehend der Betrieb eingestellt. Nach Medienberichten handelte es sich um den ersten Sturm seit mehr als 60 Jahren, der Barbados mit Hurrikan-Stärke traf.
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