News von heute: Bundes-Drogenbeauftragte für Sechs-Gramm-Eigenbedarfsgrenze bei Cannabis
Die News von Montag, 23. August, im stern-Ticker.
Die News von heute im stern-Ticker:
7.45 Uhr: Corona-Inzidenz in NRW bei über 100: Höchster bundesweiter Wert
Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen auf seiner Webseite mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen. Der Bundesschnitt lag am Montagmorgen bei 56,4 und damit wesentlich niedriger als im bevölkerungsreichsten Bundesland. Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern hat laut RKI Hamburg mit einer Inzidenz von 71,6.
7.38 Uhr: Neuseeland verlängert Corona-Lockdown
In Neuseeland ist der landesweite Lockdown wegen drei Dutzend neuer Corona-Fälle verlängert worden. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kündigte in der Hauptstadt Wellington an, dass die strengen Auflagen in dem gesamten Pazifikstaat nun mindestens bis Samstag gelten. Zuvor waren 35 neue Fälle bekannt geworden. Die meisten Ansteckungen des derzeitigen Ausbruchs wurden in Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel registriert, der größten Stadt des Landes. Auch die Hauptstadt selbst ist betroffen.
6.45 Uhr: Messe im Lockdown: Hohe Strafen für Gottesdienstbesucher in Sydney
In einem Vorort von Sydney hat die Polizei hohe Geldstrafen gegen die Besucher eines Gottesdienstes verhängt, weil sie durch die Versammlung gegen die geltenden Corona-Maßnahmen verstoßen haben. 30 Gläubige müssten je 1000 australische Dollar (610 Euro) zahlen, zudem sei die Kirche selbst mit einem Bußgeld von 5000 australischen Dollar (3000 Euro) belegt worden, teilte die Polizei am Montag mit.
Die Messe sei am Sonntagabend in Blacktown im Westen von Sydney abgehalten worden. Die Polizei habe einen Hinweis auf einen möglichen illegalen Gottesdienst bekommen und dann in der Kirche 60 Erwachsene und Kinder angetroffen. Im Großraum Sydney gilt wegen steigender Viruszahlen seit acht Wochen ein strenger Lockdown, der erst kürzlich bis Ende September verlängert worden war.
6.38 Uhr: Bitcoin kostet erstmals seit Mai wieder mehr als 50.000 US-Dollar
Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin ist am Montag erstmals seit Mai über die Marke von 50.000 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete ein Bitcoin am Handelsplatz Bitstamp 50.299 Dollar und damit gut zwei Prozent mehr als am Vortag. Seit dem Zwischentief Mitte Juli summieren sich die Kursgewinne des sehr stark schwankenden Kryptogeldes mittlerweile auf fast drei Viertel. Dabei hatte in den vergangenen Tagen die Entscheidung der US-Handelsplattform Coinbase, die eigenen Bestände an Kryptowährungen aufzustocken, für zusätzlichen Schwung gesorgt. Bis zum Rekordhoch des Bitcoin von fast 64.900 Dollar aus dem April fehlt allerdings noch ein gutes Stück.
6.26 Uhr: Bahn nach Streikbeginn: Ersatzfahrplan stabil angelaufen
Der Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn ist am Montagmorgen nach Beginn des bundesweiten Lokführerstreiks nach Angaben des Unternehmens stabil angelaufen. "Trotz des verlässlichen Grundangebots kann die DB nicht garantieren, dass alle Reisenden wie gewünscht an ihr Ziel kommen", teilte die Bahn in ihrem Presse-Blog mit. Wenn möglich, sollten die Menschen ihre Bahnfahrten auf die Zeit nach dem Streik verschieben.
In der Nacht zum Montag weitete die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren seit Samstagnachmittag dauernden Streik wie geplant vom Güter- auf den Personenverkehr aus. Bis Mittwochfrüh, 2.00 Uhr, müssen sich Millionen Reisende auf massive Einschränkungen vor allem im Fernverkehr einstellen. Die Auswirkungen könnten je nach Region unterschiedlich sein, teilte die Bahn mit. Im Presse-Blog heißt es: "Streikschwerpunkt sind erneut die östlichen Bundesländer."Was Bahnreisende bei Streiks wissen müssen 0825
4.40 Uhr: Mehr als 20 Tote bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee
Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden nach Behördenangaben vom Sonntag (Ortszeit) nach den Unwettern vermisst. In dem Bundesstaat im Süden der USA hatte Starkregen am Samstag Überflutungen ausgelöst. Der Wetterdienst sprach von "historischen" Niederschlagsmengen, örtlich gingen bis zu 43 Zentimeter Regen nieder.
Landstraßen, Highways und Brücken wurden unterspült, tausende Menschen waren ohne Strom. In der Stadt Waverly im Landkreis Humphreys County kamen nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen ums Leben, ein weiteres Todesopfer gab es demnach andernorts in dem Landkreis. Unter den Toten seien mindestens zwei Kleinkinder, sagte Sheriff Chris Davis dem Sender CNN. Sechs weitere Kinder würden vermisst, ebenso wie mehrere Erwachsene.
4.32 Uhr: RKI registriert 3668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 56,4
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 56,4 – am Vortag hatte der Wert 54,5 betragen, vor einer Woche 36,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3668 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2126 Ansteckungen gelegen.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 4 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 4 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 871 865 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.702.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.980.
3.34 Uhr: Bundes-Drogenbeauftragte für Sechs-Gramm-Grenze bei Cannabis
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), plädiert dafür, künftig den Besitz von Cannabis bundesweit bis zu einer Eigenbedarfsgrenze von sechs Gramm als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr als Straftat zu verfolgen. Die in Berlin tolerierte Menge von 15 Gramm sei dagegen "eindeutig" zu hoch, sagte Ludwig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dort kifften so viele Jugendliche wie sonst nirgendwo in Deutschland.
Ludwig empfiehlt der Union nach eigenen Worten, nach der Bundestagswahl mit möglichen Koalitionspartnern einen Kompromiss bei Cannabis zu suchen. "Klar ist, dass Cannabis nicht so gefährlich ist wie Kokain oder Heroin. Richtig ist auch, dass es um andere, bessere Sanktionen und um eine Entlastung von Polizei und Justiz gehen muss", betonte sie. Deshalb trete sie dafür ein, den Besitz von kleinen Mengen als Ordnungswidrigkeit zu ahnden und nicht mehr als Straftat. Die Konsumenten sollten wie in Portugal wählen können, ob sie ein Bußgeld zahlen oder sich einer Suchtberatung unterziehen.
3.33: Uhr: Kreiszahl Pi so genau wie nie berechnet - auf 62,8 Billionen Stellen
Schweizer Forscher haben mit 62,8 Billionen Stellen hinter dem Koma die bislang genaueste Berechnung der Kreiszahl Pi vorgelegt. Damit übertrafen sie den bestehenden Rekord um 12,8 Billionen Stellen, wie die Fachhochschule Graubünden mitteilte.
Der Sinn des Projekts liege nicht in der genauen Kenntnis der Ziffernfolge, sondern im Weg, diese Ziffernfolge berechnen zu können, schreiben die Forscher auf ihrer Internetseite. Zur Berechnung wurde Hardware genutzt, die beispielsweise auch bei der RNA-Analyse, bei Strömungssimulationen und Textanalysen gefragt ist.
1.39 Uhr: Überschwemmungen und Stromausfälle durch Tropensturm "Henri" im Nordosten der USA
Der Tropensturm "Henri" hat im Nordosten der USA Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Mehr als 100.000 Einwohner in den Bundesstaaten Rhode Island, Connecticut und Massachusetts waren am Sonntag (Ortszeit) ohne Strom, nachdem der Sturm mit schweren Regenfällen und heftigem Wind auf Land getroffen war. Zuvor hatte sich "Henri" über dem Meer vom Hurrikan auf Tropensturmstärke abgeschwächt.
Rhode Islands Gouverneur Dan McKee meldete schwere Überschwemmungen in mehreren Regionen, Bäume wurden entwurzelt. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. In Newark in New Jersey mussten Rettungskräfte 86 Menschen nach einer Sturzflut aus überschwemmten Autos in Sicherheit bringen. In Helmetta weiter südlich wateten Feuerwehrleute durch hüfthohes Wasser, um Menschen aus ihren von Überschwemmung bedrohten Häusern in Sicherheit zu bringen.
Hunderte Flüge von den Flughäfen in New York und Newark wurden wegen des Sturms gestrichen. Präsident Joe Biden wies die Katastrophenschutzbehörde Fema an, die Hilfsarbeiten in den vom Sturm betroffenen Gebieten zu koordinieren.
0.32 Uhr: Weiterer Bundeswehr-Flug evakuiert 213 Menschen aus Kabul
Bei der Evakuierungsaktion der Bundeswehr ist ein weiterer Flieger mit 213 Schutzbedürftigen an Bord aus Kabul im usbekischen Taschkent gelandet. Das teilte die Bundeswehr in der Nacht auf Twitter mit. Der Militärtransporter des Typs A400M hatte auf dem Hinflug Hilfsgüter zum Flughafen Kabul gebracht.
Zuvor hatte die Bundeswehr seit dem Start ihrer Evakuierungsaktion bereits mehr als 2500 Menschen ausgeflogen. Darunter waren etwa 1850 Afghanen, hieß es am Sonntagabend aus dem Auswärtigen Amt. Zudem wurden demnach mehr als 270 Deutsche und mehrere Hundert Menschen aus anderen Ländern ausgeflogen. Wie viele der evakuierten Afghanen Ortskräfte etwa der Bundeswehr waren, ist unklar. Einige von ihnen könnten auch mit Flugzeugen anderer Länder ausgeflogen worden sein.
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