Lage in Afghanistan: Bislang mehr als 9000 Menschen aus Kabul ausgeflogen

Die Entwicklungen nach der Machtübernahme der Taliban im stern-Ticker zur Lage in Afghanistan.

Die News zur Lage in Afghanistan:

7.03 Uhr: Mehr als 9000 Menschen bisher bei Rettungsaktion aus Kabul ausgeflogen 

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan haben westliche Länder inzwischen weit über 9000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Die Bundeswehr flog bis spät in die Nacht deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte aus Kabul aus. Zuletzt landete eine Transportmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M mit 181 Menschen an Bord in der Nacht in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Zuvor war ein A400M mit 184 Menschen an Bord aus der afghanischen Hauptstadt eingetroffen. "Bisher wurden in elf Umläufen mehr als 1640 Menschen aus Afghanistan evakuiert", teilte die Bundeswehr auf Twitter mit. Die USA meldeten am Donnerstag, sie hätten in den vergangenen fünf Tagen rund 7000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Auch andere westliche Länder haben bereits hunderte Landsleute ausgeflogen, darunter Frankreich, die Türkei oder Großbritannien.

Am Flughafen der Stadt warten aber weiter tausende Afghanen, um einen Platz in einem rettenden Flieger zu bekommen. Nach unbestätigten Berichten gab es mehrere Tote am Flughafen, wo sich die Menschen in einem Streifen zwischen US-Soldaten und Taliban drängen.

PAID Die Rückkehr der Taliban 7.07 Uhr

6.42 Uhr: Berlin gibt 100 Millionen Soforthilfe für afghanische Flüchtlinge

Die Bundesregierung stellt 100 Millionen Euro Soforthilfe für Flüchtlinge aus Afghanistan zur Verfügung. Dies teilte das Auswärtige Amt auf Twitter mit. Mit dem Geld sollen internationale Hilfsorganisationen unterstützt werden, die sich in den Nachbarländern um geflüchtete Afghanen kümmern. Weitere Hilfen sollen folgen. Seit der Machteroberung der militant-islamischen Taliban Mitte August versuchen viele Menschen verzweifelt, aus dem Land zu kommen. Finanzminister Olaf Scholz hatte die Hilfe schon gestern angekündigt. Der Deutschen Presse-Agentur sagte der SPD-Kanzlerkandidat: "Dies ist ein erster Schritt, der zeigt, dass wir uns verantwortlich fühlen und uns kümmern."

5.07 Uhr: Afghanische Ortskräfte in Brandenburg angekommen

Rund 60 afghanische Ortskräfte und ihre Angehörigen sind in Brandenburg angekommen. Zwei Busse aus Frankfurt/Main trafen am Morgen in der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ein. Die ursprünglich für Donnerstagabend geplante Ankunft hatte sich wegen der Registrierung der Menschen erheblich verzögert. Die Afghanen, darunter mehrere Kinder, wurden zunächst mit Essen und Trinken sowie medizinisch versorgt. Sie müssen drei Tage in Quarantäne und sollen voraussichtlich bis Dienstag in Doberlug-Kirchhain bleiben. Dann könnten sie auch in andere Bundesländer verteilt werden.

2.57 Uhr: Laschet plädiert für diplomatische Kontakte zu den Taliban

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, plädiert für direkte diplomatische Kontakte zu den Taliban. "Die Kunst guter Außenpolitik besteht gerade darin, mit solchen Staaten zu Lösungen zu kommen, deren Ziele und Menschenbild unsere Gesellschaft zu Recht ablehnt", sagte Laschet der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Den Dialog mit den Taliban zu verweigern, helfe den Menschen nicht, die aus Afghanistan hinauswollten, fügte er hinzu. Auch die dort nun wieder geltende strenge islamische Rechtsordnung der Scharia sei kein Hinderungsgrund für Gespräche, betonte Laschet. "Die Scharia ist grausam – und ich lehne sie aus tiefstem Herzen ab", sagte der CDU-Vorsitzende. "Den Menschen aber hilft, Druck auf die Taliban auszuüben. Das bedeutet auch, miteinander zu sprechen." 

Laschet bekräftigte, dass ein neuer, ungeregelter Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland verhindert werden sollte. "Es gibt sicher eine große Bereitschaft, die Menschen aufzunehmen, die uns in Afghanistan geholfen haben, und darüber hinaus auch besonders bedrohte Menschen", sagte der Spitzenkandidat der Union. Die Furcht vor den Taliban könne wohl jeder nachvollziehen. "Gleichzeitig gibt es aber auch den Wunsch nach einer geordneten Migration", sagte Laschet. Dafür sei es wichtig, internationale Organisationen wie den UNHCR oder Unicef sowie die Nachbarländer Afghanistans zu unterstützen. Es sei "die Priorität, Hilfe in der Region zu leisten".

Nachrichten zur Lage in Afghanistan von Montag, 16. August, bis Donnerstag, 19. August, lesen Sie hier.  



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