Thüringer Theater setzen kaum auf 2G

In der kalten Jahreszeit besuchen Menschen Kulturveranstaltungen eher in Innenräumen - zum Beispiel im Theater. Wegen der Corona-Pandemie ist ein Besuch jedoch mit Regeln verbunden. Und die sind in Thüringen unterschiedlich.

Trotz stetig steigender Inzidenzen führen nicht alle Theater in Thüringen die 2G-Regelung ein. «Wir haben uns bewusst für 3G entschieden, weil wir keinen vom Theaterbesuch ausschließen wollen», sagte eine Sprecherin des Theaters in Gera auf Anfrage. Demnach reicht für einen Besuch im Geraer Theater ein tagesaktueller Antigen-Schnelltest. In anderen Häusern im Freistaat benötigen Besucher ein negatives PCR-Test-Ergebnis. Geimpfte und Genesene können immer rein.

Das Theater Nordhausen setzt hingegen nach Angaben einer Sprecherin schon seit Anfang Oktober auf die 2G-Regelung. Der zuständige Intendant glaube, dass 3G keine Option sei, weil niemand so viel Geld für die Tests ausgeben wolle, sagte die Sprecherin. Zu Beginn sei der Andrang verhalten gewesen und «einige waren auch böse, dass sie ausgeschlossen werden», sagte die Sprecherin. Mittlerweile seien jedoch viele Veranstaltungen nahezu ausgebucht.

Eigentlich sollen nach Eindämmungserlass des Landes ab Warnstufe drei zu Veranstaltungen nur Geimpfte, Genesene (2G) oder - beim 3G-Plus-Modell - PCR-Getestete zugelassen werden. Viele Landkreise und Städte setzten dies jedoch nicht um und lassen den Zugang auch mit einem tagesaktuellen Antigen-Schnelltest zu.

Besuchergruppen des Altenburg Theaters benötigen einen 3G-Plus Nachweis. Das liege nach Angaben der Sprecherin an einer Allgemeinverfügung für das Altenburger Land, welche seit dem 5. November gelte und den Landkreis zu einer 3G-Plus-Regelung verpflichtet, wenn dieser in die Warnstufe drei rutscht.

Weil mit der 3G-Regelung auf eine Maskenpflicht verzichtet werden könne, habe sich das Meininger Theater für diesen Weg entschieden, so eine Sprecherin. Das sei wichtig, weil einige Abo-Inhaber wegen der Maskenpflicht nicht mehr kommen wollten. Die Betreiber seien «heilfroh, dass wir im Moment über diese Konzepte reinlassen können», sagte die Sprecherin.

Im Gegensatz dazu hat sich das Erfurter Theater für eine, nach eigenen Angaben, «aufgeweichte» 2G-Regelung entschieden. Demnach können Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres das Theater besuchen, wenn sie einen tagesaktuellen Antigen-Schnelltests oder einen Nachweis über die Teilnahme an regelmäßigen Testungen an Schulen vorlegen können.

«Wir finden, dass diese Zielgruppe nicht benachteiligt werden sollte», sagte eine Sprecherin. Alle anderen Besucher benötigen einen Impf- oder Genesenennachweis. Trotz der 2G-Regelung seien die Vorstellungen «immer so gut wie ausverkauft», sagte die Sprecherin.



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