News am Wochenende: Sieben Tote bei Chaos nahe des Flughafens von Kabul

Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

9.08 Uhr: Sieben Tote bei Chaos nahe des Flughafens von Kabul

Im Gedränge vor dem Kabuler Flughafen sind sieben Afghanen ums Leben gekommen. Wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte, versammelten sich erneut tausende Menschen vor dem Flughafen in der afghanischen Hauptstadt, um das Land nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban zu verlassen. Ein Sprecher bezeichnete die Bedingungen vor Ort als "nach wie vor äußerst schwierig".

9.03 Uhr: Russische Rakete bringt 34 Satelliten für Internet-Projekt OneWeb ins All

Eine russische Sojus-Rakete hat in der Nacht zum Samstag 34 weitere Telekommunikations– und Internetsatelliten ins All gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, startete die Rakete am Samstagabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan und platzierte die Satelliten erfolgreich auf ihrer Umlaufbahn. Die Satelliten gehören dem Londoner Unternehmen OneWeb, das schnelles Internet in entlegene Weltregionen bringen will.

8.21 Uhr: Neuseeland räumt Scheitern seiner Null-Covid-Strategie ein

Nach einem größeren inländischen Corona-Ausbruch hat Neuseeland ein Scheitern seiner ehrgeizigen Null-Covid-Strategie eingeräumt. "Das Ausmaß der Ansteckungen und die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus verbreitet hat, hat unser System trotz aller Vorbereitungen unter Druck gesetzt", sagte der mit der Gesundheitspolitik beauftragte Minister Chris Hipkins am Sonntag dem Sender TVNZ. Der jüngste Ausbruch mit der ansteckenderen Delta-Variante des Virus sei schwierig einzudämmen und werfe "große Fragen" hinsichtlich der Corona-Strategie der Regierung auf.

7.09 Uhr: Lambrecht hält staatliche Einschränkungen für Ungeimpfte für verfassungswidrig

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Bedenken gegen Pläne einzelner Bundesländer geäußert, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen. "Jeder Eingriff in Freiheitsrechte muss gut begründet und verhältnismäßig sein", sagte sie der "Welt am Sonntag". "Ich sehe nicht, wie man eine derart schwerwiegende Beschränkung mit dem Infektionsschutz rechtfertigen könnte."

6.39 Uhr: Konzert im New Yorker Central Park wegen Hurrikan-Warnung abgebrochen

Wegen des herannahenden Hurrikans "Henri" haben die Behörden ein Groß-Konzert mit zahlreichen Stars im New Yorker Central Park abgebrochen. Wegen des näher kommenden Unwetters sollten alle Besucher sich "ruhig zum nächstgelegenen Ausgang begeben", erklärte die Polizei. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo rief in dem Bundesstaat den Ausnahmezustand aus.

6.11 Uhr: Nach Konfrontationen am Grenzzaun: Israel greift in Gaza an

Nach Konfrontationen am Gaza-Grenzzaun hat die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben mehrere Stellungen der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen angegriffen. Vier Orte zur Waffenherstellung und Lagerräume seien attackiert worden, teilte die Armee in der Nacht zu Sonntag mit. Bei den Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten waren am Samstag nach offiziellen Angaben 41 Palästinenser und ein israelischer Grenzpolizist verletzt worden.

5.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 54,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter: Am Sonntagmorgen lag sie laut Robert-Koch-Institut bei 54,5. Am Vortag hatte sie noch bei 51,6 Fällen pro 100.000 Einwohner gelegen, vor einer Woche bei 35. Bundesweit wurden 7050 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie drei weitere Todesfälle gemeldet. 

5.01 Uhr: Unionsfraktion will schnellere Genehmigungsverfahren durchsetzen

Die Unionsfraktion dringt auf eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Bauprojekte und will dies zur Voraussetzung bei der Bildung der nächsten Regierung durchsetzen. "Jeder künftige Koalitionspartner muss akzeptieren, dass wir in Deutschland schneller bauen werden, dass wir schneller genehmigen werden, dass wir kürzere Verfahren und kürzere Verwaltungsprozesse haben", sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei der Nachrichtenagentur AFP. "Nur dann schaffen wir einerseits die Klimawende und halten andererseits unseren Platz in der Spitzengruppe der Industrienationen."

4.16 Uhr: US-Bürgerrechtsikone Jesse Jackson mit Covid-19 im Krankenhaus

Der bekannte US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist mit Covid-19 ins Krankenhaus gebracht worden. Obwohl der 79-Jährige gegen das Coronavirus geimpft sei, sei er positiv getestet worden, erklärten Sprecher der Bürgerrechtsikone am Samstag (Ortszeit). Auch Jacksons zwei Jahre jüngere Frau Jacqueline werde im Krankenhaus in Chicago behandelt, hieß es auf der Website von Jacksons Rainbow Push Coalition.

3.43 Uhr: Tropensturm "Grace" reißt in Mexiko acht Menschen in den Tod

Der Tropensturm "Grace" hat im Osten von Mexiko mindestens acht Menschen in den Tod gerissen. Eine Frau und fünf Kinder seien bei einem Erdrutsch in der Ortschaft Banderilla ums Leben gekommen, teilte der Gouverneur des Bundesstaats Veracruz, Cuitláhuac García Jiménez, am Samstag mit. Ein Mann sei in Poza Rica getötet worden und ein weiteres Kind beim Einsturz eines Hauses in Xalapa ums Leben gekommen. Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach den Angehörigen sein Beileid aus. "Ihr seid nicht allein", schrieb er auf Twitter.

3.16 Uhr: Grüne planen 1000 Euro Zuschuss für Lastenfahrräder

Die Grünen wollen in der nächsten Legislaturperiode eine Milliarde Euro zur Förderung von Lastenfahrrädern ausgeben. Eine Million Lastenräder sollten vom Bund mit jeweils 1000 Euro Zuschuss gefördert werden, sagte der Grünen-Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Anders als bisher sollten auch privat genutzte Lastenräder Anspruch auf einen Zuschuss haben. Derzeit können nur Firmen, Kommunen oder Vereine eine Förderung beantragen.

2.52 Uhr: Mehr als hundert Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet

Mehr als hundert Migranten sind am Samstag im Ärmelkanal aus Seenot gerettet worden. Nach Behördenangaben geriet zunächst ein Boot mit 38 Menschen an Bord nahe Boulogne-sur-Mer in Not. Weitere 64 Menschen wurden durch die Besatzung eines Patrouillenbootes der Küstenwache sowie durch einen Schleppkahn nahe Hardelot gerettet. Alle Geretteten seien in Sicherheit, hieß es.

0.15 Uhr: Jetski-Fahrer stirbt in Ostsee nach Sturz

Ein Urlauber ist am Samstagnachmittag bei einem Unfall mit seinem Jetski in der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. Der 51-Jährige aus Baden-Württemberg war mit seinem Wasserfahrzeug in der Nähe der Seebrücke Heringsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vor der Insel Usedom unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache plötzlich von seinem Jetski stürzte, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Rettungsschwimmer und ein Rettungshubschrauber nahmen die Suche nach dem Mann auf und fanden ihn wenige Minuten später leblos im Wasser auf. Die Einsatzkräfte bargen ihn und leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein - doch er starb noch vor Ort. Derzeit gebe es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Unfall mit einem weiteren Beteiligten.


Die Nachrichten vom Samstag:

19.57 Uhr: Bundeswehr fliegt erneut mehr als 200 Menschen aus Kabul aus

Die Bundeswehr hat am Samstag mehr als 200 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Ein erstes Transportflugzeug vom Typ A440M konnte zwar nur acht Menschen in die usbekische Hauptstadt Taschkent bringen, wie das Bundesverteidigungsministerium am Abend im Onlinedienst Twitter mitteilte. Ein zweiter Flieger brachte dann aber 205 Menschen aus Kabul in Sicherheit.

In der Nacht zum Samstag waren nach Angaben des Ministeriums bereits 172 und in einem zweiten Flug sieben Menschen evakuiert worden. Die Bundeswehr hat somit seit dem Beginn ihrer Evakuierungsflüge mehr 2000 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen. Die radikalislamischen Taliban hatten vor einer Woche die Macht in Kabul übernommen. Westliche Staaten bemühen sich seitdem hektisch darum, vor allem ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte in Sicherheit zu bringen.

19.39 Uhr: Tropensturm "Henri" mit Kurs auf US-Ostküste zu Hurrikan hochgestuft

Der Tropensturm "Henri" ist auf dem Weg zur Ostküste der USA zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Das US-Hurrikanzentrum NHC meldete am Samstag Windgeschwindigkeiten von fast 120 Stundenkilometern mit noch stärkeren Böen. Der Sturm wird den Meteorologen zufolge am Sonntag die US-Ostküste erreichen und in Long Island oder im Süden von Neuengland auf Land treffen. Obwohl sich der Sturm vor Erreichen der Küste wieder leicht abschwächen könne, werde "Henri" mit oder fast mit Hurrikanstärke auf Land treffen, erklärte das NHC. Die Wetterdienste warnen vor gefährlichen Windböen, Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen.

Die Behörden in Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont haben die Bevölkerung bereits dazu aufgerufen, sich auf den Sturm vorzubereiten. In Massachusetts sollen Parks und Strände bis Montag geschlossen werden. Die Stromversorgung für bis zu 300.000 Menschen könnte dort den Behörden zufolge ausfallen. Für New York und das angrenzende Neuengland werden auch heftige Regenfälle erwartet. Es wäre der erste Hurrikan seit 30 Jahren, der direkt auf die Gegend trifft. 

19.31 Uhr: US-Streitkräfte: Flagge der USA weht über Flughafen Kabul

Die Taliban haben in Afghanistan wieder die Macht übernommen - über dem noch von US-Streitkräften kontrollierten Flughafen Kabul weht Militärangaben zufolge aber die Flagge der Vereinigten Staaten. "Die Flagge weht weiterhin und die Mission dauert an", sagte US-Generalmajor William Taylor am Samstag im Pentagon. Am Flughafen arbeite auch weiterhin US-Botschaftspersonal.

Bei der US-Botschaft im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul war am vergangenen Sonntag die Flagge der Vereinigten Staaten eingeholt worden. Der Schritt markierte den Abschluss der Evakuierung der diplomatischen Vertretung. Nach derzeitiger Planung wollen die USA ihre Evakuierungsmission am 31. August beenden. Dann sollen auch die letzten US-Soldaten aus Afghanistan abziehen.

19.21 Uhr: Zwei Tote bei Explosion in Moskauer Wohnung - Sprengsatz gezündet

Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einer Wohnung sind in Moskau ein 44 Jahre alter Mann und ein 14-jähriges Kind gestorben. Ein Zwölfjähriger wurde am Samstagabend mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wie die Behörden mitteilten. Der 14-Jährige soll den Zünder an einer Granate gezogen und so die Explosion verursacht haben, wie Medien berichteten. Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau teilte mit, dass nach der Detonation in der Wohnung ein Strafverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes eingeleitet worden sei.

Zum Sprengsatz selbst gab es in der Behördenmitteilung keine Angaben. Der 14-Jährige soll die "technische Vorrichtung", wie es hieß, im Nordwesten der russischen Hauptstadt mit nach Hause gebracht haben. Eine Frau in der Wohnung sei unverletzt geblieben.

19.20 Uhr: Kramp-Karrenbauer: "Unsere Lageeinschätzung war falsch"

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat eine massive Fehleinschätzung der Bundesregierung angesichts des Vormarschs der Taliban in Afghanistan eingeräumt. "Noch zu Beginn der letzten Woche hat niemand in der internationalen Gemeinschaft damit gerechnet, dass Kabul bereits am Ende der Woche kampflos fallen würde", schrieb Kramp-Karrenbauer in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Abgeordnete des Bundestags. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

"Unsere Lageeinschätzung war falsch, unsere Annahmen über die Fähigkeiten und die Bereitschaft zum afghanischen Widerstand gegen die Taliban zu optimistisch." Ähnlich hatten sich Außenminister Heike Maas (SPD) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 16. August geäußert, dem Tag nach der Einnahme Kabuls durch die Taliban.

18.41 Uhr: GDL beginnt mehrtägigen Streik im Güterverkehr der Deutschen Bahn

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) im Güterverkehr der Deutschen Bahn (DB) hat begonnen. "Wir erwarten eine harte Etappe", sagte ein Sprecher der Güterverkehrsparte DB Cargo am Samstagabend. Am Wochenende könnten die Auswirkungen demnach noch überschaubar sein, da generell weniger Züge fahren. Ab Montag wird dann mit größeren Auswirkungen gerechnet, weil dann die Industrie mehr Nachschub benötigt.

Dem Streik im Güterverkehr sollen Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr ab Montagmorgen um 02.00 Uhr folgen. Enden sollen die Arbeitsniederlegungen am Mittwoch um 02.00 Uhr. Es handelt sich um die zweite Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zwischen GDL und DB. Die Gewerkschaft fordert eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und eine längere Laufzeit.

18.08 Uhr: "Grace" sorgt für Stromausfälle und Überschwemmungen in Mexiko

Der Tropensturm "Grace" hat im Osten von Mexiko für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. In fast zwei Dutzend Ortschaften im Bundesstaat Veracruz seien Bäume entwurzelt worden, Strommasten umgestürzt und Straßen überflutet worden, teilte Gouverneur Cuitláhuac García Jiménez am Samstag mit. Über eine halbe Million Menschen seien vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen, teilte das Versorgungsunternehmen CFE mit. Wegen des Sturms wurden mehrere Flüge nach Veracruz, Tampico, Reynosa, Culiacán und Huatulco gestrichen.

"Grace" war als Hurrikan auf die mexikanische Golfküste getroffen und hatte über Land dann rasch an Kraft verloren. Allerdings prognostizierte der Wetterdienst für weite Teile des Landes heftigen Regen und warnte vor Erdrutschen und Überschwemmungen. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bewohner der besonders betroffenen Gebiete zur Vorsicht auf.

17.48 Uhr: Katalonien und Kanaren ab Sonntag keine Hochrisikogebiete mehr

Für deutsche Urlauber wird ab diesem Sonntag eine Reise auf die Kanarischen Inseln oder nach Katalonien mit der Touristenhochburg Barcelona und den Stränden der Costa Brava um einiges attraktiver. Die beiden Regionen und drei weitere in Spanien - Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien - werden um Mitternacht von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Dadurch erleichtert sich für Besucher künftig die Rückkehr in die Heimat. Denn Einreisende aus Corona-Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssten für zehn Tage in Quarantäne. Man kann diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

In Europa gilt ab Sonntag auch Andorra in den Pyrenäen nicht mehr als Hochrisikogebiet. Auf die "Schwarze Liste" kommen dagegen die irischen Regionen Border und West, Nordmazedonien und das Kosovo sowie Dominica in der Karibik. Wegen steigender Infektionszahlen stuft Berlin auch Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein - diese allerdings erst ab Dienstag.

17.45 Uhr: US-Tropensturm "Henri" zum Hurrikan hochgestuft

Der US-Wetterdienst hat den auf den Nordosten der USA zielenden Tropensturm "Henri" am Samstagmorgen (Ortszeit) zu einem Hurrikan hochgestuft. Für Teile von Long Island und Connecticut erließ der Nationale Wetterdienst eine Hurrikanwarnung. Für den Stadtteil Flushing im Osten der Metropole New York waren Warnungen vor Sturmfluten ausgerufen, dort wird "Henri" bisher weiterhin in Tropensturm-Stärke erwartet. Er soll voraussichtlich vom späten Sonntagnachmittag (Ortszeit) an auf Land treffen.

Auch andernorts an der Nordostküste müsse schon ab Samstagabend und am Sonntag mit gefährlichen Sturmfluten und schweren Regenfällen gerechnet werden, teilte die Behörde mit. Die "New York Times" berichtete, sollte Henri tatsächlich als Hurrikan auf die Neuengland-Bundesstaaten im Nordosten treffen, wäre das dort der erste solche Sturm seit 30 Jahren. Laut CNN leben rund fünf Millionen Menschen in Gebieten, für die nun eine Hurrikanwarnung gilt. Auch großflächige Stromausfälle seien möglich, erklärte dort eine Sprecherin der Katastrophenschutzbehörde FEMA.

16.39 Uhr: Italiens Küstenwache rettet Migranten vor Sizilien - ein Toter

In der Nacht zu Samstag hat die italienische Küstenwache westlich von Sizilien mehrere Migranten aus Seenot gerettet - einen konnten sie nur tot bergen. Ein Tunesier habe sich in der Nacht per Telefon in der Einsatzzentrale gemeldet, wie die Küstenwache am Samstag mitteilte. Die Behörden konnten ihn nahe der Insel Levanzo lokalisierten und schickten zwei Rettungshubschrauber und zwei Patrouillenboote. Vor Ort retteten sie nach eigenen Angaben fünf Menschen aus dem Wasser und bargen die Leiche eines Mannes.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes suchten die Carabinieri das Gebiet ab. Dort trafen sie weitere 17 Bootsmigranten an. Am Samstagnachmittag war der Einsatz beendet. Laut Küstenwache gab es keine Vermissten mehr.

16.34 Uhr: Vertuschungsvorwürfe: Vatikan bestraft polnischen Erzbischof

Nach Vertuschungsvorwürfen in Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche hat der Vatikan einen emeritierten polnischen Erzbischof bestraft. Der 85-jährige Marian Golebiewski, langjähriger Erzbischof von Wroclaw (Breslau), soll ein "Leben im Geist von Buße und Gebet" führen und darf sich nicht mehr an öffentlichen Feiern beteiligen, wie die zuständige Erzdiözese am Samstag mitteilte. Nach der Anordnung des Vatikans muss Golebiewski zudem eine "angemessene Summe Geld" an die Sankt-Josef-Stiftung zahlen, die von der polnischen Bischofskonferenz zur Unterstützung von Opfern sexuellen Missbrauchs gegründet wurde.

In den vergangenen Monaten hat der Vatikan mehrere polnische Bischöfe bestraft, weil sie Hinweise auf sexuellen Missbrauch vernachlässigt hatten. Eine Untersuchungskommission prüft zudem, ob der langjährige Vertraute und Sekretär des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., Kardinal Stanislaw Dziwisz, als Erzbischof von Krakau Vorwürfe ignoriert hat.

15.25 Uhr: Polizei ermittelt weiter nach Schüssen in Hamburg – Tötungsversuch?

Nach Schüssen in Hamburg hat die Polizei am Samstag Ermittlungen wegen versuchter Tötung fortgesetzt. Die Hintergründe des Vorfalls vom Freitag blieben weiterhin unklar. Zeugen hatten am Freitagvormittag von Schüssen am Rande der Innenstadt berichtet. Wahrscheinlich sei dabei ein Mensch am Bein verletzt worden, teilte die Polizei mit. Gegen 11.50 Uhr sei auf dem Gorch-Fock-Wall offenbar geschossen worden, hatte die Polizei berichtet. Anschließend sollen mehrere Menschen mit Autos in unterschiedliche Richtungen entkommen sein. Die Polizei löste eine Fahndung mit mehr als 20 Streifenwagen und einem Hubschrauber aus. Das mutmaßliche Opfer und mögliche Täter blieben aber verschwunden. Zu Medienberichten, der Vorfall könnte im Zusammenhang mit einem Prozess am Landgericht stehen, hatte ein Sprecher am Freitag gesagt, das werde überprüft.

14.27 Uhr: Sri Lanka verbietet das Reiten von Elefanten unter Alkoholeinfluss

In Sri Lanka ist das Reiten eines Elefanten unter Einfluss von Alkohol oder Drogen künftig verboten. "Die Person, die Elefanten besitzt oder sich um sie kümmert, muss sicherstellen, dass der Reiter keinen Alkohol oder andere schädliche Drogen konsumiert", erklärte Wildtierschutzminister Wimalaweera Dissanayaka. Die Vorschrift ist Teil eines weitreichenden neuen Tierschutzgesetzes. In Sri Lanka halten viele Wohlhabende und buddhistische Mönche Elefanten, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Dabei gibt es häufig Beschwerden über Tierquälerei, gegen die das neue Gesetz nun vorgehen will. Dabei wird unter anderem das Reiten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ausdrücklich verboten. Offiziellen Zahlen zufolge befinden sich 200 Elefanten in dem südostasiatischen Land in Gefangenschaft und 7500 in der Wildnis. Neben dem Drogen-Verbot müssen die Besitzer künftig einen biometrischen Ausweis für ihre Elefanten beantragen. Sie müssen die Tiere täglich für mindestens zweieinhalb Stunden baden und alle sechs Monate vom Tierarzt kontrollieren lassen. Elefantenbabys dürfen nicht mehr für kommerzielle oder kulturelle Zwecke aufgezogen und auch nicht von ihren Müttern getrennt werden. 

12.08 Uhr: Brutaler Schüler-Angriff auf Polizisten in Hamburg - Ermittlungen

Nach einem brutalen Zwischenfall, bei dem eine Schülergruppe einen Polizisten attackiert hat, ermittelt das Landeskriminalamt in Hamburg wegen gefährlicher Körperverletzung. Schüler hatten den Beamten am Donnerstagnachmittag im Stadtteil Eimsbüttel in der Nähe der Ida Ehre Schule gegen den Kopf getreten, wie die Behörden berichteten. Zuvor hatte der Polizist, der mit einem Fahrrad unterwegs war und im schulischen Umfeld tätig ist, einen Streit zwischen zwei Kindern zu schlichten versucht.

10.40 Uhr: Großbritannien will Regeln für Import von Welpen verschärfen

Nach einer erheblichen Zunahme an Tierwohlverletzungen bei importierten Welpen will die britische Regierung die Regeln verschärfen. So soll das Mindestalter für importierte Welpen von 15 Wochen auf 6 Monate erhöht werden, wie das Umweltministerium ankündigte. Außerdem soll die Einfuhr von Hunden mit kupierten Schwänzen oder Ohren sowie hochträchtigen Tieren verboten werden.

10.04 Uhr: Hoher Sachschaden: Diebe entwenden Kupfer-Dachplatten an Berliner Siegessäule

Dreister Diebstahl mitten in Berlin: Unbekannte haben in großem Umfang Kupferplatten von den Zugangshäusern zur Berliner Siegessäule gestohlen. Es sei "Buntmetall von bedeutendem materiellen und historischen Wert" am Zugang zu dem Berliner Wahrzeichen entwendet worden, teilte die Polizei mit. "Große Teile" der Kupferabdeckung auf den Dächern fehlten nun. Entdeckt wurde der Diebstahl am Freitag, als Handwerker im Auftrag des Bezirksamts die Dachrinnen prüfen wollten. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen schweren Diebstahls ein. Es war von einem hohen Sachschaden die Rede.

9.58 Uhr: Reisebus in Niederbayern umgekippt - zwei Schwerverletzte

Bei einem Busunfall im niederbayerischen Landkreis Kelheim sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Der Reisebus sei am Morgen ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge umgekippt, erläuterte ein Sprecher der Polizei. Acht weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Am Dreieck Saalhaupt bei der Überfahrt von der Autobahn 93 auf die Bundesstraße 15 sei der Bus ins Schlingern geraten und nach links gekippt. Nach Angaben der Beamten befanden sich 37 Menschen aus Tschechien in dem Fahrzeug.

9.05 Uhr: Bundeswehr fliegt sieben weitere Schutzbedürftige aus Kabul aus

Die Bundeswehr hat in der Nacht auf Samstag sieben weitere Schutzbedürftige aus der afghanischen Hauptstadt Kabul evakuiert. Die Menschen seien in die usbekische Hauptstadt Taschkent gebracht worden, teilten die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium via Twitter mit. Der Flieger hob laut Bundeswehr um 2 Uhr deutscher Zeit ab und landete um 3.18 Uhr.

6.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Mai wieder über 50

Erstmals seit Mai ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen wieder auf einen Wert über 50 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete eine Inzidenz von 51,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Am Vortag war die Inzidenz noch mit 48,8 angegeben worden. Bundesweit wurden 8092 Neuinfektionen binnen eines Tages mit dem Coronavirus nach 9280 am Vortag gemeldet.

5.25 Uhr: China möchte jährlich 36.000 Quadratkilometer aufforsten

China will in den kommenden Jahren seine Waldbestände deutlich vergrößern. Das gab die staatliche Kommission für Forstwirtschaft und Grasland in einer Pressekonferenz bekannt. Demnach soll jedes Jahr bis einschließlich 2025 eine Landfläche von 36.000 Quadratkilometern aufgeforstet werden. Das entspricht in etwa der Fläche von Baden-Württemberg. Insgesamt sollen die Waldflächen in China von derzeit 23,04 Prozent bis 2025 auf insgesamt 24,1 Prozent gemessen an der gesamten Landfläche erhöht werden.

4.51 Uhr: Chorleiter tritt im Streit um Impfpflicht ab

Der langjährige Chorleiter und Dirigent des San Francisco Symphony Chorus, Ragnar Bohlin, ist im Streit um eine neue Corona-Impfpflicht von seinem Posten zurückgetreten. Der gebürtige Schwede Bohlin werde Ende August nach 14 Jahren als Chorleiter sein Amt niederlegen, gab die renommierte San Francisco Symphony bekannt. Als Grund nannte Sprecher Robin Freeman die von der Stadt San Francisco und dem Orchester eingeführte Corona-Impfpflicht für Besucher und Mitarbeiter. Der 56-jährige Bohlin ist als Impfgegner bekannt.

4.06 Uhr: GDL beginnt mehrtägigen Streik im Güterverkehr der Deutschen Bahn

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat ab Samstag um 17 Uhr zum Streik im Güterverkehr der Deutschen Bahn (DB) aufgerufen. Enden soll die Arbeitsniederlegung am Mittwoch um 02 Uhr. Wirtschaftsverbände warnten, eine Unterbrechung der Lieferketten durch längere Streiks im Güterverkehr setze die wirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise aufs Spiel. 

4.04 Uhr: Erneut Proteste gegen Corona-Impfpflicht in Frankreich

In Frankreich sind für Samstag das sechste Wochenende in Folge Proteste gegen die verschärften Corona-Regeln geplant. Landesweit sind mehr als 200 Kundgebungen angekündigt. Allein in Paris soll es vier Protestmärsche geben, davon zwei der "Gelbwesten"-Bewegung. Auch Gruppen des Rechtsaußen-Lagers wollen erneut ihre Anhänger mobilisieren. Die Demonstranten wollen ihren Unmut über die von Präsident Emmanuel Macron verkündete Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal bekunden. Sie lehnen auch die kürzlich eingeführte Corona-Testpflicht für den Besuch von Restaurants, Kinos oder Einkaufszentren ab. Vergangenen Samstag waren nach Angaben des Innenministeriums mehr als 210.000 Menschen auf die Straße gegangen, die Organisatoren zählten fast doppelt so viele Teilnehmer.

3.31 Uhr: USA verhängen erneut Visa-Beschränkungen gegen Beamte in Nicaragua

Angesichts des harten Vorgehens gegen die Opposition in Nicaragua will die US-Regierung weitere Sanktionen verhängen. 19 Wahlbeamte und Parteifunktionäre in Nicaragua würden mit Visa-Beschränkungen belegt, teilte das US-Außenministerium in Washington mit. Sie seien an einem "Angriff auf die Demokratie" beteiligt und in den USA nicht willkommen. Bereits zuvor hatte die US-Regierung Visa-Beschränkungen verhängt, von denen auch hohe Beamte aus Nicaragua betroffen waren.

2.43 Uhr: Schärfere Regeln für Hundehaltung geplant

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Vorschriften für die Hundehaltung und den Zoofachhandel verschärfen. Die Kettenhaltung von Hunden werde "grundsätzlich" verboten, sagte Klöckner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Auch würden die Anforderungen an die Hundezucht verschärft. "Eine Mindestzeit von vier Stunden für den täglichen Umgang mit den Welpen wird dann zum Beispiel vorgegeben", sagte die Ministerin. Ihr Ministerium passe gerade die Vorgaben an neue wissenschaftliche Erkenntnisse an.

2.08 Uhr: Baerbock wirft Maas Versagen wegen Afghanistan vor

Angesichts der dramatischen Entwicklungen in Afghanistan hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock die Bundesregierung scharf kritisiert. "Ich sehe ein riesengroßes Versagen. Heiko Maas hat in den letzten Jahren keine außenpolitischen Ziele formuliert, die er erreichen will. Auf fatale Weise sehen wir das jetzt in Afghanistan", sagte die Grünen-Vorsitzende der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe) mit Blick auf den SPD-Außenminister. Seit Monaten sei klar gewesen, dass afghanische Ortskräfte Schutz bräuchten. "Experten haben deutlich vor den Gefahren gewarnt. Die Bundeswehr hat davor gewarnt. Diese Bundesregierung aber hat sich entschieden, außenpolitisch abzutauchen", sagte Baerbock. Zudem habe Innenminister Horst Seehofer (CSU) schnellerer Hilfe offenbar "Steine in den Weg gelegt".

2.03 Uhr: Kassenärzte fordern Vorgaben für Auffrischimpfungen

Die Kassenärzte haben von der Bundesregierung genaue Vorgaben für die anstehenden Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus gefordert. "Selbstverständlich können die Booster-Impfungen in den Praxen vorgenommen werden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Rheinischen Post". Doch die Praxen bräuchten Klarheit, wann und für wen Impfungen vorgenommen werden könnten. "Hierzu wäre es wichtig, eine möglichst klare wissenschaftlich begründete Definition zu haben, für wen eine Booster-Impfung sinnvoll wäre."

1.03 Uhr: Kommunen fordern 100.000 Solardächer für öffentliche Gebäude

Die Kommunen fordern von der nächsten Bundesregierung ein Sofortprogramm zur Installation von 100.000 Solardächern auf öffentlichen Gebäuden, um die Klimaschutzziele einzuhalten. Dafür müssten fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "In diesem Jahr werden die Klimaziele im Gebäudesektor und in weiteren Sektoren nicht erreicht, dabei gibt es gerade im Bereich der kommunalen Liegenschaften ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist."

0.12 Uhr: Bundeswehr fliegt weitere 172 Menschen aus Kabul aus

Die Bundeswehr hat weitere 172 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen. Die Transportmaschine vom Typ A400M sei "mit 172 schutzbedürftigen Personen an Bord um 23.09 Uhr MESZ in Taschkent in Usbekistan gelandet", teilte die Bundeswehr am späten Freitagabend im Onlinedienst Twitter mit. 



Click here for more...
from #Bangladesh #News aka Bangladesh News Now!!!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

News zum Coronavirus: Arbeitsminister Heil fordert massive Homeoffice-Nutzung und kündigt Kontrollen an

Klingelton von gestohlenem Handy verrät mutmaßlichen Dieb

Umdenken in der Krise: Wie die Bahn sich mit Desinfektionsmitteln selbst versorgt