News von heute: Viele schwierige Themen – Bundeskanzlerin Merkel reist in die USA
Starke Unwetter in Teilen Deutschlands +++ Ein Toter bei regierungskritischen Protesten in Kuba +++ 4.56 Uhr: Corona-Pandemie: Inzidenz steigt deutschlandweit auf 7,1 +++ Die News von heute im stern-Ticker.
Die News von heute im stern-Ticker:
6 Uhr: Mehr als 60 Prozent erwerbsfähigen Syrer in Deutschland bekommt Hartz IV
Fast zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt ganz oder teilweise von Hartz IV. Mit 65 Prozent war der Anteil der Bezieher staatlicher Unterstützung unter Zuwanderern aus Syrien im März dieses Jahres deutlich höher als unter Ausländern aus anderen Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern wie etwa Somalia oder Afghanistan. Wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit weiter hervorgeht, bezogen 37,1 Prozent der Somalier im erwerbsfähigen Alter im vergangenen März Hartz-IV-Leistungen. Unter den Afghanen lag der Anteil bei 43,7 Prozent.
Die Statistik der Bundesagentur bezieht sich auf das Ausländerzentralregister. Dort sind nicht nur Asylbewerber registriert, sondern alle in Deutschland lebenden Menschen, die Staatsbürger eines anderen Landes sind.
5:42 Uhr: Ein Toter bei regierungskritischen Protesten in Kuba
Bei den beispiellosen regierungskritischen Protesten in Kuba hat es einen Toten gegeben. Ein 36-jähriger Mann sei am Montag bei einer Demonstration am Stadtrand von Havanna gestorben, teilte das kubanische Innenministerium am Dienstag mit. Die Behörden des Karibikstaats gehen nach Aussagen von Aktivisten brutal gegen die Demonstranten vor. 144 Menschen wurden laut der Protestbewegung San Isidro festgenommen oder gelten als vermisst.
5.20 Uhr: Altmaier warnt vor Verfall der politischen Kultur im Wahlkampf
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnt vor einem Verfall der politischen Kultur im Wahlkampf. Es habe in der Debatte über die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock im Netz verletzende Reaktionen geben, die "ihn persönlich sehr enttäuscht und abgestoßen haben", sagte Altmaier der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochsausgabe). Baerbock müsse sich natürlich gefallen lassen, "dass das, was sie sagt, und das, was sie schreibt, auch kritisch überprüft wird". Dies gehöre zu einer öffentlichen Debatte und zum Wahlkampf der Parteien.
"Aber es gibt darüber hinaus auf Twitter, auf Facebook, auf Instagram jeden Tag hunderttausende von Eintragungen, Kommentaren und anderem", sagte Altmaier. "Und da wird sowohl gegenüber Frau Baerbock wie gegenüber Armin Laschet derzeit oftmals auch unter Niveau gearbeitet", kritisierte der Minister.
5.17 Uhr: Starkregen sorgt für über 200 Einsätze im Landkreis Hof
Aufgrund des Starkregens hat das Landratsamt Hof am späten Dienstagabend den Katastrophenfall ausgerufen. Feuerwehr und Polizei rückten zu über 200 Einsätzen im gesamten Landkreis aus, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes hieß. Besonders stark vom Unwetter wurde die Stadt Selbitz getroffen. Dort mussten die Einsatzkräfte über 120 Mal anrücken. Weiter wurde mitgeteilt, dass die Grundschule in Selbitz am Mittwoch geschlossen bleibt. Auch eine in Köditz bleibe geschlossen, die Schule nach derzeitigem Stand jedoch geöffnet.
5.15 Uhr: Vergewaltiger mit Wolfsmaske will Urteil anfechten
Der im sogenannten Wolfsmasken-Prozess von München wegen der Vergewaltigung eines kleinen Mädchens verurteilte Mann will das Urteil gegen ihn anfechten. Sein Anwalt Adam Ahmed hat unmittelbar nach der Entscheidung des Landgerichts München I am Dienstag Rechtsmittel dagegen eingelegt, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Sein 45 Jahre alter Mandant war wegen der Vergewaltigung eines erst elfjährigen Mädchens zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Verteidiger Ahmed geht – im Gegensatz zu Staatsanwaltschaft und Gericht – von verminderter Schuldfähigkeit seines mehrfach einschlägig vorbestraften Mandanten aus und forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
4.56 Uhr: Inzidenz steigt auf 7,1 – 1548 Neuinfektionen
Seit mehr als einer Woche steigt die Sieben-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 7,1 – am Vortag betrug der Wert 6,5, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 985 Ansteckungen gelegen.
4.24 Uhr: Corona-Lockdown in Sydney wird um mindestens zwei Wochen verlängert
Der Corona-Lockdown in Australiens größter Stadt Sydney wird bis Ende Juli verlängert. Um die Ausbreitung der Delta-Variante unter Kontrolle zu bringen, bleiben die Beschränkungen für die gut fünf Millionen Einwohner der Metropole mindestens zwei weitere Wochen in Kraft, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Dienstag ankündigte. Ursprünglich sollten die Maßnahmen am Freitag aufgehoben werden.
4.11 Uhr: Asche von Zsa Zsa Gabor in Budapest beigesetzt
Fast fünf Jahre nach ihrem Tod in den USA hat die Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor eine Grabstätte in ihrer Geburtsstadt Budapest erhalten. In einer Zeremonie wurde am Dienstag eine Urne mit der Asche der weltberühmten Diva in der ungarischen Hauptstadt beigesetzt. "Während ihrer gesamten Karriere hat sie nie ihre Heimat vergessen", sagte Gabors letzter Mann, der deutsche Prinz Frederic von Anhalt.
4.05 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel reist in die USA
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am Mittwoch in die USA. In der Hauptstadt Washington wird sie am Donnerstag von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Bei den Gesprächen dürfte es unter anderem um den Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gehen. Das Thema belastet weiterhin die deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich nach Bidens Amtsantritt im Januar und dem Abgang seines Vorgängers Donald Trump ansonsten spürbar verbessert haben.
Weitere Gesprächsthemen könnten US-Strafzölle, die Konflikte in Afghanistan und in der Ostukraine sowie das Atomprogramm des Iran sein. Zuletzt ist zudem der Druck auf Merkel gewachsen, das seit März 2020 wegen der Corona-Pandemie geltende US-Einreiseverbot für Europäer anzusprechen. Die EU hatte ihre Einreisebeschränkungen für Reisende aus den USA im Juni aufgehoben.
3.56 Uhr: Italien will große Kreuzfahrtschiffe aus Venedigs Altstadt raushalten
Große Kreuzfahrtschiffe sollen ab dem 1. August nicht mehr durch Teile der Lagune in Venedig fahren. Die Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi entschied am Dienstagabend über ein Durchfahrverbot für die Kreuzfahrtriesen. Konkret sollen die Schiffe nicht mehr durch den Canale della Giudecca, das Bacino di San Marco (Markus-Becken) und den Canale di San Marco im historischen Zentrum fahren. Es sei ein wichtiger Schritt zum Schutz der Lagune, hieß es in einer Mitteilung.
3.42 Uhr: Website von Hackergruppe Revil offline
Knapp zwei Wochen nach den massiven Cyberangriff auf die US-IT-Firma Kaseya ist die Website der hinter der Attacke vermuteten Hackergruppe offline gegangen. Die Gruppe Revil sei "offenbar aus dem Darknet verschwunden", schrieb der Cybersicherheits-Experte Allan Liska von der Firma Recorded Future auf Twitter. Die Website sei seit Dienstagmorgen nicht mehr erreichbar.
Es sei unklar, ob die Sicherheitsbehörden die Abschaltung initiiert hätten, sagte Brett Callow von der IT-Sicherheitsfirma Emsisoft. James Lewis vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington hält es neben anderen Möglichkeiten auch für denkbar, dass die Website der Hackergruppe auf Druck der russischen Behörden offline ging. Er glaube aber nicht, dass die USA dafür verantwortlich seien.
Von dem Ransomware-Angriff auf die US-Firma Kaseya Anfang Juli waren Schätzungen zufolge weltweit 1500 Unternehmen betroffen. Kaseya mit Sitz in Miami liefert IT-Dienstleistungen an rund 40.000 Geschäftskunden in aller Welt.
3.18 Uhr: Unwetter in Hagen: Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller
Heftige Regenfälle haben in Hagen zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen über Nacht Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. "Die Leute sind verzweifelt", sagte der Sprecher in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt.Paid Residential Schools - Kanadas dunkles Kapitel 17.36
3.18 Uhr: 160 weitere Gräber nahe Internat für indigene Kinder in Kanada entdeckt
In Kanada sind erneut dutzende anonyme Gräber auf dem Gelände eines ehemaligen Internats für Kinder von Ureinwohnern gefunden worden. Mehr als 160 Gräber seien auf dem früheren Schulgelände auf der Kuper-Insel entdeckt worden, erklärte der Chef des Stammes der Penelakut, Joan Brown. In dem Internat auf der Insel westlich von Vancouver waren vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1975 Kinder von Ureinwohnern unterrichtet worden.
In Kanada waren seit 1874 rund 150.000 Kinder von Ureinwohnern und gemischten Paaren von ihren Familien und ihrer Kultur getrennt und in kirchliche Heime gesteckt worden, um sie so zur Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft zu zwingen. Viele von ihnen wurden in den Heimen misshandelt oder sexuell missbraucht. Nach bisherigen Angaben starben mindestens 4000 dieser Kinder, viele von ihnen an Tuberkulose. Die letzten dieser Schulen schlossen erst in den
0.36 Uhr: Unwetter in Sachsen: Sturzflut reißt Person mit sich
Eine Sturzflut hat bei einem Unwetter im sächsischen Jöhstadt (Erzgebirgskreis) am Dienstag eine Person mit sich gerissen. Die Feuerwehr, die noch am späten Abend im Ortsteil Steinbach im Einsatz war, suchte zunächst ohne Erfolg nach der Person, wie die Polizei mitteilte. Weitere Einzelheiten zu dem Unglück konnte die Polizei am späten Dienstagabend nicht mitteilen. Die Hauptstraße in Steinbach sei infolge des starken Regens etwa eine Stunde unpassierbar gewesen, hieß es.
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