News vom Wochenende: Falls Homo- oder Transsexualität vorkommt: Ungarn schränkt Verkauf von "anstößigen" Kinderbüchern ein
Israels Armee greift Stellungen der Hamas im Gazastreifen an +++ RKI registriert 3206 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 21,2 +++ "Dixie Fire" inzwischen drittgrößter Brand in Geschichte Kaliforniens +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.
Die News vom Wochenende im stern-Ticker:
10.08 Uhr: Leichtere Unterstützungsangebote für taubblinde Menschen gefordert
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert einen leichteren Zugang zu Unterstützungsangeboten für Menschen, die nicht hören und nicht sehen können. Taubblinden Menschen mit dem Zeichen "TBl" im Schwerbehindertenausweis müsse ein Assistenzbedarf von mindestens 20 Stunden wöchentlich anerkannt werden, ohne dies begründen zu müssen, erklärte der Verband mit Blick auf gemeinsame Forderungen mit weiteren Organisationen. In Deutschland gebe es zwischen 2500 und 6000 Menschen, die weder sehen noch hören können.
9.39 Uhr: Orban schränkt Verkauf von "anstößigen" Kinderbüchern ein
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat mit einer Verordnung den Verkauf von Kinderbüchern eingeschränkt, die von der heterosexuellen Norm abweichende Inhalte darstellen oder thematisieren. Die neue Rechtsregel erschien am Freitagabend im Ungarischen Amtsblatt. Sie regelt die Durchführung eines umstrittenen Gesetzes, das es untersagt, Menschen unter 18 Jahren Informationen über Homosexualität, Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen zukommen zu lassen. Das von Orbans rechtsnationaler Fidesz-Partei dominierte Parlament hatte das Gesetz im Juni gebilligt. Der neuen Verordnung zufolge dürfen Kinderbücher, die "die Abweichung von der bei der Geburt empfangenen geschlechtlichen Identität oder Geschlechtsumwandlungen oder selbstzweckhafte Sexualität abbilden sowie Homosexualität darstellen oder popularisieren", nicht in den Auslagen von Bücherläden gezeigt oder in den Läden für alle sichtbar sein. Derartige "anstößige" Bücher dürfen außerdem nicht im Umkreis von 200 Metern von Schulen oder Kirchen verkauft werden. Außerdem müssen sie in Verpackungen angeboten werden, durch die der Umschlag nicht erkennbar ist. Die 200-Meter-Regel erinnert an die ungarische Prostitutionsgesetzgebung. Sexarbeiterinnen ist es verboten, ihre Dienste im Umkreis von 200 Metern von Schulen und Kirchen anzubieten.
9.33 Uhr: Kuba lässt Gründung von kleinen und mittleren Unternehmen zu
In einem beispiellosen Schritt hat die kubanische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das die Gründung kleiner und mittlerer Unternehmen zulässt. Grünes Licht wurde am Freitag auf einer Sitzung des Staatsrats gegeben, an der Präsident Miguel Díaz-Canel per Videokonferenz teilnahm. "Der Staatsrat billigt das Dekret 'Über Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen', das deren Eingliederung in die Wirtschaft ermöglicht, um Teil der produktiven Transformation des Landes zu sein", hieß es in einer Mitteilung auf der Website der Nationalversammlung. Bislang sind im kommunistisch regierten Kuba staatliche Unternehmen die Norm. Die Änderung erfolgt rund einen Monat, nachdem tausende Kubaner auf die Straße gegangen waren, um gegen die Regierung zu protestieren. Die ungewöhnlichen Demonstrationen wurden teils gewaltsam unterdrückt.
9.19 Uhr: Kindermediziner: Corona-Schutz in Schulen noch länger nötig
Die Schulen werden aus Sicht des Kindermedizin-Experten Dominik Schneider noch lange besondere Corona-Schutzkonzepte brauchen. "Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass damit, wenn wir die Ab-Zwölfjährigen impfen, noch kein Problem gelöst ist", sagte der Dortmunder Klinikdirektor, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist, am Samstag im Deutschlandfunk. "Denn die, die am meisten eigentlich unter dieser Coronakrise gelitten haben, das sind eigentlich die jüngeren Kinder unter zwölf Jahren. Und da haben wir auch in den nächsten Wochen absehbar noch kein Impfangebot. Das wird frühestens im Herbst oder im Dezember, Ende des Jahres kommen."
8.28 Uhr: Tausende Menschen aus überschwemmten Gebieten in Nordkorea gebracht
Wegen schwerer Überschwemmungen sind in Nordkorea etwa 5000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert worden. Wie der staatliche Sender KCTV am Samstag berichtete, wurden nach starken Regenfällen mehr als tausend Häuser zerstört und auch weite Teile der landwirtschaftlichen Nutzflächen in der Provinz Süd-Hamgyong im Osten des Landes überflutet.
5.45 Uhr: Israels Armee greift Stellungen der Hamas im Gazastreifen an
Die israelische Armee hat in der Nacht zum Samstag Ziele im Gazastreifen angegriffen. Als Reaktion auf Brandballons, die aus dem Palästinensergebiet in Richtung Israel abgeschickt worden seien, seien Luftangriffe gegen Stellungen der radikalislamischen Hamas geflogen worden, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Kampfjets attackierten demnach "eine militärische Infrastruktur" und eine Stellung zum Abschuss von Raketen.
5.12 Uhr: RKI registriert 3206 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 21,2
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 21,2 – am Vortag hatte der Wert 20,4 betragen, beim jüngsten Tiefststand vor gut einem Monat 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3206 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.48 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2400 Ansteckungen gelegen.
5 Uhr: RKI-Berechnung: Impfkampagne hat über 38.000 Todesfälle verhindert
Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat laut einer Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland geschätzt Tausende Todesfälle verhindert. "Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der Covid-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021", schreiben die Autoren der am Freitag veröffentlichten Analyse. Daraus ergebe sich, dass im Verlauf der dritten Corona-Welle geschätzt 38.300 Todesfälle verhindert wurden. Die Zahl der verhinderten Meldefälle wird auf über 706.000 beziffert, die der stationären Patienten auf mehr als 76.600, die der Patienten auf Intensivstation auf knapp 20.000.
2.17 Uhr: "Dixie Fire" inzwischen drittgrößter Brand in Geschichte Kaliforniens
Das seit Mitte Juli in Kalifornien wütende "Dixie Fire" hat sich zum drittgrößten Brand in der Geschichte des US-Bundesstaats entwickelt. Nach Angaben der Behörden vom Freitag vernichtete das Feuer inzwischen eine Fläche von mehr als 1700 Quadratkilometern. Es liegt damit an Größe nur noch hinter den Feuern "Mendocino Complex" vom Juli 2018 mit rund 1750 Quadratkilometern und "August Complex" vom August 2020 mit mehr als 4000 Quadratkilometern zerstörter Fläche.
0.23 Uhr: Zwei Angeklagte bekennen sich nach Sturm auf US-Kapitol schuldig
Gut ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol haben sich zwei Männer schuldig bekannt, während der Ausschreitungen am 6. Januar Polizisten attackiert zu haben. Der 44-jährige Fitnessstudio-Besitzer Scott Fairlamb sagte am Freitag bei einer Gerichtsanhörung in Washington, er bekenne sich außerdem schuldig, die Arbeit des Kongresses behindert zu haben. Seine Schuld räumte auch der 28-jährige Devlyn Thompson ein. Beiden Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen.
0.21 Uhr: Sachsen erwägt zusätzliche Urlaubstage für Geimpfte im öffentlichen Dienst
Sachsen denkt nach Angaben von Innenminister Roland Wöller (CDU) über zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er greift damit einen Plan aus dem Nachbarland Tschechien auf. "Die Idee der tschechischen Regierung ist nicht schlecht: Jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommt zwei zusätzliche Urlaubstage", sagte Wöller der Leipziger Volkszeitung (Samstagsausgabe). "Ich finde, wir sollten es probieren, wenn es möglich ist."
0.01 Uhr: G7-Außenminister verurteilen mutmaßlichen Drohnenangriff auf Öltanker
Die Außenminister der G7 haben den mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Öltanker "MT Mercer Street" im Indischen Ozean vor gut einer Woche scharf verurteilt. "Alle verfügbaren Beweise" deuteten "klar" darauf hin, dass die Verantwortung für diesen "bewussten und gezielten" Angriff beim Iran liege, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister. "Für diesen Angriff gibt es keinerlei Rechtfertigung."
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